AT299886B - Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden

Info

Publication number
AT299886B
AT299886B AT371769A AT371769A AT299886B AT 299886 B AT299886 B AT 299886B AT 371769 A AT371769 A AT 371769A AT 371769 A AT371769 A AT 371769A AT 299886 B AT299886 B AT 299886B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
concentration
binder
fibrous
fiber
production
Prior art date
Application number
AT371769A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Kozeluzne Narodny Podnik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19691918673 external-priority patent/DE1918673A1/de
Application filed by Kozeluzne Narodny Podnik filed Critical Kozeluzne Narodny Podnik
Priority to AT371769A priority Critical patent/AT299886B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT299886B publication Critical patent/AT299886B/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden nach dem Nassverfahren, namentlich von Kunstleder, aus natürlichen oder künstlichen faserigen Materialien, die mit Bindemitteln auf Polymer-Basis gebunden werden. 



   Als Naturfaserrohstoffe werden Zellulose, Baumwolle, Wolle oder Lederfasern verwendet, bzw. 



  Abfall-Rohstoffe, z. B. Papier, Leder u. ähnL Als Bindemittel werden Natur- oder Kunst-Latex-Stoffe oder deren Kombination verwendet. 



   Die in der Papier- oder Textil-Industrie verwendeten Latex-Bindemittel bieten, wie bekannt, den Erzeugnissen in bestimmten Fällen gewünschte Eigenschaften, wie z. B. Biegsamkeit, Elastizität, Abnutzungs- und Feuchtigkeits-Beständigkeit. Ausserdem werden die Erzeugnisse widerstandsfähiger gegen Zerreissen, Stösse u. ähnl. Durch Bindung verschiedener Abfallfasern werden gleichzeitig manche Abfall-Rohstoffe ausgenutzt und auf diese Weise neue Erzeugnisse gewonnen, die sich je nach Art der verwendeten Rohstoffe sehr gut als Lederimitation, Unterlage-, Isolier-und Dichtungs-Materialien eignen.

   Ein Grossteil der mit Bindemitteln hergestellten Erzeugnisse dient ausserdem auch für Zwecke in der Verpackungstechnik, ein anderer Teil findet Verwendung in der Galanterie-Erzeugung oder in der Herstellung von Schuhwerk-Materialien, Brandsohlen, Kunstleder   u. ähnL  
Im nachstehenden Ausführungsbeispiel ist ein   Latex-Zellulosebindungs-Verfahren   angeführt. Das übliche Herstellungsverfahren von Flachgebilden beruht in der Herstellung eines Zellulosefaserstoffes durch Auflockern oder Mahlen einer faserigen Suspension, deren Binden, Entwässern und Formen des Fertigerzeugnisses in Blattform, Platten oder Bänder in Entwässerungsmaschinen,   weiters   Trocknen und Fertigaufbereitung.

   Die Faserbrei-Vorbereitung und auch das Fertigformen und die Aufbereitung kann auf diskontinuierliche und kontinuierliche Weise, je nach gegebenen Möglichkeiten einer geeigneten Einrichtung, durchgeführt werden. 



   Das Verfahren einer Faserstoffbindung, bei dem das Latex-Bindemittel in einen wässerigen Brei vor dem Blattformen hinzugegeben wird, ist als   sogenanntes "Nassverfahren" oder "Bindeverfahren   in der Masse" bezeichnet worden. Ausser diesem Verfahren existiert auch das sogenannte "Imprägnierverfahren", bei dem ein   nass- oder   trocken-geformtes Blatt nachträglich mit einem Bindemittel imprägniert wird. Beim genannten Verfahren,   d. h.   dem Bindeverfahren in der Masse, kommt es zu sehr ungünstigen Erscheinungen, insbesonders zur Homokoagulation der Einzelteilchen des Bindemittels, wobei die Agglomerate nicht auf der Faser haften, sondern frei im Lösungsmittel vorliegen. 



   Die angeführten Nachteile werden durch das erfindungsgemässe Verfahren beseitigt, welches darin besteht, dass eine Latex-Bindemittel-Mischung in feinst verteilter Form auf das im Wasser suspendierte Fasermaterial niedergeschlagen wird, wobei die Konzentration des faserigen Materialgemisches im Wasser höher eingestellt ist als die Konzentration des Materialgemisches in der Suspension beträgt, die dann zum Entwässern auf die Siebeinrichtung aufgebracht wird. 



