AT312912B - Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien

Info

Publication number
AT312912B
AT312912B AT355870A AT355870A AT312912B AT 312912 B AT312912 B AT 312912B AT 355870 A AT355870 A AT 355870A AT 355870 A AT355870 A AT 355870A AT 312912 B AT312912 B AT 312912B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
film
polyvinyl butyral
matting
rollers
films
Prior art date
Application number
AT355870A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Jensch Dr
Original Assignee
Dynamit Nobel Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19691919627 external-priority patent/DE1919627C3/de
Priority claimed from DE19702015742 external-priority patent/DE2015742C3/de
Application filed by Dynamit Nobel Ag filed Critical Dynamit Nobel Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT312912B publication Critical patent/AT312912B/de

Links

Landscapes

  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Weichmacherhaltige Polyvinylbutyralfolien, die zur Herstellung von Sicherheitsverbundglas dienen, sind wenig widerstandsfähig gegen Verzerrungen und besitzen bereits in der Kälte eine ungewöhnlich hohe
Klebrigkeit, deren Beseitigung für eine einwandfreie Weiterverarbeitung der Folien unerlässlich ist. Man beseitigt die Klebrigkeit allgemein dadurch, dass man die Folien nach deren Herstellung mit einer Oberflächenrauhung oder Oberflächenmattierung versieht. Ein bekanntes Verfahren dafür ist   z. B.   das Behandeln der Folien in der Wärme mit gerauhten Kalanderwalzen. Bei der praktischen Anwendung dieser Methode treten jedoch grosse
Schwierigkeiten auf, weil die Folien in Folge ihrer hohen Klebrigkeit sich nur schwer von den Kalanderwalzen ablösen lassen, wodurch es zu Verzerrungen kommt.

   Abgesehen davon gelingt es praktisch nicht, beide
Folienseiten gleichzeitig zu mattieren. Es müssen vielmehr zuerst die eine Folienseite und anschliessend in einem zweiten Arbeitsgang die andere Folienseite mattiert werden. Die Erwärmung der Folien beim zweiten Arbeitsgang beseitigt jedoch durch thermische Rückstellung den Matteffekt der zuerst mattierten Seite ganz oder teilweise. 



   Durch die nachstehend näher beschriebene Erfindung werden die erwähnten Mängel überraschenderweise beseitigt. Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit von weichmacherhaltigen Polyvinylbutyralfolien durch Mattieren derselben mittels Kalanderwalzen, wobei die Folien durch den Spalt zweier Walzen hindurchgeführt werden, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Polyvinylbutyralfolie in einem eine Temperatur zwischen   50C   über der Prägbarkeitsgrenze und   140 C   aufweisenden Flüssigkeitsbad mattiert wird. Als Prägbarkeitsgrenze gilt dabei die Temperatur, bei der bei Durchführung der Folie zwischen zwei Kalanderwalzen praktisch keine Rauhung mehr eintritt. Vorteilhaft arbeitet man bei Temperaturen zwischen 80 und 110 C,   z.

   B.   bei etwa 85 bis etwa   1000C.   Bei gleichzeitiger Rauhung beider Folienseiten erhitzt man zweckmässig nur das Bad und bei getrennter Rauhung der Seiten nur die Mattierwalzen direkt, wobei man zwischen deren Temperatur und der Temperatur des Bades ein starkes Gefälle einstellt und aufrechterhält. 



   Das Flüssigkeitsbad selbst besteht zweckmässig aus Wasser, in dem gegebenenfalls zur Erhöhung des Siedepunktes dafür bekannte Stoffe gelöst sind. Solche Stoffe sind   z. B.   wasserlösliche Polyalkohole oder Salze, wie Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Calciumchlorid, Natriumsulfat od. dgl. 



   Das Bad kann auch aus wasserlöslichen mehrwertigen Alkoholen allein bestehen,   z. B.   aus Äthylenglykol, Propylenglykol od. dgl. 



   Falls man nicht in Wasser allein arbeitet, empfiehlt sich ein anschliessendes Waschen der gerauhten Folien.
Bevorzugt ist es, die Polyvinylbutyralfolie in einem Wasserbad bei einer zwischen   650C   und der Siedetemperatur liegenden Temperatur zu mattieren. 



   Das Mattieren kann in bekannter Weise auch unter besonders starker Rauhung der Folien in der Weise erfolgen, dass beim Mattieren die Folien gereckt und danach mittels Warmluft oder in einem Heisswasserbad wieder geschrumpft werden. Das Reckungsverhältnis beträgt hiebei beispielsweise 20 bis 200%, vorteilhaft etwa 80 bis 100%, und die Schrumpfung wird beispielsweise bis etwa auf die Ausgangsmasse zurückgeführt. 
 EMI1.1 
 Wasser verwendet, dessen Temperatur durch ständigen Zufluss von Frischwasser auf etwa 75 C gehalten wird. 



