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Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse für elektrische Bodenpflegegeräte, insbesondere für Teppichkehrmaschinen, das aus mindestens zwei Gehäuseschalen aus Kunststoff gebildet ist, wobei in der den Boden bildenden Schale mit dieser ein Stück bildende Aufnahmen für Gleitlager des die Bürstenwalze antreibenden Motors vorgesehen sind.
Es ist bekannt, die Rotoren der Motoren in den Kunststoff gehäusen durch an den Wellenenden der Rotoren angeordnete Kalottengleitlager zu lagern. Weiterhin ist es bekannt, diese Kalottengleitlager in als Halbschalen ausgebildete Lageraufnahmen im Gehäuse einzusetzen und mittels Schellen, die sich über den hervorstehenden Teil der Kalotten legen, festzuspannen.
Eine bekannte Massnahme bietet eine Ausführung, im Falle der separaten Aufnahme der Gleitlager im Gehäuse, diese mit der durch den gesamten Motor hindurchgeblasenen oder hindurchgesaugten Kühlluft zu kühlen.
Bei diesen bekannten Ausführungen ist es nachteilig, dass die im Kunststoffgehäuse in Halbschalen gelagerten Gleitlager, welche mit einer vom Antriebsriemen hervorgerufenen Kraft richtungsgebunden beaufschlagt sind, ihren reibungsbedingt erhöhten Wärmeanfall nicht ableiten können, wodurch die Gleitlager wieder einen grossen Anteil der Wärme an den Kunststoff abgeben und sich, nachdem der Kunststoff zu fliessen beginnt, demzufolge aus den Lagerhalbschalen herausbewegen. Ferner ist es nachteilig, dass derart eingebaute Gleitlager keine allseits geschlossene Umhüllung besitzen und somit bei längerer Belastung ihr Schmiermittel an die sie umgebenden Gehäuseteile abgeben und dann keine Möglichkeit besteht, das Schmiermittel wieder zurückzuführen.
Aus der AT-PS Nr. 186810 wird noch ein zweiteiliges Gehäuse für einen Bohner bekannt, dessen Bodenschale mit den Aufnahmen für die Motorlager ein Stück bildet. Da der Antrieb über beide Rotorenden mit Schnecken erfolgt, ist die Drehzahl wesentlich niedriger als bei einem Bodenbürstengerät, dessen Motor Drehzahlen von mehr als 18000 Umdr/min erreicht, so dass bei dem bekannten Bohner die Wärmeentwicklung nicht so gross ist wie bei einem Bodenbürstengerät. Zudem ist bei dem Bohner die Wärmeableitung sehr günstig, weil die Bodenschale und die Aufnahmen aus Metall bestehen. Die Anwendung von nicht einstellbaren Zylindergleitlagern gestattet bei dem bekannten Bohner auch allseits geschlossene Aufnahmen, die vollständig mit Schmiermittel gefüllt und gegen Austritt des Schmiermittels abgedichtet sind.
Die Erfindung zielt darauf ab, ein Gehäuse aus Kunststoff zu schaffen, dessen in der Bodenschale angeordneten Aufnahmen für die Motorlager so ausgebildet sind, dass sie für die Aufnahme von gekapselten Gleitlagern und den Einbau eines sogenannten integrierten Motors, d. h. den Einbau der Einzelteile des Motors in das komplette Gehäuse, geeignet sind, ohne dass das Gehäuse aus Kunststoff durch zu grosse Wärmeentwicklung zufolge des hochtourigen Motors zerstört wird.
Die Erfindung zielt darauf ab, ein Gehäuse zu schaffen, das besonders ausgebildete Lageraufnahmen aufweist, die eine gute Kühlung der Lager sowie den Einbau von gekapselten Gleitlagern mit einstellbarem Verstellmoment und guter Wärmeabfuhr ermöglicht.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zur Aufnahme von radial belastbaren, gekapselten Gleitlagern U-förmige Lagerböcke vorgesehen sind, deren Ausnebmung durch eine halbzylindrische Mantelfläche und tangential anschliessende Flächen der über die Mitte der Lagerfläche nach oben sich erstreckenden Schenkel begrenzt ist, und dass die Schenkel durch Klammern überbrückt sind.
Zur Halterung der gekapselten Gleitlager ist es zweckmässig, wenn erfindungsgemäss die halbzylindrischen Mantelflächen der Lagerböcke an ihren Rändern mit halbringförmigen Stegen versehen sind. Zur Abschlusssicherung der gekapselten Gleitlager sind auf die Lageraufnahmen befestigbare Klammern vorgesehen, deren Mittelteile erfindungsgemäss federnd ausgebildet sind. Als Verdrehsicherung empfiehlt es sich, innerhalb der halbzylindrischen Ausnehmung einen Vorsprung, bzw. eine Abflachung vorzusehen, die mit einer Ausnehmung bzw. Abflachung in der Kapselung der Gleitlager korrespondiert.
