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schräg zur Horizontalen angeordnetes Rohr umfassen, dessen Länge 100 m überschreiten kann. Der isolierte elektrische Leiter erstreckt sich durch das gesamte Rohr, wobei die Leiterisolation zunächst mit Wasserdampf und sodann mit Wasser, das zur Kühlung dient, behandelt wird. Für elektrische Leiter grossen Durchmessers, wie beispielsweise für Kabel mit mehreren Zentimetern Durchmesser, ist die normale Fortbewegungsgeschwindigkeit des Kabels, die diesem von einem Antrieb erteilt wird, welcher das Kabel vom Ende der Bearbeitungsanlage wegzieht, relativ niedrig. Die betreffende Fortbewegungsgeschwindigkeit kann z. B. 1 bis 5 m pro Minute betragen. Die Inbetriebsetzung einer Anlage dieser Art stellt einen komplizierten Vorgang dar.
Die Bearbeitungsanlage wird zunächst mit unter Druck stehendem Wasser gefüllt, bis ein oberer Pegel erreicht ist. Das Kabelende, das mit einem Zugseil oder Zugkabel verbunden ist, wird sodann in den oberen Teil der Bearbeitungsanlage eingeführt, der etwa bis zu seinem oberen Ende mit Wasser gefüllt ist und dessen oberes Segment, welches durch ein Teleskoprohr gebildet ist, offen ist. In diesem Augenblick nimmt man die Schliessung des Teleskoprohres und die Füllung des oberen Endes der Bearbeitungsanlage mit Wasserdampf vor, währenddessen ein Extruderkopf, der das Isoliermaterial an bzw. auf das Kabel abgibt, und der Antrieb in Betrieb gesetzt werden. Sodann verringert man progressiv den Wasserpegel durch Einführen von Dampf im oberen Teil der Anlage, wobei die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Kabels meistens unterhalb der normalen Geschwindigkeit liegt.
Die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Kabels, die Dampfförderung und das Sinken des Wasserpegels müssen derart gesteuert werden, dass eine plötzliche Unregelmässigkeit im Betrieb der Anlage gänzlich vermieden ist. Während der Stillsetzung der Bearbeitungsanlage ist es von Vorteil, in umgekehrter Weise vorzugehen. Dies bedeutet, dass man den Wasserpegel fortschreitend von seinem normalen Wert aus, der etwa in der Mitte der Bearbeitungsanlage liegt, bis zu seinem oberen Extremwert ansteigen lässt.
Um diese Vorgänge zu beherrschen, verwendet man gegenwärtig eine Regeleinrichtung für den Wasserpegel in einer für isolierte elektrische Leiter bestimmten Bearbeitungsanlage, welche mit durch Stellsignale betätigten Ein- und Auslassventilen ausgestattet ist, mit je einer die Stellsignale abgebenden Regelschaltung mit einem weiten und mit einem engen Regelbereich, von welchen jede Messfühler, einen Sollwertgeber und mindestens einen Vergleicher enthält, wobei die Vergleicher mit den Ventilen über einen die Regelschaltung mit engem Regelbereich bevorzugenden Umschalter in Wirkverbindung stehen.
Mit den bisher bekannten Regeleinrichtungen wirkt man zur Zeit der Inbetriebsetzung auf den von der Regelschaltung mit dem weiten Regelbereich abgegebenen Sollwert derart ein, dass das durch die betreffende Regelschaltung mit dem weiten Regelbereich regulierte Niveau fortschreitend von einem Wert aus, der praktisch absinkt, der den normalen Betriebsbedingungen entspricht, das ist ein mittlerer Wert, der zwischen den beiden Messpunkten der beiden Regelschaltungen liegt. Während der Stillsetzung der Anlage wird in umgekehrter Richtung vorgegangen, indem man den Sollwertpegel bis zum oberen Ende des Rohres ansteigen lässt.
