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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verbinden zweier zumindest annähernd senkrecht zueinander stehenden Rohrstücke mit unterschiedlichem Durchmesser durch Verankern des Endes des dünneren
Rohrstückes in einer entsprechenden Mantelbohrung des dickeren Rohrstückes, insbesondere zum Verbinden von
Leitersprossen mit Leiterholmen. Ferner betrifft die Erfindung eine nach dem Verfahren hergestellte Verbindung, insbesondere bei Leitern.
Bekannt sind Rohrverbindungen bzw. Leitern, bei welchen die Holme mit Mantelbohrungen versehen werden, in welche die Sprossen eingeklinkt, eingeschweisst, eingebördelt oder durch Nieten befestigt werden. Alle diese Verfahren sind umständlich und zeitraubend und in vielen Beziehungen nachteilig. Durch Schweissen entstehen an den Schweissstellen Spannungen, wodurch eine Schwächung der Konstruktion auftritt. Die
Verbindungen werden leicht locker und es treten oft Risse auf, die erst später erkennbar sind und zu Unfällen führen.
In der franz. Patentschrift Nr. 2. 044. 053 ist ein Verfahren beschrieben, bei welchem ein Rohrstück, z. B. eine
Leitersprosse, mit einem länglichen, irgendwie geformten Metallträger, z. B. einem Leiterholm unter Verwendung eines stopfenähnlichen Verbindungselementes verbunden wird.
Das stopfenähnliche Element besitzt einen vorstehenden Rand und wird, nach Durchstecken durch eine Bohrung im Holm, in das Rohrende eingesteckt, oder über dieses darübergesteckt. Eine unlösbare, wasserdichte Verbindung, wie sie z. B. bei in Abwasserschächten und Kanälen verwendeten Leitern verlangt wird, kann aber nicht erreicht werden.
Man hat deshalb z. B. in der USA-Patentschrift Nr. 3, 158, 224 vorgeschlagen, zur Herstellung einer Leiter an beiden Holmen Mantelbohrungen vorzusehen, in welche die Sprossenenden eingesteckt werden. Zur Verankerung der Sprossen in den Holmen wird ein aushärtbarer Kunstharz bzw. ein Klebstoff in das Ende der Sprossen und in die Holme eingefüllt, welches bzw. welcher dann anschliessend auf irgendeine Art ausgehärtet wird. Auf diese Weise ist es zwar gelungen, eine fest, wasserdichte Verbindung zwischen Sprossen und Holm herzustellen, doch ist dies mit einem zeitaufwendigen, arbeitsintensiven und dadurch teuren Verfahren erkauft worden.
Zweck der Erfindung ist ein Verfahren vorzuschlagen, welches eine einfache und sehr leicht auszuführende Verbindung von Rohrstücken erlaubt, welche Verbindung absolut wasserdicht ist, sich auch nach jahrelangem Gebrauch nicht lockert, sondern vielmehr praktisch unlösbar bleibt.
Das vorgeschlagene Verfahren besteht darin, dass in das Ende des dünneren Rohres ein einen konischen Abschnitt aufweisender Stopfen mit dem schmalen Stopfenende eingeführt und das Rohrstückende samt Stopfen durch die Mantelbohrung hindurch so gegen eine, der Bohrung gegenüberliegende Auflage gepresst wird, dass der innerhalb der Bohrung vorstehende Rand des Rohrstückes durch Eindringen des Stopfens in das Rohrstück gegen den Bohrungsrand auseinandergespreizt und gestaucht wird, um eine wasserdichte und unlösbare Verbindung zu bilden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird durch die Anwendung von zusätzlichen, seitlichen Stegen das eingepresste Rohrstückende besonders gestaucht.
Die nach dem Verfahren hergestellte Verbindung, insbesondere bei Leitern, weist einen in das Ende des dünneren Rohrstückes eingepressten, mit einem konischen Abschnitt versehenen Stopfen auf, der gegen eine Auflage anliegt, welche entlang der Innenwand des dickeren Rohrstückes gegenüber der zur Aufnahme des dünneren Rohrstückes dienenden Mantelbohrungen verläuft. Es können auch mehrere parallele Stege vorhanden sein, die am Umfang der Rohrinnenwand verteilt im Bereich der Mantelbohrungen angeordnet sind.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Rohrverbindung im Horizontalschnitt, Fig. 2 dieselbe Verbindung im Vertikalschnitt entlang der Linie I-I in Fig. 1, Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch eine Variante von Fig. 1 und Fig. 4 eine Ansicht eines Stopfens.
