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Verfahren und Einrichtung zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstrassen.
Zweck der Erfindung ist, in Wasserstrassen (Kanälen und Flüssen) die Fahrrinne derart kenntlich zu machen, dass die Schiffe mit der nötigen Sicherheit schneller fahren dürfen als es bisher angängig war.
Die Erfindung findet besonders Verwendung bei Nacht oder bei nebeligem Wetter und in engen und geschlängelten Kanälen oder Flussläufe. Selbst bei klarer Nacht und auch wenn viele Leuchttürme und Leuchtbojen vorhanden sind, muss man beim Durchfahren von engen und geschlängelten Kanälen sehr vorsichtig sein, weil es schwer ist, die Entfernung zwischen auf oder über dem Wasserspiegel befindlichen Lichtern genau zu schätzen. Bei nebeligem Wetter sind über dem Wasserspiegel befindliche Lichter unnütz, andererseits ist es unsicher, sich auf Schallsignale zu verlassen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung findet eine Beleuchtung des Kanals oder des Flusslaufes statt, um den von den Schiffen zu befahrenden Wasserweg kenntlich zu machen, u. zw. be- finden sich die Beleuchtungsmittel unter dem Wasserspiegel derart tief, dass sie von durchfahrenden Schiffen nicht beschädigt oder verschoben werden können und sie sind so angeordnet. dass die Lichter derselben sogar beim dichtesten Nebel bei passender Vorkehrung am Schin gesehen werden können.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt durch ein Flusslaufbett und einen Teil eines Schiffes dar, für welches von einer Reihe mit einem untergetauchten Kabel verbundener Glühlampen der Wasserweg beleuchtet wird.
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht, bei der das Schiff mit einer besonderen Einrichtung zum Sichtbarmachen des beleuchteten Weges bei nebeligem Wetter versehen ist.
Fig. 3 zeigt den Lagep1an eines Hafens mit zwei von Beleuchtungskörpern beleuchteten Wegen, von denen der eine für ankommende, der andere für ausfahrende Schiffc dient. Fig. 4 stellt einen Schnitt durch einen am Bett des Flusslaufes verankerten Schwimmkörper mit Beleuchtungsmittel dar. Ein Kabel 5 ist am Bett des Flusslaufes entlang gelegt und nötigenfalls an ihm befestigt. In Häfen wird dieses Kabel an den tiefsten Stellen derselben entlang gelegt.
Kurze als Leiter zu den Glühlampen 7 dienende Kabel 6 sind in passenden Abständen an diesem Kabel 5 befestigt. Damit diese Lampen sich nicht auf das Wasserbett legen, sind am besten
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Die zur Beleuchtung des einen Vasserweges dienenden Lichter können in der Farbe verschieden sein von Lichtern für einen anderen Wasserweg, damit Schiffe, die den Kanal oder dgl. befahren, wissen, welchen Kurs sie zu nehmen haben. Wenn der Kanal nur geringe Tiefe hat, so werden die Lampen nur in solcher Höhe angeordnet, dass das Bedecken mit Ablagerungen verhindert wird. Der Abstand zwischen den Lampen wird nach den Erfordernissen bemessen. Sind die Lampen ganz nahe aneinander angeordnet und ist die Nacht ganz klar, so übersieht der auf Deck oder im Lotsenhause sich befindende Lotse den vor ihm liegenden beleuchteten Wasserweg'auf eine grosse Entfernung. Der Wasserweg wird um so besser zu verfolgen sein, je kleineren Abstand die Lampen voneinander haben.
Natürlich muss das Kabel aus dem Wasser genommen werden können, um ausgebessert werden oder um neue Lampen daran anschliessen zu können. Der Strom für die Lampen kann von dem nächstliegenden Leuchtturm oder einer anderen Stelle an Land genommen werden, u. zw. kann an diesem Punkte ein passender 8tromunterbrecher verwendet werden, um festzustellen. ob die Leitung betriebsfähig ist. Um die Gefahr auszuschliessen, dass etwa ein Lotse einen reflektierten Lichtstrahl aus einer anderen Quelle als den Wasserweg bezeichnend betrachtet,
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leuchtung unterbrechen, alsdann ist der Lotse in der Lage, den richtigen Wasserweg klarer zu unterscheiden.
Wenn zwei Kabel benutzt werden und der Strom für das eine auch das andere speist, bzw. die daran angeschlossene Reihe von Lampen, so kann man den Strom einfach von dem einen zum anderen und umgekehrt umschalten und die unterbrochene Beleuchtung erzielen.
