<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Apparaten zur portionsweisen Entnahme flüssiger oder pastöser
Erzeugnisse aus einem Behälter, wobei die Apparate mit je einem Pumpengehäuse versehen sind, das inwendig mit einem Durchlaufkanal und einer Ventilkammer, in die ein Ventil eingesetzt ist, ausgebildet ist.
Es ist u. a. ein sogenannter Seifenspender zur portionsweisen Entnahme flüssiger Seife vorbekannt, der hauptsächlich in öffentlichen Waschräumen verwendet wird, sich aber als besonders unhygienisch erwies, da sein
Inhalt durch Eindrücken des Mundstückes des Apparates mit der Hand, ausgespeist wird. Diese Konstruktion ist demzufolge absolut ungeeignet, in Waschräumen von Krankenhäusern od. dgl. gebraucht zu werden.
Weiters ist durch die brit. Patentschrift Nr. 827, 778 eine Abgabevorrichtung mit zwei gleichsinnig sich nach unten verjüngenden selbstschliessenden Einlass- bzw. Auslassventilen am oberen bzw. unteren Ende eines durch ein äusseres Druckglied verformbaren elastischen Abgabebehälters bekanntgeworden, wobei die Nachfüllung durch die nach Beendigung der äusseren Druckwirkung infolge Volumsvergrösserung auftretende Saugwirkung erfolgt. Diese
Vorrichtung ist ungenügend dicht, demzufolge sich durch Austrocknen der im äusseren Mundstück befindlichen
Masse ein fester Pfropfen bilden kann, welcher die Vorrichtung funktionsunfähig macht und bei gewaltsamer
Bedienung derselben auch zum Zerreissen des äusseren Mundstückes führen kann.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, die oben erwähnten Mängel zu beseitigen. Das die Erfindung
Kennzeichnende ist, dass das Ventil aus zwei in der Ventilkammer angeordneten, auf Abstand hintereinander gelegenen trichterförmigen Dichtungsflanschen besteht, deren kleineres Ende dem Einlaufende der Ventilkammer zugekehrt ist, und dass die Wandung der Ventilkammer an einer zwischen den Flanschen gelegenen Stelle mit einer Öffnung, Kanal od. dgl. ausgerüstet ist, durch den die Ventilkammer mit dem Inneren einer an der
Aussenseite des Pumpengehäuses ortsfest angeordneten Druckblase in Verbindung steht.
Der Erfindungsgegenstand ist in seiner Bauart sehr einfach. Er kann ausserdem zur Gänze aus Gummi oder
Kunststoff hergestellt werden, wodurch die Kosten für seine Herstellung gering sind und jegliches
Korrosionsproblem ausgeschaltet ist.
Durch die Trichterform der Dichtungsflanschen wird eine gute Abdichtung erhalten und die Bildung eines
Pfropfen verhindert.
Der Erfindungsgegenstand weist nur wenige bewegliche Teile auf und ist deshalb störungssicher. Sowohl der Behälter als auch das Pumpengehäuse können völlig entleert werden, weshalb ein Austrocknen des
Behälterinhaltes nicht möglich wird. Die Gefahr des Nachtropfens ist aus diesem Grund ebenfalls nur sehr gering.
Durch Ausbildung des Austrittsrohres mit kleinem Durchmesser-der je nach der Dickflüssigkeit des betreffenden Inhaltes gewählt wird-wird durch Kapillarwirkung die Gefahr des Tropfens völlig beseitigt. Der Erfindungsgegenstand kann zur portionsweisen Entnahme einer grossen Anzahl verschiedenster Flüssigkeiten oder Cremen Anwendung finden. In Wasch-, Baderäumen oder Küchen können beispielsweise mehrere solcher Apparate, sei es in dafür vorgesehenen Wandgestellen oder auch direkt an der Wand befestigt werden, die z. B. flüssige Seife, Sprühmittel, Haarpflege- oder Hautpflegemittel, Zahnpaste, oder beispielsweise Senf oder Tomatenmark enthalten.