Aus den Fig. l und 2 ist die Verbindung von zwei zueinander senkrecht stehenden Rohrstücken--l und 2--ersichtlich, wobei das eine Rohrstück--l--einen grösseren Durchmesser als das andere Rohrstück --2-- aufweist. Das Rohrstück--l--ist mit einer Mantelbohrung--3--versehen, durch welche das Ende des Rohrstückes --2-- einzuführen und zu verankern ist. Zu diesem Zweck ist ein mit einem konischen Abschnitt versehener Stopfen--4--, z. B. aus zähhartem, plastischem Material, vorgesehen, welcher mit dem
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--2-- in--6-- des Stopfens--4--, wie in der Fig. l dargestellt, gegen einen Steg --7-- stösst, welcher gegenüber der Mantelbohrung--3--an der Innenwand des Rohrstückes--l--angebracht ist.
Beim Einpressen des Rohrstückes --2-- spreizt der konische Abschnitt des Stopfens--4--den Rand des Rohrstückes--2-- auseinander und staucht ihn gegen den Rand der Bohrung--3--, so dass eine wasserdichte und unlösbare Verbindung gebildet wird. Gleichzeitig wird das Rohrstück --2-- innen und aussen verschlossen und das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Bei einer Leiter werden die durch Rohrstücke --2-- gebildeten Sprossen zweckmässigerweise vorgespannt, wodurch eine eventuell auftretende Torsionsbeanspruchung kompensiert wird.
In Fig. 3 ist ein weiterentwickeltes Ausführungsbeispiel der Rohrverbindung dargestellt. Das grössere Rohrstück ist darin mit--8--bezeichnet und besitzt eine Bohrung--9--, in welche das kleinere Rohrstück
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- -10-- einzusetzen ist. Zur Verankerung desselben dient wieder ein Stopfen der in Fig. 4 näher dargestellt ist.
Dieser Stopfen--11--ist im wesentlichen in fünf Abschnitte gegliedert. Ein Endabschnitt--12-besitzt zylindrische Form und einen etwas geringeren Durchmesser als der Innendurchmesser des zu befestigenden Rohres-10-. Dieser Abschnitt --12-- dient zur Führung und zum Festhalten des Stopfens - beim Einsetzen desselben in das Rohr-10-.
Anschliessend ist ein konischer Teil-13vorhanden, dessen geringster Durchmesser dem Durchmesser des Abschnittes--12--entspricht, während sein grösster Durchmesser den Innendurchmesser des Rohres --10-- übersteigt. Dieser Teil--13--hat die
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Es ist ferner zweckmässig, wenn noch zusätzliche Stege--18--seitlich vom Steg--17--und zu diesem parallel verlaufend angeordnet werden, welche beim Einführen des Rohrstückendes--10--mit dem Stopfen --11-- zusätzlich Widerstand leisten und ein noch besseres Stauchen des Randes des Rohrstückes - -2-- verursachen. In dieser Weise kann eine, aus vorfabrizierten Elementen gebildete Leiter sehr schnell und einfach zusammengebaut werden,
wobei die unlöslichen Verbindungen zwischen Holm und Sprossen absolut wasserdicht sind und sehr widerstandsfähig gegen äussere chemische und physikalische Einflüsse bleiben.
Zweckmässigerweise werden die freien Enden der die Holme bildenden Rohre--l bzw. 8--durch Abschlussdeckel verschlossen, so dass das Innere der Rohre vor Korrosion geschützt bleibt. Die verwendeten Stege - 17 und 18-dienen zusätzlich als Stabilisatoren, wodurch die Biegefestigkeit der Leiter erhöht wird. Die Schwächung der Rohrstücke--l bzw. 8--durch die Bohrungen--3 bzw. 9--wird durch die Stege--7 bzw. 17 und 18-und durch die Vorspannung des Sprossens kompensiert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verbinden zweier zumindest annähernd senkrecht zueinander stehenden Rohrstücke mit unterschiedlichem Durchmesser durch Verankern des Endes des dünneren Rohrstückes, insbesondere zum
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dünneren Rohrstückes (2,10) ein, einen konischen Abschnitt aufweisender Stopfen (4,11) mit dem schmalen Stopfenende (5,12) eingeführt und das Rohrstückende samt Stopfen durch die Mantelbohrung (3,9) hindurch so gegen eine, der Bohrung gegenüberliegende Auflage (7, 17) gepresst wird, dass der innerhalb der Bohrung vorstehende Rand des Rohrstückes (2, 10) durch Eindringen des Stopfens (4, 11) in das Rohrstück (2, 10) gegen den Bohrungsrand auseinandergespreizt und gestaucht wird, um eine wasserdichte und unlösbare Verbindung zu bilden.
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