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Die Erfindung bezieht sich auf eine durch Verdampfung und Kondensation der Legierungsbestandteile hergestellte Aluminiumlegierung.
Die erfindungsgemässe Aluminiumlegierung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus 2 bis 12 Gew.-% Chrom, 0,2 bis 3,0 Gew.-% Eisen und dem Rest, abgesehen von geringen Anteilen an Verunreinigungen aus Aluminium besteht, wobei der grösste Teil des Chroms als metastabile Lösung im Aluminiumgefüge zugegen ist, welches eine ausgeschiedene Phase von anEisen angereicherten Zonen, die Abmessungen von 2. 10-5 mm oder weniger besitzen, enthält.
Es wurde gefunden, dass beste Legierungen erhalten werden, wenn der grösstmögliche Teil des Chroms in metastabiler Lösung vorhanden ist und wenn grosse intermetallische Teilchen insbesondere an den Korngrenzen in einem geringstmöglichen Ausmass zugegen sind.
Als Verunreinigungen können beispielsweise in einer Gesamtmenge von etwa 0, 5 Gew.-% eines oder mehrerer der folgenden Elemente vorhanden sein : Nickel, Kobalt, Silicium, Kupfer, Zink, Gold, Silber, Sauerstoff, Magnesium, Cadmium, Zinn, Mangan, Titan, Molybdän, Kohlenstoff und Beryllium.
Vorzugsweise besteht die erfindungsgemässe Aluminiumlegierung aus 4 bis 10 Gew.-% Chrom, 0, 3 bis 2,0 Gew.-Eisen und dem Rest Aluminium, abgesehen von kleineren Mengen an Verunreinigungen.
Insbesondere besteht die Legierung aus 5 bis 9 Gew.-% Chrom und 0, 6 bis 1,5 Gew.-% Eisen. Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Aluminiumlegierung aus 5 bis 8 Gew.-% Chrom, 0, 8 bis 1, 3 Gew.-% Eisen und dem Rest Aluminium, abgesehen von kleineren Mengen an Verunreinigungen ; ein Grossteil des Chromgehaltes liegt in Form einer metastabile Feststofflösung im Aluminiumgefüge vor und besitzt eine ausgeschiedene Phase von an Eisen angereicherten Zonen, wobei ein Grossteil der letzteren Abmessungen von 5. 10-6 mm oder weniger besitzt. Vorzugsweise haben im wesentlichen alle an Eisen angereicherte Zonen Abmessungen von 5. 10-6 mm.
Die für die erfindungsgemässen Legierungen charakteristischen Mikrostrukturen, welche im Zuge besonderer Herstellungsverfahren erhalten werden, können nicht auf herkömmliche Weise durch Schmelzguss, Schmieden oder durch eine Lösungsglühung und Ausscheidung erzeugt werden.
Ein Verfahren zur Herstellung von Legierungen durch Niederschlagen aus der Dampfphase ist in der GB-PS Nr. 1, 206, 586 beschrieben. Das Verfahren zur Herstellung einer Legierung gemäss der Erfindung durch Verdampfung und Kondensation umfasst die Stufen der Verdampfung der Legierungsbestandteile aus einer erhitzten Quelle derselben in einem Vakuum- oder Niederdrucksystem, Niederschlagung der Legierungsbestandteile auf einem Sammler, dessen Temperatur kontrolliert wird, bis die gewünschte Dicke niedergeschlagen ist und Öffnung des Vakuum- oder Niederdrucksystems und Gewinnung des Niederschlages vom Kollektor in einem Zustand, in dem er metallurgisch aufgearbeitet werden kann.
Nach einer Aufarbeitung zum Zwecke ihrer Verfestigung haben die erfindungsgemässen Legierungen sehr vorteilhafte mechanische Eigenschaften. Insbesondere sind sie bei Raumtemperatur fest und duktil und besitzen Joung's-Modulen, Ermüdungseigenschaften, eine Zugfestigkeit bei erhöhter Temperatur, eine Rissfestigkeit und ein Korrosionsverhalten, welche weitaus besser sind als die anderer bisher verwendeter Aluminiumlegierungen.
