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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Spannen mehrerer mit Befestigungsmuttern versehener Schraubenbolzen, Dehnschrauben, Zuganker oder ähnlicher Elemente mit einem Traggestell od. dgl. für an die Schraubenbolzen ansetzbare Spannaggregate, von denen jedes wenigstens einen Zylinder mit darin verschiebbarem, auf ein am zu spannenden Schraubenbolzen angreifendes oder mit diesem verbundenes Anlagestück, namentlich in Form einer Mutter, eines Gewinderinges oder eines Ansatzes, wirkendem Kolben enthält, und mit am Traggestell vorgesehenen Mitteln zum Drehen der Befestigungsmuttern auf den Schraubenbolzen.
Solche Vorrichtungen können z. B. bei Verschlüssen für Reaktorgefässe und Druckbehälter sowie bei sonstigen hochbelasteten Verbindungen verwendet werden. Bekannte Ausführungen solcher Vorrichtungen lassen jedoch hinsichtlich der Ausbildung und Handhabung noch einige Wünsche offen. So müssen insbesondere zahlreiche Arbeitsoperationen von Hand vorgenommen werden, was Zeit und geschultes Personal erfordert und unter bestimmten Bedingungen auch Gefahren mit sich bringt.
Bei bekannten Spannvorrichtungen ist es unumgänglich notwendig, dass die Befestigungsmuttern zunächst von Hand auf die Schraubenbolzen aufgeschraubt werden, ehe die Spannvorrichtungen herangebracht und an die Bolzen angesetzt werden können. Ebenso ist es beim Lösen der Schraubenverbindungen erforderlich, zunächst die Spannvorrichtungen abzunehmen und dann von Hand die Befestigungsmuttern von den Bolzen abzuschrauben. Solche Handarbeit ist nicht nur lästig, sondern erfordert auch viel Zeit und Kosten. Ausserdem gibt es zahlreiche Fälle, in denen an der betreffenden Stelle nur unter grosser Gefahr gearbeitet werden kann und bei denen der Einsatz menschlicher Arbeitskraft nur für eine sehr kurze Zeit möglich oder zulässig ist. Dies gilt für Verschlüsse von Druckgefässen und besonders für Reaktorgefässe.
Hier sind menschliche Tätigkeiten in unmittelbarer Nähe des Reaktorgefässes so weit wie möglich zu vermeiden.
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der erwähnten Gattung weiter zu verbessern und für den praktischen Einsatz noch günstiger zu gestalten. Insbesondere strebt die Erfindung eine solche Ausbildung der Vorrichtung an, dass im Zusammenhang mit den Befestigungsmuttern stehende Arbeitsoperationen nicht mehr von Hand oder unmittelbar an der Vorrichtung selbst vollzogen werden müssen.
Dabei geht das Bemühen der Erfindung ferner dahin, Wege zu einer halbautomatischen oder sogar vollautomatischen Handhabung zu weisen bzw. die Vorrichtung so zu gestalten, dass sie für einen zumindest teilweise automatisierten Betrieb eingerichtet werden kann.
Gemäss der Erfindung sind bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art am Traggestell Haltevorrichtungen für die Befestigungsmuttern in deren von den Schraubenbolzen gelöstem Zustand vorgesehen.
Hiedurch ist das Herstellen und Spannen sowie das Entspannen und Lösen von Schraubenverbindungen der in Rede stehenden Art wesentlich erleichtert und vereinfacht, was allein schon im Hinblick auf die meist sehr grossen und schweren Teile bei solchen Verbindungen von grosser Bedeutung ist. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben, den unmittelbaren Einsatz menschlicher Arbeitskraft an einer solchen Verbindung zu vermeiden.
Soll z. B. der Deckel eines Reaktorgefässes an dem letzteren mittels der vorgesehenen SchraubenMuttern-Verbindungen festgelegt werden, so wird die erfindungsgemässe Spannvorrichtung mit den daran gehaltenen Befestigungsmuttern herangebracht und aufgesetzt. Das Aufschrauben der Muttern auf die Bolzen kann dann mit Hilfe der an der Vorrichtung selbst vorgesehenen Mittel erfolgen. Das gleiche gilt für das Spannen der Bolzen und für das Drehen der Befestigungsmuttern in die Endlage. Ebenso ist das Lösen der Schraubenverbindung mit der Vorrichtung ohne unmittelbaren Einsatz von Handarbeit möglich.
