AT3165U1 - In ein zwei- oder mehrsitziges möbel umwandelbares liegemöbel - Google Patents
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Abstract
Ein Liegemöbel, ähnlich einer Couch, ist unter Verringerung seiner Länge in ein zwei- oder mehrsitziges Möbel umwandelbar. Die Sitzanordnung ist quer zur Liegeachse. Das Liegemöbel besteht in seinen Hauptteilen aus einem Grundgestell (1), einer Polsterfläche (2), mindestens einem Zusatzpolster (3), sowie aus einer Funktionsmechanik (4). Die Polsterfläche (2) ist in Richtung der Liegeachse, relativ zum Grundgestell (1) und vorzugsweise zum Fußende hin ausziehbar. Am Grundgestell (1) ist eine Auflagefläche (6) für den Zusatzpolster (3) vorgesehen, der bei ausgezogener Polsterfläche (2) gemeinsam mit dieser die Liegefläche des Möbels bildet.
Description
AT 003 165 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf ein Liegemöbel, ähnlich einer Couch, welches unter Verringerung seiner Länge in ein zwei- oder mehrsitziges Möbel mit einer Sitzposition quer zur Liegeachse umwandelbar ist, und das in seinen Hauptteilen aus • einem Grundgestell, das gegebenenfalls einen Stauraum umfaßt, • einer Polsterfläche, die aus einem Polsterrahmen und mindestens einem darauf aufliegendem Liege/Sitz-Polster gebildet ist, • mindestens einem Zusatzpolster, sowie • einer die Umwandlung ermöglichenden Funktionsmechanik besteht.
Umwandelbare Polstermöbel sind seit Jahrzehnten bekannt. Bei durchwegs all diesen Entwicklungen wird von Sitzmöbeln ausgegangen, welche mit mehr oder minder aufwendigen Funktionsmechaniken und durch oftmals mehrere Umwandlungsschritte in eine Liegeposition gebracht werden können. Bei diesen Polstermöbeln wird durchwegs das Design in der Sitzposition und die Sitzqualität bevorzugt und die Liegequalität als auch die einfache Umwandelbarkeit hintangestellt. Mit wenigen Ausnahmen erreichen diese Polstermöbel daher nur die Liegequalität von Notbetten und sind für den täglichen bzw. „nächtlichen“ Gebrauch eher weniger geeignet, da ein zeitgemäßer Liegekomfort hier nicht erreicht werden kann. Diese Möbel genügen daher meistens auch nicht dem heutigen Wissensstand, den die Forschung aus der Untersuchung des Schlafverhaltens erarbeitet hat und decken sich nicht mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen über das Gesamtwohlbefinden des, dieses Möbel benutzenden Menschen.
War vor Jahren noch eine Liegelänge von 180 cm für solche Verwandlungsmöbel ausreichend, so ist heute auf Grund der zunehmenden Körpergröße der Bevölkerung in Europa eine Liegelänge von mindestens 2 AT 003165 Ul 200 cm erforderlich - ein Umstand, der wiederum die Relationen der Sitzabmessungen beeinflußt und dadurch auch die Sitzqualität beeinträchtigt.
Bei einer Reihe von umwandelbaren Polstermöbeln werden bei Umwandlung in die Liegeposition drei, jeweils einen Polster tragende Rahmen auf eine Liegehöhe, die meistens der Sitzhöhe entspricht, gebracht und aneinandgereiht. Bei diesen Ausführungsformen liegt der Schulter- und der Gesäßbereich des Ruhenden auf den Querstreben der jeweiligen Rahmen auf. Es ist gerade bei diesen, die Hauptlast des liegenden Körpers abstützenden Körperteilen keine oder nur eine verringerte elastische Auflage gegeben.
