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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Eisenkernen für Elektromaschinen mit im wesentlichen radialem Luftspalt, mit einer Stanze zum Einstanzen von den Kernnuten entsprechenden Schlitzen in einen Blechstreifen und einem Wickeldorn zum Aufwickeln des gestanzten Blechstreifens zum Eisenkern, wobei der Wickeldorn jeweils zwischen denStanzhüben der Stanze um einen dem Schlitzabstand am Blechstreifen entsprechenden Drehwinkel im Aufwickelsinn antreibbar und der Abstand zwischen Stanze und Wickeldorn in einem vom Abstand zwischenStanzstempelachse und Aufwickelpunkt abhängigen Winkel zur Stanzebene verstellbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der österr. Patentschrift Nr. 158246 bekannt. Bei dieser be- kannten Vorrichtung ist die Lagerung des Wickeldorns ortsfest und die Stanze auf einem Schlitten im Winkel zur Stanzebene verschiebbar angeordnet, wobei die Stanze ausserdem mit ihrer Stanzplatte durch Federn gegen den
Wickelumfang des auf denDorn gewickelten Blechstreifens gehalten ist. Der Hauptnachteil dieser bekannten An- ordnung besteht darin, dass die Stanze mit einer ortsbeweglichen, federnd abgestützten Stanzplatte arbeitet und damit eine Quelle zahlreicher Ungenauigkeiten darstellt. Um allzu starkes Einfedern der Stanzplatte beim Stan- zen zu vermeiden, wirkt der Stanzantrieb über ein zur Schlittenführung paralleles Lineal und einen Winkelhebel auf den Stanzstempel ein.
Dies bedingt eine äusserst komplizierte Konstruktion, welche die Ungenauigkeit der
Schlitzabstände nur vergrössert und die fluchtende Zuordnung der Schlitze der einzelnen Wickellagen des Eisen- kernes weiter in Frage stellt. Ein weiter Nachteil besteht darin, dass der durch die starre Verbindung von
Schlitten und Stanze zu einem Bauteil gegebene Schlittenführungswinkel gegenüber der Stanzebene nicht ein- gestellt werden kann. Damit besteht keine Möglichkeit, die Nuten des entstehenden Eisenkernes genau radial oder in einem bestimmten Winkel zur Radialen einzustellen.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und bei einfacher Konstruktion eine hohe Arbeits- genauigkeit der erfindungsgemässen Vorrichtung sicherzustellen, um exakte Schlitzabstände einhalten und Eisen- kerne mit glattwandigen geraden Nuten gewünschter Neigungslage gegenüber der Radialen herstellen zu können.
Das Wesen der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stanze ortsfest und der Wickeldorn auf einem
Schlitten im Winkel zur Stanzebene verschiebbar angeordnet ist, wobei der Wickeldorn ständig mit dem Wickel- umfang des aufgewickelten Blechstreifens gegen eine in der Stanzebene liegende Führungsfläche der Stanze ge- halten ist.
Die ortsfeste Stanze arbeitet auch bei einfachster Ausbildung unabhängig von der Schlittenbewegung immer mit der gleichen Genauigkeit. Der den Wickeldorn tragende Schlitten kann mit einer von Stanzkräften unab- hängigen Federkraft belastet sein und mit seiner Führung unabhängig von der Stanze in einem bestimmten Win- kel zu deren Stanzebene eingestellt werden.
Bei der bevorzugtenAusführungsform der Erfindung ist die Führungsfläche amStempelführungsteil der Stan- ze ausgebildet und in deren Schnittplatte eine dem Wickeldorn zugekehrte Schrägfläche mit einem Kanal zur Ableitung des Verschnittes vorgesehen. Dies ergibt eine derart gedrängteAnordnung zwischenStanze undWickel- dorn, dass zwischen Stanzstempel und Aufwickelpunkt der geringstmöglicheAbstand verwirklicht und die diesen Abstand proportionalen Genauigkeitsfehler klein gehalten werden können.
In den schematischen Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigen, ist : Fig. 1 einSchnitt durch einen Teil der erfindungsgemässen Vorrichtung bei Beginn des Stanzvorganges ; Fig. 2 ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt während des Stanzens eines lamellierten Paketes mit radialen Schlitzen, und Fig. 3 ein den Fig. 1 und 2 ähnlicher Schnitt während des Stanzens eines lamellierten Paketes mit zum Radius geneigten Schlitzen.
Gemäss Fig. l besteht die Stanzvorrichtung für einen zu stanzenden und zu einer Rolle aufzuwickelnden Eisenblechstreifen-4-aus einem Stanzstempel-l-, einem Maschinenoberteil mit einer Führungsfläche - 2-, einer Schnittplatte-3-, einem Wickeldorn -5- und einem Blechstreifenhalter-6-.
