DE487992C - Verfahren zur Bearbeitung von Stirn- und Mantelflaechen an Lagerschalen von polygonalem Querschnitt, bei denen die Stirnflaechen verschieden zueinander geneigten Mantelflaechen zugeordnet sind - Google Patents

Verfahren zur Bearbeitung von Stirn- und Mantelflaechen an Lagerschalen von polygonalem Querschnitt, bei denen die Stirnflaechen verschieden zueinander geneigten Mantelflaechen zugeordnet sind

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DE487992C
DE487992C DEM93445D DEM0093445D DE487992C DE 487992 C DE487992 C DE 487992C DE M93445 D DEM93445 D DE M93445D DE M0093445 D DEM0093445 D DE M0093445D DE 487992 C DE487992 C DE 487992C
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shell surfaces
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23CMILLING
    • B23C3/00Milling particular work; Special milling operations; Machines therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Milling Processes (AREA)

Description

Bisher wurden die zu bearbeitenden Stirn- und Mantelflächen an Lag-erschalen von polygonalem Querschnitt, bei denen die Stirnflächen verschieden zueinander geneigten Mantelflächen zugeordnet sind, nacheinander auf verschiedenen Maschinen gefräst, wobei jede Fräsmaschine auf die Bearbeitung von einer oder auch von zwei in derselben Ebene oder in parallelen Ebenen liegenden Flächen abgestellt war. Das hierbei erforderliche wiederholte Umspannen hatte den Nachteil, daß besonders bei der Massenherstellung die Genauigkeit der Arbeit litt. Denn jedes Einspannen war zwangsläufig mit einer neuen Fehlerquelle verknüpft. Wenn zudem auch noch geringe Toleranzen eingehalten -warden mußten, war bei der bisherigen Arbeitsweise vielfach eine weitgehende Nacharbeit erforderlich und eine hohe Ausschußzahl unvermeidlich. Ferner war es bei dem bisherigen Verfahren der Bearbeitung von Lagerschalen oft schwierig, die einzuhaltenden Maße mit den einfachen Hilfsmitteln, die für Massenherstellung vielfach, sich allein als zweckmäßig erwiesen haben, in den einzelnen Arbeitsstadien nachzuprüfen und eine ausreichende Überwachung des gesamten Arbeitsganges auf hinreichende Genauigkeit dauernd sicherzustellen.
Alle diese Übelstände werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß ein einziger Satzfräser verwendet wird, der nacheinander die in Frage kommenden Flächen der schrittweise gedrehten Lagerschale bearbeitet.
Die Erfindung sei an Hand der Herstellung einer Lagerschale für Lokomotivtender beispielsweise erläutert. Abb. 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung, Abb. 3 und 4 die Lagerschale. In den Abb. S bis 8 sind die einzelnen Arbeitsstellungen wiedergegeben. Abb. 8a ist eine Wiedergabe der Abb. 8 in vergrößertem Maßstabe.
In der Zeichnung sind ρ, ο und η die Fräser, die auf einer gemeinsamen Welle 2 sitzen. Die Spannvorrichtung besteht aus einem um die der Welle 2 parallelen Achse 1 drehbaren Teile mit dem Hebele, der mit dem Teile fest verbunden ist, und dem Indexstift m, ferner einem festen Teil, dem Lagergestell ύ£, an welchem seitlich die vier Anschläge oder Indexbohrungen h, i, k und I angebracht sind, und dem Bewegungsgetriebe mit dem Schneckenrad g und der Schnecke /, die durch, ein Handrad gedreht wird.
Die Lagerschale α ist in Abb. 4 im Auf- und Grundriß und in Abb. 3 im Seitenriß wiedergegeben. An der Schale sind nun folgende acht Flächen zu bearbeiten: die Kragenflächen u und t durch den Scheibenfräser ti, der, mit einer Abrundung der Zähne ver-