Auch sind umwandelbare Polstermöbel einfachster Bauart bekannt, die aus drei, in der Sitzposition übereinand liegenden Polstern, die bei Umwandlung in die Liegeposition aneinandgereiht auf dem Raumboden aufgelegt werden, bestehen. Hier zeigt sich das Vorbereiten der Schlafstelle als mühevoll, da in knieender Haltung das Bettzeug aufgelegt werden muß. Auch das Erheben aus dieser Liegeposition ist unangenehm, da der Körper aus einer bodennahen, horizontalen Lage in eine stehende Position gebracht werden muß. Ein Bewegungsablauf der muskel-, und vor allem nach dem Erwachen extrem kreislaufbelastend ist. Es werden daher Liegehöhen als angenehm empfunden, die größer oder zumindest gleich einer körpergerechten Sitzhöhe sind. Eine angehobene, größere Liegehöhe ermöglicht erst die Pflege einer erkrankten Person oder die Betreuung eines Kindes.
Weiters scheint es sinnvoll, den Platzbedarf des Liegermöbels nach der Umwandlung auf zwei Sitzpositionen zu verringern, um die Bewegungsfreiheit im Raum wflhrend des Tages nicht einzuschränken. Dreisitzige Sitzmöbel werden wegen des größeren Platzbedarfes und der 3 AT 003 165 Ul eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeit untereinander, von den darauf sitzenden Personen abgelehnt.
Umwandelbare Polstermöbel werden meistens von Konsumenten beschafft, die beengten Wohnraum haben und/oder die im Begriffe sind, sich ihre Startwohnung einzurichten. Diese Käuferschicht legt zwangsläufig großen Wert auf preisgünstige Qualität der Raumeinrichtung. Es ist daher sinnvoll hier funktionell und qualitativ zufriedenstellende Liegemöbel anbieten zu können, die durch Verwendung einfach zu erzeugender Teile kostengünstig produzierbar sind und die vom Konsumenten mit wenigen und einfachen Handgriffen in die Benutzerposition gebracht werden können.
Auch ist in den letzten Jahren das Umweltbewußtsein der Möbelbenutzer gestiegen. Für die Umwandlung benötigte Funktionsmechaniken, zu deren Fertigung hoher Energiebedarf eingesetzt werden oder deren Oberfläche durch galvanische oder lösungsmittelhaltige Oberflächenbehandlung geschützt werden muß, werden von immer mehr Möbelkäufem, vor allem bei Schlafmöbeln abgelehnt. Natürliche Rohstoffe werden von diesem Personenkreis bevorzugt. Es ist daher naheliegend, um dieser Käuferschicht zu entsprechen, Teile der Funktionsmechanik so zu gestalten, daß dafür der natürliche Rohstoff Holz Verwendung finden kann.
Der Bedarf an geeigneten umwandelbaren Polstermöbeln, die auch die Erkenntnisse über das Schlafverhalten und den Schlafkomfort berücksichtigen und den Wünschen der betreffenden Käuferschicht entsprechen, ist daher nach wie vor gegeben, um so mehr da, wie Untersuchungen zeigen, sich die pro Person zur Verfügung stehende Wohnraumfläche verringert hat. Auch ist die Nachfrage für diese Möbel bei der Einrichtung von beispielsweise Startwohnungen, Singlehaushalten, von 4 AT 003 165 Ul
Jugend- oder Kinderzimmem, aber auch von Seniorenwohnräumen gegeben.
Die Erfindung hat es sich daher zum Ziele gesetzt, ein Liegemöbel, ähnlich einer Couch zu schaffen, welches durch Umwandlung von der Liegeposition in eine Sitzposition gebracht werden kann, und bei dem die aufgezeigten Nachteile der bekannten umwandelbaren Liegemöbel beseitigt sind.
