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Die Erfindung betrifft eine Bewehrung, vorzugsweise für Stahlbetontragwerke, bestehend aus einer längsverlaufenden Hauptbewehrung, deren Stäbe, Bänder od. dgl. durch eine quer dazu verlaufende
Nebenbewehrung verbunden sind.
Im Bauwesen verwendete Bewehrungsmatten sind meistens ebene Gebilde, die sich in ihrer
Bewehrungsanordnung an feste Nonnvorschriften halten. Hiebei variiert die Längsbewehrung je nach
Bedarf in Dimensionen und Abstand und die Querbewehrung bildet einen bestimmten Prozentsatz der
Längsbewehrung. Länge und Breite dieser Bewehrungsmatten haben sich aus Gründen der Rationalisierung auf bestimmte Werte eingestellt. Um wenigstens die Länge dem jeweils benötigten Mass anpassen zu können, sind im letzten Jahrzehnt Spezialmatten in gerollter Ausführung in beschränkter Breite bekanntgeworden.
Von diesen kann die gerade gebrauchte Länge abgeschnitten werden. Baustahlgittermatten werden vorzugsweise für flächige Konstruktionselemente wie Wände, Decken, gekrümmte Scheiben u. dgl. verwendet, wobei man derartige Tragkonstruktionen zwar allgemein als "flächig" bezeichnet, obwohl sie räumliche Gebilde darstellen. In Ihrer Bewehrungsanordnung zwingen sie deshalb dazu, an beiden Seiten ihrer Quererstreckung Bewehrungen einzusetzen. Um ein solches bewehrtes Raumelement herzustellen, müssen die Bewehrungsmatten somit in mehreren, zumindest aber zwei Ebenen eingesetzt werden. Bei
Wänden also beispielsweise an beiden Aussenseiten des Wandabschnittes, bei durchlaufenden Decken an der
Ober- und Unterseite usw.
Zur Fixierung des entsprechenden Abstandes der einzelnen Bewehrungsmatten voneinander müssen eigene Abstandhalter zwischen die Matten eingelegt werden. Es sind daher auch räumliche Bewehrungsgebilde entwickelt worden. (Deutsche Auslegeschriften 2010666,1609593, 1301886 und deutsche Patentschrift Nr. 73625), die zum Teil an der Baustelle das Einbringen von Abstandhaltern erübrigen. Eine besondere Ausbildung zur leichteren Verlegung dieser Bewehrungen bzw. zur einfachen Verbindung mehrerer Bewehrungen untereinander, ist auch bei diesen nicht vorgesehen.
Es ist daher leicht einzusehen, dass die herkömmliche Art, Wände, Decken u. dgl. mit Bewehrungen zu versehen, infolge der vielen Arbeitsschritte zeit-und kostenaufwendig ist, was die Baukosten in beträchtlichem Ausmass erhöht. Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine räumliche wirtschaftlich verlegbare Bewehrung zu schaffen, die nicht in vielen aufwendigen Stufenschritten geschaffen werden muss, und die ohne grossen Aufwand und unter Wegfall besonderer Hilfsmittel beim Zusammensetzen mit benachbarten Bewehrungen einfach zu verlegen ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss in der Weise gelöst, dass die Enden der Nebenbewehrung von der Hauptbewehrung wegweisend abstehen, wobei wenigstens eines der freien Enden der Nebenbewehrung aus der Ebene der Hauptbewehrung aufwärts weist, mit der dieses Ende unlösbar verbunden ist.
Eine solche räumliche Bewehrungsmatte weist alle Belange auf, die zur Bewehrung von Raumelementen erforderlich sind, wobei neben dem Wegfall besonderer Hilfsmittel, wie beispielsweise dem Einsetzen besonderer Abstandhalter das Vermeiden besonderer aufwendiger Arbeitsschritte beim Zusammensetzen eine grosse Wirtschaftlichkeit ergibt. Diese Wirtschaftlichkeit wird noch dadurch erhöht, dass die erfindungsgemässen Matten vorteilhaft nach einer bestimmten Längenabstufung, die sich einem üblichen Längenraster optimal anpasst, werksmässig erzeugt werden. Bei dieser Festlegung in vorgefertigten Längen wird die Matte in ihrer tragenden Dimension so fixiert, dass für eine durchschnittlich auftretende Belastung das Auslangen gefunden wird.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass in zwei oder mehreren Ebenen übereinander liegende Hauptbewehrungen vorgesehen und die Stäbe, Bänder od. dgl. jeder in einer Ebene liegenden Hauptbewehrung mit den Stäben, Bändern od. dgl. der darüber liegenden Hauptbewehrungen durch die aus gekrümmten, gebrochenen, gewundenen, gebogenen, gitter-oder schlangenförmigen Stäben, Bändern od. dgl. bestehende Nebenbewehrung verbunden sind. Die Verbindung der Haupt- und der Nebenbewehrung kann dabei mittels Schweissung, Knotung, Rödelung, Verwindung, Bördelung od. dgl. hergestellt sein. Eine solche Ausbildung stellt eine räumliche Bewehrung dar, die an der Baustelle ohne zeitraubende Arbeitsschritte eingesetzt werden kann.
Es ist dabei von Vorteil, wenn die Stäbe, Bänder od. dgl. der Nebenbewehrung den statischen Gegebenheiten innerhalb der Gesamtbewehrung angepasst wechselweise unterschiedliche Stärkedimensionen aufweisen. Vorteilhaft kann es sich auch erweisen, die Stäbe, Bänder od. dgl. der Nebenbewehrung zu zweien oder mehreren satt aneinanderliegend anzuordnen, um so die Nebenbewehrung den Zug- und Druckspannungen eines Bauwerkes anzupassen.
Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen eingehend erläutert, doch soll sie nicht auf diese Möglichkeiten ihrer Verwirklichung beschränkt sein. Die Fig. l bis 5 zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt der Möglichkeiten, die im Rahmen der Erfindung gegeben sind. Eine
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