Die dabei von den Bolzen abgeschraubten Befestigungsmuttern werden von den am Traggestell befindlichen Haltevorrichtungen aufgenommen und verbleiben somit an der Spannvorrichtung, wenn diese von den Schraubenbolzen abgehoben wird.
Eine einfache und zweckmässige Ausführung besteht darin, dass jede Haltevorrichtung wenigstens einen quer zur axialen Bewegungsrichtung der Befestigungsmutter aus einer äusseren Ruheposition in eine innere Wirkposition im Bewegungsbereich der Befestigungsmutter und umgekehrt verstellbaren Stift oder ein gleichwertiges Halteorgan aufweist.
Aus der nachstehenden Erläuterung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungen der Vorrichtung sowie aus den Ansprüchen ergeben sich dazu weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der
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Erfindung. Es zeigen Fig. 1 einen Teil einer im Grundriss ringförmigen Vorrichtung gemäss der Erfindung in Draufsichten und Fig. 2 einen Schnitt im wesentlichen nach der Linie II - II in Fig. 1.
Die wiedergegebene Vorrichtung dient zum Spannen-der Schraubenbolzen--1--des Deckelver- schlusses eines im übrigen nicht dargestellten Druckgefässes. In Fig. 2 ist lediglich der Deckelflansch-2--
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bei hergestelltem Verschluss über Zwischenstücke --5a-- gegen die Oberseite des Deckelflansches-2-gespannt und pressen diesen dadurch gegen einen Flansch oder eine Auflagefläche des Gefässes.
Die zum Spannen der Schraubenbolzen --1-- dienenden, insgesamt mit der Ziffer--6-- bezeichneten Spannaggregate sitzen auf einem Traggestell --7--, das einen unteren ringförmigen Stützteil --8-- mit Öffnungen --9-- zum Durchtritt der Schraubenbolzen aufweist und z. B. in bekannter Weise durch nicht besonders dargestellte sternförmig angeordnete Streben mit einem mittleren Aufhängestück od. dgl. verbunden ist, an dem ein Kranhaken angreifen kann, so dass die gesamte Vorrichtung zum Spannen von Schraubenbolzen auf den betreffenden Deckelflansch aufgesetzt und nach dem Spannen wieder abgenommen werden kann. Der Stützteil--8-- ist so ausgebildet, dass in seinem Inneren, beispielsweise in einzelnen Kammern, die Befestigungsmuttern --5-- Platz finden.
Mit der Ziffer-61-- ist in Fig. 1 ein durch einen Druckmittelzylinder gebildetes Bein einer Abstützvorrichtung bezeichnet.
Jedes Spannaggregat --6-- weist bei der dargestellten Ausführung zwei übereinander angeordnete,
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in denen Stufenkolben --13 und 14-- gleiten können. Der obere Kolben --14-- sitzt mit seiner Unterseite auf der Oberseite des unteren Kolbens --13-- auf. Den beiden Zylindern --11 und 12-- kann über parallelgeschaltete Leitungen --15--, die über ein Sperrventil --16-- an eine gemeinsame Versorgungs- leitung --17-- für alle Spannaggregate angeschlossen sind, gleichzeitig Druckmittel zugeführt werden, um eine gleichzeitige und gemeinsame Bewegung beider Kolben --13 und 14-zu bewirken. Die Ventile --16-sind so ausgebildet, dass im Bedarfsfall jedes Spannaggregat für sich von der gemeinsamen DruckmittelVersorgungsleitung getrennt werden kann, die jedoch dabei nicht unterbrochen wird.
Mit der Ziffer - ist eine Sammel- bzw. Abführeinrichtung für Lecköl bezeichnet.
Der obere Kolben --14-- wirkt mit seiner Oberseite auf einen einseitig konischen Ring -- 19a--, der zu einer auf ein Gewinde --20-- am oberen Ende des Schraubenbolzens-l-aufschraubbaren Mutter - gehört. Letztere bildet damit ein Anlagestück für den Kolben --14-- und überträgt die von diesem ausgeübte Kraft als Zugkraft auf den Schraubenbolzen --1--. Jeder der oberen Kolben --14-- weist zwei sich diametral gegenüberliegende Zylinderräume auf, in denen kleine Druckkolben --21-- verschiebbar sind. Diese dienen der Rückführung der Kolben --13 und 14-- in die Ausgangslage nach beendetem Spannvorgang.
