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Die Erfindung bezieht sich auf eine Brustschwimm-Lernmaschine, bei der jeder der Arme und jedes der Beine mittels an den Hand- und Fussgelenken befestigter Manschetten je mit einem Führungselement verbunden ist, das von Führungsbahnen gesteuert ist, die aus einem konzentrisch zu den Schultergelenken und den Hüftgelenken gekrümmten Teil und etwa radial zu den Schulter-und Hüftgelenken gerichteten geradlinigen Teilen besteht, wobei die Führungselemente zu einer gemeinsamen Bewegung mit gleicher Umlaufzahl, gegebenenfalls mit kurzzeitigen Bewegungspausen durch Kupplungselemente verbunden sind.
Die Erfindung bezweckt, einem Nichtschwimmer die Schwimmbewegungen, insbesondere die zeitliche Abstimmung zwischen Hand- und Fussbewegungen zwangsläufig nahezubringen, wobei ein einfacher Aufbau der Maschine und eine mühelose Bedienung sowie Wartungsfreiheit angestrebt wird.
Eine bekannte Maschine der eingangs geschilderten Art bezweckt, genaue Bewegungen nicht nur der Arme und Beine, sondern auch der Hände und Füsse herbeizuführen, u. zw. Bewegungen, wie sie für ein Leistungsschwimmen ausgeführt werden sollen. Dadurch wird die Übungsmaschine zum Schwimmunterricht ausserordentlich umständlich und es sind zahllose Getriebemittel notwend-g, um nicht nur die Arm- und Beinbewegungen zu simulieren, sondern auch die Hand- und Fussbewegungen. Ein solcher in alle Einzelheiten zwangsläufig herbeigeführter Bewegungsablauf ist aber, wie sich dies in der Praxis gezeigt hat, für das Erlernen des Schwimmens nicht erforderlich.
Es genügt vielmehr, die grundsätzlichen Bewegungen der Arme und Beine, u. zw. entsprechend miteinander koordiniert, dem Lernenden zu vermitteln, worauf dieser mehr oder weniger automatisch entsprechende Hand- und Fussbewegungen ausführt.
Es ist ferner ein Übungsgerät bekannt, mit dem den Schwimmbewegungen ähnliche Bewegungen durchgeführt werden sollen. Es handelt sich dabei aber lediglich um ähnliche Bewegungen, u. zw. können die Arme und Beine nur Kreisbewegungen ausführen, die zu diesem Zweck vorgesehenen Kurbeln sind dabei über Rollen mit einem gemeinsamen Antrieb versehen bzw. es kann durch ein Zugorgan den Bewegungen der Arme und Beine ein gewisser Widerstand entgegengesetzt werden.
Schliesslich ist eine Brustschwimm-Lernmaschine bekannt, die Führungsbahnen der einleitend geschilderten Art aufweist, auf denen Führungsrollen laufen, mit welchen an den Hand- ud Fussgelenken befestigte Manschetten verbunden sind. Die Führungsrollen sind dabei durch Gestänge miteinander gekuppelt, so dass eine Schwimmbewegungen ausführender Lehrender einem Lernenden zwangsläufig die Schwimmbewegungen vermitteln kann. Der Lehrende und der Lernende befinden sich dabei in der Maschine übereinander. Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Maschine besteht darin, dass eine Lehrperson ständig als Hilfe zur Verfügung stehen muss.
Die Erfindung stellt sich im besonderen die Aufgabe, eine Brustschwimm-Lernmaschine mit einem einfachen Aufbau zu schaffen, die nicht nur in Bädern gewerblich, sondern auch in Schulen, bei der Wehrmacht und in Sportvereinen mit Vorteil Verwendung finden kann. Auch für private Zwecke soll die erfindungsgemässe Lernmaschine einsetzbar sein, wobei sie von einer Verleihanstalt vermietet werden könnte. Dabei geht die Erfindung von der Voraussetzung aus, dass Brustschwimmen als Grundschwimmart in erster Linie gelernt werden sollte. Nach dem Erlernen des Brustschwimmens sind andere Schwimmarten wesentlich leichter erlernbar. Die Erfindung strebt dabei an, das Brustschwimmen in möglichst kurzer Zeit auch Personen nahezubringen, die durch ihre körperliche Ungeschicklichkeit oder eine Wasserscheu das Schwimmen sonst nicht erlernen würden.
