AT33877B - Verfahren und Einrichtung zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstraßen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstraßen.

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  Verfahren und Einrichtung zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstrassen. 



   Zweck der Erfindung ist, in   Wasserstrassen     (Kanälen   und Flüssen) die Fahrrinne derart kenntlich zu machen, dass die Schiffe mit der nötigen Sicherheit schneller fahren dürfen als es bisher angängig war. 



   Die Erfindung findet besonders Verwendung bei Nacht oder bei   nebeligem   Wetter und in engen und geschlängelten Kanälen oder   Flussläufe.   Selbst bei klarer Nacht und auch wenn viele Leuchttürme und Leuchtbojen vorhanden sind, muss man beim Durchfahren von engen und   geschlängelten     Kanälen   sehr vorsichtig sein, weil es schwer ist, die Entfernung zwischen auf oder   über dem Wasserspiegel befindlichen   Lichtern genau zu schätzen. Bei   nebeligem   Wetter sind über dem Wasserspiegel befindliche Lichter   unnütz,   andererseits ist es unsicher, sich auf Schallsignale zu verlassen. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung findet eine Beleuchtung des Kanals oder des Flusslaufes statt, um den von den Schiffen zu befahrenden Wasserweg kenntlich zu machen, u. zw.   be-   finden sich die Beleuchtungsmittel unter dem Wasserspiegel derart tief, dass sie von durchfahrenden Schiffen nicht beschädigt oder verschoben werden können und sie sind so angeordnet. dass die Lichter derselben sogar beim   dichtesten   Nebel bei passender   Vorkehrung am Schin   gesehen werden können. 



   Fig. 1 stellt einen Längsschnitt durch ein   Flusslaufbett   und einen Teil eines Schiffes dar, für welches von einer Reihe mit   einem     untergetauchten   Kabel verbundener Glühlampen der Wasserweg beleuchtet wird. 



   Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht, bei der das Schiff mit einer besonderen Einrichtung zum Sichtbarmachen des beleuchteten Weges bei nebeligem Wetter versehen ist. 



   Fig. 3 zeigt den   Lagep1an   eines Hafens mit zwei von Beleuchtungskörpern beleuchteten Wegen, von denen der eine für ankommende, der andere für   ausfahrende Schiffc   dient. Fig. 4 stellt einen Schnitt durch einen am Bett des Flusslaufes verankerten Schwimmkörper mit Beleuchtungsmittel dar. Ein Kabel 5 ist am Bett des Flusslaufes entlang gelegt und   nötigenfalls     an ihm befestigt. In Häfen wird   dieses Kabel an den tiefsten Stellen derselben entlang gelegt. 



  Kurze als Leiter zu den Glühlampen 7 dienende Kabel 6 sind in passenden   Abständen   an diesem Kabel 5 befestigt. Damit diese Lampen sich nicht auf das Wasserbett legen, sind am besten 
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   Die zur Beleuchtung des einen Vasserweges dienenden Lichter können in der Farbe verschieden sein von Lichtern für einen anderen Wasserweg, damit Schiffe, die den Kanal oder dgl. befahren, wissen, welchen Kurs sie zu nehmen haben. Wenn der Kanal nur geringe Tiefe hat, so werden die Lampen   nur in solcher Höhe angeordnet,   dass das Bedecken mit Ablagerungen verhindert wird. Der Abstand zwischen den Lampen wird nach den Erfordernissen bemessen. Sind die Lampen ganz nahe aneinander angeordnet und ist die Nacht ganz klar, so übersieht der auf Deck oder im Lotsenhause sich befindende Lotse den vor ihm liegenden beleuchteten Wasserweg'auf eine grosse Entfernung. Der Wasserweg wird um so besser zu verfolgen sein, je kleineren Abstand die Lampen voneinander haben. 