Diese Anordnungen müssen während der Inbetriebsetzung der Anlage und während deren Stillsetzung derart gesteuert werden, dass gleichzeitig eine Vielzahl von Parametern gesteuert wird, insbesondere die Geschwindigkeit des Kabels, die Änderung des Sollwertpegels der Regelschaltung mit dem weiten Regelbereich, die Dampfabgabe in das Rohr und gegebenenfalls der Dampfdruck. Dabei muss die Steuerung all dieser Parameter unter Überwachung der Förderung des Extruders erfolgen. Bei diesen schwierigen Operationen besteht die Gefahr, dass die Anlage bei der Stillsetzung falsch bedient wird, was den Verlust von erheblichen Kabellänge zur Folge haben kann und eine neue völlige Wiederinbetriebsetzung erfordern würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorgänge bei der Inbetriebsetzung von Behandlunganlagen zur Behandlung von Kabeln grossen Durchmessers zu vereinfachen, sowie die Zuverlässigkeit der Anordnung und die Qualität der Isolation der Endteile des Kabels zum Zeitpunkt der Stillsetzung der Behandlungsanlage zu erhöhen.
Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe erfindungsgemäss bei einer Regeleinrichtung der zuletzt angeführten Art dadurch, dass die den Sollwertgeber der Regelschaltung mit weitem Regelbereich beeinflussende Führungsgrösse bei bewegtem Leiter der momentanen, bei stillstehendem Leiter der am Beginn des Bearbeitungsvorganges vorhandenen Fortbewegungsgeschwindigkeit des Leiters proportional ist.
An Hand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 in einem allgemeinen Schaltplan eine Produktionsanlage mit
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einer erfindungsgemässen Regeleinrichtung; Fig.2 schematisch eines der Glieder der in Fig. 1 dargestellten Regeleinrichtung und Fig. 3 ein Kurvendiagramm die Arbeitsweise von Einlass- und Auslassventilen der Regeleinrichtung nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist schematisch eine Bearbeitungsanlage mit einem Rohr --1-- gezeigt, welches schräg angeordnet ist und eine grosse Länge aufweist. Das Rohr --1-- besitzt am oberen Ende --2-- und am unteren Ende --3-- Abdichtungseinrichtungen. In dem Rohr --1-- ist ein elektrischer Leiter, etwa ein Kabel --4-- vorgesehen, das über einen Teil seiner Länge mit einer Isolation --5-- versehen ist. Das Kabel --4-- wird am unteren Ende des Rohres --1-- durch einen Motorantrieb --6-- gezogen, dessen Drehzahl durch einen Impulsgeber --7-- festgelegt ist. Ans seinem unteren Ende ist das Rohr --1-- mit einer Rohrleitung --8-- verbunden, die zur Einfüllung und Ableitung von Kühlwasser in bzw. aus dem Rohr dient.
Ein Auslassventil --9-- ermöglicht die Entleerung des Rohres --1-- ; zwei Einlassventile --10 und 11-- ermöglichen die Einführung von Wasser in das Innere der Anlage. Diese Ventile sind pneumatisch gesteuert.
Mit --12-- ist eine Rohrleitung zum Einführen von Dampf bezeichnet, die mit dem oberen Ende des Rohres --1-- verbunden ist. Diese Rohrleitung --12-- wird mit Dampf gespeist, der von einem Kessel unter gegebenenfalls veränderbarem Druck abgegeben wird.
Die Regeleinrichtung besitzt eine erste Regelschaltung, mit einem weiten Regelbereich. Diese Regelschaltung weist Messfühler--13 und 14-bei der am oberen und am unteren Ende vorgesehenen Rohrleitung auf. Die Wasserdruckdifferenz zwischen den Messpunkten dieser beiden Messfühler --13 und 14-- wird durch den als Istwertgeber --15-- dienenden Detektor gemessen, der ein-Messsignal in Form eines Druckes abgibt. Dieser Druck erreicht z. B. 1 bar, wenn die Druckdifferenz zwischen den Punkten
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befindet. Der betreffende Druck erreicht z. B. 0, 2 bar, wenn der Wasserpegel sich am Punkt 14 befindet.