Die Lageraufnahmen sind in vorteilhafter Weise so ausgebildet, dass sie die gekapselten Gleitlager ohne Beachtung von Fertigungstoleranzen aufnehmen können und diese ohne besonderen Einbaumassnahmen mit einer federnden Klammer befestigbar sind.
Durch die Verwendung der radial belastbaren, gekapselten wie Kugellager einzubauende Gleitlager ergeben sich mehrere Vorteile. So strahlt die Metallkapselung der Lager erhöht Wärme ab, so dass nur ein geringer, dem Kunststoff nicht gefährlicher Wärmeanteil auf die Aufnahmen einwirkt, wobei innerhalb der
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Kapselung ein Schmiermittelkreislauf besteht, wodurch kein Schmiermittel verlorengeht. Vor dem Einbau des Motors und vom Einbau unbeeinflusst kann das Verstellmoment der Lager definiert eingestellt werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 die untere, den Boden bildende Halbschale des Gehäuses, in die ein Elektromotor eingesetzt ist, Fig. 2 einen Gehäuseausschnitt mit einer Lageraufnahme und dem zugehörigen Gleitlager und Fig. 3 einen Querschnitt durch das Lager nach Fig. 2.
Vor dem Einlegen des elektrischen Kleinmotors --24-- in die untere, den Boden des Gehäuses --G-- in Fig. 1 bildende Halbschale --3-- werden nach dem Einschieben des Rotors in den Stator am einen Ende der Welle --28-- des Rotors ein Motorkühllüfter --14-- und am andern Wellenende ein Kollektor --17-befestigt und auf beiden Wellenenden gekapselte Gleitlager --10 und 11-- aufgesteckt. Beim Einbau des so zusammengebauten Motors werden die Lager --10, 11-- in mit der Bodenschale --3-- ein Stück bildende Lageraufnahmen --5-- (s. Fig. 2) eingelegt und mit Klammern --23-- befestigt.
Der Stator wird sodann mittels Laschen --25b und 25c-- mit dem Gehäuse --G-- verbunden. Zum Abschluss werden die Kohlebürstenaufnahmen --12a, 12b-- mit eingelegten Kohlebürsten --33-- und Kohlebürstenfedern --34-- mittels der Laschen --25a und 25d-- angebaut.
An dem Ende der Welle --28--, das den Motorkühllüfter --14-- trägt, ist noch eine Riemenscheibe - befestigt, über welche ein Riemen --26-- läuft, der ein Arbeitswerkzeug, z. B. eine Bürste, antreibt. Der Riemen --26-- beaufschlagt den Rotor mit einer Riemenkraft R, die von den Gleitlagern --10 und 11-- aufgenommen werden muss.
Die Aufnahmen --5-- gemäss den Fig. 2 und 3 sind als U-förmige Lagerböcke ausgebildet, deren Ausnehmung durch eine halbzylindrische Mantelfläche --6-- und tangential anschliessende Flächen der
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sind, mittels Schrauben befestigt. Um jedoch nicht nur ein seitliches Auswandern, sondern auch ein Kippen des Lagers gegen die Rotorachse zu verhindern, ist-wie Fig. 3 zeigt-die halbzylindrische Mantelfläche --6-- des Lagerbockes an ihren Rändern mit halbringförmigen Stegen 22--versehen, zwischen denen das Gleitlager --10 bzw. 11-- mit seinem Bund --31--, der durch die Gleitlagerkapselung - gebildet wird, eingelegt und somit gegen Kippen gesichert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gehäuse für elektrische Bodenpflegegeräte, insbesondere für Teppichkehrmaschinen, das aus mindestens zwei Gehäuseschalen aus Kunststoff gebildet ist, wobei in der den Boden bildenden Schale mit dieser ein Stück bildende Aufnahme für Gleitlager des die Bürstenwalze antreibenden Motors vorgesehen sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Aufnahme von radial belastbaren, gekapselten Gleitlagern (10,11) U-förmige Lagerböcke (5) vorgesehen sind, deren Ausnehmung durch eine halbzylindrische Mantelfläche (6) und tangential anschliessende Flächen der über die Mitte der Lagerfläche nach oben sich erstreckenden Schenkel (7,8) begrenzt ist, und dass die Schenkel durch Klammern (23) überbrückt sind.