   Die Verarbeitung des Fasermaterials im Holländer oder einer andern Vorrichtung zum Erreichen der notwendigen Feinheit erfordert eine bestimmte Konzentration im Wasser, damit das Mahlen und das Einmischen weiterer Komponenten optimal verlaufen. Bei der Verarbeitung reiner, nichtgemahlener 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Zellulose, z. B. im Holländer wählt man eine Ansatz-Konzentration von 4 bis 5%. Diese Konzentration behält man während der Mahlung bei. Um eventuellen Schwierigkeiten beim Einmischen einer
Latex-Bindung vorzubeugen, werden gewöhnlich 4 bis 5% eines Emulgators auf die Trockenmasse des
Latex-Bindemittels zugegeben. Die Latex-Bindung enthält gleichzeitig Komponenten gegen das Altern des Bindemittels, eventuell Zusätze für die Vulkanisation, weiters auch Füllmittel, Farbstoffe, Harz u. ähnl.

   Die Reaktion des faserförmigen Gemisches darf gewöhlich nicht sauer sein, im Gegenteil ist es vorteilhaft, wenn der pH-Wert der Fasern sich im leicht alkalischen Bereich bewegt, etwa in den
Grenzen von PH 7 bis 8. Im umgekehrten Fall droht hier die Gefahr einer vorzeitigen Koagulierung des
Latex-Bindemittels. In einer Verdünnung von 1, 5 bis 2% der wässerigen faserigen Suspension wird die eigene regulierte Koagulierung des Bindemittels durch Zugabe einer verdünnten Lösung von
Aluminiumsulfat bis zum geforderten Feinheitsgrad der Ausfällung durchgeführt. Die Koagulierung des
Bindemittels auf die Fasern wird von einem pH-Abfall begleitet. Der endgültige pH-Wert erreicht einen Wert von etwa 4, 5. Durch Wahl der Fasermittel-Konzentration, Emulgatormenge, Temperatur,
Konzentration des Fällmittels u. ähnl.

   Bedingungen wird der Arbeitsgang so geführt, dass die Ausfällung des Bindemittels in feiner Form als Mikrokoagulat an der Oberfläche der einzelnen Fasern verläuft. 



   Die Fasermittelkonzentration hat bei diesem Fällungsvorgang für die Qualität des erzeugten
Flachgebildes eine entscheidende Bedeutung. Bei Konzentrationen des faserigen Gemisches unter 1, 5% kommt es mehr oder weniger zu einer gemeinsamen Koagulierung der Einzelteilchen des Bindemittels, und diese Agglomerate setzen sich nicht auf den einzelnen Fasern an, wie es notwendig ist, sondern sie bleiben frei im Verdünnungswasser. Hiedurch entsteht eine sogenannte Ausfällung des Bindemittels ausserhalb der Faser, was einen ungünstigen Einfluss auf die allgemeine Qualität des Erzeugnisses ausübt, denn die Eigenschaften des Bindemittels bleiben somit für die Struktur des hergestellten Materials nicht ausgenutzt.

   Die Abhängigkeit der Konzentration des Faserstoffes bei der Fällung des Bindemittels auf die Fasern vom Ausfällungs-Grad ausserhalb der Faser ist eine solche, dass je niedriger die Konzentration des Faserstoffes ist, eine desto grössere Menge des Bindemittels ausserhalb der Faser ausgefällt wird, also eine Homokoagulation eingeht. 



   Eine weitere technologische Verarbeitung des ausgefällten faserförmigen Gemisches, das ist Entwässerung, Pressen, Trocknen und Fertigaufbereitung, erfolgt nach dem Prinzip des Papierherstellungsverfahrens, wo der Grundsatz gilt, dass die Konzentration des entwässerten faserförmigen Gemisches in Hinblick auf die Qualität des Endproduktes möglichst niedrig sein soll. 



   Das Wesen der Erfindung gegenüber den bekannten Verfahren besteht also darin, dass die Vorbereitung des faserförmigen Gemisches, das ist die Fällung des Latex-Bindemittels auf eine Faser, bei höherer Konzentration des faserförmigen Gemisches im Bereich von 1, 5 bis 3, 0% durchgeführt wird. 



  Für die Qualität des Erzeugnisses ist im Durchschnitt eine   Trockenrückstand-Konzentration   von 2% optimal. Eine entsprechende Verdünnung oder Zurichtung des faserförmigen Gemisches für die Entwässerung ist in Hinblick auf die Qualität des Erzeugnisses optimal, im Durchschnitt auf 0, 5 bis   1, 3%   des Trockenrückstandes, was erst nach der Ausfällung der Bindemittel-Komponente auf die Faser durchgeführt wird. 



