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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Sichern einer durch Kraftbetätigung lotrecht verschiebbaren Wand, Kulisse oder andern schwebenden Last mittels mindestens eines von einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Spindel auf- und abrollbaren, flexiblen Zugelementes.
Bei derartigen Vorrichtungen kommt es darauf an, dass ein plötzliches Herabfallen verhindert und die schwebende Last auf einem kurzen Fallweg schnell und absolut sicher gefangen und gehalten wird. Zu diesem Zweck verwendet man bereits mit elektrischen Kontroll-und Steuermitteln versehene Schlaffseil- sicherungen, s. z. B. die DE-PS Nr. 536676. Diese haben unter anderem den Nachteil, dass für die Montage und Inbetriebnahme eine elektrische Energiequelle vorhanden sein muss und die Installation und der
Anschluss von einem qualifizierten Fachmann vorgenommen werden muss. Beide Umstände bereiten oft grosse
Schwierigkeiten.
Entfernt ähnliche Überlegungen treten auch bei Autosicherungsgurten gemäss der AT-PS Nr. 322989 auf, die allerdings für die eingangs genannte Type nicht verwendbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Anwendung von optischen, akustischen und elektrischen Mess-und/oder Steuermitteln das Herabfallen durch Kraftbetätigung lotrecht oder schräg verschieblicher schwebender Lasten bei einem Versagen der Kraftbetätigung oder von dieser betätigter
Trag- und Hubmittel zu verhindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Spindel ein von ihr antreibbares, auf eine Drehbeschleunigung bestimmter Grösse ansprechendes, als Rotationskörper mit träger Masse ausgebildetes Schaltelement zugeordnet ist, welches Schaltelement als ein mit dem Gehäuse kuppelfähiges
Sperrelement ausgebildet ist. Damit ist es möglich, ohne empfindliche Geräte mit der Einfachheit und
Zuverlässigkeit mechanischer Mittel schwebende Lasten gegen Herabfallen zu sichern, wobei das
Schaltelement gleichzeitig die für die Sperrung erforderlichen Schaltkräfte zu liefern imstande ist. Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist das Sperrelement mit einer Verzahnung versehen, welche mit einer an dem Gehäuse angeordneten Verzahnung kuppelbar ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Schaltelement mit der Spindel form-oder kraftschlüssig gekoppelt, wobei es dieser bei einer bestimmten Drehbeschleunigung unter Spannung einer Feder nacheilt.
Erfindungsgemäss ist das Schaltelement bei Überschreiten einer bestimmten Drehbeschleunigung der Spindel in Achsrichtung derselben verschiebbar und es ist dabei seine Verzahnung mit der Verzahnung des Gehäuses in Eingriff bringbar. Endlich ist erfindungsgemäss das als Sperrelement ausgebildete Schaltelement mittels eines mehrgängigen Steilgewinde mit der Spindel formschlüssig verbunden und in Ruhestellung durch eine Druckfeder gegenüber dieser abgestützt und gegen einen an dieser befindlichen Anschlag gehalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Fig. l und 2 erläutert. Es zeigen Fig. l in schräger 1 > arallelprojektion unter Fortlassung der Mittel zu ihrer lotrechten Verschiebung eine durch zwei Vorrichtungen gegen Herabfallen gesicherte Wand und Fig. 2 im Schnitt eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit einer Spindel zum Aufwickeln eines Zugelementes und zum Sperren derselben.
Eine Wand --30-- ist mittels eines nicht dargestellten Stahlseiles mit einer gleichfalls nicht dargestellten kraftbetätigten Hebe- und Senkvorrichtung verbunden. In der Nähe ihrer Oberkanten sind ausserdem zwei Zugelemente --2-- befestigt, welche zu je einer, an einer Tragkonstruktion befestigten Sicherungsvorrichtung-l-führen. Jede Sicherungsvorrichtung-l-hat ein Gehäuse --3--, welches zwei Lagerwände --4 und 5-- besitzt, welche nach aussen durch je eine Abdeckhaube --27 und 28-abgeschlossen sind.
In der Lagerwand --4-- befindet sich eine Bohrung --6--, in der Lagerwand --5-gleichfalls eine mit der letzteren fluchtende Bohrung grösseren Durchmessers, in welcher ein mit einer Verzahnung --8-- versehener Zahnkranz --9-- zentriert, gegenüber der Lagerwand --5-- drehgesichert und mit einer Bohrung --7-- versehen ist.
Eine in den Bohrungen --6 und 7-- drehbar gelagerte Spindel - besitzt einen Bund --19--, mit welchem sie sich gegen die Innenseite des Zahnkranzes --9-abstützt, und einen in der Bohrung --12-- lagernden Ansatz, an welchen sich ein mit einem Steilgewinde - versehener Zapfen anschliesst, welcher in einer an seinem Ende befindlichen Nut --15-- eine Sprengsicherung --16-- trägt. Die beim Absenken der Wand --30-- nachlaufende Flanke des Steilgewinde - wirkt als Schrägschulter-18--. In dem Steilgewinde --13-- gelagert und geführt ist ein Schaltelement --20-- angeordnet, welches durch eine sich an dem Ansatz-12-- der Spindel-10-- mittels eines Federtellers --26-- abstützenden Druckfeder --25-- nach aussen gegen die Sprengsicherung --16-gehalten wird.
