AT321949B - Verfahren und vorrichtung zur abtrennung von schwefeldioxyd aus gasgemischen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur abtrennung von schwefeldioxyd aus gasgemischen

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AT321949B
AT321949B AT860672A AT860672A AT321949B AT 321949 B AT321949 B AT 321949B AT 860672 A AT860672 A AT 860672A AT 860672 A AT860672 A AT 860672A AT 321949 B AT321949 B AT 321949B
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Juergen H Kleinau
Suresh Chandra Jain
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Copeland Systems Inc
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    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von Schwefeldioxyd aus Gasen. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gewinnen von Schwefeldioxyd aus einem Nebenproduktgasstrom, beispielsweise aus einer   Schwefelgewinnungseinheit,   zur Verringerung der Luftverschmutzung und zur Vermeidung von Schwefeldioxydabfall. 



   Lange Zeit wurde das Claus-Verfahren zur Überführung von Schwefelwasserstoff, wie er aus übelrichenden Gasen gewonnen wird, in Elementarschwefel verwendet. Der konzentrierte Schwefelwasserstoff wird in einer VerbrennungskammermitLuft derart entzündet, dass etwa ein Drittel des Schwefelwasserstoffvolumens in Schwefeldioxyd übergeführt wird. Die Verbrennungsprodukte werden dann durch einen mit einem Katalysator gefüllten Konverter geleitet, in welchem der Schwefelwasserstoff und das Schwefeldioxyd teilweise reagieren, wobei Elementarschwefel gebildet wird, der kondensiert wird. 
 EMI1.1 
 möglich. Sogar so enthält der erhaltene Nebenproduktgasstrom merkliche Mengen an Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd.

   Somit kann derNebenproduktgasstrom etwa 0, 5 bis   2Vol.-% Schwefelwasserstoff   und etwa 0, 5 bis   5 Vol. -%Schwefeldioxyd   enthalten. Die Konzentration der schwefelhaltigen Gase im Nebenproduktgasstrom ist zu niedrig, um den Strom durch einen Konverter in den Zyklus rückzuführen und mehr Elementarschwefel zu erzeugen. Jedoch enthält der Nebenproduktgasstrom zuviel schwefelhaltiges Gas, um ihn in die Atmosphäre strömen zu lassen, da daraus eine Luftverschmutzung resultieren würde. 



   Bisher wurde der Versuch unternommen, die Verschmutzung dadurch auf ein Minimum herabzusetzen, dass 
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Schwefeldioxydgase enthält,heisse schwefeldioxydhaltige Gasstrom nicht den einem   schwefelwasserstoffhaltigen   Gasstrom anhaftenden unangenehmen Geruch aufweist, verursacht der erhaltene heisse schwefeldioxydhaltige Gasstrom beim Ausströmen in   dieAtmosphäre Verschmutzung,   obwohl er im allgemeinen nur etwa 0, 2 bis 2   Vol.-%   Schwefeldioxyd enthielt. 



  Demgemäss besteht ein Bedarf an einem System, das den Schwefeldioxydgehalt eines heissen als Nebenprodukt erhaltenen Gasstromes auf einen nicht verschmutzenden Wert reduziert, und zweckmässigerweise auch an einem Verfahren, das   einen ausreichend konzentriertenSchwefeldioxydstrom   ergibt, der in einem Schwefelgewinnungssystem verwendet werden kann. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun zunächst ein Verfahren zur Abtrennung von Schwefeldioxyd aus Gasgemischen durch Inberührungbringen derselben mit einem alkalischen Material aus der Gruppe Metalloxyd, Metallcarbonat, Metallhydroxyd und Mischungen hievon unter Bildung einer metallsulfithaltigen wässerigen Dispersion, worauf gegebenenfalls das entstandene Metallsulfit nach seiner Abtrennung bei Temperaturen bis   zurDia-   soziationstemperatur des Metallsulfits, vorzugsweise in fluidisiertem Zustand und in Gegenwart von Kohlenstoff   in Schwefeldioxyd und Metalloxyd zersetzt   und letzteres in   denProzess zurückgeführt   wird, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass das erhaltene Metallsulfit vom Wasser getrennt wird, wobei eine feuchte Metallsulfitkristallmasse erhalten wird,

   welche mit dem heissen schwefeldioxydhaltigen Gasstrom getrocknet wird, worauf wiederum Wasser mit dem alkalischen Material gemischt und diese Mischung mit dem schwefeldioxydhaltigen Gasstrom unter Bildung eines Metallsulfits in Berührung gebracht wird, nachdem der Gasstrom mit den feuchten Metallsulfitkristallen in Wärmeaustausch war. 