Es wurde gefunden, dass die Mikrostruktur der durch Verdampfung und Kondensation erhaltenen Legierungen stark mit der Temperatur schwankt, mit welcher der Sammler gesteuert wird. Beispielsweise wird die für die erfindungsgemässen Legierungen charakteristische Mikrostruktur erhalten, wenn die Sammlertemperatur auf einem Wert von etwa 2600C gehalten wird. Wenn man die Sammlertemperatur auf etwa 3700C hält, so erhält man eine leicht bearbeitbare hochfeste Legierung, in welcher das Eisen und das Chrom im wesentlichen in Form einer gefällten Phase oder von Phasen von Feinteilchen vorliegen, von denen ein Grossteil Abmessungen von etwa 2. 10-4 mm oder weniger besitzt.
Eine solche Legierung hat möglicherweise eine geringe Porosität, sie besitzt jedoch schlechte Korrosionseigenschaften. Bei Sammlertemperaturen zwischen 260 und 3700C werden Legierungen mit Mikrostrukturen, die zwischen diesen beiden Typen liegen, erhalten. Bei Sammlertemperaturen unterhalb 260 C, wie z. B. etwa 170 C, wird ein poröserer Niederschlag erhalten ohne dass eine Phase von an Eisen reichen Zonen ausfällt, die Porosität kann jedoch durch Pressen oder Walzen beseitigt werden und eine Fällung von an Eisen reichen Zonen kann durch eine Wärmebehandlung erzielt werden.
Es wurde gefunden, dass die metastabile Lösung von Chrom im Aluminiumgefüge nach ihrem Niederschlagen in Form von schmalen länglichen Körnern mit einem Durchmesser von 5 jum oder weniger vorliegt.
Nach dem Verarbeiten, beispielsweise durch Heisspressen oder Warmwalzen, können diese Körner in flache ausgedehnte plattenartige Körner übergeführt werden, deren Dicke 5 jim oder weniger beträgt. Vorzugsweise betragen die Abmessungen der Körner 1 jum oder weniger.
Nach geeigneter Bearbeitung können erfindungsgemässe Legierungen erhalten werden, die eine Zugfestigkeit von wenigstens 6,86 N/mm2 besitzen.
Eine geeignete Vorrichtung zur Herstellung der erfindungsgemässen Legierungen ist in den Zeichnungen dargestellt, in welcher die Fig. 1 die Vorrichtung in schematischem Querschnitt zeigt, die Fig. 2 eine
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Niederdruckkessel-10-- mit- angeordnet werden, um wieder die Wärme schneller abzuführen, wodurch eine relativ niedrige
Plattentemperatur erzielt wird. Während des Betriebes der Apparatur können geringfügiger Einstellungen vorgenommen werden, indem man die Strömungsgeschwindigkeit und/oder die Temperatur der Kühlflüssig- keit, welche vorzugsweise Wasser ist, variiert.
Bei einer typischen Anordnung besteht der Sammler aus einer Aluminiumlegierung, enthaltend neben
Aluminium beispielsweise 3, 5 bis 4, 5 Gew.-% Kupfer, 0, 4bis 0, 7 Gew.-% Magnesium, 0, 4bis 0, 7 Gew.-%
Mangan und bis zu 0,7 Gew.-% Silizium, und wird vor dem Beginn des Niederschlages der Legierung poliert und gereinigt. Die Reinigung kann durch Waschen mit einem Reinigungsmittel, Spülen, Trocknen und Er- hitzen auf etwa 250 C oder nach Irgendeinem andern geeigneten Alternativverfahren durchgeführt werden.
Eine geeignete Methode ist die Reinigung durch Glimmentladung, wie sie in der GB-PS Nr. 1, 447, 754 be- schrieben ist.
Die Metallbeschickung wird ebenfalls mit einem Reinigungsmittel gewaschen, gespült und getrocknet.
