<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ablegen von auf Teigstückträgern, z. B.
Gehängetassen, befindlichen Teigstücken auf eine unterhalb der Teigstückträger angeordnete Ablage durch Kippen der Teigstückträger, die an einem umlaufenden Zugglied, z. B. einer Kette, um horizontale
Achsen kippbar, in Förderrichtung hintereinander aufgehängt sind, wobei an der Kippstelle für eine
Reihe von in einem Arbeitsgang kippbaren Teigstückträgern je ein in die Bewegungsbahn des jeweiligen
Teigstückträgers einbringbarer Zapfen vorhanden ist und diesen Zapfen ein gemeinsames, im Gestell der
Vorrichtung gelagertes Betätigungselement zugeordnet ist.
Solche Vorrichtungen sind bekannt (AT-PS Nr. 310108). Es ist mit ihnen möglich, an der Abkippstelle eine der Anzahl der dort angebrachten Kippzapfen entsprechende Anzahl von Teigstücken gleichzeitig abzuwerfen, z. B. auf ein Backblech. Der Abstand, den die abgekippten Teigstücke auf der sie aufnehmenden Unterlage, z. B. am Backblech, aufweisen, ist aber stets der gleiche und gleich dem
Abstand, den benachbarte Teigstückträger auf dem Zugglied aufweisen. Dadurch lässt es sich nicht immer erreichen, dass der auf der Ablagefläche zur Verfügung stehende Platz vollkommen ausgenutzt wird, z. B. dann nicht, wenn sich die Backofenlänge oder Backofenbreite nicht restlos durch den Abstand zweier benachbarter Teigstückträger teilen lässt.
Beispielsweise kommt es bei Neuanschaffung eines Ofens häufig dazu, dass die in diesen Ofen einschiebbaren Backbleche einer bestimmten Teilung, z. B. 105 mm, entsprechen, wogegen die am Zugglied angeordneten Teigstückträger einer davon abweichenden Teilung, z. B. 110 mm, entsprechen.
Die Erfindung setzt sich nun zur Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass der Abstand, den die abgeworfenen Teigstücke voneinander aufweisen, variiert werden kann und insbesondere unterschiedlich gegenüber jenem Abstand gestaltet werden kann, den benachbarte
Teigstückträger auf dem Zugglied aufweisen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass jeder Zapfen in an sich bekannter Weise in einer Führung in Richtung seiner Längsachse verschieb- bar gelagert ist, dass jede Führung unabhängig von den andern Führungen in Bewegungsrichtung des
Zuggliedes verschiebbar angeordnet und in der eingestellten Lage feststellbar ist und dass das Betätigungselement zur Bewegung der Zapfen in an sich bekannter Weise zu deren Achsrichtung geneigte Führungsflächen, insbesondere Nocken aufweist, die vorzugsweise ebenfalls relativ zum Betätigungselement verstellbar sind. Durch Verstellung der Führungen und damit der Zapfen in Bewegungsrichtung des
Zuggliedes lässt sich der Zeitpunkt variieren, zu welchem jeder Teigstückträger an der Abkippstelle mit dem ihm zugeordneten Zapfen zur Abkippung des Teigstückes zusammenwirkt.
Wie bei der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion sind hiebei die Zapfen so lange aus der Bewegungsbahn der Teigstückträger ausgerückt, bis die mit den abzuwerfenden Teigstücken belegte Teigstückträgerreihe an die Abkippstelle gelangt ist. Erst dann wird das Betätigungselement so verstellt, dass seine Führungsflächen die Zapfen in die Bewegungsbahn dieser Teigstückträgerreihe einbringen. Während jedoch bei der bekannten Konstruktion die Zapfen von starr mit dem Betätigungselement verbundenen Fingern gebildet sind, welche durch eine Schwenkung des Betätigungselementes in die Bewegungsbahn der Teigstückträger eingeschwenkt werden, sind gemäss der Erfindung die Zapfen vom Betätigungselement baulich getrennt, werden jedoch von diesem durch dessen geneigte Führungsflächen verstellt.
Dadurch wird es möglich, die Zapfen samt ihrer Führungen zu verstellen, ohne das Betätigungselement auswechseln zu müssen. Der Verstellung der Führungen für die Zapfen kann durch Verstellung der geneigten Führungsflächen des Betätigungselementes Rechnung getragen werden, wodurch sich die genaueste Arbeitsweise erzielen lässt, jedoch sind Ausführungsformen denkbar, bei denen eine solche Verstellung der Führungsflächen nicht erforderlich ist, z. B. dann, wenn diese von Keilen auf dem Betätigungselement gebildet sind.
