AT302874B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes

Info

Publication number
AT302874B
AT302874B AT427169A AT427169A AT302874B AT 302874 B AT302874 B AT 302874B AT 427169 A AT427169 A AT 427169A AT 427169 A AT427169 A AT 427169A AT 302874 B AT302874 B AT 302874B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dust
sand
gravel
production
insulating material
Prior art date
Application number
AT427169A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Brunhilde Neudeck
Inge Loebl
Helga Lechner
Eberhard Neudeck Dipl Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Brunhilde Neudeck, Inge Loebl, Helga Lechner, Eberhard Neudeck Dipl Ing filed Critical Brunhilde Neudeck
Priority to AT427169A priority Critical patent/AT302874B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT302874B publication Critical patent/AT302874B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/10Coating or impregnating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und
Kiesersatzes aus organischen oder anorganischen Stoffen, insbesondere Holz, unter Verwendung von bituminösen oder chemischen Isolierstoffen und mineralischen Versteinerungs-Staubzusätzen. 



   Auf diese Weise soll ein loser   Kies-und Sandersatz   geschaffen werden, welcher ein geringes Gewicht und eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aufweist und dann mit normalen Bindemitteln wie Zement, Kalk und
Kalkstaub, sowie Wasser zur Herstellung von Baumörtel aller Art, Fussbodenstrichen und Leichtbauelementen mit
Vorteil verwendet werden kann. 



   Es ist bereits bekannt, die organischen oder anorganischen Stoffe in einem Mischwerk mit dem, diesem durch dosiertes Einspritzen mittels einer Zerstäuberdüse zugeführten Isolierstoff zu umhüllen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im Anschluss hieran darin, dass nach der Umhüllung mit
Isolierstoff das Trennen der vermischten, umhüllten, natürlich verklebten und geballten Masse in einer Art
Hechelanlage (17) erfolgt, wobei gleichzeitig Mineralstaub, z. B. Zementstaub zugeführt wird, anschliessend das getrennte Gut in eine gekühlte Förderanlage gelangt, in welcher es durch eingedüstes, gekühltes Wasser zur Aufnahme der gleichzeitig erfolgenden Nachbestaubung befeuchtet wird, sodann das gekühlte, mit Mineralschleim ummantelte, zum Verldeben neigende Gut in einer Schleuderanlage getrennt wird, und schliesslich das fertige Gut in einer luftgekühlten Förderanlage abgeführt wird. 



   Als Grundstoff können hiebei in verschiedenen Grössen zerhacktes Holz, Braunkohle, Kokosschale, Schilf, Bambus, Hanfstengel oder Kunststoffabfälle dienen. Als Isolierstoff wird Bitumen oder Teer verwendet. 



   Als Einrichtung zur Durchführung des   erfmdungsgemässen   Verfahrens wird zweckmässig ein von aussen, vorzugsweise mittels Röhren geheiztes Mischwerk benützt, das im wesentlichen aus einer angetriebenen Welle mit Förderflügeln besteht und mit dem Einlauf für das Rohkorngut, sowie einer Zerstäuberdüse mit Dosierungsschieber   od. dgl.   für den Isolierstoff versehen ist, wobei die Förderflügel durch Verschwenken in beliebige Schräglagen in bezug auf die Förderrichtung einstellbar sind und im Anschluss an das Mischwerk eine hechelartige Anlage, eine gekühlte Förderanlage, eine Schleuderanlage und eine luftgekühlte Förderanlage vorgesehen sind. 



   Die genannten, sowie weitere Einzelheiten der zur Durchführung des   erfindungsgemässen   Verfahren dienenden Einrichtungen gehen aus den Zeichnungen hervor, welche beispielsweise Ausführungsformen derselben zeigen u. zw. veranschaulichen hievon   Fig. 1   eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Stirnansicht, teilweise im Schnitt. 



   Bevor das Gut in die in den Zeichnungen dargestellte Anlage gelangt, werden zweckmässig nachstehende Verfahrensschritte vorgenommen. 



   Zunächst erfolgt die Grobzerkleinerung des organischen oder anorganischen Grundstoffes in einer Hackmaschine, von wo aus das Gut in einen Feinzerkleinerer oder eine Hackmühle gelangt, wo die Zerkleinerung des grobgezackten Grundstoffes auf die gewünschte Grösse vorgenommen wird. Anschliessend ist eine Siebmaschine angeordnet, die den zerhackten Grundstoff von übermässigem Staub scheidet. Eine pneumatische Förderanlage dient zur Entfernung des ausgesiebten Holzstaubes, welcher in einem Holzstaubsilo für andere Verwendungszwecke gespeichert wird. Weiters können ein Staubaustragapparat und eine Steigschnecke zur Entladung des nicht zu verarbeitenden Staubes vorgesehen werden. 



