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Vorrichtung zur Herstellung von endlosen Glas-Hohlprofilen
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Erzeugung von Hohlprofilen aus einem im plastischen Zustand befindlichen Glasband angeregt, alle wesentlichen Bestandteile des Formwerkes dieser Vorrichtung, nämlich eine zweiteilige Form sowie einen mit dieser zusammenwirkenden Formkern aus Graphit herzustellen. Diese Massnahme soll das durch die übergrosse Erwärmung dieser Teile während des Formvorganges bedingte Anhaften der plastischen Glasmasse an den formgebenden Arbeitsflächen verhindern.
Der Hauptmangel der bekannten Einrichtung besteht darin, dass Werkstücke mit einer Breite über
180 mm nicht angefertigt werden können, da die abgebogenen Glasbandränder infolge ihres
Eigengewichtes durchhängen, wodurch Ausschuss entsteht. Ausserdem kann auf dieser Einrichtung die
Werkstückgrösse ohne Glasbandbruch und Umstellung der Glaswalzmaschine nicht geändert werden.
Noch ein Mangel der bekannten Einrichtung besteht auch darin, dass bei den erzeugten
Werkstücken mit geschlossenem Querschnitt die Nahtbreite nicht geregelt werden kann.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der oben erwähnten Mängel mittels einer Vorrichtung zur Herstellung von endlosen Glas-Hohlprofilen, insbesondere vierkantigen Querschnittes, aus einem im plastischen Zustand zugeführten Glasband, mit einem Führungsteil, mit diesem verbundenen
Formblöcken und wenigstens einem dem Innenquerschnitt des Hohlprofiles angepassten Formkern oder Dorn, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass jeder Formblock am Führungsteil angelenkt sowie um eine im wesentlichen vertikale Achse schwenkbar ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht die Herstellung von Werkstücken mit kastenförmigem Querschnitt und einer Breite von über 180 mm aus Glasband zu erzeugen, die Werkstückgrösse ohne Glasbandunterbrechung und Umstellung der Glaswalzmaschine sowie des Formwerkes abzuändern und die Breite der infolge überlappung der Glasbandränder entstehenden Naht einzustellen.
Die Arbeitsflächen der Formblöcke sind gekrümmt, vorzugsweise schraubenförmig ausgeführt, mit einem unter dem Glasband vorgesehenen Einlaufabschnitt und einen über dem Glasband angeordneten Auslaufabschnitt. In bezug auf die Horizontalfläche hat der Formkern an der Glasband-Zuführungsseite eine Verdickung zum Unterstützen der durch die Formblöcke abgebogenen Glasbandränder und zur Verhinderung einer vorzeitigen Ränderverbindung. Die Arbeitsfläche dieser Verdickung ist zur gleichmässigen Änderung der Bandform entsprechend der Gestaltung der Halbformarbeitsflächen gleichmässig konvex ausgeführt.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung wird zweckmässigerweise am Auslauf des geformten Werkstückes aus der Form eine Vorrichtung, z. B. ein Rollensatz zum Glätten der gebildeten Naht und der oberen Werkstückfläche auf dem Rahmen montiert.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung ist es zweckmässig, auf dem Rahmen vor jedem Formblock einen muldenförmigen Teil anzuordnen, der das Glasband von unten unterstützt und auch das Durchdrängen des Glasbandes verhindert.
Die Erfindung wird in der Folge durch die Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform unter Hinweis auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Gesamtansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 dieselbe Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung in Richtung des Pfeiles, Fig. 4 eine Aussicht des Formkernes, Fig. 5 eine Ansicht des kastenförmigen Teiles.
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung enthält folgende Einheiten : Formwerk mit den auf dem Rahmen--1-- (Fig. 2) montierten Formblöcken-2 und 2'-- (Fig. 1, 3), mit Formkern --3--, Rollen--4--zum Nahtabglätten, mit den Teilen--5 und 6--, welche die Werkstückbreite begrenzen und die Seitenflächen formen und mit dem kastenförmigen Teil--7-- (Fig. 5), der das Glasband --8-- von unten unterstützt ; Walzen --9-- der Bandformmaschine, Rollen-10-, die das geformte Stück befördern und die am Austritt des geformten Werkstückes - angeordneten Formkerne welche das'Durchhängen des Werkstückoberteiles verhindern.
Die Teile--5--stellen einen Rollensatz dar, die Teile--6--aber sind als rechteckige Platten ausgebildet.
Auf beiden Seiten des geformten Werkstückes sind auf dem Rahmen--l--zwei Rollensätze --5-- mit einer rechteckigen Platte--6--in jedem Satz befestigt, wobei jede Platte unter dem Formblock liegt. Durch die Rollen--5--und die zwei rechteckigen Platten--6--werden die Seitenflächen des Werkstückes geformt.