Günstiger ist es jedoch gemäss einer Weiterbildung, wenn in an sich bekannter Weise die Führungsflächen von Nockenscheiben gebildet sind, die auf einer gemeinsamen, im Gestell drehbar gelagerten Welle sitzen, wobei diese Nockenscheiben auf der Welle durch Klemmelemente in an sich bekannter Weise in veränderbarer Winkel- und Axiallage relativ zur Welle fixierbar sind. Durch Veränderung der Axiallage lässt sich die Lage der- Nockenscheibe der gewählten Lage der Führung des jeweiligen Kippzapfens angleichen und durch Änderung der Winkellage der Nockenscheibe relativ zur Welle lässt sich der Zeitpunkt, zu welchem die Einschiebung des Zapfens in die Bewegungsbahn der Teigstückträger erfolgt, nach Wunsch variieren.
Während bei der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion die der jeweils zu kippenden Teigstückträgerreihe zugeordneten Zapfen stets zugleich betätigt werden, erfolgt diese Betätigung gemäss der Weiterbildung der Erfindung nicht unbedingt gleichzeitig, vorzugsweise jeweils um eine kurze Zeitspanne
<Desc/Clms Page number 2>
gegeneinander versetzt. Dadurch wird vermieden, dass bei der Einrückung der Zapfen in die Bewegungs- bahn der Teigstückträger die Zapfen mit vorlaufenden Teigstückträgern kollidieren.
Es wäre möglich, die Nockenscheiben mit Flanschen zu versehen, mit welchen sie auf der Welle einstellbar befestigt sind. Weniger Aufwand erfordert es jedoch, wenn erfindungsgemäss jedes Klemm- element von einer Wurmschraube gebildet ist, die in an sich bekannter Weise in eine Gewindebohrung eingeschraubt ist, wobei diese Gewindebohrung vom die Führungsfläche bildenden Umfang der
Nockenscheibe bis zur Welle durchläuft. Durch Einschraubung dieser Wurmschraube lässt sich die
Nockenscheibe in der gewünschten Winkel- und Axiallage relativ zur Welle an dieser befestigen. Von den
Nockenscheiben abstehende Flansche können daher eingespart werden.
Eine Blockierung der Vorrichtung durch den in die Gewindebohrung einrastenden Zapfen lässt sich leicht dadurch verhindern, dass die
Gewindebohrung an einem Umfangsabschnitt der Nockenscheibe angeordnet wird, welcher mit dem Zapfen nicht zusammenwirkt. Noch günstiger ist es jedoch, wenn jeder Zapfen an seinem der Nockenscheibe benachbarten Ende einen am Umfang der Nockenscheibe anliegenden Flansch trägt, dessen Durchmesser grösser ist als der Durchmesser der Wurmschraube. Dadurch kann bei allen Nockenscheiben die
Gewindebohrung an derselben Stelle angeordnet werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass die vorhin erwähnte Blockierung der Vorrichtung eintritt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht jede Führung aus einer Hülse, die in einem in Bewegungsrichtung des Zuggliedes verlaufenden Schlitz einer Wand des Gestells verschiebbar und in der eingestellten Lage festklemmbar ist. In dieser Hülse ist der Zapfen in seiner Axialrichtung verschiebbar gelagert. Die Festklemmung der Hülse kann in beliebiger an sich bekannter Weise erfolgen, jedoch ist es gemäss einer Weiterbildung der Erfindung besonders günstig, wenn jede Hülse eine
Gewindehülse ist, die mit einem Flansch versehen ist, wobei auf das im Schlitz der Wand mit Spiel sitzende Aussengewinde der Gewindehülse eine Klemmutter aufgeschraubt ist. Dadurch lässt sich mit sehr geringem Aufwand eine verlässliche Festklemmung jeder Zapfenführung erzielen.
Ein in seiner Längsrichtung in einer Führung verschiebbarer Zapfen, der durch geneigte
Führungsflächen einer Nocke verschiebbar ist, ist bekannt (AT-PS Nr. 59473 und Nr. 136410), jedoch jeweils für andere Zwecke als zur Einleitung des Abkippvorganges eines Teigstückes.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung an der Abkippstelle, während Fig. 2 das mit II bezeichnete Detail in grösserem Massstab zeigt. Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 und Fig. 4 eine Draufsicht zu Fig. 3 in Richtung des Pfeiles IV derselben.