  Das Wasserbad kühlt die dampfbeheizten   Mattierwalzen--l   und   2--auf   eine Oberflächentemperatur von knapp   100 C   herunter. Mit der   Vorrichtung --1, 3-- wird   zuerst die Folienseite mit der Vorrichtung   --2, 4-- später   die andere   Folienseite--y--mattiert. Während   des Mattierprozesses für die zweite Folienseite--y--ist die zuvor mattierte erste Folienseite--x--infolge des unmittelbaren Kontaktes mit dem kälteren Wasserbad ausgezeichnet gegen eine thermische Rückstellung geschützt. Es wird auf diese Weise ohne Verzerrung der Folie eine gleichmässige Oberflächenmattierung beider Folienseiten erreicht. 



     Beispiel 2 :   Eine zu mattierende Polyvinylbutyralfolie in der Dicke von 0, 8 mm wird gemäss Fig. 2 durch die Kalandriervorrichtung geführt, welche aus zwei gummibelegten, gerauhten Mattierwalzen--6 und   7--sowie   aus einer Umlenkwalze--8--besteht. Letztere kann man auch weglassen und die Folie direkt um die   Walze--6   oder   7--dem   Spalt zwischen den Walzen zuführen. Das   Wasserbad--9--wird   durch einen Tauchsieder auf eine Temperatur von etwa   950C   gebracht. Die erforderliche Temperierung der Folien und der Mattierwalzen erfolgt durch das Wasserbad. Die Mattierwalzen selbst besitzen keine eigene Heizung. Es wird auf die geschilderte Weise ohne Verzerrung der Folie und in einem Arbeitsgang eine gleichmässige Mattierung beider Folienseiten erreicht. 



     Beispiel 3 :   Eine zu mattierende Polyvinylbutyralfolie in der Dicke von 0, 8 mm wird gemäss Fig. 2 durch die Kalandriervorrichtung geführt, welche aus einer gerauhten Mattierwalze aus Edelstahl und einer gerauhten gummibelegten Mattierwalze besteht. Das Glycerinbad wird durch einen Tauchsieder auf eine Temperatur von etwa   100 C   gebracht. Die erforderliche Temperierung der Walzen erfolgt durch das Bad. Die Mattierwalzen selbst besitzen keine eigene Heizung. Anschliessend wird die Folie mit Wasser gewaschen. Auf die geschilderte Weise wird ohne Verzerrung der Folie in einem Arbeitsgang eine gleichmässige Mattierung beider Folienseiten erreicht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 etwa   300C   gehalten wird.

   Das Wasserbad kühlt die dampfbeheizten   Mattierwalzen--l   und   2--oberflächlich   stark herunter. Vom Beginn der teilweisen Umschlingung dieser Walzen durch die Polyvinylbutyralfolie an erhöht sich die Oberflächentemperatur der Walzen wieder, bis beim Eintritt des Oberflächensegmentes in den
Walzenspalt diejenige Temperatur (etwa   90 C)   erreicht ist, die zur Erzielung eines Folienmatteffektes auf derjenigen Folienseite, die der Edelstahlwalze anliegt, zweckmässig ist. Zuerst wird mit der   Anordnung --1, 3--   die eine Folienseite, dann mit der   Anordnung-2, 4- analog   die andere Folienseite mattiert.

   Während des
Mattiervorganges für die zweite Folienseite ist die zuvor mattierte Folienseite infolge des unmittelbaren
Kontaktes mit dem kälteren Wasserbad ausgezeichnet gegen eine thermische Rückstellung geschützt. Es wird auf diese Weise ohne Verzerrung der Folie eine gleichmässige Oberflächenmattierung beider Folienseiten erreicht. 



     Beispiel 5 :   Eine zu mattierende weichmacherhaltige Polyvinylbutyralfolie in der Dicke von 0, 8 mm wird direkt und ohne Umschlingung einer Walze durch eine Kalandriervorrichtung geführt, die aus einer feinmatten Edelstahlwalze und einer feinmatten gummibelegten Walze besteht. Die Vorrichtung wird in einem   95 C   heissen Wasserbad betrieben. Die Walzen selbst sind unbeheizt. Die Rotationsgeschwindigkeit der
Kalanderwalzen ist so eingestellt, dass die Polyvinylbutyralfolie eine Reckung um etwa 30% in Längsrichtung erhält. Gleichzeitig wird der Polyvinylbutyralfolie durch den Druck im Walzenspalt beidseitig in einem Arbeitsgang die erwünschte feinmatte Oberfläche gegeben.

   Anschliessend an den Kalandriervorgang wird die Folie in loser Schleife durch einen zweiten Behälter mit etwa   800C   heissem Wasser so geführt, dass die Verweilzeit etwa 90 sec beträgt. In dieser kurzen Zeit stellt sich die Folie praktisch auf die Ausgangsmasse zurück und erhält ausserdem beidseitig die erwünschte grobe und matte Oberflächenstruktur. 



