AT326250B - Verfahren zur herabsetzung des schwefelgehaltes von benzinen mit siedeende von unter etwa 140 grad c - Google Patents

Verfahren zur herabsetzung des schwefelgehaltes von benzinen mit siedeende von unter etwa 140 grad c

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G27/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by oxidation

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehaltes von Benzinen mit Siedeende von unter etwa   140 C,   wobei der in den Benzinen enthaltene   Mercaptan- (RSH)-Schwefel   durch oxydative Süssungsverfahren in Disulfidschwefel übergeführt wird. 



   Es ist an sich bekannt, den in Benzinen enthaltenen Mercaptanschwefel durch oxydative Süssungsverfahren in Disulfidschwefel überzuführen. Diese Verfahren wurden vor allem entwickelt, um die mit dem Mer-   captangehalt   in Benzinen verbundene unangenehme Geruchsbelästigung zu vermeiden. Dieses Ziel lässt sich auch dann erreichen, wenn die bei diesen Verfahren gebildeten Disulfide im gesüssten Benzin belassen werden. 



   An Benzine mit Siedeende bis etwa 1400C, die für Anwendungen, in welchen sie katalytisch gespalten werden, brauchbar sein sollen, wird jedoch die Anforderung gestellt, dass sie   einen möglichst niederen Schwe-   felgehalt aufweisen müssen. 



   Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 670, 319 ist ein Verfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehaltes bekannt, bei dem eine fraktionierte Destillation in Gegenwart einer organischen Peroxydverbindung vorgenommen wird. 



   Der Erfindung liegt ebenfalls ganz allgemein der Gedanke zugrunde, den Schwefelgehalt von Erdölprodukten durch Oxydation und nachherige Destillation in Richtung auf den Destillationsrückstand zu verschieben. 



   Ziel der Erfindung ist es, den Schwefelgehalt der leichten Fraktion eines Primärbenzines wesentlich zu reduzieren. 



   Dieses Ziel wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass zuerst die oxydative Süssung des Gesamtprimärbenzines vorgenommen und danach aus dem, den in Disulfidform übergeführten Schwefel enthaltenden und von Peroxyden freien Gesamtprimärbenzin die leichten Benzinfraktionen, insbesondere jene mit einem Siedeende zwischen etwa 100 und etwa   140 C,   destillativ abgetrennt werden. 



   Es erfolgt also im Gegensatz zum Verfahren gemäss der vorher zitierten USA-Patentschrift beim erfindungsgemässen Verfahren zuerst die Süssung des Gesamtprimärbenzines. Nach dieser erfolgten Süssung liegen dann in diesem keine oder praktisch keine Peroxyde mehr vor, und erst von diesem peroxydfreien Primärbenzin wird die gewünschte Benzinfraktion abgetrennt. Die höhersiedenden Disulfide bleiben dann in der höhersiedenden Restfraktion. 



   Der wesentliche Unterschied zum Verfahren gemäss der genannten USA-Patentschrift besteht also darin, dass beim erfindungsgemässen Verfahren die gewünschte Fraktion nicht in Gegenwart von Peroxyden abdestilliert wird. Es ist bekanntlich technisch in jedem Fall zu bevorzugen, eine Destillation ohne die Gegenwart von organischen Peroxyden vorzunehmen. 



   Die neue, im Gegensatz zur üblichen Praxis stehende Verfahrensweise ermöglicht es, jenen Teil des Gesamtschwefelgehaltes, der ursprünglich als   RSH-Schwefel   in der leichten Fraktion vorhanden war, in die schwerere überzuführen, da-wie die nachstehende Tabelle zeigt-die Siedepunkte der Disulfide beträchtlich höher liegen als jene der Mercaptane, aus denen sie bei der oxydativen Süssung hervorgegangen sind. 