   Das Wasser, von dem die Metallsulfitkristalle abgetrennt werden, kann mit einem   Metalloxyd,-hydroxyd   oder-carbonat plus gegebenenfalls zusätzlichem Wasser vereinigt werden, wobei eine Mischung von Wasser und Metalloxyd gebildet wird, die dann mit dem schwefeldioxydhaltigen Gasstrom in Berührung gebracht werden kann, nachdem der Gasstrom mit den feuchten   Metallsulfitkristallen   in Wärmeaustausch gewesen ist. Die erhaltenen Metallsulfitkristalle können für jeden gewünschten Zweck verwendet werden. 



   Beim   erfindungsgemässen Verfahren   werden die trockenen Metallsulfitkristalle auf eine Temperatur erhitzt, die hoch genug ist, das Metallsulfit in ein Metalloxyd und Schwefeldioxyd zu dissoziieren, worauf das so gebildete Metalloxyd mit Wasser gemischt und das freigesetzte Schwefeldioxyd als Strom zu einem Bestimmungsort geführt wird. Der Schwefeldioxydstrom kann in einem Claus-Schwefelgewinnungsverfahren verwendet werden, da er leicht mit einer   ausreichendenKonzentration anSchwefeldioxyd   gebildet werden kann, d. h. mindestens etwa 10 bis 19   Vol. -0/0,   um diese Anwendung ökonomisch praktisch zu machen.

   Somit geht das Gesamtverfahren der Erfindung von einem Strom aus, der weniger als etwa 5   Vol. -0/0   Schwefeldioxyd enthält, und liefert leicht einen konzentrierteren Gasstrom, der leicht mindestens 10   Vol.-   Schwefeldioxyd enthält. 



   Das im erfindungsgemässen Verfahren verwendete Metallsulfit muss in Wasser eine geringe Löslichkeit aufweisen. Daher ist es im allgemeinen ratsam, im erfindungsgemässen Verfahren Kalziumsulfit, Mangansulfit,   Magnesiumsulfit oderBariumsuIfit zu verwenden. Aus dem gleichen Grunde ist es im erfindungsgemässen   Verfahren erwünscht, das Schwefeldioxydgas mit einem Kalzium-, Mangan-,   Magnesium- oder Bariumoxyd, -car-   bonat oder-hydroxyd zu absorbieren, da alkalische Materialien Metallionen vorsehen, die mit dem Schwefeldioxyd unter Bildung von unlöslichen Sulfitsalzen reagieren. 



   Erfindungsgemäss wird auch eine neue Vorrichtungskombination vorgesehen, die bei Ausführung des beschriebenen Verfahrens und gewünschtenfalls auch für andere Zwecke verwendet werden kann. Gemäss einem 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Merkmal der Erfindung weist die erfindungsgemässe Vorrichtung einen Trockner, eine Leitung zum Zuführen eines heissen, schwefeldioxydhaltigen Gasstromes zum Trockner, der vorzugsweise als Wirbelbettreaktor ausgebildet ist, einen Absorptionskontaktbehälter, eine Leitung zum Zuführen eines schwefeldioxydhaltigen Gasstro-   mes vom Trockner zum Absorptionskontaktbehälter, eine Leitung zum Zuführen einer Mischung von Wasser   und   Metalloxyd zum Absorptionskontaktbehä.

   lter zum Inberührungbringen   mit darin befindlichem Schwefeldioxyd unter Bildung einer wässerigen Dispersion von Metallsulfitkristallen, einen Separator, vorzugsweise eine Zentrifuge, zum Abtrennen von Metallsulfitkristallen von der Mischung mit Wasser, eine Leitung zum Zuführen der wässerigen Mischung der Metallsulfitkristalle vom Absorptionskontaktbehälter zum Separator, eine Leitung zum Zuführen der feuchten Metallsulfitkristalle vom Separator zum Trockner, eine Leitung zum Zuführen von Wasser mit Metalloxyd zum Absorptionskontaktbehälter, eine Leitung zum Entfernen von trockenen Metallsulfitkristallen vom Trockner und eine Leitung zum Entfernen des praktisch schwefeldioxydfreien Gasstromes vom Absorptionskontaktbehälter auf. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die erfindungsgemässe Vorrichtung einen Wirbelbettreaktor mit einem Metalloxydwirbelbett, in dem   das Metallsulfit zur Dissoziierung   in ein Metalloxyd und Schwefeldioxyd erhitzt wird, eine Leitung zum Zuführen von trockenem Metallsulfit vom Trockner zum Wirbelbettreaktor, eine Leitung zum Zuführen von Metalloxyd vom Wirbelbettreaktor zum Absorptionskontaktbehälter in Mischung mit Wasser und eine Leitung zum Entfernen des schwefeldioxydhaltigen Gases vom Wirbelbettreaktor auf. 



