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Die Erfindung betrifft ein selbstschliessendes Sicherheitsventil für Wasserleitungsbruch, insbesondere zum Einbau in Wasserschläuche zwischen Wasseranschluss und Verbraucher wie Waschautomaten,
Geschirrspülmaschinen usw., mit in einem Ventilgehäuse angeordnetem Abschlusskörper mit Dichtring und zugeordnetem Durchflussstutzen mit Ventildichtsitz, wobei der Abschlusskörper und/oder der Durchfluss- stutzen gegeneinander verstellbar sind und der Abschlusskörper entgegen der Strömungsrichtung mittels einer Druckfeder in Offenstellung gedrückt ist.
Ein solches Sicherheitsventil hat die Aufgabe, im Fall von Leckagen im Verbrauchersystem
Folgeschäden zu verhindern. Sollte nämlich aus irgendeinem Grund zwischen Sicherheitsventil und
Verbraucher ein Leck entstehen, so sinkt der Druck auf der Verbraucherseite ab, wodurch sich der
Abschlusskörper entgegen der Druckfeder auf den Ventildichtsitz niedersenkt und dadurch automatisch weiteren Wasseraustritt verschliesst.
Es ist ein Sicherheitsventil der eingangs beschriebenen Art bekannt, bei dem jedoch durch eine
Feder voneinander getrennt ein Abschlusskörper und ein Führungskolben vorgesehen sind (vgl.
USA-Patentschrift Nr. 2, 351, 035). Bei einer andern gattungsfremden Ausführungsform sind Abschlusskörper und Durchflussstutzen nicht gegeneinander verstellbar. Darüber hinaus ist ein zylindrischer Schieber verwirklicht, welcher eine gleichsam Zwillingslagerung in voneinander getrennten Innengehäusen verlangt.
Ferner verlangen der Schieber und das das Innengehäuse umgebende Aussengehäuse konische Steuer- flächen (vgl. deutsche Offenlegungsschrift 1816458).
Die vorbeschriebenen Sicherheitsventile verlangen einerseits eine ständige exakte Führung im
Ventilgehäuse oder einem zugeordneten Innengehäuse, während anderseits getrennt von dem Abschluss- körper noch ein Führungskolben vorgesehen ist, wenn auch in einem Fall unter Zwischenschaltung eines
Verbindungssteges. Stets sind bei den bekannten Sicherheitsventilen zusätzlich durch den Abschlusskörper und Führungskolben hindurchgeführte Steuer- bzw. Stellstangen vorgesehen, so dass eine verhältnismässig komplizierte Bauweise verwirklicht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein selbstschliessendes Sicherheitsventil für Wasser- leitungsbruch zu schaffen, welches sich durch extrem einfache und funktionsgerechte Bauweise auszeichnet sowie besonders feinfühlig anspricht.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemässen Sicherheitsventil dadurch, dass der
Abschlusskörper einen in Strömungsrichtung mit vorgegebenem Abstand von dem Dichtring angeordneten Führungskolben aufweist und dem Führungskolben ein sich in Kolbenschliessrichtung verjüngender Übergangskonus zur Überführung des Führungskolbens in den Durchflusskanal des Durchflussstutzens koaxial zugeordnet ist. Diese Massnahmen der Erfindung haben zur Folge, dass sich im Zuge der
Schliessbewegung des Abschlusskörpers zunächst der Führungskolben gegen den Übergangskonus anlegt und dann in den Durchflusskanal überführt wird, bevor der Dichtring an dem Abschlusskörper gegen den ihm zugeordneten Ventildichtsitz am Durchflussstutzen arbeitet.
Der Führungskolben übernimmt also nicht nur vorauseilende Dichtfunktion, sondern darüber hinaus Führungsfunktion, wodurch unkontrollierte Bewegungen des Abschlusskörpers ausgeschlossen werden. Ausserdem wird eine grössere Feinfühligkeit beim Ansprechen durch Ringspaltbildung und kontinuierliche Ringspaltänderung zwischen Führungskolben und Übergangskonus in Abhängigkeit von der jeweiligen Durchflussmenge bzw. den entsprechenden Druck- und Geschwindigkeitsverhältnissen erreicht.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So sieht die Erfindung vor, dass der Führungskolben einen Kolbenring aufweist, dessen Aussendurchmesser dem Innendurchmesser des Durchflusskanals entspricht, so dass einwandfreie Anlage und weitgehende Abdichtung bereits an dieser Stelle gewährleistet sind. Denn erfindungsgemäss sind Dichtring und Kolbenring in einem solchen Abstand voneinander angeordnet, dass sich der Kolbenring bei auf den Ventildichtsitz aufliegendem Dichtring in dem Durchflusskanal befindet. Um ein erhöhtes Anschmiegen des Führungskolbens an die Innenwandung des Durchflusskanals zu erreichen, empfiehlt die Erfindung nach bevorzugter Ausführungsform, dass der Abschlusskörper und der Führungskolben aus biegeelastischem Kunststoff bestehen, z. B. als Baueinheit formgespritzt sind.