Das Messsignal der ersten Regelschaltung wird einerseits einer Anzeigeeinrichtung --16-- zugeführt, welches mittels eines Zeigers-17-- den gemessenen Pegel anzeigt. Zum andern wird das betreffende Signal einem Druckregler --18-- zugeführt, der ein Sicherheitsglied darstellt und der, wie weiter unten ersichtlich werden wird, die übermässige Füllung des Rohres --1-- verhindert. Das betreffende Signal wird in gleicher Weise einem Vergleich er --19-- zugeführt. Dieser Vergleicher --19-- erhält ausserdem ein Sollwertsignal zugeführt, das von einem Sollwertgeber --20-- geliefert wird, welcher im einzelnen weiter unten beschrieben wird. Das Signal, welches der Sollwertgeber --20-- liefert, wird der Anzeigeeinrichtung --16-- zugeführt, deren Zeiger --21-- den Sollwert anzeigt.
In dem Vergleicher --19-- werden die durch den Istwertgeber --15-- und durch den Sollwertgeber --20-- gelieferten Drücke miteinander verglichen. Das Ergebnis des Vergleichs wird unter Bildung eines Steuersignals, welches durch einen Druck gebildet ist, in den unteren Teil der ersten Regelschaltung eingeführt. Dieses Steuersignal kann in gleicher Weise zwischen 0, 2 und 1 bar variieren. Es wird z. B. einen Wert von 0, 4 bar besitzen, wenn der vom Istwertgeber --15-- gemessene Druck gleich dem durch den Sollwertgeber --20-- vorgegebenen Wert ist. Der betreffende Druck wird unterhalb von 0, 4 bar liegen, wenn der im Istwertgeber --15-gemessene Druck oberhalb des festgelegten Sollwertes liegt. Umgekehrt wird der betreffende Druck oberhalb von 0, 4 bar liegen, wenn das vom Istwertgeber --15-- abgegebene Signal unterhalb des festgelegten Wertes liegt.
Das Steuersignal wird über einen Umschalter --22-- - der durch ein elektromagnetisches Dreiwegeventil gebildet ist und dessen Rolle weiter unten noch erläutert werden wird - über ein Sicherungsglied --23-- und über einen zweiten elektrisch betätigbaren Schieber bzw. ein Elektroventil - den Eingängen der drei pneumatisch betätigbaren Ventile --9, 10 und 11-- zugeführt. Das Elektroventil --24-- wird durch ein Signal gesteuert, das von dem Druckregler --18-- abgegeben wird.
Wenn der Druck in der Schaltung --15, 18, 19-- den Maximalwert von 1 bar erreicht, was die vollständige Auffüllung des Rohres --1-- anzeigt, schaltet der Druckregler --18-- das elektromagnetische Dreiwegeventil --24-- zur Druckquelle --25-- hin durch, an welcher in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ein Druck von 0, 4 bar liegt. Dieser Druck, der bei dem Steuersignal wirkt, löst sodann die unmittelbare Schliessung der drei Ventile --9, 10 und 11-- aus.
Die beschriebene Anordnung enhält eine zweite Regelschaltung mit einem engen Regelbereich. Diese zweite Schaltung umfasst ebenfalls zwei Druckfühler : Einen oberen Druckfühler --26-- und einen unteren Druckfühler --27--. Diese beiden Druckfühler befinden sich längs des Rohres-l-in geringem Abstand voneinander nahe der Mitte des Rohres. Die Höhendifferenz zwischen den Messpunkten der beiden
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Druckfühler --26, 27-- beträgt im beschriebenen Beispiel 1 m. Die betreffenden Messpunkte sind beiderseits des Pegels angeordnet, den das Wasser normalerweise einzunehmen hat, wenn sich die Anlage in Betrieb befindet. Die Wasserpegelmessung in dem Rohr --1-- beim Messfühler --27-- wird vom Istwertgeber --28-- bewirkt, welcher wie der Istwertgeber --15-- arbeitet.
Das vom Istwertgeber --28-abgegebene Messsignal wird mittels einer Anzeigeeinrichtung --29-- angezeigt. Der vom Istwertgeber --28-gelieferte Druck wird in gleicher Weise den Vergleicher-31 und 32-- zugeführt. Den Vergleicher - 31, 32-wird ein Sollwertsignal zugeführt, welches von einem Sollwertgeber --33-- abgegeben wird. Der Sollwertgeber --33-- wird von Hand eingestellt und bleibt auf den Wert eingestellt, den der Wasserpegel unter normalen Betriebsbedingungen der Anlage einzunehmen hat. Der vom Sollwertgeber --33-abgegebene Druck wird mittels des Zeigers --34-- in der Anzeigeeinrichtung --29-- angezeigt und den
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Steuersignal ab, welches einem Steuerglied --35-- zugeführt wird, das einerseits den Umschalter --22-und anderseits einen Schalter --36-- steuert.