Diese Ziele werden mit einem Liegemöbel der eingangs genannten Art erreicht, das erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die Polsterfläche in Richtung der Liegeachse, relativ zum Grundgestell und vorzugsweise zum Fußende hin ausziehbar ist, und am Grundgestell eine Auflagefläche für den Zusatzpolster vorgesehen ist, der bei ausgezogener Polsterfläche gemeinsam mit dieser die Liegefläche des Möbels bildet. Auf der Polsterfläche, deren Länge etwa der Breite eines doppelsitzigen Polstermöbels entspricht, liegen in der Liegeposition der Körper und die Beine des Ruhenden auf. Die Polsterfläche wird von dem Grundgestell abgestützt, welches bei einer speziellen Ausführungsform auch mit einem Stauraum ausgebildet sein kann. Die Polsterfläche ist in der Richtung der Liegeachse relativ zum Grundgestell verschiebbar, und zwar von einer Sitzposition mit einer Sitzanordnung quer zur Liegeachse, in eine vorzugsweise zum Fußende ausgeschobenen Liegeposition. Der dabei durch die Verschiebung frei gewordene polsterfreie Raum wird durch Auflegen des Zusatzpolsters auf die, im Grundgestell vorgesehene Auflagefläche geschlossen. Dieser Zusatzpolster, auf dem in der Liegeposition vorzugsweise der Kopf des Ruhenden aufliegt, kann so ausgebildet sein, daß er in der Sitzposition als Seiten- oder Rückenpolster Verwendung findet. Durch den Einsatz von herkömmlichen Rastbeschlägen kann die Auflagefläche an ihrem äußeren Bereich angehoben werden, wodurch die 5 AT 003 165 Ul
Funktion einer Kopfverstellung gegeben ist. Eine Variante des Zusatzpolsters sieht diesen nicht abnehmbar vor, sondern ist dieser mittels eines Stoffscharnieres o.ä. mit dem Grundgestell verbunden und wird in der Sitzposition als Seitenpolster verwendet. Durch Verschwenken wird er von der Ausgangsposition in die Benutzerposition gebracht.
Erfindungsgemäß ist eine Funktionsmechanik vorgesehen, deren paarweise Beschlagsteile an einem Endbereich der Längsseiten des Grundgestelles angeordnet sind und letzteres mit der Polsterfläche verbindet, wobei am entgegengesetztem Ende der Längsseiten des Grundgestelles, in Längsrichtung verlaufende Führungen vorgesehen sind, auf die sich über jeweils eine Kufe die Polsterfläche verschiebbar abstützt. Die Funktionsmechanik bewirkt ein Anheben der Polsterfläche in der Liegeposition bzw. ein Absenken in der Sitzposition. Anschläge begrenzen die Lage der Polsterfläche in den jeweiligen Benutzerpositionen. Darüber hinaus sind die Beschlagsteile der Funktionsmechanik so ausgebildet, daß bei Gestaltung des Grundgestelles mit einem Stauraum die Polsterfläche in eine annähernd senkrechte Stellung hochgeschwenkt werden kann und dadurch der Stauraum zugänglich gemacht wird.
Im Zuge dieser Erfindung ist eine Reihe von Zusatzausführungen möglich. So kann beispielsweise die Aus- und Einschiebebewegung der Polsterfläche durch den Einsatz von Kraftspeichem, vorzugsweise von Schraubenzugfedern, unterstützt werden. Weiters kann eine Sperre vorgesehen werden, welche ein ungewolltes Hochschwenken der Polsterfläche verhindert. Bei der Ausführungsform des Möbels mit einem Stauraum, kann ein weiterer Kraftspeicher, vorzugsweise eine Schraubenfeder, die Hochschwenkbewegung der Polsterfläche unterstützen und dadurch das Öffnen des Stauraumes und den Zugriff erleichtern. Bei dieser Ausführungsform kann weiters eine Sicherung vorgesehen werden, 6 AT 003165 Ul die ein ungewolltes Schließen der hochgeschwenkten Polsterfläche verhindert. Auch kann der Polsterrahmen und dadurch die Polsterfläche, mit einer Fußhochstelleinrichtung ausgebildet werden.
Gegenüber bereits bekannten Möbeln ähnlicher Bauart, weist das erfindungsgemäße Möbel folgende Vorteile auf: • optimale, nicht durch Sitzabmessungen beeinträchtigte Liegelänge, • verbesserte Liegequalität durch Verwendung einer nicht geteilten Liegefläche im Bereich der Körper- und der Beinauflage, • ausreichende, dem Körperbedürfnis angepaßte Liegehöhe, • verringerter Platzbedarf in der Sitzposition, • körpergerechte Sitzposition, • geringere Fertigungskosten durch Verwendung einer einfachen Funktionsmechanik, • Verwendung von natürlichen Rohstoffen (z.B. Holz) für Beschlagsteile der Funktionsmechanik, • Wenige und einfache Verwandlungsschritte bei der Umwandlung in die gewünschte Benutzerposition, • Gestaltung eines unterhalb der Liegefläche positionierten Stauraumes, • Anhebemöglichkeit des Kopfteiles und/oder des Fußteiles in der Liegeposition
Nachstehend ist die Erfindung anhand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben, ohne auf diese Beispiele beschränkt zu sein. Dabei zeigt Fig. 1 das erfindungsgemäße Möbel in geschnittener Ansicht in Sitzposition. Fig. 2 das selbe Möbel in ebenfalls geschnittener Ansicht in Liegeposition und darin strichliert gezeichnet die hochgeschwenkte Polsterfläche um den Stauraum zugänglich zu machen. 7 AT 003 165 Ul
Die Fig. 3 bis Fig. 5 zeigen vergrößerte Details von Beschlagsteilen der Funktionsmechanik.
