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Bei Karden od. dgl. zum Auflösen von Fasermaterial ist es bekannt und vielfach üblich, das Material der Kardentrommel über einen Zuführtisch zuzuleiten, der mit einer meist über ihm angeordneten, beweglichen und feder- oder gewichtsbelasteten Einlasswalze zusammenwirkt und entsprechend der Walzenform muldenförmig ausgebildet ist. Das Fasermaterial wird zwischen dem Zuführtisch und der Einlasswalze gewissermassen geklemmt bzw. zurückgehalten, so dass es von den Zähnen der an Walze und Tisch vorbeirotierenden Kardentrommel über die Tischkante gezogen und ausgekämmt werden kann. Obwohl hier der Klemmstellenabstand von der Umlaufbahn des Trommelzahnbesatzes auf ein Minimum verringert ist, ergibt sich doch keine voll befriedigende gleichmässige Auflockerung bzw. Auflösung des zugeführten Fasermaterials.
Der Grund dafür liegt darin, dass zwischen der Umlaufbahn der Zahnspitzen des Trommelbesatzes und der der Trommel zugekehrten Tischseitenflächen immer ein, wenn auch geringer, so doch endlicher Abstand bzw. Zwischenraum vorhanden sein muss, der etwa 0, 3 bis 0, 5 mm beträgt. Wenn man bedenkt, dass ein der Karde vorgelegtes Vorvlies mit einem Gewicht von beispielsweise 150 g/m2 nur eine Dicke von etwa 0, 2 mm besitzt, wird es klar, dass in dem Zwischenraum zwischen trommelseitiger Tischseitenfläche und dem Umlaufzylinder der Zahnspitzen des Trommelbesatzes ein beträchtlicher Anteil des Materials durchzugleiten vermag, ohne von den Zahnspitzen erreichbar zu sein und daher auch nicht im gewünschten Mass aufgelöst zu werden.
In Erkenntnis dieses übelstandes hat der Erfmder bereits vorgeschlagen (österr. Patentschrift Nr. 268501), den Zuführtisch an seiner der Kardentrommel zugekehrten Seitenfläche mit einem Belag zu versehen und dessen Oberfläche vom Zahnbesatz der Kardentrommel selbst abarbeiten zu lassen, um auf diese Weise den Abstand bzw. Zwischenraum zwischen Tisch und Umlaufbahn der Trommelbesatzspitzen auf praktisch Null zu verringern.
Dabei sollte der Belag aber aus einer erhärtenden Metallpaste bestehen und die Bearbeitung mit Hilfe der Zähne des Kardentrommelbelages vor der vollen Pastenerhärtung erfolgen. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass eine Metallpaste nicht zu dem gewünschten Erfolg führt, weil sie immer wieder unkontrolliert ausbröckelt und dann Lücken hinterlässt, die noch ungünstiger sind als der erreichbare Zwischenraum bei einer üblichen Fertigung des Zuführtisches.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, alle diese Mängel zu beseitigen und einen Zuführtisch zu schaffen, bei dem der Abstand seiner der Kardentrommel zugekehrten Seitenfläche vom Umlaufzylinder der Zahnspitzen des Trommelbesatzes auf das geringstmögliche Mass verkleinert, dennoch aber ausreichende Dauerhaftigkeit erzielt ist.
Ausgehend von einem mit einer Einlasswalze zusammenwirkenden Zuführtisch für Karden od. dgl. zum Auflösen von Fasermaterial, der an seiner der Kardentrommel zugekehrten Seitenfläche einen Belag aufweist, dessen Oberfläche vom Zahnbesatz der Kardentrommel selbst abgearbeitet ist, löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Belag aus einem Metall guter Wärmeleitfähigkeit und geringerer Brinell-Härte als gehärteter Stahl, beispielsweise aus Lagermetall, besteht. Ein solcher Metallbelag, wobei unter Metall auch Metallegierungen zu verstehen sind, kann am Zuführtisch dauerhaft verankert oder befestigt werden, ohne dass ein Ausbröckeln oder eine sonstige vorzeitige Beschädigung zu befürchten wäre.
Da seine Härte geringer als jene des aus gehärtetem Stahl bestehenden Zahnbesatzes der Kardentrommel ist, besteht keine Schwierigkeit, ihn mit Hilfe des Zahnbesatzes zu bearbeiten, also auf das Sollmass zu bringen. Da bei dieser Bearbeitung aber mit einer beträchtlichen Erwärmung zu rechnen ist, muss der Belag auch eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen, um die entstehende Wärme ohne Beeinträchtigung des Belages bzw. des Zahnbesatzes der Trommel abführen zu können. Der Belag hat anfänglich eine solche Dicke, dass er in die Umlaufbahn des Trommelzahnbesatzes vorragt. Wird nun die Kardentrommel einige Male gedreht, so wirken die Zähne als spanabhebende Werkzeuge und tragen den Belag bzw. die überstehende Schicht auf das Sollmass ab. Es brauchen dann nur mehr die Späne entfernt zu werden.
Der Belag kann am Zuführtisch in beliebiger Weise befestigt, z. B. angeschraubt, werden. Zweckmässig ist es, wenn der Belag an der der Kardentrommel abgekehrten Seite Leisten mit Schwalbenschwanzquerschnitt od. dgl. aufweist, die in entsprechende Nuten des Zuführtisches eingreifen, um eine zusätzliche Verankerung des Belages zu erzielen. Der Belag braucht nicht einstückig zu sein, er kann vielmehr auch aus mehreren nebeneinander befestigten Teilstücken zusammengesetzt werden.
In der Zeichnung ist ein Teil des Zuführtisches mit der Einlasswalze und der Kardentrommel beispielsweise schematisch dargestellt.
Mit --1-- ist der Zuführtisch bezeichnet, der an seiner Oberseite muldenförmig ausgebildet ist und mit
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--2-- zusammenwirkt,schwalbenschwanzförmigen Querschnitt aufweisen und in entsprechende Nuten des Zuführtisches--l-- eingreifen.