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Die Erfindung betrifft einen Abfallbehälter, insbesondere für Büroräume, zur getrennten Aufnahme von
Papier und anderem Abfall, bestehend aus einem für das Papier bestimmten Hauptbehälter mit rechteckigem
Grundriss und durch Umschlagen verstärktem oberem Rand und einem für den übrigen Abfall bestimmten
Nebenbehälter, der wenigstens an einer Seite einen in den Hauptbehälterrand einhängbar umgeschlagenen oberen
Rand aufweist. Ein solcher Abfallbehälter ist aus der Schweizer Patentschrift Nr. 249595 bekannt.
Die Trennung des anfallenden Abfalles nach Massgabe der verschiedenen Wiederverwertungsmöglichkeit wird seit langer Zeit von Fachleuten der Rohstoffwirtschaft und des Umweltschutzes gefordert. In Büroräumen ergeben sich grosse Mengen von Papierabfall, für den im Grund ausgezeichnete Möglichkeiten zur
Wiederverwertung bestehen. Allerdings bedingen die derzeit in Büroräumen verwendeten Abfallbehälter durch ihre zumeist kreisrunde Form (Papierkörbe) und das Fehlen einer Vorkehrung zur Abfalltrennung, dass der
Papierabfall zerknüllt und mit anderem Abfall vermischt wird, der die Wiederverwertung des Altpapiers erschwert oder unmöglich macht. Ausserdem benötigt das zerknüllte Altpapier bis zu 20 mal mehr Platz als das geschlichtete Büropapier. Diese Platzverschwendung bedingt auch eine vermehrte Arbeitsbelastung des
Büropflegepersonals.
Der rechteckige Hauptbehälter nach der Schweizer Patentschrift gibt den Büroangestellten einen ständigen
Anreiz, das anfallende Altpapier unmittelbar einzulegen, ohne es vorher zu zerknüllen, während der
Nebenbehälter schon allein durch seine Abstützung am Hauptbehälter zur Aufnahme der für ein Büro nebensächlichen übrigen Abfälle einladet, nicht zuletzt auch deswegen, weil der erfindungsgemäss zum
Einschlichten des Altpapiers benutzte Hauptbehälter das Einwerfen nicht schlichtbarer Abfälle gefühlsmässig verbietet.
Ziel der Erfindung ist es, diesen von der Rohstoffwirtschaft und der Betriebswirtschaft her gesehen ungünstigen Zustand zu überwinden und einen Abfallbehälter zu schaffen, der eine saubere Trennung des
Papierabfalles vom übrigen Abfall ermöglicht und zum geschlichteten Ablegen des Abfallpapiers geeignet ist, und bei dem der Nebenbehälter auf den Hauptbehälterrand aufgesetzt in den Hauptbehälter eingehängt oder aussen am Hauptbehälter angehängt werden kann, wobei beide Behälter einfach und billig in der Herstellung sein sollen.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Nebenbehälter einen dem in der Länge halbierten
Grundrissrechteck des Hauptbehälters im wesentlichen entsprechenden rechteckigen Grundriss aufweist, und die
Umschlagränder von Haupt- und Nebenbehälter nach aussen und im rechten Winkel nach unten umgeschlagen sind, wobei der obere Rand des Nebenbehälters an allen vier Rechteckseiten desselben umgeschlagen und an den vier Ecken durch schräge Abschnitte unterbrochen ist.
Durch den rechteckigen Grundriss des Nebenbehälters lässt sich der Nebenbehälter mit dem abzustützenden
Hauptbehälter zu einer organischen Einheit verbinden.
Das nach aussen und dann im rechten Winkel nach unten Umschlagen der Umschlagränder von Haupt- und Nebenbehälter ergibt eine ebene obere Randfläche, so dass der Hauptbehälter mit dem Nebenbehälter durch übereinstimmende Löcher in diesen nach aussen gerichteten Umschlagflanschen ihrer Aussenränder verschraubt werden kann, um als ein einziges Stück gehandhabt werden zu können.
Dadurch, dass der rechteckige Grundriss des Nebenbehälters dem in der Länge halbierten Grundrissrechteck des Hauptbehälters im wesentlichen entspricht, ergeben sich bei einem gefälligen Gesamteindruck in den beiden erstgenannten Abstützungsfällen etwa gleich grosse Einbringungsöffnungen für die verschiedenen Abfälle und im letztgenannten Abstützungsfall eine doppelt so grosse Einlegeöffnung für den Papierabfall im Vergleich zur Einwerföffnung für den übrigen Abfall.