Während das oder die Kabel und die damit verbundenen Lampenreihen, wie in Fig. 3 dar- gestellt., erhebliche Länge haben, so kann dies unter besonderen örtlichen Bedürfnissen auch anders sein. Wenn das Kabel beispielsweise zwischen zwei Felsen oder zwischen einem Felsen und einem Riff hindurchführt, könnte eine Lampe auf jeder Seite genügen. Oder wenn der Wasserweg nahe an einem einzelnen Felsen liegt, könnte eine untergetauchte Lampe nahe an diesem Felsen genügen, weitere Lampen wären auf eine längere Strecke oder bis zum nächsten Felsen oder Riff entbehrlich.
Befindet sich andererseits ein Riff oder ein Felsen an einer Stelle, wo ein Leuchtturm nicht errichtet oder eine Leuchtboje nicht verankert werden kann, so kann eine untergetauchte Lampe oder eine Reihe von Lampen nahe an diesem Felsen oder Riff verankert werden, um einem SchiSe die Gefahr anzuzeigen.
Die Erfindung kann, soweit bis jetzt beschrieben, mit voller Sicherheit bei klarer Nacht Anwendung finden.
Bei nt.'be1igem Wetter würde aber der beleuchtete Weg vom Deck des Schiffes aus nicht leicht zu verfolgen sein. Wenn das Schiff mit tief unter dem Wasserspiegel liegenden Seiten- ft'nstern 7 versehen ist, wie in Fig. 1 dargestellt, so kann ein Wächter den Wasserweg durch eines dieser Fenster selten, und sie dem Lotsen durch geeignete Mittel anzeigen, wenn er am Fenster bleibt. Das Glas des letzteren ist passend dick und kann mit einer beliebigen Schutzvorrichtung versehen sein. Wenn aber ein Fenster unter dem Wasserspiegel am Schiff nicht vorhanden ist. so kann ein gewöhnliches Wasserteleksop 11 (Fig. 2) an die Seite des Schiffes aufgehängt werden, so dass der Wächter das unter der Wasserfläche Liegende sehen kann.
Mittels des Wasserteleskops. dessen Einrichtung bekannt ist und nicht beschrieben zu werden braucht, wird der Wächter über der Wasserfläche das Wasserhett viel klarer sehen als ohne dieses Mittel, selbst wenn das Wasser ganz klar ist.
Mit dem Seitenfenster 10 unten an der Seitenwand des Schiffes und dem Teleskop 11 wird die Schiffahrt erleichtert, selbst im Falle eines Nebels bei Tage. In diesem Falle schaltet der Leuchtturmwärter, der die Einrichtung zu bedienen hat, den Strom ein. Alsdann wird jeder Beobachter am Seitenfenster oder am Teleskop über dem Wasserspiegel in der Lage sein, dem
Lotsen des Schiffes anzuzeigen, welcher Kurs zu nehmen ist, um über oder beinahe über der Lichterreibe zu bleiben. Dies macht die Erfindung geeignet, besonders auch für Fahrlinien, weil
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fahrenden Wasserwege entlang gelegt sind.
In Kriegszeitcn wird ein von unterseeischen Torpedos oder Minen geschützter Hafen für die Ein- und Ausfahrt eines befreundeten Schiffes sicher gemacht, das dann in geeigneter Weise den Kommandanten eines Küstenforts verständigen kann. Wenn dieser das geeignete Kodex zeichen erhält, dul3 ein befreundetes Schiff zwischen den Minen oder Torpedos durcuzufahren wünscht. schaltet er, nachdem in dem geschlängelten Wasserweg das untergetauchte Kabel und eine Lampenreihc, wie beschrieben, verlegt worden ist, den Strom ein.
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und die Minen durch rote Lichter beleuchten.
Die Erfindung ist auch für unterseeische Boote besonders geeignet, weil bisher der Führer dieser Boote nach oben zu steigen hatte, um Bojen, Leuchttürme und Landzeichen zu beobachten. Die verankerten unterseeischen Lichter worden dem Lotsen eines solchen Bootes ermöglichen, richtiges Fahrwasser zu halten, ohne dass er nach oben zu steigen braucht und ein einziges an einem Felsen verankertes untergetauchtes Licht ermöglicht, der Gefahr leicht auszuweichen. Der Reflektor kann auch derart angeordnet werden, dass er das Licht nach einer anderen Richtung als aufwärts wirft.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstrassen, dadurch gekenn zeichnet, dass das Fahrwasser von einem praktisch festliegenden Punkte unter der Wasseroberfläche unabhängig von dem Schiff beleuchtet wird, dem durch die Beleuchtung mehr Fahrsicherheit geboten werden soll.
2. Verfahren zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstrassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrrinne durch eine Reihe praktisch festliegender untergetauchter Lichter kenntlich gemacht wird.