Zweckmässigerweise trägt der Durchflussstutzen einen das Ventilgehäuse umgebenden Skalenring. In diesem Fall lässt sich das Sicherheitsventil besonders einfach auf die jeweilige Durchflussmenge einstellen, welche sich mit der Art und Grösse des Verbrauchers ändert, u. zw. mittels einer Tabelle, aus der sich die einzustellenden Skalenwerte leicht entnehmen lassen. Um ein selbständiges und unerwünschtes Verstellen des Durchflussstutzens zu verhindern, ist diesem vorzugsweise eine Feststell-
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vorrichtung, z. B. eine in dem Ventilgehäuse gelagerte Feststellschraube, zugeordnet. Ausserdem ist zweckmässigerweise zwischen Durchflussstutzen und Ventilgehäuse ein Dichtungsring, z. B. 0- Ring, angeordnet.
Schliesslich sieht die Erfindung vor, dass das Ventilgehäuse ein Innengewinde und der
Stellring sowie der Durchflussstutzen ein Aussengewinde zum Verstellen durch Schraubbewegung aufweisen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass sich das erfindungsgemässe selbstschliessende Sicherheitsventil durch besonders einfache und daher funktionssichere Bauweise auszeichnet. Einfache und funktionssichere Bauweise ist deshalb gegeben, weil Abschlusskörper und Führungskolben eine kompakte Baueinheit bilden, welche im Normalzustand keiner besonderen Führungen bedarf, sondern erst im Schliessfall im Bereich des Führungskolbens geführt wird. Da bis zum Schliessfall praktisch keine Reibungskräfte, sondern lediglich Strömungswiderstände zu überwinden sind, spricht das erfindungsgemässe Sicherheitsventil äusserst feinfühlig an.
Dieses feinfühlige Ansprechen wird dadurch noch unterstützt, dass die Baueinheit aus Abschlusskörper und Führungskolben im Gegensatz zu bekannten Ausführungsformen wenig Masse ausmacht, so dass nur geringe Schliesskräfte erforderlich sind.
Hinzu kommt, dass auf Grund des im Zuge der Schliessbewegung des Abschlusskörpers in den Durchflusskanal eindringenden Führungskolbens jede funktionsstörende und geräuschbelästigende Flatterbewegung des Abschlusskörpers ausgeschaltet wird. Im Ergebnis ist das erfindungsgemässe Selbstschlussventil bei jeder Art von Verbraucher einsetzbar und schliesst mit Sicherheit unverzüglich bei zwischen Sicherheitsventil und Verbraucher auftretenden Leckagen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnungen näher erläutert ; es zeigen Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein erfindungsgemässes Sicherheitsventil, Fig. 2 eine Aussenansicht auf den Gegenstand nach Fig. 1.
In den Zeichnungen ist ein selbstschliessendes Sicherheitsventil für Wasserleitungsbruch, insbesondere zum Einbau in Wasserschläuche zwischen Wasseranschluss und Verbraucher wie Waschautomaten, Geschirrspülmaschinen usw. dargestellt. Dieses Sicherheitsventil besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau aus einem in einem Ventilgehäuse --1-- angeordneten Abschlusskörper --2--, der entgegen der Strömungsrichtung mittels einer Druckfeder --6-- in Offenstellung gedrückt ist.
Erst bei ausreichend hoher Druckdifferenz, nämlich bei Druckabfall auf der Verbraucherseite infolge Leckage des zum Verbraucher führenden Wasserschlauches setzt sich der Abschlusskörper --2-- unter Zusammendrücken der Druckfeder --6-- mit seinem Dichtring --3-- auf den Ventildichtsitz --5-- auf. Der Abschlusskörper --2-- weist einen
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--3-- angeordnetenFührungskolben --7-- besitzt einen Kolbenring --10--, dessen Aussendurchmesser da dem Innendurchmesser di des Durchflusskanals --9-- entspricht.
Dichtring --3-- und Kolbenring --10-- sind in einem solchen Abstand A voneinander angeordnet, dass sich der Kolbenring --10-- bei auf dem Ventildichtsitz --5-- aufliegendem Dichtring --3-- in dem Durchflusskanal --9-- befindet und dort mit Führungseigenschaften abdichtet. Der Abschlusskörper --2-- und der Führungskolben --7-- bestehen aus biegeelastischem Kunststoff, sind z. B. als Baueinheit formgespritzt. Der Durchflussstutzen --4-- trägt einen das Ventilgehäuse --1-- umgebenden Skalenring --11--. Ihm ist eine Feststellvorrichtung-12--, z. B. eine in dem Ventilgehäuse --1-- gelagerte Feststellschraube zugeordnet. Zwischen Durchflussstutzen-4und Ventilgehäuse-l-ist ausserdem ein Dichtungsring z. B.
O-Ring angeordnet. Das Ventilgehäuse weist ein Innengewinde --14-- auf, während der Durchflussstutzen --4-- ein Aussengewinde - zum Verstellen durch Schraubbewegung besitzt.
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