Werden die Druckkolben --21-- von einer gemeinsamen Versorgungsleitung --22-- über Zweigleitungen --23-- mit einem Druckmedium beaufschlagt, so suchen sich die Kolben nach aussen zu bewegen und legen sich gegen die Unterseite des Ringes --19a--, während sich die Kolben --13, 14-anderseits in die Zylinder --11, 12-- hineinbewegen (in Fig. 2 nach unten), bis sie ihre in den Zeichnungen gezeigte Ausgangslage erreicht haben.
Jede Befestigungsmutter --5-- ist mit einer Aussenverzahnung --24-- versehen, in die ein Betätigungsritzel --25-- mit einer entsprechenden Verzahnung --25a-- eingreift. Die Betätigungsritzel - sind jeweils undrehbar, aber gegen die Kraft von beiderseits an ihnen angreifenden Druckfedern --26-- um einen gewissen Betrag axial verschiebbar auf einer Welle --27-- angeordnet, die über Wälzlager --28, 29--in am Traggestell --7-- bzw. am Stützteil --8-- befestigten Armen axial und radial gelagert ist.
Das obere Ende jeder Welle --27-- ist über eine elastische Kupplung --30-- mit der Ausgangswelle - eines nach dem Verdrängerprinzip arbeitenden hydraulischen Motors --32-- verbunden, der auf einer am Stützteil --8-- befestigten Konsole --33-- sitzt. Zum Zuführen und Abführen von Druckmedium zum und vom Motor --32-- dienen zwei Leitungen --34a und 35a--, die an zwei Ringleitungen --34 und 35-- angeschlossen sind. Mittels eines nicht dargestellten Umschaltventils können beide Leitungen - -34, 35-- abgesperrt werden oder es kann wahlweise jeweils die eine Leitung mit einer Druckmittelquelle, z. B. einer Pumpe, und die andere Leitung mit einem Tank und umgekehrt verbunden werden.
Dadurch können sämtliche Motoren --32-- stillgesetzt werden oder wahlweise in der einen oder der andern Drehrichtung angetrieben werden. Mit den Ziffern-36 und 37-- sind steuerbare Ventile bezeichnet.
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Die als Anlagestücke für die Kolben --14-- dienenden Muttern --19-- sind ebenso wie die Befestigungsmuttern --5-- motorisch drehbar. Dazu dient jeweils ein Hydraulikmotor --39-- auf einer Konsole --38-- an einem am Zylinder --12-- befestigten Aufsatz --42--, wobei die Ausgangswelle --40-drehfest mit einem Betätigungsritzel --44-- verbunden ist, das mit seiner Verzahnung --44a-- in einen Zahnkranz --45-- eines hohlzylindrischen Betätigungsgliedes --41-- eingreift. Letzteres ist in dem Aufsatz - 42-- mittels Wälzlagern --43-- drehbar gelagert und weist eine Innenverzahnung --46-- auf, die in eine Aussenverzahnung Mutter --19-- eingreift.
Die Motoren --39-- sind über Zuführ- und Abführleitungen --48a, 49a-- für das Druckmedium an zwei Ringleitungen --48 und 49-- angeschlossen, die parallel zu den Ringleitungen --34, 35-- verlaufen und ebenso wie diese mittels eines nicht dargestellten Umschaltventils abgesperrt oder wahlweise mit einer Druckmittelquelle sowie einem Tank und umgekehrt verbunden werden können. Somit können die Motoren - -39-- stillgesetzt oder wahlweise in der einen oder der andern Drehrichtung angetrieben werden. Den Motoren --39-- zugeordnete Magnetventile sind mit den Ziffern --50a, 50b-- bezeichnet.
Um die Befestigungsmuttern --5-- nach dem Abschrauben von den Schraubenbolzen --1-- an der Vorrichtung festhalten zu können, sind am Stützteil --8-- des Traggestells --7-- Haltevorrichtungen - vorgesehen. Jede derselben weist einen quer zur axialen Bewegungsrichtung der Befestigungsmutter --5--, also radial zur Achse jedes Spannaggregats --6--, verschiebbaren Stift --52-- auf, der z. B. in einer Kunststoff-Gleithülse geführt ist. Der Stift-52-- steht unter der Wirkung einer Druckfeder --53" ; -, die ihn in seine in Fig. 2 wiedergegebene äussere Ruheposition zu drucken sucht.