Der Schalter --36-- ist zwischen den Impulsgeber --7-- und den Sollwertgeber --20-- geschaltet. Der Vergleicher --32-- vergleicht das vom Istwertgeber --28-- gelieferte Signal mit dem vom Sollwertgeber --33-- gelieferten Signal und gibt in Richtung des Umschalters --22-- ein Drucksteuersignal ab, dessen Wert z. B. 0, 4 bar beträgt, wenn das vom Istwertgeber --28-- gelieferte Signal gleich ist dem vom Sollwertgeber --33-- gelieferten Signal.
Der Druck wird unterhalb dieses Wertes liegen, wenn das abgegebene Istwertsignal zwischen den Punkten der Messfühler --26 und 27-- oberhalb des Sollwertsignals liegt ; der betreffende Druck wird jedoch oberhalb von 0, 4 bar liegen, wenn umgekehrt das Istwertsignal zwischen den Messpunkten der Messfühler --26 und 27-- oberhalb des Sollwertpegels liegt.
Bevor der Sollwertgeber --20-- erläutert wird, wird zunächst erklärt, wie die Ventile --9, 10, 11-auf das Steuersignal des Umschalters --22-- reagieren. Das Steuersignal des Umschalters --22-- wird entsprechend der jeweiligen Stellung des Umschalters vom Vergleicher --19-- oder vom Vergleicher --32--
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3Abhängigkeit von der Grösse des Drucksteuersignals dargestellt. Dabei ist ersichtlich, dass bei einem Druck von 0, 4 bar die drei Ventile geschlossen sind. Das Auslassventil --9-- öffnet sich weiter, wenn der Steuerdruck absinkt ; das betreffende Ventil erreicht einen Öffnungsgrad, der gleich 1 ist, wenn der Druck des Steuersignals einen Wert von 0, 2 bar erreicht.
Wenn der Druck des Steuersignals dagegen über 0, 4 bar ansteigt, beginnt das Einlassventil --10-- sich zu öffnen ; es erreicht einen Öffnungsgrad von 1 bei einem Druck von 0, 8 bar. Dieses Ventil --10-- dient zur Pegelfeineinstellung, wobei Lecks an dem unteren Anschluss kompensiert werden. Wenn die Differenz zwischen dem gemessenen Pegel und dem Sollwert derart ist, dass der Druck des Steuersignals einen Wert von 0, 8 bar übersteigt, dann öffnet sich schliesslich in gleicher Weise das Einlassventil --11--, wodurch die Abgabe von Wasser verstärkt wird, welches in die Anlage eintritt. Dieses Einlassventil --11-- erreicht seinen maximalen Öffnungsgrad, wenn das Steuersignal einen Wert von 1 bar erreicht.
Der Sollwertgeber --20-- in Fig. 2 enthält einen Impulsmotor --37--, der von vom Impulsgeber --7-gelieferten Impulsen gespeist wird. Man erkennt aus Fig. 2, dass der Schalter --36-- in die Leitung zwischen dem Sollwertgeber --20-- und dem Impulsgeber --7-- eingefügt ist. Die vom Impulsgeber --7-gelieferten Impulse werden in einem Speicher --38-- derart gespeichert, dass diese dem Motor --37-während der Stillsetzung der Anlage wieder bereitgestellt werden können, wie dies weiter unten noch erläutert werden wird. Der Impulsmotor --37-- enthält einen Rotor auf einer Welle --39--, mit welcher eine Kurvenscheibe --40-- fest verbunden ist. Diese Kurvenscheibe --40-- wirkt mit einem Kolben --41-zusammen, der ein Druckreduzierventil --42-- betätigt.
