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Die Erfindung betrifft eine Siebvorrichtung mit in einem Gehäuse eingesetztem Siebkörper in Form eines nach unten verjüngten, kegeligen, kugeligen, parabolischen oder hyperbolischen Rotationshohlkörpers mit vertikaler Achse, wobei das Gehäuse unten einen Auslauf für den Siebdurchgang und einen dem unteren Ende des Siebkörpers zugeordneten Austrag für den Siebüberlauf hat, ferner mit wenigstens einer, am oberen Ende des
Siebkörpers angeordneten-allenfalls um seine Achse drehbeweglichen - Aufgabevorrichtung für das Siebgut und gegebenenfalls mit einer Einrichtung zum Zuführen einer Waschflüssigkeit, zweckmässig in der Achse des
Siebkörpers.
Bei derartigen Siebvorrichtungen ist im allgemeinen oberhalb des kegeligen, im Gehäuse drehfest angeordneten und in einen zylindrischen Siebüberlauf-Austrag übergehenden Siebkörpers ein Läufer zentral angeordnet, welcher an seinem Mantel das ihm zugeführte Siebgut mit so hoher Geschwindigkeit gegen die
Innenwand eines Gehäusedeckels wegschleudert, dass sich im Siebkörper ein Trichter-Wirbel bildet.
Die das
Siebgut entlang des am Mantel des aus zwei Platten mit dazwischen angeordneten zylindrischen Prallkörpern bestehenden und durch einen angeflanschten Elektromotor gedrehten Läufers begleitende Luft tritt durch die öffnung des Siebkörpers aus, wobei dessen drehende Bewegung und diejenige des Siebgutes gleichzeitig ein Anschleudem der Gutteile gegen die Wand des Siebkörpers bewirken, welche dann mit hoher Geschwindigkeit entlang dieser Wand gleiten und wirbeln. Bei dieser Siebvorrichtung wird demgemäss das kontinuierlich zugeführte Siebgut zusammen mit gleichzeitig eintretender Luft durch den Läufer in eine rasch umlaufende
Kreisströmung versetzt, welche sich unter der Nachschubwirkung des dabei erzeugten Siebgut-Luft-Gemisches als
Trichter-Wirbel zum Siebüberlauf-Austrag hin bewegt.
Bei andern bekannten Siebvorrichtungen ist eine Schleuderscheibe endseitig mit in Drehrichtung gekrümmten und nahe der Siebfläche diese Schleuderscheibe umgebenden Siebkörpers mündenden Hohlarmen versehen, über welche Druckluft ausströmt, welche dadurch zu einer verbesserten Verteilung des Siebgutes über die Siebfläche des Siebkörpers beitragen soll, weil sie zusätzlich zu den auf das der Schleuderscheibe im wesentlichen zentral mittels eines Aufgabetrichters zugeführte Siebgut einwirkenden radialen Fliekräften und tangentialen Schleuderkräften eine dritte Kraftkomponente schafft, wobei die sich aus diesen drei Kräften ergebene Resultierende zu einer Vergrösserung der Auftreffläche des Siebgutes auf der Siebfläche führt.
Schliesslich sind noch auf dem Fliehkraft-Prinzip beruhende Siebvorrichtungen bekannt, bei welchen es für den Trennvorgang zu keiner Relativbewegung zwischen Siebgut und Siebkörper kommt ; hiebei wird der
Siebüberlauf in einer mehr oder weniger grossen Schichtstärke entlang der Siebfläche zu seinem Austrag hin bewegt.
Bei allen diesen Siebvorrichtungen entstehen jedoch häufig auf der Siebfläche Ablagerungen und Haufenbildungen des Siebgutes, welche schliesslich zu Verstopfungen der Sieböffnungen führen können. Zur Beseitigung solcher Verstopfungen müssen deshalb besondere Vorkehrungen getroffen werden, wie Bebrausung des Siebgutes auf der Siebfläche oder mechanische Einrichtungen, wie Bürsten, zum Sauberhalten der Siebfläche, deren kosten-und arbeitsaufwendiger Einsatz zur Beseitigung solcher Verstopfungen der Sieböffnungen oft unvermeidbare Stillstandszeiten bedingen.
Es soll nun eine Siebvorrichtung der eingangs genannten Bauart geschaffen werden, bei welcher für das Siebgut ein gleichmässiger Auflagedruck auf die Siebfläche des Siebkörpers erzielt wird, so dass periodische Säuberungen desselben weitgehend entfallen können.
Nach der Erfindung wird dies bei solchen Siebvorrichtungen in wirksamer Weise dadurch erreicht, dass die Aufgabevorrichtung bzw. Aufgabevorrichtungen in bekannter Weise innerhalb des Siebkörpers in unmittelbarer Nähe der Siebfläche, parallel zu einer Tangentialebene an deren oberen Teil angeordnet ist bzw. sind und dass die Relativgeschwindigkeit zwischen Siebgut und Siebkörper so bemessen ist, dass das Siebgut bzw. der Siebüberlauf unter Einwirkung der Schwerkraft auf einer spiralförmigen Bahn zum Siebüberlauf-Austrag bewegt wird, wobei die Sieböffnungen des Siebkörpers allenfalls auch nur entlang dieser spiralförmigen Bahn angeordnet sein können.