     Natürlich   muss das Kabel aus dem Wasser genommen werden können, um ausgebessert werden oder um neue Lampen daran anschliessen zu können. Der Strom für die Lampen kann von dem nächstliegenden Leuchtturm oder einer anderen Stelle an Land genommen werden, u. zw. kann an diesem Punkte ein passender   8tromunterbrecher   verwendet werden, um festzustellen. ob die Leitung   betriebsfähig ist. Um   die Gefahr auszuschliessen, dass etwa ein Lotse einen reflektierten Lichtstrahl aus einer anderen Quelle als den Wasserweg bezeichnend betrachtet, 
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 leuchtung unterbrechen, alsdann ist der Lotse in der Lage, den richtigen Wasserweg klarer zu unterscheiden.

   Wenn zwei Kabel benutzt werden und der Strom für das eine auch das andere speist, bzw. die daran angeschlossene Reihe von Lampen, so kann man den Strom einfach von dem einen zum anderen und umgekehrt umschalten und die unterbrochene Beleuchtung erzielen. 



   Während das oder die Kabel und die damit verbundenen   Lampenreihen,   wie in Fig. 3 dar- gestellt., erhebliche Länge haben, so kann dies unter besonderen örtlichen Bedürfnissen auch anders sein. Wenn das Kabel beispielsweise zwischen zwei Felsen oder zwischen einem Felsen und einem Riff   hindurchführt,   könnte eine Lampe auf jeder Seite genügen. Oder wenn der Wasserweg nahe an einem einzelnen Felsen liegt, könnte eine untergetauchte Lampe nahe an diesem Felsen genügen, weitere Lampen wären auf eine längere Strecke oder bis zum nächsten Felsen oder Riff entbehrlich.

   Befindet sich andererseits ein Riff oder ein Felsen an einer Stelle, wo ein Leuchtturm nicht errichtet oder eine Leuchtboje nicht verankert werden kann, so kann eine untergetauchte Lampe oder eine Reihe von   Lampen   nahe an diesem Felsen oder Riff verankert werden, um einem   SchiSe die Gefahr anzuzeigen.   



   Die Erfindung kann, soweit bis jetzt beschrieben, mit voller Sicherheit bei klarer Nacht Anwendung finden. 



   Bei   nt.'be1igem   Wetter würde aber der beleuchtete Weg vom Deck des Schiffes aus nicht leicht zu verfolgen sein. Wenn das Schiff mit tief unter dem Wasserspiegel liegenden Seiten-   ft'nstern 7 versehen   ist, wie in Fig. 1 dargestellt, so kann ein   Wächter   den Wasserweg durch eines dieser Fenster selten, und sie dem Lotsen durch geeignete Mittel anzeigen, wenn er am Fenster bleibt. Das Glas des letzteren ist passend   dick und kann mit   einer beliebigen Schutzvorrichtung versehen sein. Wenn aber ein Fenster unter dem Wasserspiegel am Schiff nicht vorhanden ist. so kann ein gewöhnliches Wasserteleksop 11 (Fig. 2) an die Seite des Schiffes aufgehängt werden, so dass der Wächter das unter der Wasserfläche Liegende sehen kann. 



     Mittels des Wasserteleskops. dessen   Einrichtung bekannt ist und nicht beschrieben zu werden braucht, wird der   Wächter   über   der Wasserfläche   das Wasserhett viel klarer sehen als ohne dieses Mittel, selbst wenn das Wasser ganz klar ist. 



     Mit dem Seitenfenster 10 unten   an der Seitenwand des Schiffes und dem Teleskop 11 wird die   Schiffahrt erleichtert,   selbst im Falle eines Nebels bei Tage. In diesem Falle schaltet der   Leuchtturmwärter,   der die Einrichtung zu bedienen hat, den Strom ein. Alsdann wird jeder   Beobachter am Seitenfenster   oder am Teleskop über dem Wasserspiegel in der Lage sein, dem
Lotsen des Schiffes anzuzeigen, welcher Kurs zu nehmen ist, um über oder beinahe über der   Lichterreibe zu bleiben. Dies macht   die Erfindung geeignet, besonders auch für Fahrlinien, weil 
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 fahrenden Wasserwege entlang gelegt sind. 