In der nachfolgenden Beschreibung ist nur eine Hälfte der Funktionsmechanik beschrieben. Die andere, wegen den geschnittenen Ansichten nicht sichtbare Seite der paarweise angeordneten Beschlagsteile der Funktionsmechanik ist spiegelgleich symmetrisch dazu angeordnet. Es sind demnach zwei Schwenkarme (11), zwei Befestigungsplatten (12) usw. der Funktionsmechanik (4), aber auch zwei Führungen (7) und zwei Kufen (10) vorgesehen.
Gemäß Fig. 1 besteht das Liegemöbel aus einem Grundgestell (1) mit einer Auflagefläche (6) und einer ansteigenden Führung (7). In dem Grundgestell (1) ist ein Stauraum (5) integriert. Auf dem Grundgestell (1) ist eine Polsterfläche (2) aufgelegt, die aus einem Polsterrahmen (8) und einem Liege/Sitz-Polster (9) besteht, eine Kufe (10) aufweist, und den Stauraum (5) verschließt. Auf dem Liege/Sitz-Polster (9) stehend befindet sich der Zusatzpolster (3), der in Fig. 1 als Seitenpolster gezeigt ist und durch ein Stoffscharnier (22) mit dem Grundgestell (1) verbunden ist, sowie Rückenpolster (23). Die Funktionsmechanik (4) verbindet mittels Beschlagsteilen die Polsterfläche (2) mit dem Grundgestell (1) und besteht aus einem Schwenkarm (11), der mit seinem unteren Endbereich über eine Befestigungsplatte (12) mit dem Grundgestell (1) und mit seinem oberen Endbereich über einen Befestigungswinkel (13) mit dem Polsterrahmen (8) der Polsterfläche (2) verbunden ist.
In der Abbildung nach Fig. 2 sind die Rückenposter (23) entfernt und die Polsterfläche (2) durch Ausziehen in Richtung der Liegeachse in Liegeposition gebracht. Bei dieser Bewegung dreht der Schwenkarm (11) entgegen dem Uhrzeigersinn. Diese Drehbewegung wird durch Anstehen 8 AT 003165 Ul des Schwenkarmes (11) an einem, an der Befestigungsplatte (12) vorgesehenen Armanschlag (14) begrenzt. Gleichzeitig gleitet die Kufe (10) entlang der Führung (7). Die Polsterfläche (2) befindet sich danach in einer zur Sitzposition angehobenen Liegeposition. Auf die freigegebene Auflagefläche (6) kann der Zusatzpolster (3) durch Verschwenken aufgelegt werden. Bei einer anderen Ausführungsform wird anstelle des Zusatzpolsters (3) einer der beiden Rückenpolster (23) verwendet und auf die Auflagefläche (6) aufgelegt.
In dieser Fig. 2 ist strichliert die Stellung der Polsterfläche (2) gezeigt, um den Stauraum (5) zugänglich zu machen. Dabei wurde die Polsterfläche (2) an ihrem, der Auflagefläche (6) zugewandten Ende angehoben und dadurch um die Anlenkachse (17) entgegen dem Uhrzeigersinn in eine annähernd senkrechte Stellung hochgeschwenkt. In dieser Stellung verharrt die Polsterfläche (2) und wird durch einen, am Befestigungswinkel (13) vorgesehenen Schwenkanschlag (18), der auf den Schwenkarm (11) wirkt, gehalten. Um den Stauraum (5) wieder zu verschließen, wird die Polsterfläche (2) wieder um die Anlenkachse (17), diesmal im Uhrzeigersinn verschwenkt, bis die Kufe (10) auf der Führung (7) aufsteht und damit die Liegeposition erreicht ist.
