<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
abzudeckende Fläche aufgeklebt. Diese Noppen bestehen aus flachen Körpern relativ geringen Ausmasses, die vorzugsweise auf ihrer äusseren, vom Isolierkern abgewandten Seite mit einer selbstklebenden Schicht aus einer dauernd plastischen Kleb- und Haftmasse, z. B. Polyisobutylen, Polyisobutylengemischen, Polyvinylchlorid oder
Butylkautschuk, versehen sind, auf der sich bis zum Augenblick der Verlegung der Platte eine Schutzfolie, z. B. aus regenerierter Zellulose oder aus Silikonpapier befindet.
Die Herstellung der Platte und ihre Verlegung kann wesentlich vereinfacht werden, wenn man
Noppenkörper verwendet, die beiderseitig eine selbstklebende Schicht tragen oder die ganz aus einem selbstklebenden Körper bestehen, wie z. B. ein Band aus Butylkautschuk. Derartige Noppen werden nach
Entfernung der einen ihrer Schutzfolien auf die die Platte umgebende Folie aufgeklebt während die zweite
Schutzfolie zunächst an Ort und Stelle bleibt, um erst unmittelbar vor der Verlegung der Platte entfernt zu werden.
Die Dicke der Noppen kann je nach dem gewünschten Grad der Belüftung des Zwischenraumes zwischen der Platte und der abzudeckenden Fläche verschieden sein und kann beispielsweise zwischen 1 und 5 mm betragen. Die Noppen können quadratische oder rechteckige Form, z. B. 20 X 20 mm, haben, können aber auch runde oder beliebige andere Form besitzen. Für eine absolut sichere Befestigung der Platte auf der abzudeckenden Fläche benötigt man solche Noppen nur in geringer Zahl, z. B. genügen für das Aufkleben einer
Platte der üblichen Grösse von 500 X 1000 mm fünf quadratische Noppen des Ausmasses 20 X 20 mm oder fünf streifenförmige Noppen einer Länge von beispielsweise 150 bis 200 mm und einer Breite von 20 bis 30 mm, die gleichmässig über die Fläche der Platte verteilt werden.
Die durch die Platten bewirkte Wärmedämmung kann noch verbessert werden, wenn man zwei Lagen von-gewünschtenfalls dünneren-Platten um einen geringen Abstand mindestens der Schmalseiten versetzt zueinander anbringt. Hiebei ist es günstig zur Stabilisierung des Plattenaufbaus die jeweils überstehenden schmalen Ränder an der Schmalseite, und falls die Platten auch mit versetzten Längsseiten aufgebracht werden, auch an der Längsseite der Platte miteinander zu verkleben.
Dies kann mittels dünner selbstklebender Streifen erfolgen, die bis zum Augenblick der Aufbringung auf den Rand der in der unteren Schicht verlegten Platten beiderseits mit einer Schutzfolie abgedeckt sind, so dass die Klebschicht nach Entfernen der einen dieser
Schutzfolien auf den überstehenden Plattenrand der unteren Platte aufgebracht werden kann, worauf nach
Entfernen der zweiten Schutzfolie die obere Platte aufgebracht wird. Bei dieser Art der doppelschichtigen
Verlegung der Platten befinden sich die zur Befestigung der Platte auf der abzudeckenden Fläche dienenden Noppenkörper lediglich an den in der unteren Schicht verlegten Platten.
Wenn die erfindungsgemässe Platte auf einer Decke verlegt werden soll, die nicht eben ist, sondern wie bei Sickendächern (Metallprofildächern) nur bestimmte Stellen aufweist, an denen die Platte durch Aufkleben befestigt werden kann, verwendet man beiderseits selbstklebende Noppenkörper die an der Baustelle nach Entfernen der einen seiner Schutzfolien auf die betreffenden, für das Aufkleben der Platte verfügbaren Stellen, z. B. die unteren Rippenflächen des Sickendaches geklebt werden. Sodann entfernt man die zweite Schutzfolie, um auf die damit freiwerdende zweite selbstklebende Schicht des Noppenkörpers die Platte auflegen, andrücken und damit aufkleben zu können.
Auf die auf der abzudeckenden Fläche aufgeklebten Platten wird eine trittfeste, wasserfeste Abdeckplatte beliebiger Art, z. B. Dachpappe, in üblicher Weise aufgebracht oder derart, dass man auch an der Oberseite der verlegten Platte weitere der beschriebenen selbstklebenden Noppen anbringt, auf die die wasserdichte Abdeckplatte gedrückt und damit aufgeklebt wird, wodurch eine weitere, heute oft geforderte Dampfausgleichszone gebildet wird. Man kann auch vorher, vor allem, wenn das Aufbringen der Platten bei feuchtem Wetter erfolgen muss, die Stossfugen der Platten mit einem Abdichtstreifen überkleben oder in den obersten Teil der Stossfugen eine Abdichtmasse einstreichen.
