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Für Unterrichts- oder Vorführungszwecke ist es oft nötig, einen zur Projektion geeigneten Bildbogen schnell und billig herstellen zu können, welcher dann in einem"Overhead-Bildwerfer"zur Erzeugung eines vergrösserten Bildes auf einer Bildwand dienen kann.
Zur Herstellung des Bildbogens sind eine Anzahl Bogensätze auf dem Markt erhältlich, welche einen Übertragungsbogen, der aus einem Unterlagebogen und einer daran verankerten, farbigen harzleim-, öl- und/oder wachsartigen Kopiermaterialschicht besteht, und einen zur Anlage gegen die Kopiermaterialschicht angeordneten, durchsichtigen bildaufnehmenden Bogen umfassen. Es gibt verschiedene Methoden, um von dem Übertragungsbogen Teile der Kopiermaterialschicht auf den bildaufnehmenden Bogen zu übertragen, um auf diesen letzteren Bogen ein Bild zu erzeugen, so dass er dann im Bildwerfer als Bildbogen verwendet werden kann.
Die bekannten Bogensätze sind mit mehreren Nachteilen behaftet. Ein Nachteil, der bei den meisten Bogensätzen vorliegt, besteht darin, dass das auf dem bildaufnehmenden Bogen erzeugte Bild schlechte Schärfe und
Deutlichkeit zeigt. Ein anderer Nachteil besteht darin, dass die übertragenen Teile der Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens auf dem bildaufnehmenden Bogen schlecht verankert sind. Ein weiterer und wesentlicher Nachteil besteht darin, dass das auf die Bildwand projizierte Bild derart leuchtende und blendende Hintergrundteile erhält, dass sie dem Zuschauer beträchtliches Unbehagen verursachen, und weiterhin werden die Augen des Bildwerferbedieners durch reflektiertes Streulicht vom Bildwerfer einer beträchtlichen Anstrengung und grossem Unbehagen ausgesetzt.
Um den letzteren Nachteil zu vermeiden, hat man bisher ein Sonderfarbfilter in den Strahlengang des Bildwerfers eingeschaltet, was bei der Anwendung des Bildwerfers zusätzliche Arbeitsmomente und Mühe ergibt.
Die Erfindung bezweckt, die obigen Nachteile in einer einfachen und billigen Weise zu beseitigen.
Die Erfindung betrifft einen Bogensatz, welcher einen Übertragsbogen, der aus einem Unterlagebogen und einer daran verankerten, farbigen harz-, leim-, öl-und/oder wachsartigen Kopiermaterialschicht besteht, und einen zur Anlage gegen die Kopiermaterialschicht angeordneten, durchsichtigen bildaufnehmenden Bogen umfasst, wobei die Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens durch Druck oder auf thermographischem Weg bildgemäss auf den bildaufnehmenden Bogen übertragbar ist.
Erfindungsgemäss ist der Bogensatz dadurch gekennzeichnet, dass auf der zur Anlage gegen die Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens bestimmten Seite des bildaufnehmenden Bogens eine durchsichtige, harz-, leim-, öl- und/oder wachsartige Hilfsschicht angebracht ist, die durch Farbstoffe gefärbt ist, welche vorzugsweise ein geringes Vermögen zeigen, durch Absorption von Strahlungsenergie erwärmt zu werden.
Indem der bildaufnehmende Bogen mit einer Hilfsschicht der obigen Art versehen wird, erreicht man, dass die auf den bildaufnehmenden Bogen übertragenen Kopiermaterialschichtteile gut verankert werden und ein Bild von verbesserter Schärfe und Deutlichkeit ergeben und dass die Hilfsschicht das Licht des Bildwerfers in der Weise filtert, dass weder die Augen des Bildwerferbedieners noch die des Bildbetrachters einer Blendung oder einem beschwerenden Streulicht ausgesetzt werden.