Das wesentliche Merkmal der erfindungsgemässen Brustschwimm-Lernmaschine besteht darin, dass die Führungsbahnen durch Führungsrollen gebildet sind, auf denen ein unmittelbar mit den Manschetten kraftschlüssig verbundenes Führungsband läuft und als Kupplungselement ein Kupplungsband vorgesehen ist, das jeweils auf eine der Führungsrollen mittelbar oder unmittelbar einwirkt. Die Erfindung erstreckt sich ferner darauf, dass vorzugsweise die den Schulter- und den Hüftgelenken am nächsten liegenden Rollen in gegen die Schulter- bzw. Hüftgelenke gerichteten Schlitzen einstellbar gelagert und die Führungsbänder längenveränderlich sind.
Gemäss einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Maschine ist mit je einer der die Führungsbahnen bildenden Führungsrollen koaxial eine Rolle verbunden, wobei das Kupplungsband auf der einen Seite der Längsmitte unmittelbar über die Rollen, auf der andern Seite über je ein Zwischenrad geführt und durch eine Spannrolle in Spannung gehalten ist. Nach einer andern Ausführungsform ist mit je einer der die Führungsbahnen bildenden Führungsrollen koaxial eine Rolle verbunden, wobei über die links-bzw. rechtsseits liegenden Rollen je ein Kupplungsband geführt ist und die Kupplungsbänder durch Spannrollen in Spannung gehalten und über ein Zwischengetriebe zu einer gegenläufigen Bewegung miteinander gekuppelt sind. Schliesslich sieht die Erfindung vor, dass mit einer der die Kupplungsbänder führenden Rollen ein Antriebsrad im Eingriff steht.
Die Brustschwimm-Lernmaschine besitzt eine zweiteilige Grundplatte mit höhenverstellbaren Füssen und einer Auflage für den Körper, hinter der eine Ausnehmung zur Ermöglichung einer Anziehbewegung der Knie vorgesehen ist. Mittels der Füsse wird die Maschine zum Wasserspiegel etwas schräg eingestellt, u. zw. so, dass der Kopf der Lernenden sich über dem Wasserspiegel befindet, sobald er sich auf die Auflage legt. Die Hand- und Fussgelenke werden nun in die Manschetten eingeführt, die an den Führungsbändern befestigt sind. In der ersten Lernphase kann ein Antrieb der Führungsbänder erfolgen, so dass die Arme und Beine des Lernenden Bewegungen im Sinne des Brustschwimmens ausführen.
In weiterer Folge kann der Antrieb durch eine Schwungmasse ersetzt werden, um dem Lernenden eine Arm- und Beinbewegung ohne körperliche Anstrengung
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zu ermöglichen. Im Zuge dieser ersten und zweiten Lernstufe bekommt der Lernende das nötige Bewegungsgefühl und es kann der Antrieb und die Kupplung mit einer Schwungmasse abgestellt werden, worauf der Lernende in kurzer Zeit nicht nur mit dem Wasser vertraut wird, sondern auch das Gefühl bekommt, dass die Schwimmbewegungen seinen Körper nicht nur über Wasser halten, sondern auch vorwärtsbewegen. Es ist naturgemäss auch möglich, zu Beginn des Lernens die Brustschwimm-Lernmaschine ausserhalb des Wassers aufzustellen und dem Lernenden so den Bewegungsablauf des Brustschwimmens näherzubringen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, welche eine beispielsweise Ausführungsform einer Brustschwimm-Lernmaschine schematisch veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 eine Draufsicht auf die Brustschwimm-Lernmaschine und Fig. 2 eine Seitenansicht teilweise im Schnitt.
Die erfindungsgemässe Brustschwimm-Lernmaschine besitzt eine Grundplatte deren Länge zur Anpassung an verschiedene Körpergrössen veränderlich sein kann. Die Grundplatte--l--ist mit höhenverstellbaren Beinen --20, 21-- abgestützt und trägt eine Auflage --24-- für den Körper des Lernenden. In der Grundplatte--l--ist eine Ausnehmung --26-- angeordnet, um eine Behinderung der
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eingreifende Lochriemen od. dgl. ausgebildet sein können. Die durch die Rollen--2, 3,4, 5 und 7-bzw.