Die gewünschten Mengen der Metallbeschickung werden sodann in den Behälter oder die Behälter der er- hitzten Rohmaterialquelle und in das Beschickungsmagazin eingetragen. Die relativen Konzentrationen von I Aluminium : Chrom : Eisen in der Ausgangsbeschickung im Abteil-27-sind natürlich nicht dieselben wie die
Nominalkonzentrationen, welche in der kondensierten Legierung erforderlich sind, was auf die stark unter- schiedlichen Flüchtigkeiten der Metalle zurückzuführen ist. Der Fachmann kann jedoch die für die Herstel- lung einer erfindungsgemässen Legierung erforderlichen Anfangskonzentrationen leicht ermitteln.
Die Apparatur wird zusammengebaut, wonach das System gewöhnlich auf einen Druck von 133 bis
2, 6. 10-3 Pa evakuiert wird. Der Sammler --15-- wird sodann auf die erforderliche Arbeitstemperatur durch die Heizkörper --122-- erhitzt und sodann während des ganzen Niederschlagsverfahrens so nahe als möglich bei dieser Temperatur gehalten.
Die Temperatur der erhitzten Rohmaterialquelle --13-- wird sodann bis zur raschen Verdampfunger- höht, was beispielsweise mittels der Elektronenkanonen-21 und 28-erfolgen kann, wobei jedoch die Blende so lange an Ort und Stelle gehalten wird, bis die Beschickung im wesentlichen zum Spritzen aufgehört hat.
Hierauf wird die Blende --16-- entfernt, so dass sich die Legierung auf den Sammler --15-- niederschlagen kann, wobei in geeigneten regelmässigen Intervallen zusätzliche Beschickung von der Metallzuführung --14-- eingetragen wird. Der Niederschlag der Legierung ist beendet, wenn eine gewünschte Stärke auf dem
Sammler aufgetragen ist, wonach man die Elektronenkanonen abstellt, den Sammler abkühlen lässt und die
Vakuumkammer öffnet. Der Niederschlag kann sodann vom Sammler im Zuge irgendeiner geeigneten Mass- nahme abgenommen werden. Für dicke Niederschläge kann eine Bandsäge verwendet werden, wogegen bei dünnen Niederschlägen dieAufbringung einesTrennmittels auf die Oberfläche des Sammlers vor dem Nieder- schlagen ein leichtes Ablösen des Niederschlages von der Oberfläche des Sammlers ermöglichen kann.
Die erfindungsgemässen Legierungen müssen im Zuge irgendeiner geeigneten Bearbeitungstechnik be- arbeitet werden, damit sie vor der Verwendung verfestigt werden. Vorzugsweise soll dabei die Bearbeitungs- temperatur die Temperatur nicht überschreiten, auf welcher der Sammler während des Niederschlagvor- ganges gehalten wurde. Geeignete Bearbeitungen zur Verfestigung und somit zur Entfernung der Porosität sind beispielsweise Pressen und Walzen oder Strangpressen und nachfolgendes Formen. Eskönnenauchan- dere Massnahmen angewendet werden, wie beispielsweise Frischen und/oder Strecken zwecks Entfernung innerer Spannungen.
In den folgenden Beispielen werden die erfindungsgemässen Legierungen und die Verfahren, nach welchen sie hergestellt wurden, beschrieben, mit Ausnahme von Beispiel 2, welches sich auf die Herstellung einer
Legierung bezieht, die nicht die gewünschte Struktur besitzt.