sehen, gleichzeitig eine Hohlkehle an den Grund der Kragen fräst, die Seitenflächen q und ν durch den Walzenfräser O1 die linksseitigen Flächen r und w der vorspringenden Nocken durch die Stirnzähne des Walzenfräsers ο und die rechtsseitigen Flächen s und χ durch den Scheibenfräser ρ. ;
Der Arbeitsvorgang spielt sich folgendermaßen ab: die Lagerschale wird auf dem
ίο drehbaren Teil der Spannvorrichtung mit den Laschen b befestigt. Sie findet hierbei durch ihre unteren, inneren Längskanten auf der entsprechend ausgebildeten Unterlage c einen festen Halt und braucht nicht besonders ausgerichtet oder zentriert zu werden. Im ersten Arbeitsvorgang werden die Flächen q, r, s bearbeitet. Dann wird die Lagerschale mit der Spannvorrichtung durch das Schneckengetriebe gedreht bis der Indexstift in die
ao Bohrung i gelangt, dort die Spannvorrichtung wieder feststellend. In dieser Stellung wird (Abb. 6) der Kragen t gefräst und in Stellung k (Abb. 7) der zweite Kragen u. Um die Leistung der Maschine zu erhöhen, ist es hierbei zweckmäßig, den Fräser ti, der stets allein in Tätigkeit tritt, mit einer größeren, z. B. der doppelten Drehzahl laufen zu lassen als die Fräser ρ und 0, was durch entsprechende Ausbildung des Antriebs sich ohne Schwierigkeiten erreichen läßt. In der vierten Stellung L (Abb. 8) werden schließlich die Flächen V1 w; χ bearbeitet.
Bei dieser Arbeitsweise können folgende vier Maße genau erreicht werden: D<er senkrechte Abstand der beiden Ebenen t, tt und r, w voneinander, das Hauptmaß der Schale, der Abstand der Flächen q und V1 Abstand zwischen r, u, s und der Abstand zwischen w und χ. Es ist hierbei ferner ganz ausgeschlossen, daß einzelne Flächen, z. B. α und t, unwinklig zueinander sind, da die Schale in ihrer Stellung auf der Spannvorrichtung bleibt und diese sich nur um ihre Achse dreht, deren Lager in radialer und axialer Richtung nachstellbar und damit spielfrei ausgebildet ist, damit durch das Drehen der Spannvorrichtung Ungenauigkeiten nicht entstehen können.
Infolge Wegfalls von 75 0/0 der früheren Spannzeit, wo die Lagerschale zwecks Bearbeitung obiger acht Flächen viermal auf- und abgespannt werden mußte, und bedeutend einfacherer Einstellung der Fräser und der Vorrichtung wird eine große Zeitersparnis erzielt und eine Genauigkeit, wie sie vorher nicht annähernd erreicht werden konnte.
Es lassen sich auch andere Lagerschalen und ähnliche Werkstücke nach dem Verfahren gemäß, der Erfindung herstellen. Es ist hierzu nur eine entsprechende Änderung der Anschlage sowie der Abmessungen und Anzahl der Fräser und gegebenenfalls auch noch eine Änderung des Abstandes der beiden Achsen 1 und 2 erforderlich.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Bearbeitung von Stirn- und Mantelflächen an Lagerschalen von polygonalem Querschnitt, bei denen die Stirnflächen verschieden zueinander geneigten Mantelflächen zugeordnet sind, gekennzeichnet durch die Verwendung eines einzigen Satzfräsers, der nacheinander die in Frage kommenden Flächen der schrittweise gedrehten Lagerschale bearbeitet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM93445D 1926-02-21 1926-02-21 Verfahren zur Bearbeitung von Stirn- und Mantelflaechen an Lagerschalen von polygonalem Querschnitt, bei denen die Stirnflaechen verschieden zueinander geneigten Mantelflaechen zugeordnet sind Expired DE487992C (de)

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