Die Rollen--5--, die rechteckigen platten --6-- sowie die Formblöcke-2 und 2'-sind auf dem Rahmen auf beiden Seiten des geformten Werkstückes montiert, wobei eine Verschiebung gegeneinander in der Horizontalebene stattfinden kann. Die Arbeitsflächen --13 und 13'--der Formblöcke-2 und 2'--sind schraubenförmig gestaltet und dienen zum gleichmässigen Verwendeln
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des durch den kastenförmigen Teil --7-- vorbehandelten Glasbandes in ein Werkstück mit kastenförmigem Querschnitt.
Die Formblöcke --2 und 2'--des Formwerkes sitzen auf den Stiftschrauben--14--, wobei jeder Formkern um die Achse--15--, die mit der Längsachse der
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und 2'-- (wie durch die Pfeile"a"und"b"in Fig. l angedeutet ist) einander angenähert oder voneinander entfernt werden, um den Neigungswinkel der Ränder des Glasbandes --8-- an den überlappungsnaht-Bildungsstellen sowie die Nahtbreite zu regeln.
Die Arbeitsfläche--13'-- (Fig. 3) am Formblock --2'-- ist kürzer als die Arbeitsfläche
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Diese Ränder bilden zwischeneinander einen Spielraum, der es ermöglicht, bei der Drehung einer jeden der Halbformen-2 und 2'-- um die Achse --15-- die Breite der erzeugten Naht zu regulieren.
Der Formkren --3-- ist an der Zuführungsseite des Glasbandes--8--mit der Verstärkung --18-- (Fig. 4) versehen, deren Seitenflächen --19-- ebenfalls schraubenförmig entsprechend den Arbeitsflächen --13 und 13'-- an den Formblöcken --2 und 2'--ausgebildet sind, wodurch der gleichmässige übergang des Glasbandes --8-- in ein Werkstück mit kastenförmigem Querschnitt sowie die Bildung der Naht --20-- gefördert werden.
Der Betrieb der oben beschriebenen Einrichtung verläuft in folgender Weise.
Das zwischen den Walzen--9--der Walzmaschine auslaufende flache Glasband--8-- (Fig. l) wird dem Teil--7--mit gekrümmter Oberfläche--21-- (Fig. 5) zugeführt und erhält dadurch eine muldenförmige Gestalt. Die unter den Formblöcken --2,2'-- angeordneten rechteckigen Platten --6-- und Rollen --5-- pressen das Glasband --8-- an die Seitenflächen des Formkernes --3-- und formen somit die Seiten des Werkstückes, die Formblöcke--2 und 2'-- aber heben und pressen mit ihren Arbeitsflächen--13 und 13'--die Ränder--17 und 17'-- des Glasbandes --8-- an die Seitenflächen --19-- der am Formkern --3-- vorgesehenen Verstärkung --18--.
Beim Verschieben des teilweise geformten Glasbandes auf den Rollen --10-- pressen die schraubenförmigen Oberflächen --13 und 13'--der Formblöcke--2 und 2'-- das Glasband um den Formkern-3--.
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Durch Drehung eines jeden Formblockes-2 und 2'-- um die Achse-15- (Fig. 2) wird der Neigungswinkel der Glasbandränder und ihre überlappungsbreite, welche die Naht bildet, geregelt. Die Rollen --4-- glätten die Naht --20-- und die ganze obere Werkstückfläche ab.
Die Formkerne-11-verhindern das Durchhängen des Werkstückoberteiles.
Das geformte Werkstück wird als ununterbrochenes Band auf den Förderrollen --10-- dem Brennofen zugeführt.
Das Werkstück wird beim Austritt aus dem Brennofen in Teile erforderlicher Grösse geschnitten.
Glasteile mit kastenförmigem Querschnitt fanden neuerdings weitgehendste Verwendung im Bauwesen bei der Montage von innen-bzw. aussenliegenden Wänden für Industrie- und Wohnbauten.
Durch Verschiebung der Teile--5, 6--und der Formblöcke--2, 2'--in der Horizontalebene nach links oder nach rechts, in bezug auf die Längsachse der Einrichtung, können ohne Stillhalten der Bandformmaschine und ohne Umstellung der Maschine aus dem Glasband bis 300 mm breite Werkstücke mit kastenförmigem Querschnitt erzeugt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von endlosen Glas-Hohlprofilen, insbesondere vierkantigen Querschnittes, aus einem im plastischen Zustand zugeführten Glasband, mit einem Führungsteil, mit diesem verbundenen Formblöcken und wenigstens einem dem Innenquerschnitt des Hohlprofiles
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