     In Kriegszeitcn wird   ein von   unterseeischen Torpedos   oder Minen geschützter Hafen für die Ein- und Ausfahrt eines befreundeten Schiffes sicher gemacht, das dann in geeigneter Weise den Kommandanten eines Küstenforts verständigen kann. Wenn dieser das geeignete   Kodex   zeichen erhält,   dul3   ein befreundetes Schiff zwischen den Minen oder Torpedos   durcuzufahren     wünscht. schaltet er, nachdem   in dem   geschlängelten   Wasserweg das   untergetauchte Kabel     und   eine   Lampenreihc,   wie beschrieben, verlegt worden ist, den Strom ein. 
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 und die Minen durch rote Lichter beleuchten. 



   Die Erfindung ist auch für unterseeische Boote besonders geeignet, weil bisher der Führer dieser Boote nach oben zu steigen hatte, um Bojen, Leuchttürme und Landzeichen zu beobachten. Die verankerten unterseeischen Lichter worden dem Lotsen eines solchen Bootes ermöglichen, richtiges Fahrwasser zu halten, ohne dass er nach oben zu steigen braucht und ein einziges an einem Felsen verankertes untergetauchtes Licht ermöglicht, der Gefahr leicht auszuweichen. Der Reflektor kann auch derart angeordnet werden, dass er das Licht nach einer anderen Richtung als aufwärts wirft. 



   PATENT-ANSPRUCHE : 
1. Verfahren zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstrassen, dadurch gekenn zeichnet, dass das Fahrwasser von einem praktisch festliegenden Punkte unter der Wasseroberfläche unabhängig von dem Schiff beleuchtet wird, dem durch die Beleuchtung mehr Fahrsicherheit geboten werden soll. 



   2. Verfahren zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstrassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrrinne durch eine Reihe praktisch festliegender untergetauchter Lichter kenntlich gemacht wird.

Claims (1)

  1. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihe praktisch festliegender untergetauchter Lichter vorgesehen und die beleuchtete Fahrstrasse von einem unter dem Wasserspiegel liegenden Punkte des Schiffes aus verfolgt wird.
    4. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihe beständig untergetauchter und im allgemeinem festlegender Beleuchtungskörper vorgesehen ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihe untergetauchter Lichter vorgesehen ist, die den Fahrweg kenntlich macht und dass am Schiff Vorkehrungen getroffen sind, durch die die Lichter ohne durch Nebel getrübt zu werden, wahrgenommen werden können.
    6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Fahrrinne ein elektrischer Leiter verlegt und über demselben eine Reihe beständig untergetauchter elektrischer schwimmfähiger Beleuchtungskörper vorgesehen ist.
    7. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kanal oder Flusslauf eine Anzahl von Kabeln und von beständig untergetauchten Beleuchtungskörpern vorgesehen ist, die Verbindung mit den Kabeln haben, zum Zweck, die Fahrrinne für die ankommenden und ausfahrenden Schiffe kenntlich zu machen.
    8. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von Kabeln und von beständig untergetauchten, mit den Kabeln verbundenen Lampen vorgesehen ist, durch welche die Fahrrinne für die ankommenden und ausfahrenden Schiffe kenntlich gemacht wird, EMI3.2
    9. Einrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, dass zum Kenntlichmachc : ! der Fahrrinne in eine Wasserstrasse ein Kabel mit einer Reihe beständig untergetauchter Beleuchtungskörper vorgesehen ist. die mit dem Kabel Verbindung haben und mit Reflektoren EMI3.3
AT33877D 1907-10-01 1907-10-01 Verfahren und Einrichtung zum Kenntlichmachen der Fahrrinne in Wasserstraßen. AT33877B (de)

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