Ausserdem kann der Apparat gemäss der Erfindung mit einer Vorrichtung zur Fussbetätigung der Druckplase mittels eines hydraulischen Systems ausgerüstet oder mit einem Hebelmechanismus zwecks Betätigung der Druckblase beispielsweise mit Hilfe eines Ellenbogens, versehen sein. Hiedurch wird eine äusserst hygienische Handhabung des Apparates gewährleistet, was bei der Verwendung desselben in öffentlichen Waschräumen, insbesondere von Krankenhäusern od. dgl. von besonders grossem Vorteil ist.
Im folgenden wird die Erfindung mit Hinweis auf die Zeichnungen näher verdeutlicht. Es zeigen : Fig. 1 eine teilweise im Schnitt veranschaulichte Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung, Fig. 2 in grösserem Massstab eine teilweise im Schnitt veranschaulichte Seitenansicht eines Doppelventiles, Fig. 3 eine Draufsicht auf das Doppelventil gemäss Fig. 2, Fig. 4 in grösserem Massstab eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht des mit einem Doppelventil gemäss eines zweiten Ausführungsbeispiels ausgestatteten Pumpengehäuses, Fig. 5 eine Zusammenstellung des einen Ausführungsbeispiels zur Fussbetätigung mit teilweise im Schnitt gezeigtem Pedal, Fig. 6 eine Vorderansicht des Apparates gemäss Fig. 5, Fig. 7 einen lotrechten Schnitt durch einen Apparat zur Fussbetätigung gemäss Fig. 5, Fig.
8 eine Vorderansicht des Wandgestells gemäss Fig. 7 und Fig. 9 eine Vorderansicht des Pumpengehäuses gemäss Fig. 7.
In Fig. l ist ein Mundstück--2--eines Behälters--l--in einen Apparat gemäss der Erfindung eingeführt, welcher als ein Ausführungsbeispiel mit Handbetätigung der Druckblase--3--veranschaulicht ist. Die Druckblase ist zweckmässig mit einem Schweissring--4--durch Induktionsschweissung an der Aussenseite des Pumpengehäuses --5-- befestigt. Dieses ist seinerseits inwendig mit einem Durchlaufkanal-6-- versehen, der sich nach untenhin verjüngt und in ein Austrittsrohr--7--übergeht.
In eine im Inneren des Durchlauflcanales --6- gelegene Ventilkammer --8-- ist ein Ventil--9--eingesetzt, das teils aus einem oberen und einem unteren trichterförmigen, federnden Flansch--10, 11--besteht, welche Flansche durch einen Strang--12--miteinander verbunden sind und mit ihrem kleineren Ende dem Behälter--l-- zugekehrt sind, und teils aus einer an seinem oberen Ende angeordneten, mit Durchgangskanälen--14-- (s. Fig. 2 und 3) ausgestatteten Ventilhalterung--13--besteht. Die Ventilhalterung--13--wird durch die Verlängerung des Austrittsrohres--7--, welches die Innenwand des Durchlaufkanales--6--bildet, in
<Desc/Clms Page number 2>
vorbestimmter Lage gehalten, wodurch das Ventil--9--in sowohl axialer als auch radialer Richtung gesteuert wird.
Weiters ist zwischen der Ventilkammer und der Druckblase--3--ein Verbindungskanal-15-- angeordnet.
Der Behälter-l-kann beispielsweise eine aus weichem Kunststoff bestehende Tube sein, die je nach der Entnahme des Tubeninhaltes durch den Luftdruck zusammengepresst wird.
Der Apparat kann auch, um an beispielsweise einer Wand festgeleimt oder angeschraubt werden zu können, mit einem dafür vorgesehenen Gestell --16-- versehen sein. Dann kann der Behälter --1-- auch von permanenter Art und mit einer Einfüllöffnung an seinem oberen Ende (nicht gezeigt) ausgerüstet sein.
Das Ventil --9-- kann auch aus zwei Teilen (Fig. 4) bestehen, was herstellungstechnisch gesehen vorteilhafter sein kann. Das Ventil-9-besteht hiebei ebenfalls, wie gemäss Fig. 2 aus zwei federnden, trichterförmigen Flanschen--17, 18--, die aber mit je einer mit Durchgangskanälen versehenen Ventilhalterung --19, 20-- ausgerüstet sind.
