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Hohlraumbauten, insbesondere Tunnelröhren od. dgl., die eine Sichtfläche erhalten sollen, werden in bekannter Weise auch mit vorgefertigten Verkleidungsplatten aus Stahlbeton ausgekleidet. Es ist auch üblich, dass zwischen den Verkleidungsplatten und der Ausbruchsfläche isolierende oder mit Isoliermittel bzw. Isolierfolien zu versehende Hohlräume belassen werden. Es ist z. B. aus der Literatur aus der franz. Patentschrift Nr. 797. 856 eine Tunnelröhrenauskleidung bekannt, bei welcher aus der mit einem Unterbeton versehenen Ausbruchsfläche Haltedorne herausragen, zwischen welche mit Trapezsicken versehene Verkleidungsplatten eingesetzt werden.
Diese Sicken mit den darin hervorstehenden Haltedornen werden mit Beton bzw. einem Haltekitt ausgefüllt.
Diese Ausführung erfordert einen erheblichen Arbeitsaufwand für das Festlegen der Austeilung der Verankerungslöcher und den massgerechten Einbau der Haltedorne. Die später vorzunehmende Montage der Platten ist ein weiterer eigener Arbeitsgang.
Ziel der Erfindung ist es, den Arbeitsaufwand für die Ausführung der Auskleidung zu vermindern und den Arbeitsgang zu vereinfachen.
Dies wird bei dem gegenständlichen Verfahren zur wasserdichten Auskleidung von Untertagebauten, Hohlraumbauten od. dgl. mit vorgefertigten Verkleidungsplatten, die mit Abstand vor der rohen Wand des Hohlraumes unter Bildung einer hinter diesen Verkleidungsplatten befindlichen isolierten, wasserabführenden Zone befestigt werden, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass an der Rückseite der vorgefertigten Verkleidungsplatten aus diesen herausragende Haltedorne bzw.
Dübel befestigt sind, dass in die rohe Wand des Hohlraumes in entsprechenden Abständen Dübellöcher gebohrt und mit einer sich schnell verfestigenden Kunststoff-Kittmasse oder Kunststoffmörtel gefüllt werden, oder dass statt der Dübellöcher auf die rohe bzw. unebene Wand des Hohlraumes an den Befestigungsstellen ein Kunststoffmörtelbett aufgebracht wird, und dass hienach die an den Verkleidungsplatten befestigten Haltedorne bzw. Dübel zugleich mit dem Versetzen der Verkleidungsplatten in die gefüllten Dübellöcher bzw. in das an den Befestigungsstellen aufgebrachte Kunststoffmörtelbett eingepresst werden.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird erreicht, dass sowohl die kostenaufwendige, nicht immer zum Ziele führende Isolierung als auch der Vorsatzbeton, d. h. die Ortbetonauskleidung, durch eine Auskleidung aus vorgefertigten Verkleidungsplatten, die auf der dem Berg zugekehrten Seite erfindungsgemäss mit einer wasserdichten Beschichtung versehen sein können, ersetzt wird. Die Verkleidungsplatten sind so geformt, dass zwischen ihrer Rückseite und der der Tunnelröhre zugekehrten Ausbruchswand ein Hohlraum entsteht. Dieser Hohlraum, der vollkommen wasserdicht ist, dient der Ableitung der durch die Vorabdichtung nicht erfassten Berg- und Sickerwässer in das Entwässerungssystem des Untertagebauwerkes, insbesondere der Tunnelröhren.
Eine vorteilhafte Weiterausbildung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass in die parallel zur Vorderseite der Verkleidungsplatten verlaufenden Teile der Fugen zwischen den mit stufenförmig ausgebildeten Rändern versehenen Verkleidungsplatten, wobei die Ränder benachbarter Verkleidungsplatten gegengleich ausgebildet sind, eine Abdichtmasse bzw. ein Isoliermittel eingebracht wird.
Weitere vorteilhafte Weiterausbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in der nachfolgenden Erläuterung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben.
Die erfindungsgemässe vorgefertigte Verkleidungsplatte ist in den Zeichnungen im einzelnen dargestellt.
Und zwar zeigen die Fig. 1 eine Verkleidungsplatte in der Draufsicht, die Fig. 2 eine Verkleidungsplatte im Vertikalschnitt und die Fig. 3 eine Reihe von Verkleidungsplatten im horizontalen Schnitt.
Aus den Fig. 2 und 3 ist die besondere Formgebung der Ränder der Verkleidungsplatten gemäss einer vorteilhaften Weiterausbildung der Erfindung ersichtlich, die darin besteht, dass die Ränder gegenseitig abgestuft sind, so dass zwischen jeweils zwei Verkleidungsplatten in einer parallel zu deren Vorderseite liegenden Ebene verlaufende Fugenteile bzw. Passfugen--l--entstehen, in welche eine Abdichtmasse bzw. ein Isoliermittel eingebracht werden kann. Hiedurch und durch die erfindungsgemässe wasserdichte Beschichtung --3-- der dem Berg zugekehrten Rückseite der Verkleidungsplatten wird der an der Tunnelausbruchswand gebildete Hohlraum --2-- einwandfrei abgedichtet.