Dieses pneumatische Druckreduzierventil --42-wird mit einem konstanten Luftdruck beaufschlagt ; es regelt im Ausgangsrohr --43-- den Druck entsprechend der Stellung des Kolbens --41-- und demgemäss entsprechend der Lage der Kurvenscheibe
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dem Vergleicher --19--. Das Profil der Kurvenscheibe --40-- ist so festgelegt, dass die Änderung des Wasserpegels in Abhängigkeit von der Fortbewegung des Kabels --4-- in der Anlage wieder aufgehoben wird, u. zw. in der Weise, in der es tatsächlich zum Zeitpunkt der Inbetriebsetzung der Anlage erwünscht ist.
Wenn die Verschiebungen des Kolbens --41-- in Abhängigkeit von dem Winkel, um den sich die Kurvenscheibe --40-- von ihrer Ausgangsstellung ausgehend dreht, aufeinanderfolgenden Pegelwerten irgendeines Punktes des Kabels in Abhängigkeit vom Abstand zwischen diesem Punkt und dem
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oberen Ende der Anlage entspricht, dann genügt es, dass die Drehzahl der Kurvenscheibe --40-- proportional zur Fortbewegungsgeschwindigkeit des Kabels --4-- ist, also proportional zur Drehzahl des auch als Antriebsanordnung zu betrachtenden Motorantriebes --6--.
Unabhängig davon, welchen Wert diese Geschwindigkeit besitzt, wird daher der durch den Sollwertgeber --20-- bestimmte Sollwert derselbe sein, wie jener ein und desselben Punktes des Kabels --4-- während der gesamten Betriebsdauer des Sollwertgebers --20--. Wenn dieser Punkt beispielsweise derjenige Punkt ist, der den Anfang der Isolation markiert, regelt der Sollwertgeber --20-- den Wasserpegel --44-- in dem Rohr derart, dass dieser
Wasserpegel --44-- stets den Isolationsanfang erreicht. Diese Beziehung zwischen dem Isolationsanfang und dem Wasserpegel --44-- wird selbst dann beibehalten, wenn aus irgendeinem Grunde die Zug- geschwindigkeit des Kabels --4-- bei der Inbetriebsetzung geändert wird.
Die beschriebene Anordnung arbeitet in folgender Weise : In Fig. 1 ist ein Fall veranschaulicht, gemäss welchem sich der Wasserpegel --44-- nahe des Messpunktes des Messfühlers --13-- befindet und gemäss dem die Kabelisolation in gleicher Weise diese Höhe erreicht. Die Kurvenscheibe --40-- befindet sich in ihrer
Anfangsstellung ; der Kolben --41-- befindet sich dabei mit dem den kleinsten Radius besitzenden Punkt der betreffenden Kurvenscheibe --40-- in Kontakt, so dass der Druck im Kreis-20, 16, 19-- gleich 1 bar beträgt, wie dies durch den Zeiger --21-- angezeigt wird.
Sobald der Motorantrieb --6-- und der die Isolation --5-- bildende Extruder in Betrieb gesetzt sind, wird die Kurvenscheibe --40-- durch den Motor - mitgenommen, und der Druck in dem Kreis-20, 19-- sinkt ab. Der Druck des Steuersignals sinkt unter einen Wert von 0, 4 bar, was die Öffnung des Auslassventils --9-- und dadurch das Absinken des Wasserpegels --44-- bewirkt. Das Absinken des Wasserpegels --44-- im Rohr --1-- ist mit dem Absinken des Anfangs der Isolation --5-- über die Zuggeschwindigkeit des Kabels --4-- koordiniert. Diese Geschwindigkeit kann daher nach Belieben beispielsweise in Abhängigkeit von der Dampfabgabe in die Rohrleitung --12-- gesteuert werden.
Nachdem der Wasserpegel --44-- den Messpunkt des Messfühlers --26-- erreicht hat, besitzt das vom Istwertgeber --28-- abgegebene Messsignal einen unterhalb von 1 bar liegenden Wert, und der Zeiger - verschiebt sich gegenüber dem Zeiger --34-- nach unten. Der Zeiger --34-- steht fest und zeigt den Sollwert an, der mittels des Sollwertgebers --33-- eingestellt worden ist. Wenn der Druck des Messsignals in dem Kreis-28, 29,31, 32-- den durch den Sollwertgeber --33-- festgeigten Solldruck erreicht, wirkt der Vergleicher --31-- auf den Druckregler --35-- ein, welcher ein elektrisches Signal abgibt, das auf den Umschalter --33-- und den Schalter --36-- einwirkt.