   Die Beförderung der Holzspäne zur Weiterverarbeitung erfolgt durch eine pneumatische Förderanlage in einen Rohldessilo. Von dort aus schafft ein Austragapparat das Gut über eine Steigschnecke in eine Trockenanlage. Als solche können an sich bekannte Spänetrockenanlagen, entweder Wirbel- oder Rollentrockner Verwendung finden. Die Trockenanlage wird hiebei mit einem Lufterhitzer versehen. Der durch die Trocknung entstehende Staub wird vorteilhaft durch eine Abscheideanlage entfernt. 



   Über eine zweite Steigschnecke kann man eine zweite von mehreren erfindungsgemässen Erzeugermaschinen-Batteriesätzen beschicken. 



   Aus der letztgenannten Trockenanlage fördert eine Steigschnecke das Gut in die Bituminisatoranlage   - -16--.    



   Diese ist, wie die   Fig. 1   und 2 zeigen, als muldenförmige Rinne ausgebildet, welche durch Rohre   --166--,   die von Wärmeträgeröl oder Dampf durchströmt sind, indirekt beheizt wird. An den Enden dieser 
 EMI1.1 
    --161-- gelagert,Dosierungsschieber --164-- eingebaut   ist. Durch diese Düse wird der Isolierstoff, also Bitumen oder Teer zugeführt und zerstäubt. 



   Durch die   Flügel --162-- wird   bei laufendem   Motor --167-- das   durch den Einlauf-163zugeführte Gut mit dem Isolierstoff umhüllt. Infolge der aus Fig. 1 ersichtlichen Schräglage der Flügel erhält das vermischte Gut den für eine vollständige Ummantelung jedes Kornes nötigen, wendenden Wurf und wird ausserdem in axialer Richtung weitergefördert. Die Verstellung der Flügel ist notwendig, um die   Durchgangsgeschwindigkeit   sowie die Ummantelungsdichte der verschiedenen Grundstoff-Kornarten, je nachdem es sich um organische oder anorganische handelt, zu regeln. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die vermischte, ummantelte, natürlich verklebte und geballte Masse wird aus dem   Bituminisator-16--   der Walze bzw. dem Rotor einer hechelartigen   Anlage-17-zugeführt.   Die Walze sitzt auf einer Welle, die durch den   Motor --175-- mit   etwa 3000 Umdr/min, im Uhrzeigersinn angetrieben wird, und besteht aus 
 EMI2.1 
 rotierende Walze wird eine Zertrennung des klebrigen Mischgutes erreicht. 



   Am Mineralstaubsilo --21-- sind zwei getrennt gesteuerte   Dosieranlagen --20-- angebaut,   wobei eine derselben die Staubmenge zur Auswertung des Restwasserdampfes des Bitumens oder Teers der hechelartigen Anlage --17-- über eine Leitung --201-- zuführt. Der Staub wird hiebei in eine schleimartige Umhüllung jedes Kornes verwandelt. Das gestaubte und vom Hechelrotor getrennte Gut gelangt in die   Kühl- und   Förderanlage --18--, die aus einer muldenförmigen Wanne mit Abdeckung besteht, in welcher zwei Wellen   --181-- umlaufen,   die durch einen Getriebemotor --183-- angetrieben sind. Jede Welle trägt wieder in 
 EMI2.2 
 



  Zementschleim umhüllte, zur Verklebung neigende Kies- oder Sandgut wird hier neuerlich getrennt. 



   Aus dem   Gehäuse --22-- gelangt   das Gut in die Förderanlage --23--. Diese besteht aus einer Rohrwelle-232--, welche mit Luftaustrittsöffnungen --233-- versehen ist und die Förderschnecke   - 231-trägt.   An der Stirnseite dieser Förderanlage ist ein   Druckventilator-234-an   der Welle angebaut, welcher Kalt- oder Warmluft zerstreut oder verdüst in das Innere des Wellengehäuses leitet, so dass das durch die Schnecke --231-- geförderte Kies- oder Sandgut damit belüftet und getrocknet wird. 



   Aus der   Förderanlage-23-gelangt   das Gut dann zweckmässig zu einer Sieb- und Teilmaschine mit eingebauten Kaskaden. 