Die erfindungsgemässe Platte und ihre Anwendungsmöglichkeit werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert : Fig. l zeigt eine Unteransicht der erfindungsgemässen Platte-l-die mit Noppen-2-versehen ist. Fig. 2 ist ein vergrösserter, teilweiser Schnitt der Platte gemäss Fig. l entlang der Linie A-A. Der Isolierkern --3-- ist allseitig von der auf ihn aufgeschrumpften Folie --4-- umhüllt. Der Noppenkörper --6-- ist mittels der selbstklebenden Schicht--7--auf die Unterseite--8--der Platte aufgeklebt ; seine äussere Seite trägt die zweite selbstklebende Schicht--7--, die mit der Schutzfolie--9--bedeckt ist.
Die Noppen --2- können jedoch auch ganz aus einem selbstklebenden Körper bestehen ; in diesem Fall sind Noppenkörper--6--und die selbstklebende Schicht--7--identisch.
Fig. 3 zeigt im Schnitt in Seitenansicht erfindungsgemässe Platten, die in zwei Schichten mit versetzten Schmalseiten verlegt sind. In der unteren Schicht befinden sich die Platten die mit selbstklebenden Noppenkörper welche vor der Verlegung einseitig mit einer Schutzfolie --14-- abgedeckt waren, auf der abzudeckenden Fläche --12-- aufgeklebt sind. Die seitlich versetzt aufgelegten Platten-la--der oberen Plattenschicht sind mittels der selbstklebenden Streifen--13--an ihrem unteren Rand mit dem oberen Rand der unteren Platte--l--verklebt. Bis zur Aufklebung der oberen Platte--la-ist der selbstklebende Streifen--13--durch die Schutzfolie--14--abgedeckt.
In Fig. 4 ist eine für den Aufbau einer unteren Schicht nach Fig. 3 verwendbare Platte dargestellt, wie sie
<Desc/Clms Page number 3>
dem Verbraucher geliefert werden kann. Die Bedeutung der Bezugszeichen ist die gleiche wie zu Fig. 3 erläutert. Fig. 5 zeigt eine Unteransicht der Bedachungsplatte--l--mit den auf deren Aussenschicht aufgebrachten Noppen--6--, die in vorliegender beispielhaften Ausführungsform sowohl streifenförmig als auch quadratisch ausgebildet sind. Fig. 6 ist ein vergrösserter, teilweiser Schnitt der Platte gemäss Fig. 5 entlang der Linie A-A.
Man erkennt den porigen Isolierkern--3--, der allseitig von der auf ihn aufgeschrumpften Folie--4--umhüllt ist, und die auf die ganze Oberfläche des Isolierkernes aufgebrachte dünne Zwischenschicht aus Klebematerial --10--. Der in vorliegender Ausführungsform streifenförmig ausgebildete Noppenkörper --6-- aus selbstklebendem Material ist auf die Unterseite der Platte aufgeklebt ; seine äussere Seite ist mit der Schutzfolie --5-- bedeckt.
Die erfindungsgemässe Platte weist gegenüber dem Bekannten eine Reihe von Vorzügen auf. Man kann zu ihrer Herstellung einfache, allseitig von glatten Flächen begrenzte Isolierkerne verwenden, ohne komplizierte Ausgestaltungen der Stirnwände in Erwägung ziehen zu müssen. Die mit der Folie umhüllten einfachen, glatten
EMI3.1
Die Verlegung der neuen Platten mittels selbstklebenden Noppen ist denkbar einfach und rasch durchführbar. Wenn z. B. von zwei Bedienungsleuten der eine die Schutzfolien der Noppen abreisst und der zweite die Platten verlegt, lässt sich pro Arbeitstunde eine weitaus grössere Anzahl von Platten auf das Dach aufbringen als dies bisher mit dem Aufkleben der Platten mit Heissbitumen usw. möglich war.
Die geringe Anzahl von Noppen, die für die Befestigung der Platten auf dem Dach benötigt wird, lässt einen Luftraum unter der Platte offen, der nahezu der gesamten Plattengrösse entspricht. Die zur Entfernung von Baufeuchtigkeit und Kondenswasser erforderliche Luftzirkulation ist damit gegenüber allen bekannten Kanal- und Höcker- bzw. Mulden-Systemen wesentlich gesteigert, so dass die Platten unbedenklich auch auf baufeuchtem Untergrund verlegt werden können. Ausserdem besteht der Vorteil, dass ein Verschmieren und damit Verstopfen der Kanäle, wie es bisher bei dem überdies zeitraubenden und wetterabhänigen Aufkleben von Platten mittels Heissbitumen oder andern Klebstoffen leicht eintrat, völlig vermieden wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Platte, insbesondere für Bedachungen, aus einem porigen Isolierkern und einer diesen allseitig
EMI3.2