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Luftkompressor mit Flügelkolben.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Luftkompressor mit Flügelkolben und bezweckt, durch eine besondere bauliche Anordnung und Verbindung der einzelnen Teile eine Vorrichtung zu schaffen, bei der durch eine Anzahl durch die Bewegung einer kreisenden Kurvennutscheihe betätigter Kolben ununterbrochen ein Pressluftstrom von gleichem Druck erzeugt wird.
In den Zeichnungen ist der Luftkompressor in Fig. 1 im lotrechten Schnitt und in Fig. 2
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schnitt. Fig. t zeigt in grösserem Massstabe im Schnitt einen Teil des Kompressorgehäuses mit der Kurvennutscheibe und einem Kolben. Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Kurvennutscheibe, Fig. 6 eine in grösserem Massstabe gehaltene schaubildliche Darstellung eines Kolbens und seiner Kammer. Fig. 7 zeigt den Kolben mit dem luftdichten Scharniergelenk, Fig. 8 das am Kolben angebrachte Klappenventil. Fig. 9 stellt schematisch die Kurvennutscheibe und die Kolben in ihren verschiedenen Stellungen während der Umdrehung der Scheibe dar. Fig. 10 zeigt in schaubildlicher Ansicht einen Teil des Kolbens und der Gehäuseseitenwand.
Das Kompressorgehäuse besteht aus zwei Seitenwänden 11, die mit Füssen 12 auf dem
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beiderseits des Gehäuses je ein mit einer Kurvennutscheibe vereinigtes Triebrad 20 befestigt ist. Femer sitzen auf dieser Welle die Schwungräder : 21. Die Enden der Wellen ruhen in den Lager- ständern 22. Jedes Triebrad ist mit einer Kurvennut 23 versehen. In die Kurvennuten ragen Zapfen 2J hinein, die zur Betätigung von Kolben dienen und mit Rollen 25 versehen sind.
In dem Gehäuse ist eine Anzahl Verdichtungskammern vorhanden, von denen jede aus
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eine Dichtung 31 dazwischen eingelegt. Das Gelenk wird durch Bolzen oder Schrauben 32 drehbar gehalten. In beiden Seitenrändern und in der unteren Kante des Kolbens 30 sind Längsnuten 33 angebracht, in die Dichtungsstreifen 34 eingesetzt sind, deren Enden bei 35 einander überlappen.
Federn 36 in den Nuten.' haben das Bestreben, die Dichtungsstreifen beständig an die Innen- flächen der Verdichtungskammern anzudrücken und dadurch das Entweichen von Luft zu verhindern. Nahe dem freien Ende des Kolbens sind beiderseits Zapfen 24 angebracht, die durch
Schlitze 37 in den Seitenwänden 11 hindurchgehen. Diese Schlitze sind bogenförmig gekrümmt und erstrecken sich von der feststehenden \\'and : : 6 his zu dem nanschartigen äusseren Rand der
Seitenwand, so dass der Kolben 30 voll ausschwingen kann.
Zur Abdichtung der Schlitze 37 dienen schwalbenschwanzförmig gestaltete Einlagen 38, die in entsprechend geformten bogen- @ förmigen Nuten 39 an der Innenfläche jeder Seitenwand liegen und am Kolben befestigt sind, so dass während der Bewegung des Kolbens die Schlitze 3/durch die sich verschiebenden Ein-
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Jede feststehende Wand 26 besitzt eine Anzahl Auslassöffnungen 40, in die Ventile 41 ein gesetzt sind, die sich beim Einwärtsgang des Kolbens nach Zusammendrücken der in der Ver-
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verbunden sein kann.
In jedem Kolben 30 sind mehrere Öffnungen 45 mit Ventilen 46 vorhanden, welche Ventile sich während der Auswärtsbewegung des Kolbens heben und Luft in die Ver- dichtungskammer einlassen.
In den Fig. 1 und 9 sind die Kurvennutscheiben in ihrer untersten Stellung veranschaulicht.
Wenn in dieser Stellung der Kolben in der Verdichtungskammer A die Zusammendrückung der Luft vollendet hat, ist der Kolben in der Kammer B gerade in Wirksamkeit und jener der Kammer 0 macht seine Auswärtaschwingung, um frische Luft durch die Ventilöffnungen 45 in die Kammer einzulassen. Aus Fig. 9 sind die verschiedenen Kolbenstellungen mit Beziehung auf die Stellungen der Kurvennutacheibe ersichtlich und durch volle und punktierte Linien bezeichnet.
Die Verdichtungskammern sind um eine gemeinsame Achse angeordnet und der Kolben jeder Kammer ist an einer solchen Stelle in der Kammer angelenkt, dass die Bewegung der Kolben zur Verdichtung der Luft gegen diese Achse gerichtet ist. Diese Gruppierung der Kammern und diese Kolbenanordnung ermöglichen die Ausnutzung der durch die Kurvennutscheibe übertragenen Kraft in vollkommenster Weise. Diese Kraft nimmt zu, wenn der Kolben bei seinem Druckhube in der Kammer zunächst der Stelle der stärksten Verdichtung gelangt. Die gleiche Wirkung kann auch mit nur einer Kurvennutscheibe erreicht werden ; doch ist die symmetrische Anordnung zweier solcher Scheiben aus Zweckmassigkeitsgrunden, um nämlich bei einem Bruch einen Ersatz zu schaffen, vorzuziehen.
Zum aufeinanderfolgenden Drehen der Kolben gegen die gemeinsame Mittelachse, um die die Verdichtungskammem angeordnet sind, könnte auch ein anderes, das gleiche
Ergebnis hervorbringendes Bewegungsgetriebe benutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Luftkompressor mit Flügelkolben, gekennzeichnet durch ein mehrere Verdichtungkammern enthaltendes Gehäuse und durch die drehbare Anordnung eines Flügelkolbens in jeder Kammer, wobei die Flügelkolben mittels durch die Gehäuseseitenwände reichender Zapfen geführt werden und diese in eine oder zwei Kurvennutscheiben eingreifen, die während ihrer Umdrehung die abwechselnde Betätigung der Kolben veranlassen.