In vielen Fällen ist es zweckmässig, dass die Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens eine an sich bekannte druckempfindliche Kontaktkohlekopiermaterialschicht ist. Dabei eignet sich die Erfindung zur Herstellung des Bildbogens direkt mittels Schreibgeräte oder Schreibmaschinen.
In andern Fällen ist es zweckmässig, dass die Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens eine an sich bekannte thermographische Kopiermaterialschicht ist. Dabei wird der erfindungsgemässe Bogensatz dazu verwendet, um den Bildbogen durch thermographisches Kopieren eines graphischen Originals zu schaffen, auf dem von Hintergrundteilen umgebende Bildflächenteile vorhanden sind, welch letztere ein grösseres Vermögen haben als die Hintergrundteile, Strahlungsenergie zu absorbieren und dadurch erwärmt zu werden.
Das graphische Original wird auf dem Übertragungsbogen angebracht, und die Zusammenstellung des graphischen Originalbogens, des Übertragungsbogens und des bildaufnehmenden Bogens wird mit Strahlungsenergie bestrahlt, wobei die Bildflächenteile des Originals erwärmt werden und durch Leitung Wärme bildgemäss auf den Übertragungsbogen übertragen, so dass dessen Kopiermaterialschicht, die gegen die Hilfsschicht des bildaufnehmenden Bogens anliegt, in den den Bildflächenteilen entsprechenden Teilen erwärmt wird und in diesen Teilen ihre Verankerung an dem Unterlagebogen des Übertragungsbogens aufgibt und auf die Hilfsschicht des bildaufnehmenden Bogens übertragen und dort verankert wird.
Bei der letztgenannten Ausführung kann die thermographische Kopiermaterialschicht zweckmässigerweise hektographische Farbstoffe enthalten, so dass der durch den Bogensatz auf thermographischem Wege hergestellte Bildbogen für den doppelten Zweck verwendet werden kann, zunächst in üblicher Weise eine Anzahl hektographischer Kopien durch ein Spiritvervielfältigungsverfahren zu erzeugen und dann im Bildwerfer ausgenutzt zu werden.
Bei Anwendung eines für thermographisches Kopieren vorgesehenen Bogensatzes sollte sich die auf dem bildaufnehmenden Bogen angebrachte Hilfsschicht durch zwei Merkmale auszeichnen : 1. Die Hilfsschicht enthält einen Farbstoff, welcher hauptsächlich nicht erwärmt wird, wenn er Strahlungsenergie ausgesetzt wird, welches aber dennoch sichtbare Strahlung in einem solchen Ausmass absorbiert, dass er eine Ermüdung der Augen sowohl eines die Bildwerfer-Bildwand betrachtenden Zuschauers als auch des Bildwrwerferbedieners beseitigt, und 2. der Schmelzpunkt und der Adhäsionspunkt der Hilfsschicht sind höher als der Schmelzpunkt und der
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Adhäsionspunkt der Kopiermaterialschicht des thermographischen Übertragungsbogens und der Schmelzpunkt der Hilfsschicht ist höher als diejenige Temperatur, bei welcher die thermographische Übertragung stattfindet.
Umfassende Experimente haben erwiesen, dass ausgezeichnete Ergebnisse unter den folgenden Bedingungen erhalten werden, die je für sich und alle zusammen zu den günstigen Ergebnissen beitragen. Die Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens ist somit zweckmässigerweise, jedoch nicht notwendigerweise auf einer Polyesterfilmunterlage angebracht, an der die Kopiermaterialschicht bei Zimmertemperatur sehr gut verankert ist, obgleich die Verankerung in grossem Ausmass bei 60 bis 70 C verlorengeht, über welche Temperatur die Thermokopierübertragung stattfindet.