Zwischen den beiden Ventilteilen--19, 20-- ist eine Abstandschülse --21-- angeordnet, die in ihrem Mantel eine Öffnung --22-- und einen ringförmigen Kanal --23-- aufweist, wodurch der Verbindungskanal--15--und die Öffnung --22-- in der Abstandshülse
EMI2.1
trichterförmigen Flansche--17, 18--mit Hilfe der Abstandshülse--21--und der Verlängerung des Austrittsrohres--7--in ihrer vorbestimmten Lage gehalten, welche Verlängerung sich aber in diesem Fall nicht ganz so weit nach oben erstreckt, wie z. B. bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1.
Der Apparat kann, wie beispielsweise in Fig. 5 dargestellt ist, zur Betätigung mit einem Pedal--24-ausgestattet sein, das mittels eines hydraulischen Systems die Druckblase --3-- (Fg.7) beeinflusst. Bei Herabdrückung des oberen, bewegbaren Teiles--25--des Pedales--24--mit dem Fuss wird durch ein an der Unterseite des bewegbaren Teiles --25-- des Pedales --24-- vorstehender Teil --27-- in eine in diesem gelegene, mit Flüssigkeit angefüllte Blase--26--eingedrückt. Diese mit Flüssigkeit angefüllte Blase - steht durch eine Leitung --28-- mit einer konvexkonkaven, ebenfalls mit Flüssigkeit angefüllten Betätigungsdruckblase--29--, die in dem vorzugsweise schalenförmig ausgestalteten Bodenteil --31-- des Wandgestells --30-- untergebracht ist, in Verbindung.
Das Pumpengehäuse --5-- ist in diesem Ausführungsbeispiel dasselbe wie in dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel des Apparates, ist aber mit der Druckblase --3-- zusammen in Richtung des Wandgestells --30-- nach innen gerichtet, weshalb bei erwähntem Herabdrücken des Pedales --24-- die konkav-konvexe Betätigungsblase--29--gewölbt wird,
EMI2.2
das Pumpengehäuse herum erstreckt und durch Absätze--33, 34--, die in entsprechende in dem Wandgestell --30-- angeordnete Ausnehmungen --35, 36-- federnd einrasten, an diesem festgehalten wird.
Fig. 9 zeigt die Ausgestaltung des Pumpengehäuses --5-- mit dem Durchlaufkanal-6--und einer zur Aufnahme des Schweissringes--4--und der Druckblase--3--dienenden Versenkung--37--.
Die Arbeitsweise der verschiedenen Ausführungsbeispiele ist im Prinzip dieselbe und wird im folgenden näher verdeutlicht.
EMI2.3
dem Teil der Ventilkammer--8--, der durch die beiden federnden trichterförmigen Flansche-10, 11 und 17, 18--begrenzt wird, ein Überdruck erzeugt, wobei der untere trichterförmige Flansch--11 bzw. 18-etwas zusammengedrückt wird und die dem Eindrücken der Druckblase--3--entsprechende Luftmenge durch das Austrittsrohr--7--entweicht. Dabei wird gleichzeitig der obere trichterförmige Flansch--10 bzw. 17-auf Grund des Überdruckes gegen die Innenwandung der Ventilkammer --8-- dichtend angedrückt.
Daraufhin
EMI2.4
trichterförmige Flansch-11, 18-vollständig abdichtet und der obere trichterförmige Flansch-10, 17zusammengedrückt wird und öffnet, so dass der Inhalt des Behälters--l--teils in den inneren Teil-Sa--
EMI2.5
--8-- undVentilkammer --8-- befindende Inhalt auf Grund des dabei in der Ventilkammer entstehenden Überdruckes grösstenteils durch einen Ringspalt zwischen dem unteren trichterförmigen Flansch--11, 18-und der Innenwandung der Ventilkammer und danach durch das Austrittsrohr --7-- herausgepresst. Auf diese Weise wird die Entnahme einer vorbestimmten Menge von dem Inhalt des Behälters bei jedem Eindrücken der Druckblase--3--möglich.
Die Erfindung ist nicht an eines der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden, sondern kann auf verschiedene Art im Rahmen der nachfolgenden Ansprüche verändert werden. Beispielsweise kann die "Druckblase" auch ein sich um das Pumpengehäuse herum erstreckender Balg od. dgl. sein.