Der Wickeldorn -5- hat die Form einer Spirale, deren radialer Zuwachs über einen Bogen von 3600 gleich der Dicke des Eisenblechstreifens-4-ist, und ist auf einem neigbaren Schlitten-7- (nicht dargestellt) angebracht, der eine translatorische Bewegung des Wickeldorns -5- parallel zur eigenen Achse gestattet. Durch
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ZeichnungenBei der Herstellung von radialen Schlitzen arbeitet die erfindungsgemässe Vorrichtung wie folgt :
Der am Wickeldorn-5-befestigte Eisenblechstreifen-4-wird durch den Blechstreifenhalter-6-unter Spannung gehalten und erhält durch die intermittierende Drehung des Wickeldorns einen Vorschub, dessen Grö- sse durch die Teilvorrichtung auf dem Schlitten des Wickeldorns bestimmt wird.
Die Teilvorrichtung wird so gesteuert, dass der sich drehende Wickeldorn immer dann für die Dauer eines Stanzvorganges gestoppt wird, wenn er einen dem Stanzvorschub entsprechenden Winkel zurückgelegt hat.
Der Winkel, um den sich derWickeldorn -5- zwischen zwei aufeinander folgenden Stanzvorgängen dreht,
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--8-- ab,sein, die sich wie folgt errechnet :
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Dabei ist D2 = Äusserer Durchmesser des Kernes ;
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gilt.
Setzt man die für A und B bereits angegebenen Werte in diese Formel ein, so erhält man
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atorische Parallelverschiebung der Wickeldornachse eine entsprechende Bewegung des Schlittens in seinen Führungen erfolgt. Der Wickeldorn -5-- wird während der Wickelphase um die Dicke des Eisenblechstreifens nach unten und gleichzeitig relativ zum Stempel-l-um den Betrag des Vorschubzuwachses horizontal verschoben.
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den Schlitzen einer Wicklung.
Die Schnittplatte-3-hat eine abgeschrägte Fläche-10-, durch die eine Behinderung des Wickeldorns --5-- verhindert wird. Für den Auswurf des Verschnittes führt ein Kanal-11-nach einer Seite der Schnittplatte.
Fig. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung beim Stanzen eines Paketes mit zum Radius geneigten Schlitzen.
In diesem Fall muss der den wickeldorn --5-- tragende Schlitten um den Winkel ss2 gegen die Normale auf die Führungsfläche --2-- geneigt sein. Dann gilt
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wie aus der Zeichnung zu ersehen ist.
Auf Grund der Tatsache, dass die Entfernung zwischen dem Berührungspunkt des Streifens-4-mit der Führungsfläche--2--und derStempelachse klein und gleich dem Vorschub ist, können mit einer Vorrichtung gemäss dieser Erfindung Schlitze mit einer Genauigkeit gefertigt werden, wie sie mit den bisher bekannten Systemen nicht erreichbar ist.
Obgleich hier nur eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde, ist es klar, dass zahlreiche Varationen und Änderungen gemacht werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So kann die Teilvorrichtung statt auf dem Schlitten, beispielsweise auch auf dem Gestell der Maschine angebracht werden.
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In diesem Fall könnte die Bewegung von der Teilvorrichtung zum Wickeldorn mit einer Kardanwelle oder einer biegsamen Welle übertragen werden. Ausserdem könnte die mechanische Wirkung der Führungsfläche-2-statt durch Federn, durch Gegengewichte oder durch pneumatische oder hydraulische Druckkolben erzeugt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Eisenkernen für Elektromaschinen mit im wesentlichen radialem Luftspalt, mit einer Stanze zum Einstanzen von den Kernnuten entsprechenden Schlitzen in einem Blechstreifen und einem Wickeldorn zum Aufwickeln des gestanzten Blechstreifens zum Eisenkern, wobei der Wickeldorn je-
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winkel im Aufwickelsinn antreibbar und der Abstand zwischen Stanze und Wickeldorn in einem vom Abstand zwischen Stanzstempelachse und Aufwickelpunkt abhängigen Winkel zur Stanzebene verstellbar ist, d adur ch gekennzeichnet, dass die Stanze (1 bis 3) ortsfest und der Wickeldorn (5) auf einem Schlitten (7) im Winkel zur Stanzebene verschiebbar angeordnet ist, wobei der Wickeldorn (5) ständig mit dem Wickelumfang (9) des aufgewickelten Blechstreifens (4)
gegen eine in der Stanzebene liegende Führungsfläche (2) der Stanze gehalten ist.