AT346963B - Strang aus glas- oder kunstfasern zur fixierung der statorspulen elektrischer maschinen - Google Patents
Strang aus glas- oder kunstfasern zur fixierung der statorspulen elektrischer maschinenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Strang aus Glas- oder Kunstfasern zur Fixierung der Statorspulen elektrischer Maschinen, der aus einer Vielzahl parallelliegender Fasern besteht und bei dem zwischen den Fasern kapillare Hohlräume vorhanden sind.
Bei elektrischen Maschinen, insbesondere bei Generatoren und grösseren Motoren, werden die freiliegenden Wicklungsteile, im folgenden mit Wickelkopf bezeichnet, gegeneinander abgestützt und distanziert, um eine genügende mechanische Festigkeit zu erhalten.
Zu diesem Zweck sind bereits verschiedene Massnahmen zur Anwendung gekommen. So ist beispielsweise aus der DE-AS 1265279 eine Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Abstützung und Distanzierung der Statorspulenköpfe bekannt, bei der ein mit aushärtbarem Kunstharz gefüllter, druckdichter Schlauch in den Wickelkopf eingeflochten die einzelnen Spulenköpfe mäanderförmig umschliesst und durch Aushärtung des Kunstharzes zwischen den Spulenköpfen verankert ist. Zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit ist in dem Schlauch ein Geflecht oder Gewebe von Fäden vorgesehen.
Diese Einrichtung ist jedoch nicht geeignet, die Statorspulen gegen Verschiebung in alle Richtungen zu fixieren, da keine Verklebung des Schlauches mit den Statorspulen erfolgt. Ferner hat sich gezeigt, dass die Zugabe von Füllstoffen das Einpumpen des Kunstharzes sehr erschwert, dass ohne diese Füllstoffe jedoch die mechanische Festigkeit zu gering ist.
Aus der AT-PS Nr. 259065 ist ein Verfahren bekannt, bei dem Glasfaserstränge, bestehend aus Fasern, die eine elastische Umhüllung aufweisen, in die Distanzen des Wickelkopfes eingezogen und dann erst mit einer härtbaren Kunstharzmischung imprägniert werden, worauf deren Härtung erfolgt. Solche Faserstränge werden in Fachkreisen allgemein als Lunten bezeichnet.
Dieses Verfahren hat sich insbesondere bei der Ganztränkung elektrischer Maschinen bewährt. Bei grossen elektrischen Maschinen, die aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht ganz getränkt werden können, lässt sich jedoch das bekannte Verfahren nur im beschränkten Mass anwenden. Es erfordert fachkundiges Personal und Zeitaufwand bei der Harzapplikation, um zu gewährleisten, dass einerseits alle Teile der Glasfaserstränge mit Harz getränkt sind, anderseits aber nicht allzuviel Harz verlorengeht. Darüber hinaus können nur vergleichsweise niedrigviskose Harzmisehungen verwendet werden. Hinzu kommt, dass die Harzapplikation zeitaufwendig ist, bzw. es muss bei höheren Temperaturen ausgehärtet werden. Dies ist bei derart grossen Objekten mit entsprechenden Schwierigkeiten verbunden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Strang aus Glas- oder Kunstfasern der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei der die Applikation des Harzes wesentlich erleichtert wird. Diese Aufgabe wird bei einem Strang aus Glas- oder Kunstfasern der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Faserstrang mit mindestens einem schlauchartigen und mindestens teilweise harzdurchlässigen Kanal zum Leiten und Verteilen des Harzes versehen und der Kanal annähernd in der Mitte des Faserstranges angeordnet ist.
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemässen Faserstranges ist darin zu sehen, dass der Strang von innen her imprägniert werden kann. Durch die Imprägnierung von innen her wird die im Strang befindliche Luft nach aussen gedrängt und somit ein Einschliessen der Luft durch das Harz ausgeschlossen. Dadurch wird eine grössere mechanische Festigkeit des harzgefüllten Faserstranges erzielt. Hiefür ist vorgesehen, den Kanal oder die Kanäle zum Leiten des Harzes möglichst in der Mitte des Faserstranges anzuordnen ; dadurch wird eine gleichmässige Imprägnierung von innen zur Peripherie ermöglicht.
