<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Abschermaschine mit einem am Zuführtisch feststehenden Untermesser und einer in der Schnittebene eines bewegbaren Obermessers verlaufenden, in Arbeitsstellung am Untermesser anliegenden und entgegen dem beim Schneidvorgang ausgeübten Druck des Obermessers nachgiebig gehaltenen Auflage, die am Maschinenrahmen angelenkt zwischen der Arbeits- und der Auswurfstellung mittels einer Schiebevorrichtung um eine parallel zu ihrer Längserstreckung verlaufende Achse schwenkbar ist.
Solche erst in jüngster Zeit bekanntgewordenen Arbeitsmaschinen, sollen in erster Linie ein verwindungsfreies Abscheren ermöglichen. Ein bekannter Vorschlag verwendet hiezu ein feststehendes und ein bewegliches, oberhalb des ersten angeordnetes Messer, wobei beim Absenken des letzteren entlang dem feststehenden Messer eine Abscherbewegung entsteht. Ein stufenlos verstellbarer Arbeitstisch befindet sich in Ruhestellung neben der Schneidkante des feststehenden Messers im Arbeitsweg des beweglichen Messers, wobei eine Abstützvorrichtung ein Verschieben des Arbeitstisches aus seiner Ruhestellung verhindern, wenn das erste Messer das zweite übergreift.
Aus der FR-PS Nr. 2079832 ist eine Abschermaschine bekannt, bei der das auf einer Auflage abgelegte geschnittene Material durch Hydraulikzylinder während des Arbeitsvorganges entfernt wird, wobei die Auflage gleichzeitig mit dem Schneidvorgang in die Auswurfstellung fällt. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, dass sich die Auflage zwangsläufig mit dem Schneidvorgang bewegt, somit die Möglichkeit besteht, dass sich das Schneidgut verbiegt und verwindet.
Die AT-PS Nr. 286075 beschreibt eine Blechschneideeinrichtung mit einem festen Untermesser und einem schwenkbaren Obermesser, wobei die nach unten sich erstreckende Auffangfläche für abgeschnittene Blechteile in eine waagrechte Lage verschwenkbare Teile aufweist, die das Schneidgut unterstützen. Der die Auflage verschwenkende Zylinder hält diese dabei in der Auswurfposition während des Schneidvorganges fest, die Auflage arbeitet hier also nicht während dem Zeitabschnitt, wo das bewegliche Messer nicht auf sie einwirkt.
Bei der Blechschere nach der AT-PS Nr. 282303 grenzt die Auflage in Ruhestellung nicht ans untere Messer und ist nicht in der Schneidebene des bewegbaren Messers nachgiebig angeordnet. Da sie während des Abschervorganges nicht versetzbar ist und ausserdem keine kontinuierliche Auflage bildet, ist auch hier ein Verbiegen und Verdrehen des Schnittgutes nicht ausgeschlossen.
Bei Abschermaschinen herkömmlicher Bauweise entstehen zudem Schwierigkeiten oder Unzulänglichkeiten bei der Entfernung von schmalen Streifen, die von der Maschine abgeschnitten wurden.
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung einer Abschermaschine, bei der vorstehend geschilderte Nachteile vermieden sind und die Entfernung der Abfallstreifen aus der Maschine erleichtert wird. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass an der dem Obermesser zugekehrten Fläche der Auflage eine von Haltebügeln daran festgehaltene Blattfeder vorgesehen ist, deren Mitte sich in Ruhestellung gegen das Obermesser wölbt, wobei zum nachgiebigen Halten der Auflage gegen den Druck des Obermessers an dieser unterhalb angeordnete, gegen die Druckrichtung des Obermessers wirkende Kolbenstangen von Zylindern gelenkig angreifen und die Schiebevorrichtung zur Verschwenkung der Auflage nur bei Druckfreiheit vom Obermesser zum Wirksamwerden freigegeben ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Schiebeeinrichtung aus einem schwenkbar am Maschinenrahmen gelagerten Hydraulikzylinder besteht, dessen Kolbenstange schwenkbar an einem an der vom Untermesser abgekehrten Seite der Auflage vorgesehenen Haltearm angreift, wobei zum Verschwenken der Auflage um ihre Längsachse die unter ihr angeordneten Kolbenstangen von eine Schwenkachse bildenden Bolzen in Führungen durchsetzt sind.