Die Verkleidungsplatten können vorteilhafterweise an ihrer Rückseite mit in Richtung des Umfanges der Tunnelröhre verlaufende Rippen -4-- versehen sein, welche als Abstandhalter zu der rohen bzw. vorbearbeiteten Ausbruchswand--5--dienen. Wenn eine Querdurchlüftung wünschenswert ist, werden die Rippen--4--mit der in Fig. 2 strichliert dargestellten Aussparung --9-- ausgebildet. Die Formsteine weisen aus den Rippen--4--herausstehende Haltedome (Dübel)--6--auf, und die Wand des Ausbruches ist mit
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Kunststoff-Kittmasse eingebracht, und hierauf werden die Verkleidungsplatten unter gleichzeitig erfolgendem Einpressen der an ihnen befestigten Haltedorne--6--in die gefüllten Dübellöcher--7--versetzt. Statt dass Dübellöcher in die rohe bzw.
unebene Wand des Ausbruches gebohrt und mit Kunststoff-Kittmasse gefüllt werden, kann an den Befestigungsstellen vor dem Versetzen der Verkleidungsplatten ein Kunststoffmörtelbett --8-- aufgebracht werden, in das dann die an den Verkleidungsplatten befestigten Haltedorne (Dübel)--6-- eingepresst werden.
Wie in der Fig. 3 gezeigt ist können die beiden senkrechten Ränder einer mit abgestuften Rändern versehenen Verkleidungsplatte zueinander symmetrisch ausgebildet sein, wodurch bei allfälligem Bruch einer Platte ein leichtes Auswechseln derselben möglich ist.
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In Fig. 2 ist zu sehen, dass vorteilhafterweise der vorspringende Stufenfortsatz des unteren Plattenrandes jeweils an der Rückseite (Bergseite) der Verkleidungsplatten angeordnet sein kann. Durch diese Ausbildung wird verhindert, dass an der Rückseite der Verkleidungsplatten abrinnendes Wasser an die Vorderseite der Verkleidungsplatten gelangen kann.
Der wirtschaftliche Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht vor allem darin, dass die Isolierung und der Vorsatzbeton (Ortbetonauskleidung) durch eine, in einem Arbeitsgang herzustellende, Auskleidung ersetzt werden, die eine vollkommene Dichtheit gewährleistet.
Die Abmessungen der erfindungsgemässen Verkleidungsplatten können geändert werden, so dass der Querschnitt für die Wasserabführung den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden kann. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil besteht darin, dass der gebildete Hohlraum in das Be- und Entlüftungssystem des Bauwerkes einbezogen werden kann, so dass Zu- und Abluftkanäle entfallen können.
Die erfindungsgemässen Verkleidungsplatten können sowohl der Grösse als auch dem für ihre Erzeugung verwendeten Material nach jedem Anwendungsfall und dessen besonderen Gegebenheiten angepasst werden. Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von der Auskleidung für Strassentunnel, Stollen, Kavernen u. dgl. Untertagebauten über die Auskleidung von Becken und Behältern bis zur Trockenlegung von Hoch und Tiefbauten.
Die erfindungsgemässe Verkleidungsplatte kann je nach der Bedeutung und den Anforderungen an ihre Sichtfläche aus Schwerbeton, Leichtbeton, Kunstharzbeton, keramischen u. ähnl. zu ihrer Herstellung geeigneten Stoffen erzeugt werden.
Weiters besteht die Möglichkeit, die Sichtflächen der Verkleidungsplatten je nach den Anforderungen zu beschichten bzw. zu versiegeln.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur wasserdichten Auskleidung von Untertagebauten, Hohlraumbauten od. dgl. mit vorgefertigten Verkleidungsplatten, die mit Abstand vor der rohen Wand des Hohlraumes unter Bildung einer hinter diesen Verkleidungsplatten befindlichen isolierten wasserabführenden Zone befestigt werden,
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herausragende Haltedorne bzw. Dübel befestigt sind, dass in die rohe Wand des Hohlraumes in entsprechenden Abständen Dübellöcher gebohrt und mit einer sich schnell verfestigenden Kunststoff-Kittmasse oder Kunststoffmörtel gefüllt werden, oder dass statt der Dübellöcher auf die rohe bzw. unebene Wand des Hohlraumes an den Befestigungsstellen ein Kunststoffmörtelbett aufgebracht wird, und dass hienach die an den Verkleidungsplatten befestigten Haltedorne bzw.
Dübel zugleich mit dem Versetzen der Verkleidungsplatten in die gefüllten Dübellöcher bzw. in das an den Befestigungsstellen aufgebrachte Kunststoffmörtelbett eingepresst werden.