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der für pastöse Massen, insbesondere für Massen zum Versiegeln der Randfugen von Zwei-oder Mehrscheibenisolierglas mit einem im Zylin- der verschiebbaren, mit einem Antrieb, z. B. einem Hydraulikzylinder gekuppelten Kolben und mit einer Ansaug-und einer Ausstossöffnung.
Derartige Vorrats-und Dosierzylinder werden beispielsweise bei der Herstellung von Isolierglas für das Beschichten der Seitenflanken von Abstandhalterrahmen mit Dicht-bzw. Klebemasse und für das Auspressen von Dicht- bzw. Versiegelungsmasse aus Versiegelungsdüsen in die Randfugen von Isolierglasscheiben benötigt.
Bei den bekannten Vorrats- und Dosierzylindern macht nicht nur die genaue Einstellung der benötigten Menge an pastöser Masse und der zeitgenaue Beginn bzw. das zeitgenaue Ende des Aus- stosses pastöser Masse Schwierigkeiten, sondern auch das Nachregeln, wenn sich der Bedarf an pastöser Masse ändert.
Grund hiefür sind Verluste in den Antriebspumpen für die als Betätigungszylinder für den Dosierzylinder vorgesehenen Hydraulikzylinder und der Umstand, dass die Leitungen zwischen der Pumpe und dem Antriebshydraulikzylinder elastisch sind, so dass bei den auftretenden Arbeitsdrücken von etwa 500 bar keine genaue Regelung möglich ist. Überdies treten Änderungen in der Leistung (je Zeiteinheit) aus der Düse ausgepresster Menge an pastöser Masse mit einer gewissen Zeitverzögerung ein, so dass sich auch hier Schwierigkeiten beim Versiegeln von Isolierglas bzw. beim Beschichten von Abstandhalterrahmen ergeben. Es ist zu be-
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der Randfuge nicht konstant ist, so dass die Menge an Versiegelungsmasse jeweils nachgeregelt werden muss.
Dieses Nachregeln ist nicht rasch genug möglich, da der Druckstoss nicht rasch genug bis zur Düse weitergeleitet wird. Dabei ist zu bedenken, dass die Reaktionszeit bei den für heutige Islolierglasherstellungslinien geforderten Taktzeiten einige Hundertstel bis Tausendstel Sekunden betragen müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vor- rats-und Dosierzylinder der eingangs genannten Gattung anzugeben, der in der Lage ist, rasche Änderungen der Menge der aus ihm ausgepressten pastösen Masse zu ermöglichen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Kolben des Zylinders wenigstens mittelbar mit einer Gewindespindel gekuppelt ist, und dass auf der Gewindespindel eine Mutter, vorzugsweise eine weitgehend spielfreie Kugelumlaufmutter, geschraubt ist und dass die Mutter mit einem Drehantrieb gekuppelt ist.
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Dadurchzdass dem Kolben des Dosierzylinders eine Gewindespindel zugeordnet ist, auf der eine mit einem Antrieb gekuppelte Kugelumlaufmutter geschraubt ist, kann die Geschwindigkeit des Kolbens unabhängig von der vom Antrieb des Kolbens aufgebrachten Kraft, d. h. die Geschwindigkeit, mit der Masse aus dem Vorrats- und Dosier- zylinder ausgepresst wird, durch Regeln des Antriebes für die Kugelumlaufmutter eingestellt werden. Dabei ist es auch möglich, die Änderung von Null auf eine gewünschte Menge an pastöser Masse in der geforderten kurzen Zeit auszuführen, wenn der Antriebsmotor für die auf die Gewindespindel geschraubte Mutter so beaufschlagt ist, dass der Kolben des Antriebszylinders gerade keine Verschiebung des Kolbens im Dosierzylinder bewirkt.
Dadurch ergeben sich sehr kurzfristige Änderungen nach Steuerbefehlen zur Erhöhung bzw. zur Verringerung der Menge an pastöser Masse, die in der Zeiteinheit aus dem Vorrats- und Dosierzylinder heraus und zu den entsprechenden Düsen gefördert wird. Diese Regelung erfolgt unabhängig bzw. weitgehend unabhängig von den Schnelligkeiten, wie die Ölhydraulikpumpe Änderungen ausführen kann und wie rasch diese Druckänderungen bis zum Antriebszylinder für den Dosierzylinder weitergeleitet werden.
Die erfindungsgemässe Ausbildung erlaubt es auch, sehr kompakte und leicht gebaute Einheiten aus Vorrats- und Dosierzylinder und diesem zugeordneten Antrieb zu konstruieren, so dass es jetzt auch möglich ist, unter Verzicht auf die bisher üblichen langen Leitungen zwischen einem ortsfest angeordnete Vorrats- und Dos erzylin- der und einer beweglichen Düse (Versiegelungsdüse) zu verzichten und die Düse unmittelbar an den Vorratszylinder anzubauen und die so gebildete Einheit aus Antrieb, Vorratszylinder und Düse bei der Versiegelung, ähnlich wie dies für die Düsen bekannt ist, zu bewegen.