Im folgenden wird eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Abschermaschine unter Bezug auf die Figuren der Zeichnungen eingehend beschrieben. Fig. 1 zeigt schematisch eine Frontansicht, wobei aus Gründen der Deutlichkeit verschiedene Teile weggelassen sind, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A
EMI1.1
einer in Auswurfstellung stehenden Auflage.
Die Abschermaschine besteht aus einem Obermesser --1-- und einem Untermesser --2--. Neben diesem und im Arbeitsweg des Obermessers --1-- befindet sich eine Auflage --3--, auf der eine Blattfeder - angebracht ist. Diese ist in Längsrichtung so gebogen, dass sich ihr Mittelteil in Ruhestellung gegen das Messer --1-- wölbt. Haltebügel --5-- drücken sie dabei auf die Auflage --3-- nieder.
<Desc/Clms Page number 2>
Die äussersten Enden der Auflage --3-- sind an den freien Enden von Kolbenstangen --6-- befestigt, die sich in Zylindern --7-- hin und herbewegen, wobei in den Zeichnungen aus Gründen der Deutlichkeit nur einer auf der rechten Seite der Auflage --3-- dargestellt ist. Die nachgiebige Auf- und Abbewegung der Auflage erfolgt zwangsläufig mit der Bewegung des Obermessers --1-- in einer parallel zu dessen Bewegung verlaufenden Ebene. Zur Verschwenkung der Auflage --3-- um eine parallel zu ihrer Längserstreckung verlaufenden Achse entgegen dem Druck der Kolbenstange --6-- ist eine Führung --10-- mit einem Bolzen --9-- vorgesehen. Dieser greift in die Kolbenstange --6-- ein, um die sich das äusserste Ende der Auflage --3-- frei drehen kann.
Für diese Kippbewegung ist auch der Haltebügel --5-- um ein Gelenk --11-- schwenkbar, wozu eine Schiebevorrichtung vorgesehen ist, die aus einem Kolben in einem Zylinder --16-- besteht, der mittels einer Platte --15-- am Maschinenrahmen --8-- fixiert ist und in einen Haltearm --13-- eingreift. Bei Betätigung des Kolbens im Zylinder --16-- vermittels der maschineneigenen Hydraulik wird die Auflage --3-- aus der bzw. in die Arbeitsstellung verschwenkt. Hiedurch kann die Auflage --3-- von einer Arbeitsstellung wie in Fig. 2 in eine Auswurfstellung wie in Fig. 3 gebracht werden.
In der Arbeitsstellung der Auflage ist während des Arbeitsvorganges eine Auflage für abgeschnittene Teile vorgesehen. Stimmt die Breite der abgeschnittenen Teile mit jener der Blattfeder --4-- überein oder ist sie geringer, so bleiben diese Teile nach Beendigung des Arbeitsvorganges auf der Blattfeder liegen.
In der Folge werden sie durch die vorbeschriebene Bewegung des Zylinders --16-- von der Auflage ausgeworfen. Dabei kann deren Bewegung so eingestellt werden, dass die abgeschnittenen Teile in eine nicht dargestellte Rutsche fallen.
Unter Umständen kann es sich als günstig erweisen, wenn die Auflage --3-- von Hand zwischen den beiden Stellungen hin und herbewegt wird. Erfindungsgemäss wäre es auch möglich, die Bewegung der Auflage --3-- mit der Bewegung des Obermessers --1-- synchron verlaufen zu lassen, und hiezu die Auflage --3-- mechanisch oder hydraulisch mit diesem zu kuppeln.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abschermaschine mit einem am Zuführtisch feststehenden Untermesser und einer in der Schnittebene eines bewegbaren Obermessers verlaufenden, in Arbeitsstellung am Untermesser anliegenden und entgegen dem beim Schneidvorgang ausgeübten Druck des Obermessers nachgiebig gehaltenen Auflage, die am Maschinenrahmen angelenkt zwischen der Arbeits- und der Auswurfstellung mittels einer Schiebevorrichtung um eine parallel zu ihrer Längserstreckung verlaufende Achse schwenkbar ist, da-
EMI2.1
Auflage (3) eine von Haltebügeln (5) daran festgehaltene Blattfeder (4) vorgesehen ist, deren Mitte sich in Ruhestellung gegen das Obermesser (1) wölbt, wobei zum nachgiebigen Halten der Auflage (3) gegen
EMI2.2
richtung zur Verschwenkung der Auflage (3)
nur bei Druckfreiheit vom Obermesser (1) zum Wirksamwerden freigegeben ist.