Die Kopiermaterialschicht hat vorzugsweise einen Schmelzpunkt von etwa 760C und ist auf dem Unterlagebogen des Übertragungsbogens in einer Menge von etwa
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angewendete Thermokopiertemperatur liegt zwischen dem Adhäsionspunkt der Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens und dem Schmelzpunkt der Hilfsschicht des bildaufnehmenden Bogens, und bei einer solchen Thermokopiertemperatur wird die Kopiermaterialschicht des Übertragungsbogens an der Hilfsschicht des bildaufnehmenden Bogens kräftig verankert, ohne die Bindung oder die Verankerung zwischen dem Unterlagebogen und der Hilfsschicht des bildaufnehmenden Bogens zu vermindern.
Die Erfindung soll nachstehend unter Hinweis auf die Zeichnungen und die Ausführungsbeispiele näher beschrieben werden. Es zeigen : Fig. 1 im Querschnitt eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Bogensatzes, bei Anwendung eines thermographischen Reflexkopierverfahrens, Fig. 2 im Querschnitt eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Bogensatzes bei Anwendung eines thermographischen Durchkopierverfahrens, Fig. 3 im Querschnitt einen Bogensatz mit einem Übertragungsbogen, der eine Kopiermaterialschicht des Kontaktkohlepapiertyps hat, Fig. 4 entspricht der Fig. 3, veranschaulicht jedoch auch einen auf den Bogensatz gelegten Hilfsbogen, und Fig. 5 im Querschnitt den Bogensatz nach Fig. 3, nachdem Beschriftung ausgeführt und die Bogen etwas auseinanderbewegt worden sind.
In Fig. l bezeichnet--l--einen graphischen Originalbogen, auf dem von Hintergrundteilen umgebene Bildteile--2--vorhanden sind, die ein grösseres Vermögen als die Hintergrundteile haben, Strahlungsenergie zu absorbieren und dadurch erwärmt zu werden. --3-- bezeichnet einen Übertragungsbogen, der aus einem
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--7-- mit hohem Adhäsionspunkt, welche auf einem Unterlagebogen--8--angebracht ist. Der Unterlagebogen--8--kann aus mehreren verschiedenen Typen von durchsichtigen Filmmaterialien ausgeführt werden, jedoch hat besonders Polyesterfilm zuverlässig gute Eigenschaften.
Die Hilfsschicht--7-, die ebenfalls durchsichtig sein und farbgebende Mittel enthalten soll, welche ein vorzugsweise geringes Vermögen zeigen, durch Absorption von Strahlungsenergie erwärmt zu werden, soll harz-, leim-, öl- und/oder wachsartig sein, um bei der nachstehend beschriebenen thermographischen Kopierung die Kopiermaterialschicht --5-- an sich verankern zu können.
Bei dem thermographischen Übertragungsverfahren gemäss Fig. 1 ist die zuoberst gelegene Fläche, d. h. der Unterlagebogen--8--des bildaufnehmenden Bogens--6--, der Strahlungsenergiequelle zugekehrt. Falls das graphische Original ein Bild nur auf einer Seite hat und die Hintergrundbereiche von Strahlungsenergie durchdrungen werden können, ohne erhitzt zu werden, ist es möglich, die Strahlungsenergiequelle auf der entgegengesetzten Seite der zusammengelegten Bögen anzubringen, insbesondere wenn eine Strahlungsenergie reflektierende Fläche --9-- unterhalb und in Berührung mit dem Unterlagebogen--8--gelegen ist, wie in Fig. 2 gezeigt ist.
In Beispiel 1 ist eine geeignete Zusammensetzung der Hilfsschicht --7-- angegeben.
Beispiel 1 :
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<tb>
<tb> Wachse <SEP> 60-9Wo
<tb> Harze <SEP> 0-10%
<tb> Schmiermittel <SEP> 2-5%
<tb> Fettalkohole <SEP> 0, <SEP> 5-7, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Fettsäuren <SEP> 0 <SEP> -0, <SEP> 7% <SEP>
<tb> Oberflächenaktiver <SEP> Stoff <SEP> 1-5%
<tb> Bei <SEP> der <SEP> Thermokopiertemperatur <SEP> nicht
<tb> flüchtiges <SEP> oder <SEP> schwerflüchtiges
<tb> organisches <SEP> Lösungsmittel <SEP> mit <SEP> einer
<tb> oder <SEP> mehreren <SEP> OH-Gruppen <SEP> 0, <SEP> 5-8%
<tb> Farbstoffe <SEP> 1-8%
<tb>
Geeignete Wachse sind von der bei der Herstellung von Kohlepapier verwendeten Art.