Beispiel 1 : Es wurde ein Tiegel der in Fig. 2 gezeigten Art verwendet. Das Schmelzabteil--20--, das Mischabteil --22-- und das Verdampfungsabteil --27-- wurden mit den in der Folge angegebenen Mate- rialien beschickt :
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<tb>
<tb> 20 <SEP> 945 <SEP> g <SEP> Al <SEP> 10% <SEP> Cr-Barren
<tb> 945 <SEP> g <SEP> 99, <SEP> 8% <SEP> Al <SEP> - <SEP> Platte <SEP>
<tb> 22 <SEP> 706 <SEP> g <SEP> Al <SEP> 10% <SEP> Cr-Barren
<tb> 63 <SEP> g <SEP> schwedisches <SEP> Eisen
<tb> 27 <SEP> 1650 <SEP> g <SEP> 99, <SEP> 8% <SEP> Al <SEP> - <SEP> Platte <SEP>
<tb> 480 <SEP> g <SEP> Cr <SEP> - <SEP> im <SEP> Lichtbogen <SEP> geschmolzene <SEP> Knöpfe
<tb> 533 <SEP> g <SEP> schwedisches <SEP> Eisen
<tb>
Ein Beschickungsmagazin (die Metallzuführungseinrichtung-14-) wurde mit 148 Scheiben von einem Durchmesser von 64 mm beschickt,
welche alternativ aus beiden von 9, 1 bis 9, 5% Cr in Al mit einem Gewicht von je 74 g und 99, 8% Al mit einem Gewicht von je 53 g bestanden. Die ganze Beschickung wurde zuerst
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mit einem Reinigungsmittel gewaschen, abgespült und sodann getrocknet. Ein Block-Sammler von der in Fig. 4 gezeigten Art, bestehend aus der vorerwähnten Aluminiumlegierung wurde mit seiner unteren Fläche 360 mm oberhalb der Verdampfungskammer --27-- des Tiegels angeordnet, die entfernbare Blende wurde dazwischen eingesetzt. Der Sammler wurde vorher poliert, gewaschen und getrocknet.
Der die Vakuumkammer enthaltende Tiegel, der Sammler und das Beschickungsmagazin wurden bis auf einem Druck von 2, 6. 10-3 Pa ausgepumpt. Der Sammler wurde sodann auf 3200C erhitzt und nach dem Öffnen der Blende wurde der Strom in den Heizkörpern des Sammlers herabgesetzt und die Kühltemperatur so nahe als möglich bei 320 C, d. h. zwischen 308 und 323 C, während der weiteren Zeitdauer des Versuches gehalten.
Die Elektronenkanone --21-- wurde in Tätigkeit gesetzt und der Strahl auf das im Schmelzabteil --20-- befindliche Metall gerichtet ; die Beschleunigungsspannung betrug 18KV, der Emissionsstrom betrugetwa 300 mA. Die zweite Elektronenkanone --28-- wurde in Tätigkeit gesetzt und der Strahl wurde auf das im Verdampfungsabteil --27-- des Tiegels befindliche Metall gerichtet ; die Beschleunigungsspannungbetrug 15, 5 KV, der Emissionsstrom etwa 250 mA. Die Spannung beider Kanonen wurde konstant gehalten und die Emissionsströme allmählich erhöht, um die Beschickung des Tiegels ohne zu starkem Spritzen zu schmelzen.
Nach etwa 70 min erreichte der Emissionsstrom der Elektronenkanone --21-- 1 Amp. und das Spritzen hörte im wesentlichen auf. 3 min später wurde die Blende entfernt, um ein Absetzen des verdampften Metalles auf der unteren Sammlerfläche zu ermöglichen. 2 min später wurde mit der mechanischen Zufuhr von Scheiben aus dem Beschickungsmagazin in den Schmelztiegel --20-- begonnen, wobei je 100 s eine Scheibe eingeführt wurde, bis nach einer Gesamtzeit von 3 h 50 min ein Eintrag von insgesamt 139 Scheiben erfolgt
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Die abgesetzte Legierung wurde vom Sammler mit einer Bandsäge entfernt. Der Chrom- und Eisengehalt in der Nähe des Mittelbereiches des Niederschlages betrug : Cr 4, 8 bis 6, 9% ; Fe 1, 0 bis 0, 8%.
Aus dem Niederschlag ausgeschnittene Platten wurden durch Pressen und Walzen unter Anwendung von Presstemperaturen im Bereich von 20 bis 2600C und nominale Walztemperaturen im Bereich von 20 bis 2300C zu Blechen verarbeitet. Beispielsweise wurde ein Stück bei 200C von einer Anfangsstärke von 11, 94 mm zu einer Stärke von 4, 06 mm gepresst und sodann bei 200C bis zu einer Stärke von 1, 32 gewalzt.