Das Schaltelement --20-- ist durch eine gegen die Verzahnung --8-- des Gehäuses --3--
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gerichtete Verzahnung --24-- als Sperrelement --23-- ausgebildet. Es trägt ausserdem auf seinen
Aussenrand aufgesetzt einen Schwungring --21--, welcher fest oder unter Reibungsschluss drehbar ist.
Zwischen den beiden Lagerwänden --4 und 5-- besitzt die Spindel --10-- einen Schlitz --11--, in welchem ein Ende des Zugelementes --2-- befestigt ist. Auf dem freien Ende des Zapfens --14-- der Spindel --10-- ist das innere Ende einer spiralförmig gewundenen Triebfeder --17-- befestigt, deren äusseres Ende durch nicht dargestellte Mittel mit dem Gehäuse --3-- verbunden ist, und deren Aufgabe es ist, das Zugelement - gespannt zu halten.
Die Wirkungsweise der Sicherungsvorrichtung-l-ist folgende :
Beim Heben oder Senken der Wand --30-- mittels kraftbetätigter Mittel, wie z. B. einer Seilwinde, spult sich das Zugelement --2-- unter Wirkung der Triebfeder --17-- auf die Spindel --10-- auf oder unter Spannung der Triebfeder --17-- von der Spindel --10-- ab. Dabei befindet sich das Schalt- und
Sperrelement --22/23-- jeweils in Anlage an der Sprengsicherung --16--.
Die das Schaltelement --20-- gegen die Sprengsicherung --16-- haltende Druckfeder --25-- ist in ihrer Federcharakteristik so abgestimmt, dass durch eine an dem Zugelement --2-- wirksam werdende, in jedem Fall unter der Erdbeschleunigung liegende Beschleunigung bestimmter Mindestgrösse eine der Spindel --10-- erteilte Drehbeschleunigung das Schaltelement --20-- vermöge seiner Trägheit die Rückstellkräfte der Druckfeder --25-- zu überwinden vermag und mit seiner Verzahnung --24-- mit derjenigen --8-- des Gehäuses --3-- zur Kupplung kommen kann.
Bei einem Durchfallen der Wand --30-- infolge Versagens der Kraftbetätigung oder Bruch eines Tragseiles od. dgl. bewirkt die von dem Zugelement --2-- der Spindel --10-- erteilte Drehbeschleunigung ein Hineinschrauben der Spindel --10-- in das Schalt- und Sperrelement --20/23--, was - weil die Spindel --10-- axial unverschieblich gelagert ist-eine axiale Verschiebung des Schalt- und Sperrelementes --20/23-- in Richtung auf die Lagerwand --5-- und bei Eingreifen der Zähne der Verzahnung --24-- in diejenigen der Verzahnung --8-- eine sofortige Stillsetzung der Spindel --10-- und ausserdem eine Verriegelung des Sperrelementes --23-- mit der Lagerwand --5-- zur Folge hat.
Eine Entsperrung dieser Elemente ist erst dann möglich, wenn durch Anheben der Wand --30-- die Triebfeder --17-- in der Lage ist, die Spindel --10-- quasi aus dem Schalt- und Sperrelement --20/23-- herauszuschrauben, so dass dieses sich aus der Verzahnung --8-- auszuheben vermag.
Durch die Ausbildung der Verzahnungen --24 und 8-- lassen sich die Sperrung schnell und die Entsperrung leicht gestalten. So ergibt z. B. eine Sägeverzahnung neben einem schnellen und sicheren Eingriff die Möglichkeit leichter Ausrückbarkeit. Dabei kann es noch von Vorteil sein, die eine der beiden Verzahnungen --8 und 24-- mit einer Hälfte oder einem Drittel der Zahl der Zähne der andern zu versehen.
Die Wahl der Zugelemente wird von der Masse der zu sichernden Lasten und dem erforderlichen Weg ihrer Höhenverschieblichkeit abhängen. Neben Stahlseilen können dabei z. B. zur Verwendung kommen Stahlbänder, Rundstahlketten oder auch vorgereckte Textilgurte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Sichern einer durch Kraftbetätigung lotrecht verschiebbaren Wand, Kulisse oder andern schwebenden Last mittels mindestens eines von einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Spindel auf-und abrollbaren, flexiblen Zugelementes, d a d u r c h g e k e n n z e i c h - n e t, dass der Spindel (10) ein von ihr antreibbares, auf eine Drehbeschleunigung bestimmter Grösse ansprechendes, als Rotationskörper mit träger Masse ausgebildetes Schaltelement (20) zugeordnet ist, welches Schaltelement als ein mit dem Gehäuse (3) kuppelfähiges Sperrelement (23) ausgebildet ist.
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