Die Fig. 3 zeigt eine spezielle Ausführungsform der Funktionsmechanik (4) in der Liegeposition. Die Fig. 4 zeigt die selbe Funktionsmechanik (4), jedoch in Sitzposition. Bei dieser Ausführungsform der Funktionsmechanik (4) ist eine Schraubenzugfeder (15) vorgesehen, welche über einen Federdorn (16), der zugleich die Anlenkachse (17) des Schwenkarmes (11) bildet, auf die Polsterfläche (2) wirkt und mit ihrem anderen Ende an einer dafür ausgebildeten Befestigungsplatte (12‘) eingehängt ist. Es ist ersichtlich, daß die Schraubenzugfeder (15) in beiden Benutzerpositionen gespannt ist und bei der Umwandlung des Möbels die ansteigende Drehbewegung des 9 AT 003 165 Ul
Schwenkarmes (11) und somit die Aus- und Einschiebebewegung unterstützt. Senkt sich der Schwenkarm (11) in der zweiten Bewegungshälfte, spannt sich die Schraubenzugfeder (15) wieder und verhindert ein unkontrolliertes Absenken der Polsterfläche (2) in die jeweilige Benutzerposition.
Die Fig. 5 zeigt eine weitere spezielle Ausführungsform der Funktionsmechanik (4), welche die Anhebebewegung der Polsterfläche (2) und damit die Zugriffmöglichkeit zum Stauraum (5) erleichtert. Hier ist ein Federzapfen (20) an dem dafür ausgebildeten Befestigungswinkel (13') und ein weiterer Federzapfen (21) am Schwenkarm (11) vorgesehen. Die Ösen einer Zugfeder (19) sind in den beiden Federzapfen (20,21) eingehängt. In der Liegeposition zeigt sich die Zugfeder (19) gespannt. Wird die Polsterfläche (2) hochgeschwenkt, um Zugriff in den Stauraum (5) zu bekommen (hier strichliert gezeichnet), entspannt sich die Zugfeder (19) und erleichtert dadurch die Hochschwenkbewegung.
Im Rahmen dieser Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So kann zum Beispiel die Funktionsmechanik (4) aus Auszügen bestehen; statt Kufen (10), können Rollen vorgesehen sein; die Auflagefläche (6) kann so ausgebildet sein, daß sie anheb- und rastbar ausgeführt ist und dadurch eine Neigungsverstellung des Zusatzpolsters (2) in der Liegeposition ermöglicht. 10 AT 003 165 Ul 1 6rundgesteli 5 Staurau» 6 Auflagefläche 7 Führung 2 Polsterflache 8 Polsterrahmen 9 Liege/Sltz-Poister 10 Kufe 3 Zusatzpolster 22 Stoff schamler 4 Funktionsaechanik 11 Schwenkarm 12,12' Befestigungsplatte 13,13' Befestigungswinkel 14 Armanschlag 15 Schraubenzugfeder 16 Federdom 17 Anlenkachse 18 Schwenkanschlag 19 Zugfeder 20 Federzapfen 21 Federzapfen 23 Rückenpolster 11
Claims (9)
- AT 003 165 Ul Ansprüche 1. Liegemöbel, Couch, Sofa oder dergleichen, welches unter Verringerung seiner Länge in ein zwei- oder mehrsitziges Möbel mit einer Sitzanordnung quer zur Liegeachse umwandelbar ist und das ein Grundgestell, allenfalls mit einem Stauraum, eine Polsterfläche mit Polsterrahmen und mindestens einem darauf aufliegenden Liege- bzw. Sitzpolster, ferner mindestens einen Zusatzpolster sowie eine am Grundgestell angebrachte Funktionsmechanik zur Vergrößerung bzw. Verkleinerung der nutzbaren Polsterfläche um den bzw. die Zusatzpolster umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Polsterrahmen (8) mit dem Grundgestell (1) durch mindestens einen einerseits am Polsterrahmen (8) und anderseits am Grundgestell (1) angelenkten und in Liegerichtung orientierten Hebel- bzw. Schwenkarm (11) verbunden ist und der Hebel- bzw. Schwenkarm (11) aus einer stabilen Endlage, in der der Polsterrahmen (8) etwa deckungsgleich auf dem Grundgestell (1) aufliegt, in eine zweite stabile Lage umschwenkbar ist, in der der Polsterrahmen ((8) das Grundgestell (1) an einem Längsende überragt, dort aufliegt und einen Bereich des Grundgestells (1), mit einer Auflagefläche (6), freigibt, der den oder die Zusatzpolster (3) zur Verlängerung der nutzbaren Liegefläche aufnimmt, wobei der das Grundgestell (1) überragende Teil des Polsterrahmens (8) über das Grundgestell (1) frei und zum Boden hin abstützungslos auskragt.