Hat die Befestigungsmutter --5-- im Verlauf des Abschraubvorganges eine Lage erreicht, bei der ihr unteres Ende höher als der Stift-52-- liegt, so kann dieser durch Drehen eines Exzenters --54--, der an einem Kopf des Stiftes-52-- anliegt, entgegen der Kraft der Feder --53-- in eine innere Wirkposition (in Fig. 2 nach rechts) verschoben werden, in der sein vorderer Teil im Bewegungsbereich der Befestigungsmutter - unterhalb derselben liegt und dadurch die letztere auch in völlig vom Schraubenbolzen --1-gelöstem Zustand gegen Herausfallen aus dem Stützteil --8-- des Traggestells --7-- sichert bzw. eine Auflage für die Mutter bildet.
Jeder Exzenter --54-- ist drehbar, aber axial unverschiebbar, auf dem unteren Ende der auch das Betätigungsritzel --25-- tragenden Welle --27-- gelagert und ist zugleich als Kettenrad --55-- ausgebildet.
Eine über sämtliche Exzenter der Vorrichtung oder gegebenenfalls auch über Gruppen von solchen Exzentern geführte Kette --56-- (Fig. 1) ist ausserdem über ein Betätigungskettenrad --57-- gelegt, das von Hand oder zweckmässig mittels eines einfachen, nicht besonders dargestellten Servoantriebs um jeweils 180 gedreht werden kann. Dadurch lassen sich auch die Exzenter --54-- um diesen Winkel drehen, wie es um Betätigen bzw. Freigeben der Haltestifte --52-- erforderlich ist.
Nachstehend wird die Arbeitsweise der Vorrichtung bei einem Spannvorgang erläutert.
Im Ausgangszustand vor dem Spannen der Schraubenbolzen-l-ist der Deckel auf das nicht dargestellte Druckgefäss od. dgl. aufgesetzt, wobei die Schraubenbolzen-l-durch die Bohrungen --3-im Deckelflansch-2-- hindurchtreten und mit ihren Schaftteilen --la-- nach oben über diesen hinausragen. Die Befestigungsmuttern --5-- und die als Anlagestücke dienenden Muttern --19-- befinden sich an der in Bereitschaft stehenden Spannvorrichtung, wobei die Muttern --5-- in den Kammern oder
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--8-- durchHaltevorrichtung --51-- gehalten sind.
Die Vorrichtung wird nun beispielsweise mittels eines Kranes auf den Deckel so aufgesetzt, dass die Schraubenbolzen --1-- in die zentrischen Hohlräume der Spannaggregate --6-- eintreten. Gegebenenfalls können Zentrierorgane vorgesehen sein, die ein genaues Aufsetzen der Vorrichtung erleichtern.
Zunächst werden nun mittels des Kettentriebes --55, 56, 57-- die Exzenter --54-- so gedreht, dass die Haltestifte --52-- unter der Kraft der Federn --53-- ihre die Muttern --5-- freigebende äussere Ruheposition einnehmen. Sodann werden die Motoren --32 und 39-- eingeschaltet, wodurch über die von diesen gedrehten Betätigungsritzel --25-- und Betätigungsglieder --41-- die Befestigungsmuttern --5-- und die Anlagemuttern --19-- auf die zugehörigen Gewinde --4 und 20--der Schraubenbolzen--1-- aufgeschraubt werden. Konische Gewindebereiche --4a und 20a-- am Schraubenbolzen --1-- gewährleisten dabei ein sofortiges und einwandfreies Ineingriffkommen der Muttern- und Schraubengewinde.
Es erfolgt gleichzeitig ein Absenken der Vorrichtung, bis etwa die in Fig. 2 dargestellte Lage der Teile erreicht ist. Die Absenkgeschwindigkeit kann dabei in Abhängigkeit von dem Aufschraubvorgang steuerbar sein. Bei
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abgeschalteten Motoren--32 und 39--wird sodann den Zylindern --11 und 12-- über die Leitungen --17, 15--Druckmittel zugeführt, um die Kolben --13 und 14-- zu beaufschlagen, so dass sich diese gemeinsam nach oben bewegen, wobei die Oberseite des Kolbens --14-- zur Anlage an der Mutter --19-bzw. dem an ihr befindlichen Ring --19a-- kommt. Hiedurch werden alle Schraubenbolzen --1-- mit der gleichen Kraft gedehnt und unter Vorspannung gesetzt. Der Betrag der jeweiligen Dehnung kann an Messuhren --76-- abgelesen werden.