Die Harze, die der Komposition eine geeignete Klebrigkeit geben sollen, können natürlich oder synthetisch sein.
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Geeignete Farbstoffe sollen ein geringes Vermögen zeigen, durch Absorption von Strahlungsenergie erwärmt zu werden und können von öllöslicher oder spiritlöslicher Art sein oder auch basische Farbstoffe sein. Durch Absorption von Strahlungsenergie beträchtlich erwärmbare Farbstoffe, wie Farbstoffe des Nigrosin- oder Indulintyps, bieten keine Vorteile, sondern würden zum Hervorbringen eines nicht erwünschten Mangels an Kontrast in dem zu projizierendes Bild beitragen, wobei die Hintergrundteile des Bildes schmutzig wirken würden, sofern nicht ein sehr niedriger Gehalt verwendet wird, u. zw. ein derart niedriger Gehalt, dass er schwer zu beherrschen sein würde.
Farbstoffe, wie sie üblicherweise in Hektographiefarbblättern verwendet werden, d. h. basische Farbstoffe, sollten zur sparsamen Anwendung kommen und nur in solcher geringen Menge, um einen angenehmen Farbton der Hilfsschicht hervorzubringen.
Das Lösungsmittel der beschriebenen Art wie auch der Fettalkohol trägt dazu bei, die Farbstofflösung vollständig und stabil zu machen. Solche Lösungsmittel wie Glykole sind gleichzeitig als Hilfsmittel wertvoll, um den bildaufnehmenden Bogen auch dann flach zu halten, wenn er der im Strahlenbündel des Bildwerfers herrschenden Wärme ausgesetzt wird.
Beispiel 2 : Nachstehend ist eine Zusammensetzung angegeben, die sich als zweckmässig gezeigt hat :
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<tb>
<tb> Ein <SEP> Gemisch <SEP> aus <SEP> OP-Wachs <SEP> und <SEP> KP-Wachs <SEP> 78, <SEP> 5% <SEP>
<tb> (Hoechst)
<tb> Carboresin <SEP> (Hoechst) <SEP> 5, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Wollfett <SEP> 3, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Oleylalkohol <SEP> oder <SEP> ein <SEP> anderer <SEP> langkettiger
<tb> Fettmonoalkohol <SEP> 3, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Oberflächenaktiver <SEP> Stoff <SEP> (Natriumsalz
<tb> einer <SEP> organischen <SEP> Säure) <SEP> 3, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Propylenglykol <SEP> 3, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Rhodamin <SEP> B-500 <SEP> 0, <SEP> 2% <SEP>
<tb> Gelber, <SEP> öllöslicher <SEP> Farbstoff <SEP> 3, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Roter, <SEP> öllöslicher <SEP> Farbstoff <SEP> (z. <SEP> B. <SEP>
<tb>
Calpophen <SEP> Red <SEP> Y <SEP> der <SEP> Firma
<tb> American <SEP> Cyanamid <SEP> Company) <SEP> 0, <SEP> 8% <SEP>
<tb> Stearinsäure <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP>
<tb>
Die Komposition widersteht der Vervielfältigungsflüssigkeit bei Spiritvervielfältigung ohne ernste Verschlechterung der mechanischen und physikalischen (optischen) Eigenschaften.
Im Rahmen der Erfindung sind grosse Schwankungen der Zusammensetzung der Hilfsschicht-7-gestattet. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die Hilfsschicht durch Drucken in einer Druckmaschine mittels einer transparenten Druckfarbe zustandezubringen. Auf dem Markt sind viele für diesen Zweck geeignete Druckfarben erhältlich.