- 2. Liegemöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass bei Umwandlung von der Liege- in die Sitzposition die Polsterfläche (2) von einer angehobenen Liegehöhe auf eine ergonomisch bedingte nach hinten abfallende niedrigere Sitzhöhe absenkbar ist. 12 AT 003 165 Ul
- 3. Liegemöbel nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel- bzw. Schwenkarme (11), welche Teile der Funktionsmechanik (4) sind, paarweise an einem Endbereich der Längsseiten des Grundgestelles (1) angeordnet sind und dass am entgegengesetzten Ende der Längsseiten des Grundgestelles (1) in Längsrichtung bzw. Richtung der Liegeachse verlaufende Führungen (7) vorzugsweise an der Innenseite des Grundgestelles (1) beiderseits desselben vorgesehen sind, auf welchen sich, insbesondere über jeweils eine Kufe (10) das eine Ende der Polsterfläche (2) verschiebbar abstützt.
- 4. Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Hebel- bzw. Schwenkarme (11) als Winkelhebel ausgebildet sind und sich in der stabilen Endposition, welche der Liegeposition mit der vergrößerten Polsterfläche (2) entspricht, auf einem vorzugsweise an einer Befestigungsplatte (12,12‘) vorgesehenen Armanschlag (14) abstützt.
- 5. Liegemöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich jedes Hebel- bzw. Schwenkarmes (11) der Funktionsmechanik (4) ein Kraftspeicher, vorzugsweise eine Schraubenzugfeder (15) vorgesehen ist, die mit ihrem einen Ende an einem am Hebel- bzw. Schwenkarm (11) befindlichen Federdorn (16) und mit ihrem anderen Ende auf die Befestigungsplatte (12‘) wirkt, und die in beiden stabilen Lagen der Hebel-bzw. Schwenkarme (11) in den beiden Benutzerpositionen des Möbels, gespannt ist.
- 6. Liegemöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Ausführungsform des Möbels mit einem Stauraum (5), in der Liegeposition die Polsterfläche (2) um die obere Anlenkachse (17) der Hebel-bzw. Schwenkarme (11) in eine annähernd senkrechte Stellung 13 AT 003 165 Ul hochschwenkbar ist und in dieser Stellung durch einen vorzugsweise am Befestigungswinkel (13, 13‘) vorgesehenen, und auf die Hebel- bzw. Schwenkarme (11) einwirkende, Schwenkanschläge (18) gehalten wird.
- 7. Liegemöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Kraftspeicher, vorzugsweise eine weitere Zugfeder (19) vorgesehen ist, die mit ihrem einen Ende an einem, am Hebel- bzw. Schwenkarm (11) befindlichen Federzapfen (20) und mit ihrem anderen Ende an einem, auf dem Befestigungswinkel (13‘) befindlichen weiteren Federzapfen (21) wirkt.
- 8. Liegemöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzpolster (3) in der Sitzposition stehend auf der Polsterfläche (2) abgestellt ist und je nach Ausführungsform als Seitenpolster oder als Rückenpolster (23) dient.
- 9. Liegemöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzpolster (3) in der Sitzposition als Seitenpolster dient und durch ein Stoffscharnier (22) o.ä. mit dem Grundgestell (1) verbunden ist. 14
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