Im Gestell --1-- der Vorrichtung, z. B. in einem Gärschrank, ist ein von einer Gelenkgliederkette gebildetes Zugorgan um Umlenkrollen --3-- geführt, so dass der die Abkippstelle --4-- für die Teigstücke durchlaufende Teil des Zugorgans --2-- horizontal in Richtung des Pfeiles --5-- läuft. Am Zugorgan --2-sind Gehängetassen --6-- um horizontale Gelenkachsen --10-- kippbar aufgehängt, die die Träger für die Teigstücke --7-- bilden, die an der Abkippstelle --4-- auf ein Backblech --8-- abgeworfen werden sollen, das unter dem Zugorgan --2-- auf einer Auflagefläche --9-- des Gestells --1-- aufruht. Um zu erreichen,
dass an der Abkippstelle --4-- die Gehängetassen --6-- zwecks Abwerfens der Teigstücke --7-- auf das Backblech --8-- gekippt werden, sind in die Bewegungsbahn der Gehängetassen --6-- Kippzapfen --11-- einrückbar, deren jeder in einer Bohrung --12-- (Fig. 3) einer Gewindehülse-13-- in Achsrichtung verschiebbar gelagert ist.
Die Bohrung --12-- hat eine Erweiterung --14--, in der eine den Kippzapfen - -11-- umgebende Schraubenfeder --15-- sitzt, deren eines Ende sich gegen die Stirnfläche --16-- der Erweiterung --14-- abstützt, während ihr anderes Ende an einem Flansch --17-- anliegt, der am Ende des Kippzapfens --11-- vorgesehen ist und am Umfang --18-- einer Nockenscheibe --19-- gleitet, durch deren Drehung in Richtung des Pfeiles --20-- der Kippzapfen --11-- in die Bewegungsbahn der Gehängetasse - einschiebbar ist. Alle Nockenscheiben --19-- sind auf einer gemeinsamen Welle --21-- angeordnet, die im Gestell --1-- drehbar gelagert und mit einem nicht dargestellten Antrieb zwecks Verdrehung verbunden ist.
Jede Nockenscheibe --19-- ist unabhängig von den andern Nockenscheiben auf der Welle --21-- in axialer und tangentialer Richtung verstellbar und in der gewählten Lage fixierbar. Hiezu dient eine vom Umfang --18-- der Nockenscheibe --19-- ausgehende und bis zur Welle --21-- reichende Gewindebohrung --22--, in die eine Wurmschraube --23-- eingeschraubt ist, mit der die Nockenscheibe --19-- in der gewählten Stellung auf der Welle --21-- festklemmbar ist. Der Durchmesser der Gewindebohrung --22-- ist geringer als jener des Flansches --17--, wodurch vermieden wird, dass der Flansch --17-- in die Gewindebohrung --22-- einrasten kann.
<Desc/Clms Page number 3>
Alle Gewindehülsen --13-- sind in einer gemeinsamen Wand --24-- des Gestells --1-- in Bewegungs- richtung des Zugorgans --2-- verstellbar und in der eingestellten Lage festklemmbar angeordnet. Hiezu hat die Wand --24-- für jede Gewindehülse --13-- einen in Bewegungsrichtung des Zugorgans --2-- verlaufenden Längsschlitz --25--, in dem das Aussengewinde --26-- der Gewindehülse --13-- mit geringem
Spiel sitzt, so dass die Gewindehülse bei ihrer Einstellung leicht in diesem Längsschlitz --25-- verschieb- bar ist. Die Gewindehülse trägt an ihrem einen Stirnende einen Flansch --27-- und eine auf ihr
Aussengewinde --26-- aufgeschraubte Klemmutter --28--.
Bei Anziehen der Klemmutter --28-- legen sich diese sowie der Flansch --27-- von beiden Seiten gegen die Wand --24-- an, so dass die Gewindehülse --13-- in der eingestellten Lage festgelegt wird.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist wie folgt :
Zunächst werden die Gewindehülsen --13-- auf den gewünschten Abstand benachbarter Kippzapfen - eingestellt und in der gewünschten Lage durch Anziehen der Klemmuttern --28-- fixiert. Fig. 1 zeigt eine solche Einstellung, bei der der Abstand a benachbarter Kippzapfen --11-- geringer ist als der
Abstand b der Gelenkachsen --10-- benachbarter Gehängetassen --6--, so dass die Teigstücke auf dem
Backblech --8-- in kürzeren Abständen abgelegt werden, als ihrer Anordnung auf den Gehängetassen - entspricht. Erforderlichenfalls kann jedoch auch ein Abstand a gewählt werden, der grösser ist als der Abstand b.