Vorzugsweise ist der Kanal zum Leiten des Harzes ein perforierter Schlauch oder eine Kunststoffwendel.
Zweckmässigerweise wird der Kanal gegen Knicken versteift, um ein Durchfliessen des Harzes auch an Kanten bzw. Biegestellen zu gewährleisten. Zur Verhinderung des Knickens des Kanals ist ein in dem Kanal befindlicher Runddraht aus Kunststoff besonders geeignet. Um das Tropfen des Harzes aus dem Faserstrang völlig auszuschliessen, wird der Strang zweckmässigerweise mit einer teilweise luftdurchlässigen Umhüllung versehen. Die Umhüllung besteht vorzugsweise aus einer Lackierung aus flexiblem Lack.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus einem nachstehend an Hand der Zeichnung, die einen Strang aus Glas- oder Kunstfasern mit einem Kanal zum Leiten des Harzes zeigt, erläuterten Ausführungsbeispiel.
In der Zeichnung ist mit --1-- ein Faserstrang bezeichnet, der aus mehreren Glas- oder Kunstfaserbündeln besteht. Der Strang --1-- ist mit einer elastischen Umhüllung --2-- versehen. Derartige Faserstränge (ohne Kanal) sind unter der Bezeichnung"Glasfaserkordel", Hersteller Firma Lauenberger, Basel, im Handel. In dem Strang befindet sich ein Kanal --3-- zum Leiten des Harzes, der im
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vorliegenden Fall ein perforierter Schlauch ist. In dem Kanal--3-- befindet sich ein Kunststoffrunddraht der sich über die gesamte Länge des Kanals --3-- erstreckt. Die elastische Umhüllung --2--, z. B.
Glasfaserumflechtung, ist durch eine unvollständige Lackierung mit flexiblem Lack in ihrer Luftdurchlässigkeit beschränkt.
Zum Imprägnieren des Faserstranges eignen sich besonders kalthärtende Kunstharzmisehungen, die aus mindestens zwei Komponenten bestehen, mit einer Gelierzeit von 2 bis 10 min. Die exotherme Reaktion dieser Harzmischungen hat eine Viskositätserniedrigung zur Folge, wodurch eine bessere Imprägnierung möglich ist als mit Harzen, die eine längere Gelierzeit benötigen. Ferner wird durch die Reaktionswärme die Wärmebeständigkeit des Harzes erhöht. Harze mit derart kurzer Gelierzeit können beispielsweise Epoxydharze, Polyurethanharze und ungesättigte Polyesterharze sein.
Die Applikation des Harzes erfolgt zweckmässigerweise mittels eines mit den Enden des Kanals verbundenen Einspritzgerätes, das die Komponenten des Harzes dosiert, mischt und in den Kanal pumpt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strang aus Glas- oder Kunstfasern zur Fixierung der Statorspulen elektrischer Maschinen, der aus einer Vielzahl parallelliegender Fasern besteht und bei dem zwischen den Fasern kapillare Hohlräume
EMI2.1
Claims (1)
- 2. Faserstrang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (3) ein perforierter Schlauch ist. EMI2.2 gekennzeichnet, dass der Kanaldass im Kanal (3) ein dessen Knicken verhindernder Draht (4) angeordnet ist.5. Faserstrang nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (4) aus Kunststoff besteht. EMI2.3 dass er mit einer teilweise luftdurchlässigen Umhüllung (2) versehen ist.7. Faserstrang nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (2) aus einer teilweise porösen Lackierung aus flexiblem Lack besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH1476976 | 1975-11-14 |
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| ATA844976A ATA844976A (de) | 1978-04-15 |
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| AT844976A AT346963B (de) | 1975-11-14 | 1976-11-12 | Strang aus glas- oder kunstfasern zur fixierung der statorspulen elektrischer maschinen |
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| AT (1) | AT346963B (de) |
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1976
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Also Published As
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| ATA844976A (de) | 1978-04-15 |
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