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Elastischer Lagerbock für Tiefbohrschwengel.
Bei Tiefbohrungen nach kanadischem oder ähnlichem System werden die bei jedem Hub auftretenden Erschütterungen seit jeher stark als Nachteil empfunden, da dieselben sehr ungünstig auf den ganzen Bohrmechanismus wirken. Man hat sich daher bemüht, durch unterschiedliche Anordnung von Federn den starren Mechanismus elastisch zu machen, um das Beharrungsvermögen der in Bewegung zu versetzenden Bohrzeugmassen mit allmählich gesteigerter Kraft stossfrei zu überwinden.
Die verschiedenen bekannten Konstruktionen entsprechen dem gedachten Zwecke mehr oder minder, haben jedoch mit der ihnen eigenen ausschliesslichen Verwendung von Federn verschiedene Nachteile, indem dieselben teils sehr kompliziert und kostspielig sind und teils gar nicht oder nur mit zeitraubenden Manipulationen den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden können.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung kommt als Hauptfaktor bei der elastischen Lagerung des Bohrsehwengels der in der Zeichnung in Fig. I und 2 dargestellte Balken a der Holzkonstruktion des Bohrkranes in Betracht, welcher entweder massiv ist oder aus mehreren übereinander gelegten. am besten gehobelten Brettern besteht. Dieser Balken liegt mit entsprechender
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und ebensolcher Dimensionen eine elastische Unterlage für den Schwengel s.
Um die volle Länge des Balkens a für eine geringe Einsenkung desselben auszunützen und um bei stärkerer Einsenkung dessen Spannweite zur Erhöhung der Tragkraft zu verkürzen. sind die Auflagerflächen an den Balken b und c im Sinne einer Zylindermantelfläche gegen den
Balken a abgerundet. Dieselben sind ferner an drei Seiten von einem überragenden Eisenbleche e umgeben, um seitliches Abgleiten des Balkens a zu verhindern.
Es ist vorteilhaft, den Balken b und c in der Längsrichtung des Balkens a Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, damit dieselben den Verkürzungen des letzteren bei dessen Einsenkung zu folgen imstande sind.
Die Dimensionen des Balkens a müssen so gewählt werden, dass dessen Elastizität bereits bei Stössen von geringer Kraft, also auch bei geringem Gewichte des Bohrzeuges, zur bettung kommt. Unter dieser Voraussetzung würde allerdings bei hohem Bohrzeuggewicht eine permanente
Durchbiegung des Balkens eintreten und die zur elastischen Lagerung des Schwengels notwendigen I Schwingungen könnten nicht mehr stattfinden. Diesem Umstande ist jedoch durch eine einfache
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Querschnitt, welches am Fundamente/befestigt ist. An demselben verschraubt befinden sich zwei eiserne Schienen g und h von entsprechendem Profil, als welche in der vorliegenden Aus- I führungsform (Fig. 5).
Schnitt. -B, 1-Träger gewählt sind. Diese Schienen sind durch Laschen I fest verbunden und durch Streben i und j gegen das Fundament f abgestützt, ferner je nach der Konstruktion des Bohrkranes mittels sonstiger Verbindungen starr befestigt. Hiedurcb bilden diese Schienen eine sichere Führung für ein elastisches Element. welches zwischen denselben höher oder tiefer gestellt werden kann.
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! Dasselbe besteht in vorliegender Ausführungsform aus einem zwischen die Schienen und A passenden Holzstücke m, welches an seinem Kopfende mit einer eisernen Kappe k versehen ist, welche vorerst dazu dient, eine oder mehrere Federn von beliebiger Form oder auch einen Gummipuffer aufzunehmen, gen welche der Balken a bei stärkerer Einsenkung drückt und dadurch in der angestrebten Wirkung unterstützt wird. Die Kappe 1. : ist ferner an zwei Seiten'mit zur Längsrichtung des Balkens a parallelen, gabeligon Ansätzen o versehen, in deren Schlitzen die an dem Balken a in später beschriebener Weise befestigten Zapfen z eine vertikale Führung erhalten.
Dadurch, dass die Ansätze o der Kappe k horizontale Bewegungen des Balkens a verhindern und durch die beschriebene Führung der Zapfen z sind andere als rein vertikale Schwingungen des erwähnten Balkens unmöglich gemacht.