Unter diesen Bedingungen hatte das Produkt bei Raumtemperatur eine Zugfestigkeit von 6, 68 N/mm2 bei einer Dehnung von 5%. Ein anderes Stück wurde bei 2500C von einer Anfangsstärke von 19, 04 mm zu einer Stärke von 7, 62 mm gepresst und sodann zu einer abfliessenden Stärke von 1, 45 mm gewalzt. Es hatte bei Raumtemperatur eine Zugfestigkeit von 6, 52 N/mm2 und eine Dehnung von 5%. Der Young's-Modul betrug in beiden Fällen etwa 8. 10-5 kp/cm2.
Ein drittes Stück wurde bei 2000C von einer Stärke von 13, 97 mm auf eine Stärke von 8, 13 mm gepresst und sodann bei 2000C weiter bis zu einer Stärke von 1,62 mm gewalzt.Es hatte eine Zugfestigkeit von 6, 52 N/nun. 2 bei Raumtemperatur, eine Dehnung von 6% und eine Zugfestigkeit von 4,24N/mm2 bei 300 C, Dehnung 10%.
Ein viertes Stück wurde bei einer Temperatur von 2500C von einer Stärke von 18, 03 auf 6, 35 mm gepresst und bei 2300C auf 1, 47 mm gewalzt. Es hatte eine Zugfestigkeit bei Raumtemperatur von 6,28 N/cm2, Dehnung 4%, und eine Zugfestigkeit bei 2000C von 5, 61 N/nun. 2, Dehnung 6%.
Proben die bei 200 bis 2500C von 13, 97 auf 6, 35 mm gepresst und bei 2300C auf 1, 52 mm gewalzt wurden, hatten folgende mechanische Eigenschaften : (a) Dauerschwingfestigkeit (durchgeführt bei einem Ermüdungszyklus p : 0, : 0, 9 p, worin p = Last) (1) Durchlöchertes Teststück (Konzentrationsfaktor der Biegelast : Kt = 2, 6).
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(2) Glattes Teststück
Bei Spitzenlast von 27585 N/crn : Probe nicht gebrochen nach 5,3.10-7 Zyklen.
Die erhaltenen Testergebnisse zeigen eine Dauerschwingfestigkeit, die um etwa 35% grösser ist als die herkömmlicher Flugzeuglegierungen (z. B. 2024-T3 : eine Al-Cu-Mg-Legierung).
Der Dauerschwingversuch wird an einem flachen Teststück durchgeführt, in das ein Loch als Spannungserhöher gebohrt worden war. Der Konzentrationsfaktor der Biegelast wird durch das Verhältnis zwischen dem Durchmesser des Loches und der Breite der Testprobe bestimmt. Die Probe wird sodann der zyklischen Belastung ausgesetzt, wobei die Belastung von 0, 1 bis 1, 9 eines vorbestimmten Wertes variiert. Das heisst, sie beträgt, wie oben angegeben ist, : I : 0, 9. Die Ergebnisse sind die Anzahl der Zyklen bis zum Bruch, oder kein Bruch nach soundsoviel Zyklen.
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Wenn man nun den ersten der oben angegebenen Werte betrachtet, so war die maximale Belastung 17236 N/cm2. Daher ist 1, 9p gleich 17236 N/cm2 und p gleich 9084 N/cm2. Die Testprobe wurde durch periodische Belastung von 1000 N/cm2 (d. i. 0, 1 p) bis 17236 N/cm2 (d. s. 1, 9p) getestet und war nach 2, 9. 10-7 solcher Zyklen nicht gebrochen.
(b) Kriechfestigkeit
Belastung für insgesamt 0, 1% bleibende Formänderung in 100 h bei 2510C = 1, 52 N/mm2
Belastung insgesamt für 0, 1% bleibende Formänderung in 100 h bei 2230C = 2,27 N/mm2
Belastung für insgesamt 0, 1% bleibende Formänderung in 100 h bei 1830C = 3, 03 N/mm2
Belastung für insgesamt 0, 1% bleibende Formänderung in 1000 h bei 1950C = 2, 12 N/mxJ
Die Ergebnisse zeigen, dass diese Legierung gegenüber einer Standard-Flugzeuglegierung (z. B.