   In der USA-Patentschrift Nr. 3, 309, 262 ist ein Wirbelbettreaktor gezeigt, der für den Trockner und auch für den Reaktor, in welchem das Metallsulfit in das Metalloxyd übergeführt wird, verwendet werden kann. 



   Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung   näher erläutert. In   der die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Verwendung bei Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens schematisch dargestellt ist. Jedoch ist die folgendeBeschreibung besonders auf die Verwendung von Magnesiumsulfit und Magnesiumoxyd im erfindungsgemässen Verfahren gerichtet. Es ist selbstverständlich, dass auch andere   Metallsulfite,   wie Kalzium- und Bariumsulfit, anstelle von Magnesiumsulfit und andere alkalische Materialien an Stelle von Magnesiumoxyd verwendet werden können, wie beispielsweise Magnesiumcarbonat oder-hydroxyd, und die Oxyde,   Carbonate und Hydroxyde   von Kalzium und Barium. 



   Der Wirbelbetttrockner --10-- ist von herkömmlicher Bauart. Die Leitung --11-- steht mit dem inneren unteren Teil des Wirbelbetttrockners --10-- unterhalb einer darin befindlichen Lochplatte in Verbindung. Die Leitung --11-- wird dazu verwendet, einen heissen, schwefeldioxydhaltigen Gasstrom zum Wirbelbetttrockner unterhalb der Lochplatte zu führen. Oberhalb der Lochplatte im Wirbelbetttrockner --10-- wird ein Magnesiumsulfitkristallbett aufrechterhalten. Wenn das heisse, schwefeldioxydhaltige Gas nach oben durch die Öffnungen in der Lochplatte strömt, werden die darin befindlichen Magnesiumsulfitkristalle fluidisiert und getrocknet. 



   Die Leitung--12-- steht mit dem Oberteil des Wirbelbetttrockners --10-- in Verbindung und leitet den abgekühlten schwefeldioxydhaltigen Gasstrom zum   Zyklonbehä. lter --13--.   Magnesiumsulfitfeststoffe werden im Zyklon --13-- vom Gasstrom entfernt und durch die Leitung --14-- aus diesem zu einem Schneckenförderer --15-- geleitet. 



   Der schwefeldioxydhaltige Gasstrom wird vom Zyklon --13-- durch die Leitung --16-- zu einem Venturiskrubber --17-- geleitet. Die Leitung --18-- steht mit dem Venturiskrubber in Verbindung und führt ihm eine wässerigere Dispersion von Magnesiumsulfitkristallen zu. Der schwefeldioxydhaltige Gasstrom und das wässerige Magnesiumsulfit werden   im Venturiskrubber--17--gründlich   miteinander in Berührung gebracht und dieser Kontakt wird fortgesetzt, wenn das Material vom Venturiskrubber --17-- durch die Leitung --19-- zum Absorp-   tionskontaktbehälter-20-geleitet   wird.

   Durch die Leitungen --27 und   27A--wird   eine Aufschlämmung von Magnesiumoxyd in Wasser zum oberen Teil des   Absorbers--20-- geleitet.   Wenn die Magnesiumoxydaufschlämmung nach unten fliesst, strömt das schwefeldioxydhaltige Gas nach oben und bringt die Reaktanten innig miteinander in Berührung. Das Magnesiumoxyd reagiert mit dem Schwefeldioxyd unter Bildung von Magnesiumsulfit. Das in Wasser dispergierte Magnesiumsulfit sammelt sich am Boden des   Absorbers-20-.   Das Gas, das als Folge der Reaktion mit Magnesiumoxyd im wesentlichen schwefeldioxydfrei ist, strömt nach oben und wird vom   Absorptionskontaktbehälter --20-- durch   das Ventil --21-- in die Atmosphäre entlüftet. 



   Die wässerige Magnesiumsulfitdispersion wird vom Absorber --20-- durch die   Leitung --21-- und   die Pumpe --22--, die die wässerige Dispersion zur   Leitung --23-- befördert, entfernt.   Die wässerige Dispersion kann mittels   der Leitung--18--,   die mit der   Leitung in   Verbindung steht, wieder zum Venturiskrubber --17--   zurückgeführt   werden. 



   Die Menge an Magnesiumsulfitdispersion wird im Absorber --20-- im wesentlichen konstant gehalten, indem ein Teil der Dispersion, die durch die   Leitung--23-- entfernt   wird, zur   Leitung --24-- geführt   wird, welche sie an eine   Zentrifuge-25-- abgibt,   in der das Wasser entfernt wird. Das abgetrennte Wasser kann von der Zentrifuge --25-- durch die Leitung --26-- zur Leitung --27A-- in den Kreislauf wieder zurück geführt werden, wo es mit der wässerigen Magnesiumoxydaufschlämmung gemischt wird, welche zum oberen Teil des Absorbers --20-- gespeist wird, um mit dem darin   befindlichenSchwefeldioxyd     inBerührung   zu kommen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die in der Zentrifuge--25--abgetrennten feuchten Magnestumsulfitkristalle werden durch   die Leitung-28-   zum Schneckenförpderer--29--gefördert, der die feuchten Magnesiumsulfitkristalle zwecks Trocknung zum Wirbelbett des   Wirbelbetttrockners --10-- fUhrt.   



   Die   trockenenmagnesiumsulfitkristalle   werden aus dem   Wirbelbetttrockner--10--durch   die Leitung-30entfernt, die die Kristalle zum   Schneckenförderer --15-- leitet,   der die getrockneten Kristalle zum Wirbelbett im Wirbelbettregenerator oder -reaktor --31-- führt. Das   Gebläse --32-- presst   Luft unter Druck zur Leitung--33--, die mit dem   Wärmeaustauscher --34-- in   Verbindung steht. Die im   Wärmeaustauscher --34-- er-   wärmte Luft wird durch die Leitung --35-- zum unteren Teil des Wirbelbettreaktors --31-- geführt. Die heisse Luft fliesst nach oben durch die Lochplatte im Reaktor --31-- und wird mit Treibstoff, wie Öl, der dem Reaktor durch   dieLeitung--36-zugeführt   wird, vermischt.

   Die Verbrennung des Treibstoffes ergibt im Reaktor eine höhere Temperatur und bewirkt eine Dissoziierung des Magnesiumsulfits in fein zerteiltes Magnesiumoxyd und einen heissen, schwefeldioxydhaltigen Gasstrom. Die festen Magnesiumoxydteilchen und der schwefeldioxydhaltige Gasstrom werden vom   Reaktor--31-- durch   die Leitung --37--, die mit dem oberen Innenraum des Reaktors--31--in Verbindung steht, zum   Wärmeaustauscher --34-- geführt,   durch welchen das Gas und das Magnesiumoxyd durch die   Leitung --38-- strömen,   welche die Mischung zum   Zyklonseparator-39-führt.   Der Einschluss von kohlenstoffhaltigem Material in der dem Reaktor--31--zugeführten Mischung trägt zur Dissoziierung des Magnesiumsulfits in Magnesiumoxyd bei,   u.

   zw.   insofern, als die Reaktion bei erheblich niedrigeren   Temperaturen durchgeführt werdenkann,   als sie ohne das kohlenstoffhaltige Material notwendig wären. Ein kohlenstoffhaltiges Material, wie Holzkohle, Koks, Kohle, Holzsplitter oder Kohlenstoff, kann durch die Leitung - zum Schneckenförderer-15-- zu diesem Zweck geleitet und dadurch dem   Reaktor --31-- zugeführt   werden. 



   Der   Wärmeaustauscher --34-- ist   nur gegebenenfalls notwendig und braucht nur dann verwendet zu werden, wenn es erwünscht ist, empfindliche Wärme zu gewinnen, um die zum Verbrennen des Treibstoffes verwendete Luft zu   erwärmen. Die Magnesiumoxydteilchen   scheiden sich im   Zyklon --39-- ab   und werden daraus durch die Leitung --40-- zum Behälter --41-- geführt. Wasser wird durch die   Leitung --44-- dem Behälter --41-- zuge-   führt, um in diesem eine wässerige Magnesiumoxydaufschlämmung zu bilden.

   Die Aufschlämmung wird durch die Leitung --42-- und die Pumpe --43-- entfernt und zur Leitung --27-- geführt, die die Aufschlämmung zur Leitung--27A--speist, welche sie zum oberen Teil des   Absorbers --20-- führt.   Der Gasstrom vom Zyklonseparator --39-- wird zur Leitung --45-- geführt, die den schwefeldioxydhaltigen Gasstrom einem geeigneten Bestimmungsort zuführt, wie beispielsweise einem System, in welchem das Claus-Verfahren zur Gewinnung von Elementarschwefel verwendet wird. 



   Selbstverständlich kann es in einigen Fällen unerwünscht sein, das Verfahren über den Regenerationsschritt durchzuführen, bei welchem Magnesiumsulfit in Magnesiumoxyd übergeführt wird, insbesondere wenn die Verwendung von Magnesiumsulfit für andere Zwecke oder in einem anderen Verfahren erwünscht ist. 



   Die Temperatur, bei der das feuchte Magnesiumsulfit im Trockner --10-- getrocknet wird, hängt von der Temperatur der zugeführten   heissenSchwefeldioxydgase   ab. Im allgemeinen beträgt die Temperatur im Trockner --10-- etwa 120 bis 3800C oder mehr, ist jedoch nicht so hoch, dass das Magnesiumsulfit dissoziiert wird. 



  Wenn das dem Trockner zugeführte schwefeldioxydhaltige Gas nicht heiss genug ist, kann es vorerhitzt oder im Trockner unter Verwendung eines Hilfstreibstoffes zum Erreichen der gewünschten Wärme erhitzt werden. 



   Der   Reaktor --31-- muss   auf eine Innentemperatur gebracht werden, die genügend hoch ist, um die Dissoziierung des darin Befindlichen Magnesimsulfits zum Magnesiuimoxyd zu bewirken. Dies erfordert im allgemeinen eine Temperatur von mindestens 900 C, wenn dem Reaktor kein kohlenstoffhaltiges Material zugesetzt wird. 



  Wenn der dem Reaktor zugeführten Mischung kohlenstoffhaltiges Material zugesetzt wird, können möglicherweise sogar Reaktionstemperaturen von etwa   5350C   angewendet werden. 



     Die sehr geringe Löslichkeit des Magnesiumsulfits   in Wasser ist in grossem Ausmass die Grundlage für die erfolgreiche Durchführung des Verfahrens. Da jedoch der wässerige Ablauf von der Zentrifuge --25-- einige ge-   lösteschwefelverbindungen   enthalten wird, wird er zweckmässigerweise imSystem durch die   Leitung--26- zur     Leitung --27A-- wieder   in den Kreislauf rückgeführt. 



   Die in der folgenden Tabelle I angegebenen Daten geben Materialfliessgeschwindigkeiten, Temperaturen, Drücke und die Konzentration der Bestandteile an verschiedenen Stellen des Strömungsweges einer spezifischen Ausführungsform der Erfindung unter Verwendung der in der Zeichnung gezeigten Vorrichtung an. Die Zahlen in der oberen Zeile der Tabelle I sind die gleichen, wie sie zur Identifizierung der verschiedenen Elemente in der Zeichnung verwendet werden. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



  Tabelle I 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Bezugszefchen <SEP> Nr. <SEP> 11 <SEP> 28 <SEP> 12 <SEP> 16 <SEP> 14 <SEP> 15 <SEP> 36 <SEP> 24 <SEP> 26 <SEP> 27A <SEP> 21 <SEP> 27 <SEP> 37 <SEP> 36 <SEP> 32 <SEP> 33 <SEP> 34 <SEP> 45 <SEP> 44
<tb> MgSO3,6H2O <SEP> kg/h <SEP> - <SEP> 237,6 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 237,6 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> MgSO3 <SEP> kg/h <SEP> - <SEP> - <SEP> 116,55 <SEP> - <SEP> 116,55 <SEP> 116,55 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> MgO <SEP> kg/h <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 45 <SEP> - <SEP> 45 <SEP> 45 <SEP> 45
<tb> N2 <SEP> kg/h <SEP> 1413,56 <SEP> - <SEP> 1413,45 <SEP> 1413,45 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1413,45 <SEP> - <SEP> 105,3 <SEP> 105,