Durch das in den beiden Schienen 9 und h vertikal verstellbare, elastische Element ist die Regulierbarkeit der Schwingungen des Balkens a in folgender einfacher Weise gegeben : Indem unter das Holzstück m bei x Keile oder dgl. getrieben werden, wird dasselbe bzw. die auf demselben vorgesehenen elastischen Mittel, wie Federn oder Gummipuffer, gegen den Balken a gedrückt und kann hiedurch dessen Elastizität in jedem gewünschten Grade unterstützt werden.
Die Wirkung des zwischen den Schienen g und h verstellbaren elastischen Elementes würde selbstverständlich auch bei anderer Anordnung desselben gleichbleiben, wenn beispielsweise die Feder n oder ein Gummipuffer an Stelle der Keile bei x angeordnet wäre, wie dasselbe über- haupt auch aus mehreren neben-oder übereinander angeordneten elastischen Mitteln gebildet werden kann.
Die an den Balken bund c vorgesehenen Eisenblechränder, ferner die durch die Kabeln o erfolgende Führung des Balkens a dienen gleichsam auch als Schutzvorrichtung für die Be- dienung, da der Balken und hiemit auch der Schwengel selbst bei eintretenden Bruche des ersterem welcher unter normalen Umständen allerdings nicht stattfinden kann, in seiner Lage verbleiben muss.
Die derzeit gebräuchlichste Lagerung des Bohrschwengels in zwei, unabhängig voneinander an dem Querbalken, in diesem Falle a, angebrachten Wellagern kann für die Konstruktion nach vorliegender Erfindung nicht in Betracht kommen, da bereits eine geringe Biegung dieses Balkens die Gleichachsigkeit der Lager aufheben würde. Die Wellager w des Bohrschwengels s werden daher im Sinne dieser Erfindung auf dem in Fig. 3 in grösserem Massstabe dargestellten, entsprechend ausgebildeten Sattel t befestigt. Aus der erwähnten Figur geht hervor, dass die dem
Balken a zugekehrte Seite des Sattels eine zweifach gebrochene Fläche darstellt, von welcher nur der mittlere Teil auf dem Balken aufliegt. Dieser Teil ist in der Längsrichtung des Balkens so gross bemessen, dass selbst bei starker Einsenkung des letzteren eine merkliche Biegung hierin nicht auftritt.
An dem beschriebenen Sattel sind die Wellager w des Schwengels verschraubt, zu welchem Zwecke an demselben entsprechende Pratzen vorgesehen sind.
An der unteren Seite deg Balkens a befindet sich der in Fig. 4 dargestellte Gegensattel t', welcher analog dem oberen Sattel geformt ist, nur befinden sich an demselben ausser den zur
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Durch die Anwendung der beiden beschriebenen Sättel wird die volle Schwingungsfreihot des Balkens a gesichert und eine schädliche Querschnittsverminderung desselben durch Einziehen von Schrauben u. dgl. vermieden.
Alle Teile der den Erfindungsgegenstand bildenden Vorrichtung können statt der hier in Holz bzw. Eisen gedachten Ausführung auch aus einem anderen entsprechenden Material angefertigt werden.
Die besonderen Effekte, die sich bei Anwendung der beschriebenen Vorrichtung im Bohr- bctriehe ergeben, sind ausser der grösseren Haltbarkeit eines entsprechend gewählten Balkens gegenüber Federn, die leichte Regulierfähigkeit der ganzen Vorrichtung, welche ohne jedwede komplizierte Manipulation und ohne im Betriebe innezuhalten, erfolgen kann und schliesslich der t'mstand, dass die Teile, welche einer Abnützung unterliegen, wie die als elastische Mittel verwendeten Federn oder Gummipuffer jederzeit ohne Betriebsstörung ausgewechselt werden können.
Die Haltbarkeit des Balkens a kann noch bedeutend erhöht werden, wenn derselbe in längeren
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also beide mit den Zapfen z versehen, zur Verwendung kommen.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Elastischer Lagerbock für Tiefbohrschwengel, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwengel auf einem infolge entsprechend grosser Spannweite federnden Balken gelagert ist.