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Die Erfindung betrifft eine Schaltung für Gegentakt-B-Verstärker.
Die statische Kennlinie der üblichen Gegentakt-B-Verstärker weist zufolge ihrer Zusammensetzung aus zwei schiefsymmetrisch zueinander liegenden und stark gekrümmten Kennlinienabschnitten die Form einer kubischen Parabel auf, die an den zu verstärkenden Schwingungen Verzerrungen dritter Ordnung hervorruft.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Verzerrungen dritter Ordnung zu vermindern und erzielt dies dadurch, dass die Eingangs- und bzw. oder Ausgangskreise der in Gegentakt geschalteten Verstärkerelemente einzeln über Hilfsinduktivitäten mit geringem Gleichstromwiderstand an ihre Gleichspannungsspeisequellen angeschlossen sind.
Die Hilfsinduktivitäten kompensieren in den Zeitpunkten der Nulldurchgänge des Wechselstromes, durch einen Ausgleichsstrom, weitgehend die Verzerrungen dritter Ordnung.
In der brit. Patentschrift Nr. 733, 250 ist ein Gegentaktverstärker beschrieben, dessen Transistoren kollektorseitig über hochohmige Widerstände an die Gleichstromspeisung angeschlossen sind.
Dabei werden, um die Primärwicklung des Ausgangstransformators nicht kurzzuschliessen, den Widerständen Sperrdrosseln in Serie geschaltet, die den induktiven Widerstand dieses Parallelzweiges zur Primärwicklung entsprechend erhöhen.
Diese Art der Ausführung behindert durch ihre hohen, ohmschen Widerstände den Stromfluss eines Ausgleichstromes zur Glättung der Verzerrungen.
Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung ist die Gleichspannungsspeisequelle an den Eingangsund bzw. oder Ausgangskreis des ersten Verstärkungselementes über eine zusätzliche Hilfsinduktivität und an den Eingangs- und bzw. oder Ausgangskreis des zweiten Verstärkungselementes über die Mittenanzapfung der Sekundärwicklung eines Eingangstransformators und bzw. oder über die Mittenanzapfung der Primärwicklung eines Ausgangstransformators angeschlossen.
Der Induktivitätswert der Hilfsinduktivität ist zweckmässig grösser zu wählen, als der durch das 2 1tache der kleinsten Arbeitsfrequenz geteilte Widerstandswert des Ausgangswiderstandes beträgt. Mit dieser Bemessung ist eine hinreichende Unterdrückung der Verzerrung dritter Ordnung innerhalb des ganzen Frequenzbereiches des zu verstärkenden Signals gewährleistet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ausführung, bei der sowohl die Eingangskreise als auch die Ausgangskreise über einzelne Hilfsinduktivitäten gespeist werden, während bei der Ausführung nach Fig. 2 eine Hilfsinduktivität für die Speisung eines Ausgangskreises durch einen Wicklungsteil des Ausgangstransformators gebildet wird.
In beiden Ausführungsbeispielen sind mit--l und 2--als Verstärkungselemente verwendete, in Gegentakt geschaltete Transistoren bezeichnet, deren Basen von der Sekundärwicklung --3-- des Eingangstransformators beaufschlagt werden. Das Gleichspannungspotential der Basen wird über eine für beide Eingangskreise gemeinsame Drossel--4--und nach dieser über zwei einzelne Hilfsinduktivitäten --5 und 6-den Eingangskreisen der beiden Transistoren --1 bzw. 2-- zugeführt.
Die Emitter der Transistoren-l und 2--sind über zwei Widerstände --7 bzw. 8--geerdet, wobei der Eingangskreis für den Wechselstrom über einen zwischen dem Verbindungspunkt der Widerstände-7 und 8-und der Mittenanzapfung der Sekundärwicklung --3-- liegenden Kondensator --9-- geschlossen wird.
Die Ausgangskreise der Transistoren--l und 2--sind bei der Ausführung nach Fig. 1 über eine weitere gemeinsame Drossel--10--sowie über getrennte, an die Kollektoren der Transistoren--l und 2--geführte Hilfsinduktivitäten--11 und 12--an das Gleichspannungspotential angeschlossen. Die Ausgangsstromkreise beider Transistoren-l und 2-führen über je eine Wicklungshälfte der Primärwicklung-13-eines
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--1112--mit Erde verbindender Kondensator--17--. Ein Kondensator--18--erdet den Wechselstrom an der Verbindungsstelle der Drossel --4-- mit den Induktivitäten --5 und 6--.
Ist die Wirkung der Hilfsinduktivitäten--11 und 12--der Ausgangskreise für den gewünschten Effekt ausreichend, so können bei der Ausführung nach Fig. 1 die für die Speisung der Eingangskreise vorgesehenen
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und 6-entfallen ;Hilfsinduktivitäten der Ausgangskreise entfallen, wenn mit denen der Eingangskreise das Auslangen gefunden wird.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist nur im Ausgangskreis des Transistors-l-in analoger Weise wie bei der Ausführung nach Fig. 1 die Hilfsinduktivität --11-- angeordnet. Da diese Hilfsinduktivität--11-- parallel zu einer Wicklungshälfte der Primärwicklung --13-- des Ausgangstransformators liegt. beeinträchtigt sie etwas dessen Symmetrie. Das Ausmass der dadurch verursachten Unsymmetrie ist aber vernachlässigbar gering.