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Die Erfindung betrifft eine Tankanlage mit mindestens einer Zapfstelle. Tankstellen tragen sehr wesentlich zur Verschmutzung der Umwelt bei. Nicht nur die verschütteten Treibstoffe und Öle, sondern ganz besonders die
Benzindämpfe und deren Aromate bilden eine Belästigung des Menschen und eine ständige Gefahr für die
Gesundheit.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt, die verhindern, dass während des Umfüllens von Benzin, z. B. von
Tankwagen in den Vorratsbehälter einer Tankstelle Benzindämpfe in die freie Atmosphäre strömen. So weist eine dieser Einrichtungen eine mit dem Behälter des Tankwagens über eine Leitung verbundene Düse auf, die mit einem Dichtungsschlauch umgeben ist. Dieser Dichtungsschlauch bildet mit dem Rohr der Düse eine eigene
Kammer, in der die Benzindämpfe gesammelt werden. Die gesammelten Benzindämpfe werden durch eine
Vakuumspannung abgesaugt und wieder dem Behälter des Tankwagens bzw. über einen Filter der freien
Atmosphäre zugeführt. Diese Einrichtung kann ebenfalls bei einer Zapfsäule verwendet werden.
Nachteil dieser Einrichtung ist, dass nur Benzindämpfe gesammelt werden, die während des Umfüllens entstehen, also wenn sich das Düsenstück im Behälter befindet. Beim Tanken von Autos kommt es jedoch vor, dass der Tank überläuft, wobei sich das flüssige Benzin teilweise in Bezindämpfe umwandelt. Diese Benzindämpfe können von der beschriebenen Einrichtung nicht unschädlich gemacht werden.
Ferner entstehen bei einer Tankstelle grosse Mengen an Auspuffgasen von den zu der Tankstelle hin und von ihr wegfahrenden Autos.
Es war daher die Aufgabe zu lösen, alle an Tankstellen entstehenden Gase zu beseitigen und in unschädlichem Zustand der Atmosphäre zuzuführen.
Erfindungsgemäss wird dies bei einer Tankanlage mit mindestens einer Zapfstelle dadurch erreicht, dass auf der bzw. den Abgabeseiten am Boden Absaugkanäle mit Absaugschlitzen zur Fahrbahn vorgesehen sind, und Absaugkanäle auch mit dem Inneren jeder Zapfstelle insbesondere Zapfsäule verbunden sind, wobei die Absaugkanäle an ein gegebenenfalls elektronisch schaltbares Absauggebläse angeschlossen sind und dieses mit einem Absorptionsfilter in Verbindung steht, an das sich der Auslassstutzen für gereinigte Luft anschliesst. Die Auspuffgase der Kraftfahrzeuge und die in und um die Zapfstelle auftretenden Benzindämpfe werden auf diese Weise abgesaugt und gefiltert.
Bei neu zu errichtenden Tankanlagen ist es zweckmässig, wenn die Absaugkanäle in einem von der Fahrbahn abgesetzten Sockel bzw. der Randsteinkante einer Tankinsel vorgesehen sind und beispielsweise aus Beton, Metall oder glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen. Die Absaugkanäle und Schächte können dann gleich bei der Errichtung des Sockels für die Zapfsäulen eingeschaltet und mitgegossen bzw. verlegt werden. Bei bereits bestehenden Anlagen ist es vorteilhaft, die Absaugkanäle in einer am Boden um die Zapfstelle angeordneten Ummantelung vorzugsweise aus Blech vorzusehen. Die Luftführung erfolgt dann in der um die Zapfsäulen herumgelegten Ummantelung. In einer Ausgestaltung der Erfindung sind das Absauggebläse und das Absorptionsfilter in mindestens einem Schacht unterhalb der Bodenebene angeordnet, wodurch kein Raumverlust an der Tankstelle entsteht.
Wenn die Unterbringung des Absauggebläses und des Absorptionsfilters in einem Schacht unerwünscht ist, dann können diese Aggregate in sehr vorteilhafter Weise in einem, vorzugsweise die Form einer Zapfsäule aufweisenden Kasten angeordnet sein und der Auslassstutzen für gereinigte Luft kann gegebenenfalls an de ; durch die Gitter od. dgl. abgedeckten Oberseite des Kastens enden. Es besteht die Möglichkeit, an beiden Enden einer Tankinsel eine derartige"blinde Zapfsäule"zur Abgasreinigung anzuordnen.
Die Anlage kann dauernd in Betrieb stehen, es besteht aber die Möglichkeit, dass sie nur im Bedarfsfall aktiviert wird. Dabei ist es vorteilhaft, wenn etwa an der Vorderseite einer Zapfsäule ein elektronisches Auge angeordnet ist, das ein zum Tanken heranfahrendes Auto wahrnimmt und einen Einschaltbefehl an das Absauggebläse leitet.
Es können eine bzw. auch zwei Selenzellen angeordnet sein, wobei eine nur die Tageshelligkeit misst und die andere von den heranfahrenden Wagen beeinflusst wird. Die beiden Selenzellen können in einer elektrischen Brückenschaltung angeordnet sein, so dass ein über ein bestimmtes Toleranzmass ansteigender Differenzwert die Gebläseauslösung bewirkt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Absauggebläse zugleich mit der Benzinpumpe aufzuschalten, wobei dann die Abschaltung des Gebläses zeitverzögert erfolgt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Tankinsel mit zwei Zapfsäulen in Ansicht, wobei die unter der Oberfläche angeordneten Bauteile im Schnitt dargestellt sind, Fig. 2 eine Schnittdarstellung nach der Linie H-II in Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht einer Tankinsel mit nachträglich eingebauten erfindungsgemässen Einrichtungen und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV gemäss Fig. 3, Fig. 5 eine Ansicht einer Tankinsel mit einer blinden Zapfsäule im Schnitt und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5.
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aus der Flüssigkeit reine Luft aufsteigt, die im Rohrsystem--10--etwa im Inneren der Steher für die Tankstellen-Dachkonstruktion der Atmosphäre zugeführt wird.
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