   An diese Sieb- und Teilmaschine schliessen zwei pneumatische Förderanlagen an, von wo aus der fertige Kies- und Sandersatz, getrennt nach Grösse, schliesslich in einen Grobkornsilo mit eingebauter Absackwaage und einen Feinkornsilo mit Absackwaage abgeführt wird. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes aus organischen oder anorganischen Stoffen, insbesondere Holz, unter Verwendung von bituminösen oder chemischen Isolierstoffen und mineralischen Staubzusätzen, wobei der organische oder anorganische Stoff in einem Mischwerk mit dem, diesem durch dosiertes Einspritzen mittels einer Zerstäuberdüse zugeführten Isolierstoff umhüllt wird, d a d u r c h g e k e n n -   zeichnet,   dass nach der Umhüllung des organischen oder anorganischen Stoffes mit Isolierstoff das Trennen der vermischten, umhüllten, natürlich verklebten und geballten Masse in einer Art Hechelanlage (17) erfolgt, wobei gleichzeitig Mineralstaub z. B.

   Zementstaub zugeführt wird, anschliessend das getrennte Gut in eine gekühlte Förderanlage (18) gelangt, in welcher es durch eingedüstes, gekühltes Wasser zur Aufnahme der gleichzeitig erfolgenden Nachbestaubung befeuchtet wird, sodann das gekühlte, mit Mineralschleim ummantelte, zum Verkleben neigende Gut in einer Schleuderanlage (22) getrennt wird, und schliesslich das fertige Gut in einer luftgekühlten Förderanlage (23) abgeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher ein von aussen, vorzugsweise mittels Röhren (166) geheiztes Mischwerk (16) vorgesehen ist, das im wesentlichen aus einer angetriebenen Welle (161) mit Förderflügeln (162) besteht und mit dem Einlauf (163) für das Rohkorngut, sowie einer Zerstäuberdüse (165) mit Dosierungsschieber (164) od. dgL für den Isolierstoff versehen ist, EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
AT427169A 1969-05-05 1969-05-05 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes AT302874B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT427169A AT302874B (de) 1969-05-05 1969-05-05 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT427169A AT302874B (de) 1969-05-05 1969-05-05 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT302874B true AT302874B (de) 1972-10-25

Family

ID=32180911

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT427169A AT302874B (de) 1969-05-05 1969-05-05 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT302874B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2635866C2 (de) Vorrichtung zum Aufbereiten von Fasern zur Zumischung zu Spritzbeton
DE2650919A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum trocknen von duenger, schlamm o.dgl.
EP2326900A2 (de) Verfahren und vorrichtung zum trocknen von biomasse
AT302874B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Sand- und Kiesersatzes
DE2716557A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufbereiten und trocknen von gekochtem fleisch, insbesondere fisch
DE1112968B (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Feststoffen mit verfluessigten, vorzugsweise thermoplastischen, insbesondere bituminoesen Bindemitteln
DE102007010070A1 (de) Vorrichtung zur Behandlung von Hausmüll oder hausmüllähnlichem Abfall
DE3404658C2 (de)
DE3708873C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines rieselfähigen, insbesondere zur Fertigung von Platten bestimmten Gemisches aus faserigem und/oder spanförmigem Holzmaterial und Gips
DE2023659A1 (en) Dried raw material treatment to impregnate with a sprayable binder
DE2503383A1 (de) Intensiv-netz-verfahren fuer ganze koernerfruechte und netzvorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2161757A1 (de) Verfahren und einrichtung zur herstellung eines sand- und kiesersatzes
DE2228407C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Belagmasse für den bituminösen Straßenbau
DE102012101202A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Betriebsmasse für grobkeramische Produkte und Trocknungsspeicheranlage dafür
DE202012100400U1 (de) Beleimungseinrichtung
DE3612049C2 (de)
DE846197C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von gemahlenem Getreide in Mahlanlagen durch Zuleitung klimatisierter Luft in Muehlen mit pneumatischer Foerderung
AT510726B1 (de) Anlage zum herstellen von pellets aus nachwachsenden rohstoffen
DE471362C (de) Anlage zur Herstellung von Schokoladenmasse
DE2014519A1 (de) Vorrichtung zur Befeuchtung von Ge treide
DE2460301A1 (de) Vorschub- und dosieranlage fuer holzschliff, ausschuss und dergleichen
US1638964A (en) Method for producing animal feed
AT271861B (de) Vorrichtung zum Klassieren von Zerkleinerungsprodukten pflanzlicher Rohstoffe
DE4124467C2 (de)
AT220465B (de) Verfahren zur Herstellung von oberflächenveredelten Gegenständen, insbesondere Platten