Nach Wahl und Einstellung des Abstandes a werden die Nockenscheiben --19-- auf der Welle --21-- so in deren Achsrichtung verschoben, dass jedem Kippzapfen --11-- eine Nockenscheibe - gegenüberliegt. Hierauf werden die Nockenscheiben --19-- relativ zur Welle --21-- so verdreht, dass die Kippzapfen --11-- beim Vorbeilaufen der Gehängetassen --6-- jeweils zum richtigen Zeitpunkt in die Bahn der Gehängetassen --6-- durch die Nockenscheiben --19-- eingeschoben werden, so dass jeder Kippzapfen --11-- nur mit der ihm zugeordneten Gehängetasse --6-- zusammenarbeitet, mit den übrigen
Gehängetassen hingegen nicht kollidiert. Fig. 3 zeigt, dass sich hiebei von Nockenscheibe --19-- zur Nockenscheibe geringe Verdrehungen auf der Welle --21-- ergeben.
Hierauf werden die Nockenscheiben - durch Anziehen der Wurmschrauben --23-- auf der Welle --21-- fixiert. Die Vorrichtung ist nun betriebsbereit.
Im Betrieb läuft das Zugorgan --2--, das zweckmässig zwei zu beiden Seiten der Gehängetassen --6-- angeordnete Züge hat, an denen die Gehängetassen --6-- mittels der Gelenkachsen --10-- angehängt sind, mit gleichbleibender Geschwindigkeit in Richtung des Pfeiles --5-- durch die Abkippstelle --4-- hindurch.
Zugleich wird die Welle --21-- vom nicht dargestellten Antrieb schrittweise oder kontinuierlich so verdreht, dass die Kippzapfen --11-- der Reihe nach zu den richtigen Zeitpunkten vorgeschoben werden, so dass sie in die Bewegungsbahn der Gehängetassen --6--, insbesondere seitlicher Wangen --29-derselben, geraten. Dadurch, dass der Abstand a kleiner ist als der Abstand b, werden die Gehängetassent die sich an der Abkippstelle --4-- befinden, nicht alle zugleich gekippt, sondern nacheinander, wobei die Zeitspanne, die zwischen den Kippzeitpunkten zweier benachbarter Gehängetassen - verstreicht, der Differenz der Abstände b und a entspricht. Die Teigstücke --7-- werden daher auf dem Backblech --8-- einander näher benachbart abgelegt, als sie auf den Gehängetassen --6-- angeordnet sind.
Die Welle --21-- vollführt eine Umdrehung in der Zeit, in der die der abzuwerfenden Gehängetassenreihe zugeordneten Gehängetassen --6-- die Abwerfstrecke der Abkippstelle --4-- durchlaufen. Die Welle - -21-- kann von einem eigenen Motor angetrieben werden oder es kann der Antrieb für diese Welle --21-von einem der bewegten Teile der Maschine, an der die Vorrichtung vorgesehen ist, abgeleitet sein, z. B. von einer Stanzstation od. dgl.
Bei einem Abstand b benachbarter Gehängetassen --6-- von etwa 115 mm lässt sich der Abstand der abgeworfenen Teigstücke --7-- um etwa 40 mm (bezogen auf die Gesamtanzahl der abgeworfenen Teigstücke) variieren. Dies reicht erfahrungsgemäss für praktisch alle denkbaren Anwendungsfälle aus.
Die Feder --15-- kann eingespart werden, wenn die Achse des Kippzapfens --11-- nicht horizontal, sondern geneigt angeordnet wird, wobei der Flansch --17-- tiefer angeordnet ist als das mit den Gehängetassen --6-- zusammenwirkende Ende des Kippzapfens --11--, so dass dieser durch sein Eigengewicht ständig am Umfang der Nockenscheibe --19-- anliegt.
Jede Gehängetasse-6-trägt zweckmässig mehrere Vertiefungen --30-- zur Aufnahme der Teig- stücke--7--.