Zahnräder gebildete Führung besteht aus einem konzentrisch zu den Schultergelenken--18--und den Hüftgelenken--19--gekrümmten Teil und geradlinigen, etwa radial zu den Schulter- und Hüftgelenken --18, 19--gerichteten Teilen. Die Führungen besitzen also insgesamt etwa die Form eines Kreisausschnittes, dessen Mittelpunkt in den Schultergelenken--18--bzw. den Hüftgelenken --19-- liegt. An den Führungsbändern--6--bzw. Zahnriemen sind Halter--23--befestigt, die als Träger für Manschetten --22-- zur Aufnahme der Fussgelenke dienen. In gleicher Weise sind an den Führungsbändern-9-bzw.
Zahnriemen Halter --23-- für Manschetten --22-- zur Aufnahme der Handgelenke angebracht. Einander zugeordnete Stellungen der Manschetten für die Arm- bzw. Fussgelenke sind dabei mit--I und II-- bezeichnet.
Um die Bewegungen der Manschetten --22-- für die Arm- bzw. Fussgelenke in eine synchrone Übereinstimmung zu bringen, sind mit je einer der die Führungen bildenden Rollen--3 bzw. 7-oder mit einem der entsprechenden Zahnräder koaxial Rollen-15 bzw. 16-- bzw. Zahnräder verbunden. Auf der einen Seite der Längsmitte greifen in die Rollen--15, 16--bzw. Zahnräder Rollen--15'und 16'--bzw.
Zahnräder ein, über die ein Kupplungsband bzw. ein Zahnriemen geführt ist, der durch eine Spannrolle-8gespannt gehalten wird. Somit ergibt sich für die einzelnen Manschetten--22--ein synchroner, jedoch spiegelbildlich symmetrischer Bewegungsablauf im Sinne der Arm- und Beinbewegungen des Brustschwimmens. Mit einer der das Kupplungsband--17--bzw. einen entsprechenden Zahnriemen führenden Rollen bzw. Zahnräder, z. B. mit der Rolle --16-- kann ein Antriebsrad --41-- oder eine Schwungmasse gekuppelt sein, damit die Arm- und Beinbewegung insbesondere zu Lernbeginn unterstützt werden kann.
Es ist im Rahmen der Erfindung auch möglich, jeweils die links-bzw. rechtsseits liegenden Rollen --15, 16--bzw. Zahnräder durch je ein Kupplungsband oder einen Zahnriemen miteinander zu verbinden und diese beiden Triebe über ein Zwischengetriebe zu einer gegenläufigen Bewegung miteinander zu kuppeln.
Die einzelnen Manschetten --22-- müssen den Armen bzw. Beinen drei Freiheitsgrade geben, dürfen die Arm- und Beinbewegung aber nur im Sinne der auszuführenden Schwimmtempis führen. Dabei ist zwischen den Führungsbändern--6 und 9--bzw. den entsprechenden Zahnriemen ein Übersetzungsverhältnis anzuordnen, damit bei dem unterschiedlichen Weg, den die Arme bzw. Beine zurücklegen, ein synchroner Ablauf möglich ist.
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gegeben.
In den Zeichnungen nicht näher dargestellt sind Sicherheitsvorkehrungen, z. B. Abdeckbleche über den Rollen--2, 3,4, 5 und 7--bzw. Zahnrädern. Wesentlich ist auch, dass das Kupplungsband--17--bzw. ein entsprechender Zahnriemen ausserhalb der Ausnehmug-26--in der Grundplatte--l--verläuft. Nicht weiter dargestellt sind auch Einzelheiten, um die Maschine insgesamt verschiedenen Körpergrössen anpassen zu können bzw. auch das Übersetzungsverhältnis zwischen den Führungen für die Handgelenke und die Fussgelenke verschiedenen Massverhältnissen zwischen den Armen und Beinen des Lernenden anpassen zu können.
Die dargestellten und beschriebenen Einzelheiten dienen nur zur Erläuterung des Wesens der Erfindung, ohne diese zu beschränken.