  3 <SEP> 105,3 <SEP> 105,3 <SEP> 105,3 <SEP> 105,3 <SEP> O2 <SEP> kg/h <SEP> 107,55 <SEP> - <SEP> 107,55 <SEP> 107,55 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 107,55 <SEP> - <SEP> 7,2 <SEP> 7,2 <SEP> 32,85 <SEP> 32,85 <SEP> 32,85 <SEP> 7,2 <SEP> CO, <SEP> kg/h <SEP> 1732, <SEP> 05-1732. <SEP> 05 <SEP> 1732, <SEP> 05 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1732,05 <SEP> - <SEP> 21,95 <SEP> 21,95 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 21,95
<tb> SO2 <SEP> & <SEP> SO3 <SEP> kg/h <SEP> 75,6 <SEP> - <SEP> 75,6 <SEP> 75,6 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 3,6 <SEP> - <SEP> 72 <SEP> 72 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 72
<tb> Gesamttrockengas <SEP> kg/h <SEP> 3328,65 <SEP> - <SEP> 3328, <SEP> 65 <SEP> 3328,65 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 3256,65 <SEP> - <SEP> 205,65 <SEP> 205, <SEP> 65 <SEP> 138, <SEP> 15 <SEP> 138. <SEP> 15 <SEP> 138.

   <SEP> 15 <SEP> 205. <SEP> 65
<tb> H2O <SEP> (Dampf) <SEP> kg/h <SEP> 319,05 <SEP> - <SEP> 710,1 <SEP> 710,1 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 763,95 <SEP> - <SEP> 14,85 <SEP> 14, <SEP> 85 <SEP> 1. <SEP> 8 <SEP> 1, <SEP> 8 <SEP> 1. <SEP> 8 <SEP> 14. <SEP> 85
<tb> H2O <SEP> (flüssig) <SEP> kg/h <SEP> - <SEP> 270 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4514,4 <SEP> 4244. <SEP> 4 <SEP> 4688, <SEP> 55 <SEP> - <SEP> 444,15 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 444,15
<tb> Trefbaltoff <SEP> Öl <SEP> kg/h <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 9
<tb> Gesamt <SEP> kg/h <SEP> 3647,7 <SEP> 507. <SEP> 6 <SEP> 4155. <SEP> 3 <SEP> 4038. <SEP> 75 <SEP> 116. <SEP> 55 <SEP> 116. <SEP> 55 <SEP> 9 <SEP> 4752. <SEP> 3 <SEP> 4244,4 <SEP> 7433,55 <SEP> 4020,3 <SEP> 499,16 <SEP> 265, <SEP> 5 <SEP> 265, <SEP> 5 <SEP> 139.

   <SEP> 95 <SEP> 139, <SEP> 95 <SEP> 139. <SEP> 95 <SEP> 220, <SEP> 5 <SEP> 444, <SEP> 15 <SEP> 
<tb> Temp. <SEP>  C. <SEP> 482 <SEP> 49 <SEP> 205 <SEP> 205 <SEP> 205 <SEP> 205 <SEP> 21 <SEP> 65,5 <SEP> 29,4 <SEP> 29,4 <SEP> 67 <SEP> 26,6 <SEP> 297 <SEP> 693 <SEP> 21 <SEP> 65,5 <SEP> 538 <SEP> 593 <SEP> 21
<tb> Dmck. <SEP> atm. <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0 <SEP> 0. <SEP> 17 <SEP> 0. <SEP> 14 <SEP> 0. <SEP> 14 <SEP> 0.