Der Impulsmotor --37-- bleibt stehen, und von diesem Augenblick an gibt der Vergleicher --19-- ein Steuersignal über den Umschalter - und das Elektroventil --24-- an die Ventile --9, 10 und 11-- ab. Die Inbetriebsetzung der zweiten Regelschaltung erfolgt daher automatisch.
Die Kurvenscheibe --40--, die eine Drehung von etwa 3000 ausgeführt hat, verbleibt während der normalen Betriebsdauer der Anlage still stehen, und der Pegel wird andauernd auf dem durch den Sollwertgeber --33-- festgelegten Sollwert gehalten, u. zw. unabhangig von der Geschwindigkeit des Kabels --4--. Der Vergleicher --32-- wirkt durch Regulierung des Einlassventils --10-- derart ein, dass die Verluste, die sich an dem unteren Anschluss ergeben, kompensiert werden.
Wenn nun eine Stillsetzung der Anlage erwünscht wird, ist es wichtig, dass die Länge der Isolation, die sich in diesem Augenblick in der Dampfzone befindet, nicht länger mit Dampf behandelt wird, als für die Vernetzung erforderlich ist. Das Isoliermaterial muss nach einer bestimmten Zeitspanne abgekühlt werden. Zu diesem Zweck betätigt man für den Fall, dass der Motorantrieb --6-- angehalten wird, manuell den Umschalter --22-- und den Schalter-45-. Der Speicher --38-- steuert sodann den Impulsmotor - mit einer Drehzahl, die der Geschwindigkeit entspricht, in welcher das Kabel --4-- sich vor der Stillsetzung bewegte. Die Drehung erfolgt dabei jedoch in umgekehrter Richtung bezogen auf die Drehrichtung, die während der Inbetriebsetzung angenommen worden ist.
Die Kurvenscheibe --40--, die sich dann mit dem Kolben --41-- an einem ihrer Punkte entsprechend dem Ende der Drehbewegung in Kontakt befindet, bewirkt eine solche Verschiebung des Kolbens --41-- nach links, dass der Druck in dem Kreis --43-- fortschreitend ansteigt. Der durch den Sollwertgeber --20-- festgelegte Sollpegel steigt an und die Einlassventile --10 und 11-- erhalten von dem Vergleicher --19-- einen Öffnungsbefehl. Infolgedessen steigt der Wasserpegel --44-- in der Anlage mit einer Geschwindigkeit an, die der Fortbewegungsgeschwindigkeit des Kabels --4-- vor der Stillsetzung entspricht, so dass die aufeinanderfolgenden Stellen des Isoliermaterials in das Kühlwasser genau zu dem Zeitpunkt eintauchen, zu dem sie
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eingetaucht wären, wenn die Anlage ihren Betrieb fortgesetzt hätte.
Die letzten Meter des Isoliermaterials werden daher unter normalen Bedingungen behandelt. Sobald das Rohr --1-- gefüllt ist, ermittelt der Druckregler --18-- den maximal zulässigen Druck durch das von dem Istwertgeber --15-- abgegebene Messsignal und schaltet das Elektroventil --24-- an die Druckquelle --25--, die, wie oben bereits erklärt wurde, die Schliessung der drei Ventile --9, 10 und 11-- bewirkt.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Regeleinrichtung für den Wasserpegel in einer für isolierte elektrische Leiter bestimmten Bearbeitungsanlage, welche mit durch Stellsignale betätigten Ein- und Auslassventilen ausgestattet ist, mit je einer die Stellsignale abgebenden Regelschaltung mit einem weiten und mit einem engen Regelbereich, von welchen jede Messfühler, einen Sollwertgeber und mindestens einen Vergleicher enthält, wobei die Vergleicher mit den Ventilen über einen die Regelschaltung mit engem Regelbereich bevorzugenden Umschalter in Wirkverbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daB die den Sollwertgeber (20) der Regelschaltung mit weitem Regelbereich beeinflussende Führungsgrösse bei bewegtem Leiter (4) der momentanen, bei stillstehendem Leiter (4)
der am Beginn des Bearbeitungsvorganges vorhandenen Fortbewegungsgeschwindigkeit des Leiters (4) proportional ist.