Mit einer solchen Siebvorrichtung wird erreicht, dass die Siebfläche des Siebkörpers unter Vermeidung einer sonst erforderlichen, periodischen Säuberung einem gleichmässigen Auflagedruck des Siebgutes ausgesetzt ist. Es kann deshalb im wesentlichen zu keinen Verstopfungen der Sieböffnungen kommen.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäss aufgebauten Siebvorrichtung veranschaulicht. Es zeigen : Fig. l einen kegeligen Siebkörper mit einer Aufgabevorrichtung-in Draufsicht ; Fig. 2 bis 6 verschiedene Siebkörperformen ; Fig. 7 bis 13 verschiedene Ausführungsformen dieser Siebvorrichtung im vertikalen Mittelschnitt, schematisch.
In den einzelnen Figuren der Zeichnungen ist jeweils mit -1-- der Siebkörper bezeichnet, der als sich nach unten verjüngter Rotationshohlkörper ausgebildet ist und eine vertikale Achse hat. Dieser Siebkörper, welcher gemäss Fig. 2 bis 6 kegelig, kugelig, parabolisch oder hyperbolisch sein kann, ist innerhalb eines Gehäuses --2-- angeordnet und hat mit seinem unteren Ende Verbindung mit einem Siebüberlauf-Austrag--3--, über welchen bei der Siebung auf der Siebfläche verbleibendes Siebgut die Siebvorrichtung in Richtung des Pfeiles C verlässt ; das Gehäuse-2--hat unten einen Auslauf-B-für den Siebdurchgang.
Am oberen Ende des Siebkörpers ist in den verschiedenen, unten näher erläuterten Ausführungsformen, wenigstens eine Aufgabevorrichtung-4-für das Siebgut angeordnet.
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Diese Aufgabevorrichtung--4--ist innerhalb des Siebkörpers--l--in unmittelbarer Nähe der
Siebfläche und parallel zu jeweils einer Tangentialebene an den oberen Teil des Siebkörpers angeordnet. über die Aufgabevorrichtung gelangt das Siebgut mit einer bestimmten Anfangsgeschwindigkeit auf die Siebfläche, über welche es dann auf einer spiralförmigen Bahn--A--zum Siebüberlauf-Austrag--3--ausschliesslich unter der Einwirkung der Schwerkraft bei entsprechender Bemessung der Realtivgeschwindigkeit zwischen dem Siebgut und dem Siebkörper bewegt wird. Infolge dieser spiralförmigen Bahn--A--des Siebgutes zum
Siebüberlauf-Austrag ist davon auszugehen, dass der Auflagedruck des Siebgutes auf die Siebfläche bei allmählich abnehmender Geschwindigkeit konstant bleibt.
Fig. 7 zeigt die Verhältnisse bei einer Siebvorrichtung mit einem kegeligen Siebkörper-l-und nur einer Aufgabevorrichtung --4--, wogegen bei der Ausführungsform gemäss Fig. 8 zwei Aufgabevorrichtungen --4-- vorhanden sind.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform sind beide Aufgabevorrichtungen --4-- um die Achse des Siebkörpers-l-drehbeweglich ausgebildet, wobei sich zwei spiralförmige Bahnen-A-des Siebgutes ergeben.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 10 ist die Möglichkeit angedeutet, den Siebkörper-l-um seine vertikale Achse zu drehen, wobei ausserdem auch die Aufgabevorrichtung-4-, wie in Fig. 9 gezeigt, um die Achse des Siebkörpers drehbeweglich ausgebildet sein kann.
In ihrer in Fig. 11 gezeigten Ausführungsform ist die gesamte Siebvorrichtung um die vertikale Achse des Siebkörpers --1-- drehbeweglich. Hier ist also das Gehäuse --2-- mit dem in diesem angeordneten Siebkörper-l-und dem Siebüberlauf-Austrag --3-- drehbar.
In der Ausführungsform gemäss Fig. 12 ist das Gehäuse-2-mit zwei Ausläufen--BB--für den Siebüberlauf versehen, so dass zwei unterschiedliche Fraktionen ausgetragen werden können.
In Fig. 13 ist schliesslich noch eine um die Achse des Siebkörpers--l--drehbare Einrichtung--S-- zum Führen einer Waschflüssigkeit gezeigt, mittels welcher das Siebgut eine Bebrausung erfahren kann. Auch die andern Ausführungsformen der erfindungsgemässen Siebvorrichtung können selbstverständlich zusätzlich mit einer solchen Einrichtung--5--zur Führung einer Waschflüssigkeit ausgerüstet sein ; schliesslich können in allen Fällen die Sieböffnungen des Siebkörpers gegebenenfalls nur entlang der spiralförmigen Bahn--A-- angeordnet sein.