Der in Fig. 3 gezeigte Bogensatz besteht aus einem Übertragungsbogen-11, 12--, der auf einem bildaufnehmenden Bogen--13, 14-- angebracht ist. Der Übertragungsbogen besteht aus einem Unterlagebogen --11-- und einer an der einen Seite des Unterlagebogens verankerten Kopiermaterialschicht-12--. Der bildaufnehmende Bogen, der durchsichtig ist, besteht aus einem Unterlagebogen--14--und einer an dessen einer Seite fest verankerten Hilfsschicht --13--. Der Übertragungsbogen und der bildaufnehmende Bogen sind aufeinander gelegt, wobei die Schichten--12 und 13--miteinander in Berührung stehen.
Die Kopiermaterialschicht--12--des Übertragungsbogens--11--besteht aus einer harz-, leim-oder wachsartigen, druckempfindlichen Kontaktkohlekopiermaterialschicht. Solche Kopiermaterialschichten sind in vielen verschiedenen Varianten hinsichtlich der Zusammensetzung bereits bekannt und im folgenden sind nur einige Beispiele davon angegeben, wie eine solche Kopiermaterialschicht zusammengesetzt sein kann. Eine solche Kontaktkohlekopiermaterialschicht hat die Eigenschaft, dass sie zum Unterschied von den Kopiermaterialschichten an üblichen, druckempfindlichen Kohlepapieren bei Anpressung mit Schreibdruck, z. B. mittels Schreibgeräte oder Schreibmaschinen, keine Markierung auf einem darunterliegenden gewöhnlichen Papier hinterlässt, wohl aber auf einem Papier, dessen Fläche z.
B. durch eine aufnehmende Schicht empfänglich gemacht worden ist. Die Hilfsschicht --13-- des bildaufnehmenden Bogens ist gerade von einer solchen Beschaffenheit, dass die Kopiermaterialschicht--12--unter der Einwirkung eines Schreibdruckes Markierungen auf dieser
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Wenn der Bogensatz gemäss Fig. 3 verwendet werden soll, um einen zur Projektion geeigneten Bildbogen zu schaffen, wird auf der Oberseite des Unterlagebogens--11--entsprechend einem gewünschten Bild oder Text örtlich ein Schreibdruck mittels Schreibmaschine, Schreibgeräte od. dgl. ausgeübt, so dass die Kopiermaterialschicht--12--örtlich bildgemäss gegen die Hilfsschicht --13-- gepresst wird und daran
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festhaftet. Zweckmässigerweise wird der Schreibdruck gegen den Unterlagebogen--11--in der Weise ausgeübt, dass eine bildgemässe Markierung--16-- (Fig. 5) auch auf dem Bogen--11--erhalten wird.
Wenn der Übertragungsbogen--11, 12--und der bildaufnehmende Bogen--13, 14--dann voneinander getrennt werden, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, haften Teile--18--der Kopiermaterialschicht--12--bildgemäss an der Hilfsschicht--13--, und entsprechende nackte Stellen --17-- entstehen in der Kopiermaterialschicht --12-- auf dem Bogen --11-- gegenüber dessen Markierungen--16--. Der bildaufnehmende Bogen --13, 14--mit den daran verankerten Kopiermaterialschichtteilen--18--stellt einen Bildbogen dar, der unmittelbar in einem "Overhead-Bildwerfer" für Projektion verwendet werden kann.
Die Hilfsschicht-13auf dem Bildbogen--14, 13, 18--enthält einen Farbstoff, der hauptsächlich nicht erwärmt wird, wenn er Strahlungsenergie ausgesetzt wird, dennoch aber sichtbare Strahlung in einem solchen Ausmass absorbiert, dass er die Ermüdung der Augen eines die Bildwand betrachtenden Zuschauers verhindert und das für den Bildwerferbediener beschwerende Streulicht von dem Objekttisch des Bildwerfers beseitigt. Die
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kontrastreiches Projektionsbild erhalten wird.
In gewissen Fällen, z. B. wenn der Unterlagebogen--11--ein Film ist, dessen freie Fläche unbehandelt und glatt ist und sich deshalb nicht besonders gut eignet, um mittels Schreibdruck ausübender Organe, wie Schreibgeräte oder Schreibmaschinen, beschriftet zu werden, kann es zweckmässig sein, gemäss Fig. 4 auf dem Unterlagebogen-11--einen Hilfsbogen--15--, wie Zeichenfilm oder durchscheinendes Zeichenpapier, anzubringen, auf welchem Bogen die Markierungen mittels des einen Schreibdruck ausübenden Gliedes erhalten werden können. Der Bogen--15--kann auch z. B. eine fertige Zeichnung sein, die sich leicht durch Spurzeichnen pausen lässt.
Der Bogensatz gemäss Fig. 4 wird in der gleichen Weise wie der Bogensatz gemäss Fig. 3 verwendet, mit der Ausnahme, dass die Markierungen--16-- (Fig. 5) auf dem Bogen--15--an Stelle des Unterlagebogens--11--erhalten werden.
Als Unterlagebogen--11--kann Papier oder Film aus beliebigem Material mit oder ohne Oberflächenlackierung oder Oberflächenaufrauhung verwendet werden. Wie erwähnt, soll die Kopiermaterial-
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folgenden Beispiel ausgeführt werden :
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<tb>
<tb> Trichloräthylen <SEP> 65 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Harz <SEP> 2 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Lithopon <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Schwarzes <SEP> Pigment <SEP> (Schwarzlack) <SEP> 8 <SEP> Gew.-Teile
<tb>
Ein anderes Ausführungsbeispiel hat an Stelle von 8 Gew.-Teilen schwarzem Pigment 2 Gew.-Teile Russ und 6 Gew.-Teile Kaolin. Als Harz kann ein Naturharz, z. B. WW, oder ein Kunstharz verwendet werden.
Auch kann an Stelle des schwarzen Pigments ein weisses oder anders als schwarz gefärbtes Pigment verwendet werden.
Wichtig ist, dass die Kopiermaterialschicht, wie diese als Markierungen-18- (Fig. 5) auf dem bildaufnehmenden Bogen--13, 14-- abgesetzt ist, Licht bedeutend kräftiger oder anderswie als der Bogen --13, 14--selbst absorbiert, um ein kontrastreiches Projektionsbild auf einer Bildwand zu ergeben.
Mit der Ausführung gemäss Fig. 3 bis 5 gewinnt man viele Vorteile. So wird man von Sonderfarbbändern für direkte Beschriftung auf glattem Film unabhängig. Solche Bänder sind schwer herzustellen und ergeben im allgemeinen eine ungleichmässige und mangelhaft haftende und deshalb schmierige Schrift. Ferner kann man ohne Hilfe einer Ausrüstung zum Thermokopieren oder Vervielfältigen sofort einen zur sofortigen Anwendung fertigen Bildbogen erhalten. Dieser Bildbogen eignet sich ausgezeichnet zur Archivierung ohne jede Gefahr einer Beschädigung oder Verschlechterung durch unvorsichtiges Hantieren.
Der Bildbogen ist gar nicht schmierig, was von grosser Bedeutung ist, weil ein etwaiges Verschmieren des Objekttisches des Bildwerfers, welcher üblicherweise aus einer grossen Klarglasplatte besteht, als ernster Nachteil zu erachten ist, da es die Funktionsweise des Bildwerfers verschlechtert und dessen Handhabung erschwert. Der Bildbogen ist ferner von der Art, dass weder die Augen des Bildwerferbedieners noch die des Bildbetrachters geblendet oder einem Streulicht ausgesetzt werden.
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