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Die Erfindung betrifft eine Aufspannvorrichtung für die Bearbeitung von Tunnelringsegmenten gekrümmter Streckenabschnitte u. dgl., bestehend aus einem, das Werkstück aufnehmenden Werkstückträger, der über mehrere auswechselbare Passstücke an einem Maschinentisch od. dgl. befestigbar ist, insbesondere für die Bearbeitung an einer Rundtischfräseinrichtung.
Es sind Aufspannvorrichtungen für Werkstücke bekannt, bei welchen das Werkstück auf zumindest drei Unterstützungspunkten aufgelagert ist, so dass die Bearbeitungsfläche unter einem bestimmten Winkel geneigt ist.
Bei derartigen Aufspannvorrichtungen sind jedoch keinerlei Sicherheitseinrichtungen gegen unrichtiges Aufspannen vorgesehen, so dass bei der Serienfertigung leicht Bearbeitungsfehler auftreten können.
Die Erfindung hilft derartige Bearbeitungsfehler zu vermeiden und damit die Ausschussgefahr zu verringern.
Die erfindungsgemässe Aufspannvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einzelnen Passstücken Stifte, insbesondere Kegelstifte, angeordnet sind, die in den Werkstückträger eingreifen und ein falsches Aufsetzen des Werkstückträgers auf den Passstücken verhindern. Vorzugsweise sind die Passstücke entsprechend dem jeweiligen zu bearbeitenden Werkstück markiert und weisen insbesondere eine Farbmarkierung auf. Gemäss einem weiterem Erfindungsmerkmal sind jeweils zwei Passstücke über einen Passstückträger zusammengefasst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt. Fig. l zeigt ein zu bearbeitendes Werkstück in Draufsicht, Fig. 2 die Anordnung zweier Werkstücke auf benachbarten Bearbeitungsstationen von vorne gesehen, Fig. 3 die Anordnung eines Werkstückes in einer Bearbeitungsstation in Seitenansicht und Fig. 4 eine Bearbeitungsmaschine im Aufriss, Fig. 5 gibt den Grundriss einer Rundtischfräseinrichtung und Fig. 6 die Zusammenfassung zweier Passstücke mittels eines Passstückträgers wieder.
In Fig. 1 ist ein Werkstück --10-- so dargestellt, dass fünf seiner sechs Flächen--12 bis 17--sichtbar
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schräg abgeschnitten ist, infolge seiner Grösse aus Segmenten zusammengesetzt werden muss. Es bilden dann die Flächen--13 und 14-die Ringflansche des Hohlzylinders, wogegen die Flächen--16 und 17-die Stossflansche bilden, an welchen sich weitere Segmente anschliessen. Die Flächen--12 und 15--sind Zylinderflächen, die den Hohlzylinder innen und aussen begrenzen.
Zur Bearbeitung der Ringflansche, die relativ genau erfolgen muss, werden die Werkstücke --10-- auf
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Aufspannung eines Werkstückes nach Fig. l schematisch dargestellt. Da die Flächen--13 und 14-eine doppelte Neigung gegenüber der Symmetrieebene--19--aufweisen, ist der Werkstückträger --11--, wie in Fig. 3 dargestellt, schräg liegend auf den Passstücken--6 bis 9--montiert. In der Bearbeitungsstation --1-wird die Fläche --13-- bearbeitet, die in der Arbeitsebene --18-- liegt. Die Bearbeitung der Fläche - 14-- des Werkstückes --10-- erfolgt nach einer Drehung des Werkstückträgers um etwa 180 in einer
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- 6 bis 9-- der Bearbeitungsstation --1-- angeordnet sind.
Bei Wegfall der doppelten Neigung der Flächen --13 und 14-kann die Bearbeitung der beiden Flächen auch in derselben Bearbeitungsstation --1 oder 2-erfolgen, wobei die Passstücke--6 bis 9--nicht ausgewechselt werden müssen.