   <SEP> 14 <SEP> 7 <SEP> 1, <SEP> 75 <SEP> 1, <SEP> 4 <SEP> 1, <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 1, <SEP> 4 <SEP> 0,33 <SEP> 0,31 <SEP> 0 <SEP> 0,62 <SEP> 0,59 <SEP> 0,28 <SEP> 0,35
<tb> SO2 <SEP> Vol.-% <SEP> (trocken) <SEP> 1,25 <SEP> - <SEP> 1,25 <SEP> 1,25 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Spur <SEP> - <SEP> 19,4 <SEP> 19,4
<tb> SO2 <SEP> Gew.-% <SEP> (trocken) <SEP> 2,27 <SEP> - <SEP> 2,27 <SEP> 2,27 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Spur <SEP> - <SEP> 34,1 <SEP> 34,1
<tb> 106 <SEP> kCal/h <SEP> 0,64 <SEP> 0,013 <SEP> 0,62 <SEP> 0,62 <SEP> - <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 09 <SEP> 0,21 <SEP> 0,035 <SEP> 0,04 <SEP> 0,5 <SEP> 0,006 <SEP> 0,071 <SEP> 0,054 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 0027 <SEP> 0, <SEP> 0195 <SEP> 0, <SEP> 04
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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Abtrennung von Schwefeldioxyd aus Gasgemischen durch Inberührungbringen derselben mit einem alkalischen Material aus der Gruppe Metalloxyd, Metallcarbonat, Metallhydroxyd und Mischungen hievon unter Bildung einer metallsulfithaltigen wässerigen Dispersion, worauf gegebenenfalls das entstandene Me- tallsulfit nach seiner Abtrennung bei Temperaturen bis zur Dissoziationstemperatur des Metallsulfits, vorzugsweise influidisiertem Zustand und in Gegenwart von Kohlenstoff in Schwefeldioxyd und Metalloxyd zersetzt und letzteres in den Prozess zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das erhaltene Metallsulfit vom Wasser getrennt wird, wobei eine feuchte Metallsulfitkristallmasse erhalten wird, welche mit dem heissen schwefeldioxydhaltigen Gasstrom getrocknet wird,
    worauf wiederum Wasser mit dem alkalischen Material gemischt und diese Mischung mit dem schwefeldioxydhaltigen Gasstrom unter Bildung eines Metallsulfits in Berührung gebracht wird, nachdem der Gasstrom mit den feuchten Metallsulfitkristallen in Wärmeaustausch war.
    2. Verfahren nachAnspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustausch zwischen dem heissen schwefeldioxydhaltigen Gasstrom und den feuchten Metallsulfitkristallen dadurch bewirkt wird, dass das Gas durch das fluidisierte Metallsulfit geleitet wird. EMI5.1 dass sie einen Trockner (10) ; eine Leitung (11) zum Zuführen des heissen schwefeldioxydhaltigen Gasstromes zum Trockner (10), der vorzugsweise als Wirbelbetttrockner ausgebildet ist einen Absorptionskontaktbehälter (20) eine Leitung (12, 13, 16,17, 19) zum Zuführen des schwefeldioxydhaltigen Gasstromes vom Trockner (10) zum Absorptionskontaktbehälter (20) ;
    eine Leitung (21,22, 23, 18,17, 19) zum Zuführen einer Mischung von Wasser und Metalloxyd zumAbsorptionskontaktbehälter (20) zum Inberührungbringen mit darin befindlichem Schwefeldioxyd unterBildung einer wässerigen Dispersion von Metallsulfitkristallen ; einen Separator (25), vorzugsweise einezentrifuge, zumabtrennen vonmetallsulfitkristallen von der Mischung mit Wasser ; eine Leitung (21,22, 23, 24) zum Zuführen der wässerigen Mischung der Metallsulfitkristalle vom Absorptionskontaktbehälter (20) zum Separator (25) ; eine Leitung (28,29) zum Zuführen der feuchten Metallsulfitkristalle vom Separator (25) zum Trockner (10) ; eine Leitung (27A) zum Zuführen von Wasser mit Metalloxyd zum Absorptionskontaktbehälter (20) ;
    eine Leitung (30, 15) zum Entfernen von trockenen Metallsulfitkristallen vom Trockner (10) und eine Leitung (20) zum Entfernen des praktisch schwefeldioxydfreien Gasstromes vom Absorptionskontaktbehälter aufweist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Wirbelbettreaktor (31) mit einem Metalloxydwirbelbett, in dem das Metallsulfit zur Dissoziierung in ein Metalloxyd und Schwefeldioxyd erhitzt wird ; eine Leitung (30, 15) zum Zuführen von trockenem Metallsulfit vom Trockner (10) zum Wirbelbettreaktor (31) ; eine Leitung (37, 34, 38,39, 41,42, 43,27, 27A) zum Zuführen von Metalloxyd vom Wirbelbettreaktor (31) zum Absorptionskontaktbehälter (20) in Mischung mit Wasser ; und eine Leitung (37,34, 38, 39, 45) zum Entfernen des schwefeldioxydhaltigen Gases vom Wirbelbettreaktor (31) aufweist.
AT860672A 1972-06-19 1972-10-06 Verfahren und vorrichtung zur abtrennung von schwefeldioxyd aus gasgemischen AT321949B (de)

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