Ist die gewünschte Vorspannung erreicht, werden die Motoren --32-- eingeschaltet, um die Befestigungsmuttern --5--, die sich durch die Dehnung der Schraubenbolzen-l-vom Deckelflansch - etwas abgehoben haben, zu drehen und dadurch wieder an den Deckelflansch anzulegen. Das Erreichen des gewünschten Zustandes lässt sich durch geeignete Überwachungseinrichtungen (Scheibe - -81-- mit Bohrungen --82--, Lichtschranke --85-- mit Sender --83-- und Empfänger --84--) anzeigen, wobei ein entsprechendes Signal gleichzeitig auch zum Abschalten der Motoren und zur Steuerung des weiteren Funktionsablaufes verwendet werden kann.
Der mittels der Überwachungseinrichtungen festgestellte Zustand (Drehung der Mutter oder Stillstand derselben) kann mit bekannten Mitteln an einem Bedienungsstand angezeigt werden. Es lässt sich z. B. eine Anzeigetafel vorsehen, die für jedes Spannaggregat eine Kontrollampe enthält, wobei das Aufleuchten bzw.
Erlöschen solcher Lampen vom Zustand der einzelnen Lichtschranken abhängig ist. Mit weiteren Einrichtungen, etwa in Form von Lichtschranken, Sensoren, pneumatischen Abtastgliedern od. dgl. lässt sich auch eine Überwachung der Lage der Befestigungsmuttern --5-- und der Anlagemuttern --19-- er- reichen. Sich dabei ergebende Signale können ebenfalls zu Steuerungszwecken verwendet werden. Zum unmittelbaren Erkennen der Lage der oberen Mutter --19-- kann, wie Fig. 2 zeigt, z. B. an jeder der Muttern --19-- ein nach oben gerichteter Stift-59-- von solcher Länge befestigt sein, dass er bei richtig aufgeschraubter Mutter gerade im Inneren des hohlzylindrischen Betätigungsgliedes --41. -- liegt.
Ferner kann auch eine Überwachungseinrichtung für den Bewegungszustand der die Anlagestücke bildenden Muttern --19-- vorgesehen sein. Diese enthält beispielsweise jeweils einen an der Konsole --38-angebrachten, berührungslos arbeitenden Taster oder Sensor --90--, wie er im Handel erhältlich ist, der die Unterseite des Betätigungsritzels --44-- abtastet. Letzteres ist mit Marken bzw. mit als Marken wirkenden Bohrungen --44b-- versehen, so dass während der Drehung des Ritzels --44-- ein Wechselsignal erzeugt wird, während beim Stillstand des Ritzels ein konstantes Signal entsteht. Dieses kann ebenso angezeigt und auch zu Steuerungszwecken verwendet werden, wie dies in Verbindung mit der Überwachungseinrichtung-81 bis 85-- vorstehend erläutert worden ist.
Sind nun bei gespannten Schraubenbolzen alle Befestigungsmuttern --5-- in der gewünschten Weise zur Anlage an dem Deckelflansch-2-- gebracht, werden die Kolben --13, 14-- von dem hydraulischen Druck entlastet. Dabei erfolgt dann über die nun die Last aufnehmenden Befestigungsmuttern --5-- die Verspannung des Deckelflansches-2-- mit dem zugehörigen Flansch des Druckgefässes od. dgl.
Zum Abnehmen der Vorrichtung wird den Zylindern der Abdrückkolben --21-- Druckmedium zugeführt, wodurch die Kolben --13, 14-- in ihre Ausgangslage zurückbewegt werden. Sodann werden die Motoren --39-- in entgegengesetzter Richtung wie zuvor eingeschaltet. Infolge der dadurch bewirkten Drehung der Betätigungsglieder --41-- werden die Muttern --19-- von den Bolzenenden abgeschraubt.
Der vollständig gelöste Zustand der Mutter --19-- lässt sich z. B. daran erkennen, dass jeweils eine entsprechende Marke am Anzeigestift --59-- oder auch die Oberkante der Mutter selbst oberhalb des oberen Randes des Betätigungsgliedes --41-- sichtbar wird.