In den Fig. 4 und 5 ist im Auf- und Grundriss eine Bearbeitungsstation mit einer Rundtischfräseinrichtung --5-- dargestellt, wobei in Fig. 4 nur ein Werkstück --10--, welches auf einem Werkstückträger --11-montiert ist, dargestellt ist. Der Werkstückträger--11--ist auf den Passstücken--6 bis 9--montiert, die, wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, unterschiedliche Höhen aufweisen, und die, wie in Fig. 6 gezeigt, paarweise
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sind. Wenn die Flächen--12 und 15-- eben sind, wird man eine Horizontalfräsmaschine verwenden, bei der im wesentlichen dieselben erfindungsgemässen Einrichtungen Anwendung finden können.
In Fig. 5 ist in den einzelnen Bearbeitungsstationen --1 bis 4--jeweils ein Werkstückträger--11-mit einem Werkstück-10-montiert. Die Rundtischfräseinrichtung --5-- besitzt mehrere Fräsköpfe --21 bis 23--, die nacheinander die Arbeitsfläche des einzelnen Werkstückes bearbeiten, so dass Schruppen, Fertigbearbeitung und die Bearbeitung etwaiger Absätze in einem Durchgang durchgeführt werden können. Bei diesem Bearbeitungsverfahren besteht die Möglichkeit des kontinuierlichen Betriebes, da immer zwei bzw. drei Bearbeitungsstationen von den Fräsköpfen--21 bis 23-- im Augenblick nicht bearbeitet werden, so dass hier der Werkstückwechsel durchgeführt werden kann, ohne dass der Bearbeitungsvorgang unterbrochen wird.
Durch die Anordnung der Werkstücke auf einer Kreisbahn, deren Radius etwa jenem der Segmente entspricht, gelingt es, die Fräserdurchmesser gering zu halten, und man vermeidet den ständigen Übergang von Gleichlauf- und Gegenlauffräsen, so dass die Oberflächenqualität der bearbeiteten Fläche gleichbleibend ist.
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In Fig. 6 ist ein Passstückträger im Grundriss dargestellt, der mit zwei Passstücken--6 und 7--bestückt ist. Selbstverständlich kann er auch mit den Passstücken--8 und 9--bestückt werden, die sich ja nur in ihrer Länge von den Passstücken --6 und 7-- unterscheiden. Die Vereinigung zweier Passstücke mittels eines
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9--, so dass der Ausschuss reduziert werden kann. Darüber hinaus sind am Passstückträger Öffnungen-24- bzw. Stifte-25--, wie z. B. Kegelstifte, angeordnet, mit deren Hilfe sichergestellt wird, dass der Passstückträger nur in einer bestimmten Lage montiert werden kann, so dass Verwechslungen unmöglich werden.
Um auch das richtige Aufsetzen der Werkstückträger--11--auf den einzelnen Passstücken --6 bis 9--zu gewährleisten, besitzen einzelne Passstücke, wie z.B. Passstück --6--, Stifte --26-- oder Bohrungen, die mit entsprechenden Einrichtungen auf den Werkstückträger übereinstimmen, so dass derselbe nur in einer Lage auf den Passstücken --6 bis 9--montiert werden kann.
Diese Sicherheitseinrichtung wird dann verständlich, wenn man bedenkt, dass bei einem schräg abgeschnittenen Kreisring, der in Segmente unterteilt ist, jedes einzelne Segment unterschiedlich ist, was sowohl für die Grösse als auch für die verschiedenen Neigungswinkel der Ringflanschen gegenüber der Symmetrieebene --19-- gilt. Es muss dann für jeden einzelnen Segmenttyp eine eigene Serie von Passstücken vorhanden sein, so dass Verwechslungen leicht möglich sind. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Passstückträger mit einer Markierung zu versehen, die den einzelnen Segmenttypen entspricht. Es empfiehlt sich hiezu besonders eine Farbmarkierung, so dass auf einen Blick überprüft werden kann, für welchen Segmenttyp die Bearbeitungsmaschine eingerichtet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufspannvorrichtung für die Bearbeitung von Tunnelringsegmenten gekrümmter Streckenabschnitte u. dgl., bestehend aus einem, das Werkstück aufnehmenden Werkstückträger, der über mehrere auswechselbare Passstücke an einem Maschinentisch od. dgl. befestigbar ist, insbesondere für die Bearbeitung an einer
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(26), insbesondere Kegelstifte, angeordnet sind, die in den Werkstückträger (11) eingreifen und ein falsches Aufsetzen des Werkstückträgers auf den Passstücken (6 bis 9) verhindern.
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