     Beispiel 6 :   Eine zu mattierende weichmacherhaltige Polyvinylbutyralfolie in der Dicke von 0, 4 mm wird durch eine Kalandriervorrichtung geführt, die aus einer feinmatten Edelstahlwalze und aus einer feinmatten gummibelegten Walze besteht. Die Vorrichtung wird in einem Wasserbad von etwa   40 C   betrieben, wobei diese Temperatur durch ständigen Zufluss von Frischwasser gehalten wird. Die gummibelegte Walze wird nicht beheizt ; die Edelstahlwalze wird beheizt mit Dampf von etwa 1600C. Durch das relativ kalte Wasserbad werden die Walzen auf eine Oberflächentemperatur heruntergekühlt, die zum Mattieren der Polyvinylbutyralfolie nicht ausreicht, sofern die Folie ohne Umschlingung der Edelstahlwalze nur durch den Walzenspalt geführt wird. 



  Umschlingt hingegen die Polyvinylbutyralfolie die Edelstahlwalze teilweise, so steigt deren Oberflächentemperatur auf 85 bis 95 C, so dass ein Oberflächenmatteffekt auf derjenigen Seite, die der Edelstahlwalze zugekehrt ist, erzielt wird. Die Rotationsgeschwindigkeit der Kalanderwalzen ist so eingestellt, dass die Polyvinylbutyralfolie eine Reckung von etwa 50% in Längsrichtung erhält. 



   Mit einem analogen Walzenpaar wird anschliessend unter identischen Bedingungen auch die andere Seite der Polyvinylbutyralfolie feinmattiert. 



   Anschliessend an den Kalandriervorgang wird die Folie in loser Schleife durch einen zweiten Behälter mit etwa   80 C   heissem Wasser so geführt, dass die Verweilzeit etwa 90 sec beträgt. In dieser Zeit stellt sich die Folie praktisch auf die Ausgangsmasse zurück und erhält ausserdem zusätzlich zu der Feinmattstruktur beidseitig die erwünschte grobe Grundstruktur. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit von weichmacherhaltigen Polyvinylbutyralfolien 
 EMI2.2 


AT355870A 1969-04-18 1970-04-20 Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien AT312912B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691919627 DE1919627C3 (de) 1969-04-18 1969-04-18 Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit von weichmacherhaltigen Polyvinylbutyralfolien
DE19702015742 DE2015742C3 (de) 1970-04-02 1970-04-02 Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrig keit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfoien

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT312912B true AT312912B (de) 1974-01-25

Family

ID=25757280

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT355870A AT312912B (de) 1969-04-18 1970-04-20 Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT312912B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT312912B (de) Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien
DE2600596A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur waermebehandlung einer fasern aus thermoplastischem material enthaltenden bahn
DE605762C (de) Verfahren zum Herstellen von Treibriemen aus mit Kautschukmilch impraegnierten Gewebelagen
DE1129276B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung duenner Filme aus Polyvinylalkohol
DE589298C (de) Verfahren zur Herstellung von mit Kupfer, Nickel oder deren Legierungen plattierten Eisenbaendern
DE2008442C3 (de) Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien
DE2015742C3 (de) Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrig keit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfoien
DE2015743C3 (de) Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien
DE1919627A1 (de) Verfahren zur Beseitigung der Oberflaechenklebrigkeit weichmacherhaltiger Polyvinylbutyralfolien
CH223823A (de) Verfahren zur Erzeugung von Flächengebilden aus Superpolyamiden.
DE2722125C3 (de) Verfahren zum Mercerisieren von Geweben oder Gewirken
DE887262C (de) Verfahren zum Trocknen von Folien aus regenerierter Cellulose
DE355728C (de) Verfahren zum Aufwalzen und Verschweissen von Aluminiumblaettchen (Folien)
AT149865B (de) Verfahren und Maschine zum Schrumpfen von Geweben.
DE519037C (de) Verfahren zur Herstellung von Blechen und Baendern durch Auswalzen eines Hohlkoerpers ueber der mittleren Walze eines Triowalzwerkes
DE594437C (de) Verfahren zum Herstellen von geformten Kunstschwammassen aus Viskose
DE1234007B (de) Verfahren zur Herstellung von Polypropylenfilmen
AT222346B (de) Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Filmen, Bändern od. dgl. aus linearen, kristallisierbaren α- Olefinpolymeren mit hohem Molgewicht
AT400316B (de) Verfahren zum kontinuierlichen prägen der oberfläche einer thermoplastischen folie
DE1919299A1 (de) Verfahren zum Laengsrecken einer Kunststoff-Folie
DE647428C (de) Vorrichtung zum Aufbringen einer Zinnschicht auf Bleche oder Baender
DE272521C (de)
AT265837B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Blutmehl
AT79906B (de) Verfahren zur Herstellung geschmeidiger, dünner FoVerfahren zur Herstellung geschmeidiger, dünner Folien aus Zink. lien aus Zink.
DE642634C (de) Verfahren zur Behandlung stark wasserhaltiger, oelenthaltender Stoffe, im besonderenvon Walfleisch

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee