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Die Erfindung betrifft ein Fernleitungsrohr, insbesondere für Fernheizleitungen, bestehend aus einem oder mehreren mit einer Isolierschicht versehenen Innenrohren, die längsverschiebbar mittels Abstandshalter in einem
Mantelrohr gelagert sind, bei dem die Abstandshalter aus mindestens zwei kreisbogenförmigen mit radial nach aussen weisenden Stegen versehenen Segmenten bestehen.
Die bekannten Fernleitungsrohre bestehen aus einem mit einer Wärmedämmschicht versehenen Innenrohr, das in einem Mantelrohr gelagert ist. Für den Fall, dass in dem Innenrohr ein erwärmtes oder gekühltes Medium transportiert werden soll, muss wegen der unterschiedlichen Wärmedehnung das Innenrohr in dem Mantelrohr längsverschiebbar sein. Zu diesem Zweck sind Abstandshalter bekannt, die aus einem zum Rohr geformten
Wellblech bestehen, das mit seinen Wellentälern auf dem Innenrohr aufliegt und mit seinen Wellenbergen die innere Oberfläche des Mantelrohres berührt. Um eine Beschädigung der Wärmeisolierschicht im Bereich des
Abstandshalters zu vermeiden, sind die Isolierschicht umhüllende Gleitmanschetten vorgesehen, die etwas länger als der Abstandshalter sind und an ihren Enden Anschläge aufweisen, die ein Weiterwandern des Abstandshalters verhindern.
Diese Art der Abstandshalterung ist sehr aufwendig wegen der grossen Anzahl der Einzelteile und sehr teuer in der Herstellung.
Ein zwischen je zwei koaxialen Rohren angeordneter, aus schlecht wärmeleitendem Material hergestellter
Abstandshalter, der auf mindestens zwei Segmenten mit radial nach aussen weisenden Stegen besteht, ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 1937795 bekannt. Die Rohrkonstruktion, für welche der bekannte Abstandshalter bestimmt ist, dient vorzugsweise zur Aufnahme supraleitender Drähte und es kommt hiebei darauf an, den
Wärmeübergang zwischen den einzelnen Rohren möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund sollen die
Berührungsflächen des Abstandshalters mit den Rohrwänden möglichst klein sein. Der die Stege umgebende, auf gleichen Radien liegende Raum ist bei der bekannten Rohrkonstruktion mit Folienlagen aus schlecht wärmeleitendem Material ausgefüllt.
Die Verbindungswege über den Abstandshalter zwischen dem innenliegenden und dem aussenliegenden Rohr werden möglichst lang gehalten. Zum Zusammenhalten der Segmente eines geteilten Abstandshalters auf dem innenliegenden Rohr kann ein Band oder Draht aus schlecht wärmeleitendem Material verwendet werden. Die unmittelbare Berührung des bekannten Abstandshalters mit dem inneren und dem äusseren Rohr ist trotz der getroffenen Massnahmen ungünstig und die Übertragungsmöglichkeit von gegebenenfalls auftretenden Kräften ist wegen der nahezu punktförmigen Berührungsstellen sehr beschränkt.
Aus der österr. Patentschrift Nr. 264223 ist ein aus einem Wärmeträgerrohr und einem dieses umschliessenden Mantelrohr bestehendes Leitungsrohr bekannt. Die beiden Rohre sind mittels Abstandshaltern in
Lage zueinander gehalten, wobei die Abstandshalter direkt auf dem Innenrohr angeordnet sind. Der Zwischenraum zwischen beiden Rohren, in welchem sich auch die Abstandshalter befinden, ist homogen und fugenlos durch einen flüssig eingefüllten, im Zwischenraum verschäumten selbstklebenden Schaumstoff ausgefüllt, der mindestens an der Innenwandung des Mantelrohres klebend haftet. Wenn, wie dies hiebei bevorzugt wird, der
Schaumstoff auch an der Aussenwandung des Wärmeträgerrohres fugenlos haftet, ist eine Relativbewegung zwischen dem Innenrohr und dem Mantelrohr bei dieser Konstruktion völlig unmöglich, ohne die Schaumstoffschicht zu verletzen.
Auch in diesem Fall steht der Abstandshalter mit beiden Rohren in Kontakt.
Zur Erleichterung einer Relativbewegung zwischen Innenrohr und Mantelrohr sind als Gleit- oder Wälzlager ausgebildete Abstandshalter bekannt, die jedoch ebenfalls stets mit dem Innenrohr und mit dem Mantelrohr in Kontakt stehen, so dass an diesen Stellen Wärmeübergangsbrücken vorhanden sind.
Die Erfindung zielt darauf ab, ein Fernleitungsrohr mit einer Abstandshalterung zu schaffen, welche bei guter Wärmeisolierung einfach und preiswert herstellbar ist. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass bei einem Fernleitungsrohr der eingangs erwähnten Art die Segmente mittels durch Bohrungen in den Stegen hindurchgeführte Schraubbolzen auf die Isolierschicht gepresst sind. Dadurch, dass die Abstandshalter nicht am Innenrohr, sondern auf der Isolierschicht aufsitzen, entsteht an der Stelle des Abstandshalters keine Wärmeübergangsbrücke zwischen Innenrohr und Mantelrohr, die Abstandshalter sind eindeutig festgelegt und erforderlichenfalls kann mit den Abstandshaltern zugleich eine mehrteilige Isolierschicht auf dem Innenrohr befestigt werden.
Zur Erleichterung der Längsbeweglichkeit des Innenrohres samt Isolierschicht und Abstandshaltern im Mantelrohr können gemäss einer Weiterbildung der Erfindung an den Stegen Kufen befestigt sein.
Die Erfindung ist an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
In einem Mantelrohr das in an sich bekannter Weise aus einem Stahlrohr besteht, das mit einer Korrosionsschutzschicht versehen ist, ist das thermisch isolierte Innenrohr--2--gelagert. Die thermische Isolierung besteht aus zwei Halbschalen--3 und 4--aus Kalziumsilikat oder einem ähnlichen Isolierstoff. Um eine Relativbewegung zwischen dem Innenrohr--2--und dem Mantelrohr--l--bei Beaufschlagung des Innenrohres--2--mit einem erwärmten oder gekühlten Medium zu ermöglichen, sind die Segmente--5-- vorgesehen, die mittels der Stege--6--und der Schrauben--7--fest auf die Halbschalen--3 und 4-aufgepresst sind.
An den Stegen --6-- sind Kufen --8-- befestigt, die zumindest an zwei Punkten die Innenwandung des Mantelrohres--l--berühren. Durch die Verspannung der Segmente--5--auf den Halbschalen--3 und 4--wird ein Kraftschluss zwischen dem Innenrohr--2--und den Kufen-8-
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beispielsweise Polyäthylen, hergestellt sein. Die Abstandshalterung ist in Abständen von zirka 3 m auf der Isolierung des Innenrohres --2-- aufgebracht und weist eine Länge von zirka 25 bis 30 cm auf.
Die Erfindung beschränkt sich selbstredend nicht nur auf das Ausführungsbeispiel, sondern bezieht sich auch auf solche Konstruktionen, in denen in einem Mantelrohr mehrere isolierte Innenrohre untergebracht sind, beispielsweise Vor- und Rücklauf einer Heizleitung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fernleitungsrohr, insbesondere für Fernheizleitungen, bestehend aus einem oder mehreren mit einer Isolierschicht versehenen Innenrohren, die längsverschiebbar mittels Abstandshalter in einem Mantelrohr gelagert sind, bei dem die Abstandshalter aus mindestens zwei kreisbogenförmigen mit radial nach aussen weisenden
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