Das Umschlagen des oberen Randes des Nebenbehälters an allen vier Rechteckseiten desselben, wobei er an den vier Ecken durch schräge Abschnitte unterbrochen ist, ermöglicht es, den Nebenbehälter wahlweise innen oder aussen, mit seiner Längs- oder Breitseite in den Hauptbehälterrand einzuhängen.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Hauptbehälter über der einen Hälfte seines Grundrisses etwa weiter und über der andern Grundrisshälfte etwas schmäler als der Nebenbehälter ausgebildet, wobei die schmälere Hälfte am oberen Rand eine auf die Breite der weiteren Hälfte abgesetzte Schulter aufweist. In diesem Fall kann derselbe Nebenbehälter wahlweise auf die schmälere Hauptbehälterhälfte aufgesetzt, in die weitere Hauptbehälterhälfte eingehängt und an diese Hauptbehälterhälfte aussen angehängt werden.
In einer andern Ausführungsform kann der Hauptbehälter in nahezu seiner halben Länge nahe am oberen Rand mit seitlichen Vertiefungen zur Aufnahme einer Querstange versehen sein, die als Traggriff bzw. zur Abstützung des Nebenbehälters über der einen Hauptbehälterhälfte dient.
In einer dritten Ausführungsform der Erfindung kann der Hauptbehälter in seinen beiden Längshälften mit je einem Klappbügel versehen sein, der in seitwärts heruntergeklappter Stellung als Traggriff und in einwärts über den Behälterrand geklappter Stellung zur Abstützung des Nebenbehälters über der einen oder andern Hauptbehälterhälfte dient.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben, die mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Abfallbehälters darstellen. Fig. 1 zeigt den Grundriss eines Hauptbehälters und Fig. 2 den Grundriss eines Nebenbehälters für den Zusammenbau zu einem erfindungsgemässen Abfallbehälter mit getrennter Abfallaufnahme. Die Fig. 3 bis 7 zeigen in Aufriss und Schnitt verschiedene Formen des Zusammenbaus von
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Haupt- und Nebenbehälter gemäss Fig. 1 und 2. Die Fig. 8 und 9 zeigen in Aufriss und Längsschnitt zwei abgewandelte Ausführungsformen der Erfindung.
Der Hauptbehälter--l--von Fig. l besitzt einen verstärkten Rand--2--und der Nebenbehälter - 3--von Fig. 2 einen verstärkten Rand-4--. Beide Behälter sind im Grundriss rechteckig, wobei das
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--3-- etwa--2-- mit einer Schulter--6--versehen, auf welche der Nebenbehälter--3--passend aufgesetzt werden kann.
Fig. 3 zeigt im Längsschnitt den auf die Schulter --6-- des Hauptbehälterrandes --2-- aufgesetzten Nebenbehälter--3--und Fig. 4 ist hiezu ein Querschnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3.
Fig. 5 zeigt im Längsschnitt den Nebenbehälter--3--in die rechte Hauptbehälterhälfte eingehängt. Dabei übergreift der Nebenbehälterrand --4-- den Hauptbehälterrand --2--. Beide Ränder sind nach aussen und dann nach unten umgeschlagen, wobei sich ebene obere Flansche zur Aufnahme von Verschraubungslöchern - -5-- ergeben. Fig. 6 ist ein Querschnitt nach Linie VI-VI in Fig. 5.
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Gemäss Fig. 8 besitzt der Hauptbehälter--l-in der Nähe seines oberen Randes und seiner Längsmitte seitliche Vertiefungen--7--, in welche eine Querstange --8-- eingelegt ist, die zur Abstützung des
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--3-- dientHauptbehälter -. -1-- verwendet werden kann.
Gemäss Fig. 9 ist am Umschlagrand --2-- des Hauptbehälters --1-- in beiden Längshälften desselben je ein Klappbügel --9-- schwenkbar gelagert, der in auswärts heruntergeklappter Stellung als Traggriff für den Hauptbehälter und in einwärts hinaufgeklappter Stellung als Abstützung für den aufgesetzten Nebenbehälter --3-- dienen kann.
Die Abmessungen des Grundrissrechteckes des erfindungsgemässen Hauptbehälters-l--für die Aufnahme des Papierabfalles werden zweckmässig etwas grösser als ein Papier-Normformat, z. B. A 4, gewählt, damit auch hohe Papierstapel ohne Schwierigkeit eingeschlichtet werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abfallbehälter, insbesondere für Büroräume, zur getrennten Aufnahme von Papier und anderem Abfall, bestehend aus einem für das Papier bestimmten Hauptbehälter mit rechteckigem Grundriss und durch Umschlagen verstärktem oberem Rand und einem für den übrigen Abfall bestimmten Nebenbehälter, der wenigstens an einer Seite einen in den Hauptbehälterrand einhängbar umgeschlagenen oberen Rand aufweist,
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Grundrissrechteck des Hauptbehälters (1) im wesentlichen entsprechenden rechteckigen Grundriss aufweist, und die Umschlagräder (2,4) von Haupt- und Nebenbehälter nach aussen und im rechten Winkel nach unten umgeschlagen sind, wobei der obere Rand des Nebenbehälters (3) an allen vier Rechteckseiten desselben umgeschlagen und an den vier Ecken durch schräge Abschnitte unterbrochen ist.
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