CMOOl-IC) hinsichtlich der Vorteile in der Belastbarkeit einen Faktor --2-- und hinsichtlich der Belastung
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9 kp/mm2 einen Temperaturvorteil(c) Stossfestigkeit
Die Stosseigenschaften wurden unter Verwendung von Miniatur-Charpy-Teststücken, 2, 8 x 2, 8 x 40 mm ohne Kerbe (OK) oder mit Kerbe (MK) mit einer Kerbe von 450 Seitenwinkel, 0, 6 mm Tiefe und 0, 15 mm Wurzelradius gemessen.
Die Testergebnisse waren
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<tb>
<tb> OK <SEP> 0, <SEP> 76-8, <SEP> 33 <SEP> bu <SEP> nicht <SEP> gebrochen
<tb> MK <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> - <SEP> 2, <SEP> 94 <SEP> P. <SEP> nicht <SEP> gebrochen. <SEP>
<tb>
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(d) Korrosionsfestigkeit
Gewichtsverlust in 5%iger wässeriger Lösung von NaCl bei 360C.
Bei einer Kondensationsrate von 1, 5 0, 5 ml/h auf einer Probefläche von 80 cm2 während einer Zeit von 6 Wochen betrug der Gewichtsverlust weniger als 0, 45 mg/cm2, welcher Wert annähernd dem von reinem Aluminium entspricht.
Bemerkung : Die chemische Zusammensetzung eines jeden Teststückes ist nicht genau bekannt, sie liegt jedoch innerhalb des Bereiches der oben angegebenen Zusammensetzung oder nahe bei diesem.
Beispiel 2 : m diesem Beispiel wurde im wesentlichen in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise gearbeitet, mit der Ausnahme, dass der Tiegel nur zwei miteinander verbundene Kammern aufwies, u. zw. eine Verdampfungskammer und eine Zuführungskammer. Ein Elektronenstrahl war auf das Metall in der Verdampfungskammer gerichtet und die Wärmeleitung erfolgte von dieser Kammer zur Beschickungskammer und war ausreichend, die Beschickung zu schmelzen.
Die Sammlertemperatur wurde während des Niederschlages auf 356 bis 3740C gehalten.
Die Zusammensetzung des Niederschlages in der Nähe des Mittelbereiches war : Cr 6, 3 bis 8, 0% ; Fe 0, 9 bis 1, 4%.
Mehrere Teststücke des Niederschlages wurden wie in Beispiel 1 beschrieben ausgearbeitet. So wurde ein Stück bei 2300C von einer Stärke von 11, 78 mm auf eine solche von 3, 56 mm gepresst und sodann bei 2100C zu einer Stärke von 1, 37 mm gewalzt. Die Zugfestigkeit bei Raumtemperatur betrug 6, 63 N/mm2, die Dehnung 8%, der Young's-Modul 7, 7. 10-5 cm2. Ein anderes Teststück wurde ohne vorher gepresst worden zu sein von einer Stärke von 8, 38 mm auf eine solche von 1, 12 mm warmgewalzt. Es hatte bei Raumtemperatur eine Zugfestigkeit von 6, 07 N/mm2, eine Dehnung von 8% und einen Young's-Modul von 8, 4. 10-5 cm2.
Beispiel 3 : Ein Niederschlag wurde nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise hergestellt, mit der Ausnahme, dass der Sammler anfänglich auf 2600C erhitzt worden war und während der Aufbringung des Niederschlages auf einer Temperatur im Bereich von 252 bis 2580C gehalten wurde. Die Menge an verdampftem Metall in 3 h 40 min betrug 9, 2 kg. Die Zusammensetzung des Niederschlages in der Nähe des Mittelbereiches war : Cr 7, 6 bis 7, 8% ; Fe 0, 99 bis 1, 14%.