   Atmosphärische Siedepunkte der niedrigen Mercaptane und Disulfide 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Kohlenstoffzahl <SEP> in <SEP> R <SEP> Siedepunkte <SEP> (OC)
<tb> des <SEP> Mereaptans <SEP> RSH <SEP> 
<tb> Mercaptan <SEP> (RSH) <SEP> Entsprechendes
<tb> Disulfid <SEP> (RSSR)
<tb> 1 <SEP> 6 <SEP> 109
<tb> 2 <SEP> 37 <SEP> 153
<tb> 3 <SEP> 58-68 <SEP> 176-193 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> 65-98 <SEP> 226-231
<tb> 
 
Die Tatsache, dass der bei der Destillation aus dem Leichtbenzin verdrängte Schwefel ins Schwerbenzin übertritt, stört in der Raffineriepraxis nicht, weil dieses Schwerbenzin üblicherweise zum Grossteil katalytisch reformiert wird, wozu es auf alle Fälle vollkommen entschwefelt werden   muss,  
Es hat sich weiters herausgestellt, dass sich auch bei Wahl eines Schnittpunktes von über   109 C,

     also über dem Siedepunkt des gebildeten Dimethyldisulfids, eine beträchtliche Verminderung des Schwefelgehaltes erzielen lässt. Dies beruht darauf, dass die genannte Verbindung durch Oxydation von   Methylmercaptan   gebildet wird, welches normalerweise nur zu einem geringen Anteil im Einsatzbenzin enthalten ist. 



   Dass die erfindungsgemässe Vorgangsweise, bei der zuerst der Mercaptanschwefel des Gesamtprimärbenzins gesüsst wird und dann erst das Leichtbenzin abgetrennt wird, gegenüber einem Verfahren, bei dem zuerst das Leichtbenzin abgetrennt und diese Fraktion nachträglich in bekannter Weise gesüsst wird, insbe- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sondere hinsichtlich des Wirkungsgrades der Entschwefelung beträchtliche Vorteile aufweist, geht aus dem folgenden Beispiel deutlich hervor. 



   Beispiel : Im Laboratorium durchgeführte Versuche an Benzinfraktionen, welche aus überwiegend Kirkuk-Rohöl enthaltenden Rohölmischungen gewonnen worden waren, ergaben folgende Resultate : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Siedegrenzen <SEP> des <SEP> Gesamtschwefelgehalt <SEP> (in <SEP> TpM, <SEP> Gew.)
<tb> Leichtbenzins <SEP> der <SEP> Leichtbenzinfraktion
<tb> (Feinfraktionierung) <SEP> A <SEP> B <SEP> 
<tb> Leichtbenzin <SEP> erst <SEP> abgetrennt, <SEP> Gesamtbenzin <SEP> gesüsst, <SEP> dann
<tb> dann <SEP> gesüsst <SEP> Leichtbenzin <SEP> abgetrennt
<tb> 34/9 <SEP> 0 C <SEP> 175 <SEP> 40
<tb> 34/1050C <SEP> 225 <SEP> 55
<tb> 34/1400C <SEP> 370 <SEP> 170
<tb> 
 
Der Grad, zu dem beim erfindungsgemässen Verfahren B im Vergleich zu Verfahren A der Schwefel aus dem Leichtbenzin verdrängt wurde,

   betrug demnach zwischen 78% beim niedrigsten Siedeende des Leichtbenzins und immerhin noch 54% bei einem Siedeende von 1400C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehaltes von Benzinen mit Siedeende von unter etwa 140 C, wobei der in den Benzinen enthaltene Mercaptan-(RSH)-Schwefel durch oxydative Süssungsverfahren in Disulfidschwefel übergeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die oxydative Süssung des Gesamtprimärbenzines vorgenommen und danach aus dem, den in Disulfidform übergeführte Schwefel enthaltenden und von Peroxyden freien Gesamtprimärbenzin die leichten Benzinfraktionen, insbesondere jene mit einem Siedeende zwischen etwa 100 und etwa 140 C, destillativ abgetrennt werden.
AT490472A 1972-06-07 1972-06-07 Verfahren zur herabsetzung des schwefelgehaltes von benzinen mit siedeende von unter etwa 140 grad c AT326250B (de)

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