Bevorzugte Ausführungsformen des Vorrats- und Dosierzylinders sind Gegenstand der Unteransprüche, die vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes betreffen.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben
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Aerspiele.
Es zeigt : Fig. 1 eine erste Ausführungsform, Fig. 2 eine Ausführungsform mit zwei Vorrats- und Dosierzylindern und Fig. 3 eine dritte Ausführungsform jeweils schematisch.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist ein Vorrats-und Dosierzylinder 1 mit einer Ansaugleitung 2 und einer
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Ausstossleitung 3, die zur entsprechenden Düse, aus der die pastöse Masse ausgedrückt werden soll, geführt ist, ausgestattet. Im Vor- rats- und Dosierzylinder 1 ist ein Kolben 4 vorgesehen, mir dem die im Raum 5 aufgenommene pastöse Masse belastet werden kann. Der Kolben 4 ist mit einer Kolbenstange 6 ausgestattet, die ausserhalb des
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Die Gewindespindel 7 ist mit dem Kolben 8 eines als Antrieb für den Kolben 4 dienenden Hydraulikzylinder 9 verbunden, dem über eine schematisch angedeutete Leitung 10 Hydraulikmedium von einer Förderpumpe zugeführt wird.
Auf die Gewindespindel 7 ist eine axial nicht verschiebbar, drehbar gelagerte Kugelumlaufmutter 11 geschraubt, die über einen Antriebsriemen, vorzugsweise einem Zahnriemen 12, mit dem Ritzel 13 eines Elektromotors 14 vorzugsweise eines Gleichstromre- gelmotors verbunden ist. Beispielsweise ist die Kugelumlaufmutter 11 am Gehäuse des Vorrats- und Dosierzylinders 1 in axialer Richtung über Lager abgestützt.
Die für die Funktion des Hydraulikzylinders 10 und des Vorratszylinders 1 notwendigen Ventile sind der Einfachheit halber in den Fig. 1,2 und 3 nicht dargestellt.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist der Kolben 8 des Hydraulikzylinders 9 über eine Stange 16 mit einem Balken 15 verbunden. Am Balken 15 ist weiters die Gewindespindel 7 be-
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gung gesetzt werden kann.
An den Enden des Balkens 15 sind zwei im gezeigten Ausführungsbeispiel unterschiedlich dimensionierte Vorrats- und Dosierzylinder 20 bzw. 30 angeordnet, wobei die Kolbenstangen 6 ihrer Kolben 4 am Ende des Balkens 15 befestigt sind. Auch bei dieser Ausfüh- rungsform ist die Kugelumlaufmutter 11 am Vorrats-und Dosierzylin- der 1 abgestützt.
Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform im wesentlichen dadurch, dass die Spindel 7 auf der der Kolbenstange 6 gegenüberliegenden Seite des Kolbens 4 des Vorratszylinders 40 angeordnet ist.
Alle drei beschriebenen Ausführungsformen werden so be-
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Masse über den Kolben4 des Dosierzylinders 1 vom Druckmittelzylinder 10 mit im wesentlichen konstantem Druck beaufschlagt wird. Änderungen der Ausstossge- schwindigkeit der pastösen Masse über die Ausstossleitung 3 werden
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Ansprüche :
1.
Vorrats-und Dosierzylinder (1,20, 30, 40) für pastöse Massen, insbesondere für Massen zum Versiegeln der Randfugen von Zwei- oder Mehrscheibenisolierglas mit einem im Zylinder ver-
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gekuppelten Kolben (4) und mit einer Ansaug- (2) und einer Ausstoss- öffnung (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (4) des Zylin- ders (1,20, 30,40) wenigstens mittelbar mit einer Gewindespindel (7) gekuppelt ist, und dass auf der Gewindespindel (7) eine Mutter (11), vorzugsweise eine weitgehend spielfreie Kugelulauf8uter, geschraubt ist und dass die Mutter (11) mit einem Drehanzrieb (12,13, 14) gekuppelt ist.
2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (7) beim Auspressen pastöser Masse aus dem Zylinder (40) von der Mutter (11) auf Zug belastet ist.
3. Zylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter (11) mit. einem Antriebsmotor (14), vorzugsweise einem Gleichstromregelmotor, mittelbar über einen Antriebsriemen (12) gekuppelt ist.
4. Zylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (7) an einem Balken (15) angreift, der im wesentlichen quer zur Achse der Gewindespindel (7) ausgerichtet ist, und dass mit den Enden des Balkens (15) wenigstens unmittelbar die Kolben (4) von zwei, gegebenenfalls unterschiedlich dimensionierten Zylindern (20,30) verbunden sind.
5. Zylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb für den Kolben (4) des Zylinders (1, 20,30, 40) wenigstens ein an sich bekannter Druckmittelzylinder (9), vorzugsweise ein Hydraulikzylinder vorgesehen ist, der den Kolben (4) des Zylinders (1,20, 30,40) im Sinne des Auspressens von pastöser Masse aus seinem Vorratsraum (5) belastet.
6. Zylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der als Antrieb vorgesehene Druckmit-celzylinder (9) am Kolben (4) des Zylinders (40) auf der der Gewindespindel (7)