Ein Teststück des Niederschlages wurde bei 260 bis 2300C von einer Stärke von 11, 93 mm auf eine solche von 5, 08 mm gepresst und sodann bei einer Temperatur von 235 bis 2500C bis zu einer Stärke von 1, 60 mm gewalzt. Unter diesen Bedingungen betrug die Zugfestigkeit bei Raumtemperatur 7, 14 N/mm 2, bei einer Dehnung von 8%, die Zugfestigkeit bei 2000C betrug 6, 07 N/mm2 bei einer Dehnung von 6%.
Beispiel 4 : Dieser Niederschlag wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 3 angegeben gebildet, mit der Ausnahme, dass die Beschickung in Form eines Barrens wie gemäss Fig. 3 eingeführt wurde und von einem vertikalen Vorrat abgesenkt wurde, der, wie in der GB-PS Nr. 1, 434, 016 beschrieben, in einem evakuierten Turm enthalten war. Der Beschickungsvorrat enthielt 7, 9 kg Barren von der Zusammensetzung Al ; 7% Cr, 1, 5% Fe. Es wurden vier Barrenlängen eine unter der andern durch einenEisendraht gehalten. Die Mitte des Niederschlages hatte folgende Zusammensetzung : Cr 7, 5% ; Fe 1, 6%.
Der Niederschlag wurde abgeschnitten und kleine Stücke desselben wurden in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise aufgearbeitet und getestet, wobei ähnliche mechanische Eigenschaften festgestellt werden
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konnten.
Beispiel 5 : Dieser Niederschlag wurde unter den in Beispiel 4 angegebenen Bedingungen hergestellt, jedoch wurde eine Tiegelcharge und eine Barrenbeschickung verwendet, die mehr an Eisen angereichert war, um einen Niederschlag mit einem höheren Eisengehalt zu erhalten. In der Folge sind die Beschickungen angegeben :
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<tb>
<tb> Schmelzkammer <SEP> 20 <SEP> 81 <SEP> g <SEP> Schwedisches <SEP> Eisen
<tb> 162 <SEP> g <SEP> im <SEP> Lichtbogen <SEP> geschmolzene
<tb> Cr-Knöpfe
<tb> 3008 <SEP> g <SEP> 99, <SEP> 8% <SEP> Al-Platte
<tb> Mischkammer <SEP> 22 <SEP> 391 <SEP> g <SEP> Schwedisches <SEP> Eisen
<tb> 137 <SEP> g <SEP> Cr-Knöpfe
<tb> 622 <SEP> g <SEP> Al-Platte <SEP>
<tb> Verdampfungkammer <SEP> 27 <SEP> 1260 <SEP> g <SEP> Schwedisches <SEP> Eisen
<tb> 445 <SEP> g <SEP> Cr-Knöpfe <SEP>
<tb> 2000 <SEP> g <SEP> Al-Platte <SEP>
<tb>
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<tb>
<tb> 20 <SEP> 47 <SEP> g <SEP> Fe
<tb> 95 <SEP> g <SEP> Cr
<tb> 3020 <SEP> g <SEP> Al <SEP>
<tb> 22 <SEP> 237 <SEP> g <SEP> Fe
<tb> 79 <SEP> g <SEP> Cr
<tb> 710 <SEP> g <SEP> Al <SEP>
<tb> 27 <SEP> 765 <SEP> g <SEP> Fe
<tb> 256 <SEP> g <SEP> Cr
<tb> 2300 <SEP> g <SEP> Al <SEP>
<tb>
Der Beschickungsvorrat
enthielt 8, 5 kg Barren von der Zusammensetzung 3% Cr, 1, 5% Fe, Rest Al.
Die Zusammensetzung des Mittelbereiches des Niederschlages war 3, 1 bis 3, 9% Cr ; 1, 2 bis 1, 58% Fe ; Rest Eisen. Der Niederschlag wurde wie in den vorhergehenden Beispielen aufgearbeitet, nachdem er vom Sammler abgelöst worden war.
Die nach der Arbeitsweise gemäss den oben beschriebenen Beispielen hergestellten Materialien zeigten eine gewisse Porosität, welche an den Kanten der Proben bei deren Aufarbeitung zu Rissen führten. Diese eingerissenen Teile wurden abgeschnitten und vor der weiteren Verarbeitung zu Testproben verworfen.