   Der technische Effekt der Erfindung übertrifft die bisherigen Verfahren, wo die Fällung der Latex-Bindung auf die Faser bei derselben Konzentration des faserförmigen Gemisches durchgeführt wird, bei der auch die Entwässerung vorgenommen wird. Wird   z. B.   die Entwässerung bei höherer Konzentration des faserförmigen Gemisches vorgenommen, die für die eigene Fällung der Latex-Bindung auf die Faser optimal ist, so werden die Vorteile der niedrigen Konzentration beim Entwässern nicht ausgenutzt, oder umgekehrt, wird bei niedriger, für das Entwässern optimaler Konzentration des faserförmigen Gemisches die Fällung vorgenommen, so wird der Vorteil der höheren optimalen, für die Fällung der Latexbindung auf die Faser geeigneten Konzentration nicht ausgenutzt.

   Ein weiterer Vorteil des erfmdungsgemässen Verfahrens ist darin zu sehen, dass der wesentliche Teil des technologischen die Verarbeitung des faserigen Breis betreffenden Verfahrens in einem kleinen, praktisch halb so grossen Volumen wie beim üblichen Verfahren durchgeführt wird. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden nach dem Nassverfahren, namentlich von Kunstleder, aus natürlichen oder künstlichen faserigen Materialien, die mit Bindemitteln auf EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3> wird, wobei die Konzentration des faserigen Materialgemisches im Wasser höher eingestellt ist als die Konzentration des Materialgemisches in der Suspension beträgt, die dann zum Entwässern auf die Siebeinrichtung aufgebracht wird. EMI3.1 Konzentration im Verlauf des Fällprozesses im Bereich von 1, 5-3, 5% Trockensubstanz liegt, wogegen die Gemischkonzentration beim Entwässern im Bereich von 0, 5-1, 5% Trockensubstanz liegt.
AT371769A 1969-04-12 1969-04-17 Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden AT299886B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT371769A AT299886B (de) 1969-04-12 1969-04-17 Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691918673 DE1918673A1 (de) 1969-04-12 1969-04-12 Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden
AT371769A AT299886B (de) 1969-04-12 1969-04-17 Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT299886B true AT299886B (de) 1972-07-10

Family

ID=25600366

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT371769A AT299886B (de) 1969-04-12 1969-04-17 Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT299886B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1546258B1 (de) Verfahren zur Herstellung gefuellter Papiere
DE2023499B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Celluloseganzstoffes
DE2451655A1 (de) Verfahren zur verbesserung der rheologischen eigenschaften einer waesserigen suspension eines tonminerals
AT299886B (de) Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden
DE1546266A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von Zusatzstoffen in eine Papierbahn od.dgl.
DE2734431A1 (de) Verfahren zum herstellen eines faserverstaerkten zementverbundmaterials
DE1103122B (de) Verfahren zur Herstellung kautschukhaltiger Papiere, Pappen u. dgl.
DE1918673A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Flachgebilden
DE1546296C3 (de) Verfahren zur Herstellung von selbsttragenden Tabakfolien
EP0363891B1 (de) Faserverstärktes hydraulisch abgebundenes Baumaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2115409A1 (de) Füllstoffe
DE2041406A1 (de) Verfahren zum Herstellen von blattfoermigem Fasermaterial mit eingelagerten Feststoffpartikeln
DE654631C (de) Verfahren zur Herstellung von bituminoesen Papieren und Pappen
DE517228C (de) Verfahren zur Herstellung von Papier
DE3324395C2 (de) Fasermasse mit niedriger Dichte und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT141128B (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Kunstlederplatten aus einem Gemenge von Hadern- und Cellulose sowie Latex als Bindemittel, das auf der Faser mit einem sauren Salz ausgefällt wird.
AT166033B (de) Verfahren zur Herstellung von Faserplattenmaterial
DE1796240A1 (de) Aus Zellstoffasern,insbesondere Papier und Polyvinylchlorid bestehendes Material und Verfahren zur Herstellung desselben
AT104710B (de) Asbestfaserstoff und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE614035C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserdichten oder impraegnierten Papieren
DD160398A3 (de) Verfahren zur herstellung von strukturtapete unter verwendung von abfall-spanmaterial
DE556510C (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Paraffinemulsion geleimten, Fuellstoffe enthaltenden Papiers
DE1222785B (de) Verfahren zum Flammfestmachen von blattfoermigem Fasermaterial wie Papier, Pappe, Faserplatten od. dgl.
AT202853B (de) Verfahren zur Herstellung von mineralischen Füllstoff enthaltendem Papier
DE418304C (de) Verfahren zur Herstellung von Pappen aus Faserstoffen aller Art