Das Eintreten dieses Zustandes kann, wie erwähnt, auch durch eine geeignete Abtasteinrichtung od. dgl. durch ein Signal angezeigt werden, das sich ferner zur Steuerung des Funktionsablaufes verwenden lässt. Nachdem die Muttern --19-- gelöst sind, kann die gesamte Vorrichtung mittels eines Kranes vom Deckel abgehoben werden.
Soll eine bestehende Verbindung gelöst werden, so wird die Vorrichtung in der weiter oben bereits erläuterten Weise aufgesetzt, wobei die einzelnen Vorgänge mit Ausnahme derjenigen, die das Aufschrauben der Befestigungsmuttern betreffen, entsprechend ablaufen. Durch Zuführen von Druckmittel zu den Zylindern --11 und 12-werden die Schraubenbolzen-l-unter Spannung gesetzt und gedehnt, so dass nun durch Einschalten der Motoren --32-- für die Betätigungsritzel --25-- die Befestigungsmuttern - um einen gewissen Betrag im Sinne des Abschraubens von den Schraubenbolzen-l-gedreht werden können. Hieauf werden die Kolben --13, 14-- entlastet und durch die Abdrückkolben-21-in die
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Ausgangslage zurückgeführt.
Anschliessend werden mit den erläuterten Mitteln die oberen Muttern --19-von den Bolzen --1-- abgeschraubt und unter gleichzeitigem Anheben der Vorrichtung dann auch die Befestigungsmuttern --5-- ganz von den Schraubenbolzen-l-abgeschraubt, wobei sie zum Eingriff mit den abgesetzten Teilen --10a-- der Ringe --10-- kommen. Dieser abgesetzte Teil führt jeweils die betreffende Mutter und hält dieselbe auch nach dem Abnehmen der gesamten Vorrichtung in der richtigen Lage für ein erneutes Aufschrauben, weil der Ring --10-- mit seinem oberen, den grösseren Durchmesser aufweisenden Teil-lOb-selbst wieder in der Bohrung --9-- des Stützteiles --8-- geführt ist.
Hat die Befestigungsmutter --5-- beim Lösen eine solche Lage erreicht, dass ihr unteres Ende bzw. der mit ihr verbundene Ring --5a-- oberhalb des zugehörigen Stiftes--52-- der Haltevorrichtung-51-- liegt, was bei der dargestellten Ausführung durch im Inneren des Stützteiles-8-- angeordnete Schalter, Taster oder berührungslos, z.
B. induktiv, arbeitende Elemente --70-- festgestellt und auf geeignete Weise angezeigt werden kann, wird der Kettentrieb --56, 57-- betätigt, um die Exzenter --54-- um 1800 zu drehen und damit die Stifte --52-- in ihre nach innen vorstehende Wirkstellung zu bringen, in der sie die von den Schraubenbolzen-l-gelösten, von den Hohlräumen oder Kammern des Stützteiles --8-- aufgenommenen Befestigungsmuttern --5-- halten und gegen Herausfallen sichern. Die Vorrichtung kann mit einem Kran zur Seite transportiert werden, worauf sich der Deckel des betreffenden Gefässes abheben lässt.
Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung geschaffen, bei der einzelne oder alle Vorgänge halb-oder sogar vollautomatisch durchgeführt werden können, wobei mit den jeweils erwähnten oder sonst dem Fachmann zur Verfügung stehenden Einrichtungen eine Überwachung und/oder ein gewünschter Ablauf von Vorgängen erzielt werden kann, so z. B. auch nach dem Prinzip einer Folgesteuerung od. dgl.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum gleichzeitigen Spannen mehrerer mit Befestigungsmuttern versehener Schraubenbolzen, Dehnschrauben, Zuganker oder ähnlicher Elemente, mit einem Traggestell od. dgl. für an die Schraubenbolzen ansetzbare Spannaggregate, von denen jedes wenigstens einen Zylinder mit darin verschiebbarem, auf ein am zu spannenden Schraubenbolzen angreifendes oder mit diesem verbundenes Anlagestück, namentlich in Form einer Mutter, eines Gewinderinges oder eines Ansatzes, wirkendem Kolben enthält, und mit am Traggestell vorgesehenen Mitteln zum Drehen der Befestigungsmuttern auf den
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vorgesehen sind.