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Holzkohlengrill
Die Erfindung bezieht sich auf einen Holzkohlengrill mit zwei im wesentlichen rechtwinkelig zueinander angeordneten Wannen für die Holzkohlen, von welchen Wannen die eine waagrecht liegt und die andere senkrecht steht, und mit einem zwischen den Wannen anzuordnenden Drehspiels sowie mit einem Abdeckgitter für die in der vertikalen Wanne befindliche Holzkohle. Solche Holzkohlengri1lgerllte sind bekannt, z. B. aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 182, 585. Sie dienen bekanntlich dazu, Speisen, wie auf Spiessen aufgesteckte Fleisch-oder Fischstücke, Geflügelstücke od. dgl. zu grillen. Hiebei werden die zu grillenden Speisen bei der bekannten Konstruktion entweder auf den Drehspiess oder auf einen gesonderten Rost aufgelegt.
Hiedurch ist es möglich, die Strahlungswärme für das Grillen grösserer
Stücke, z. B. Hühnchen od. dgl., seitlich auf die Speise einwirken zu lassen, damit nicht das abtropfende
Fett in die Holzkohlenglut fällt und Stichflammen verursacht, welche zu oberflächlichen
Verbrennungen der zu grillenden Speisen führen. Auf dem gesonderten Rost können kleinere
Grillspeisen genussfertig gemacht werden. Diese Konstruktion hat jedoch den Nachteil eines verhältnismässig grossen Aufwandes, welcher sich auf Preis und Gewicht des Gerätes nachteilig auswirkt.
Eine weitere bekannte Konstruktion (franz. Patentschrift Nr. 1. 447. 294) sieht eine mit einem Abdeckgitter versehene Wanne vor, die auf einem Gestell so verschwenkbar ist, dass sie sowohl in die waagrechte als auch in die senkrechte Lage umgeklappt werden kann. Hier ist der Aufwand zwar geringer, jedoch besteht der Nachteil, dass beim Grillen kleinerer, auf den Spiess aufgespiesster Speisen nur die seitliche oder die von unten herkommende Strahlungswärme ausgenutzt werden kann, nicht aber zugleich eine Strahlung von unten und von der Seite her, wie es für die beschleunigte Grillung wünschenswert ist. Das Gerät weist zwar eine Fettauffangwanne auf, welche jedoch zumeist nicht als Wanne für die Holzkohlen verwendet werden kann.
Ausserdem ist ein erheblicher Aufwand nötig, um das gesamte Gerät in die beiden Gebrauchslagen kippen zu können und in diesen Gebrauchslagen zu fixieren, abgesehen davon, dass durch die infolge der Kippung hervorgerufene Schwerpunktsverlagerung des Gerätes dessen Standfestigkeit leidet, wenn nicht sehr weit ausladende Füsse vorgesehen werden, die wieder die Bedienung des Gerätes behindern.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, diese Nachteile zu vermeiden und einen Holzkohlengrill der eingangs geschilderten Art zu schaffen, mit welchem wahlweise die Grillung durch Strahlungswärme von der Seite und/oder von unten her möglich ist. Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass ein an sich bekannter Rost vorhanden ist, der den beiden Wannen zugeordnet ist, wahlweise auf die eine oder andere der beiden Wannen verlagerbar ist und in seiner vertikalen Lage das Abdeckgitter bildet.
Dadurch wird mit einfachstem konstruktiven Aufwand der Vorteil erzielt, dass bei horizontaler Anordnung des den Rost bildenden Abdeckgitters die Grillspeisen unmittelbar auf den Rost aufgelegt werden können oder bei vertikaler Anordnung des Rostes dieser das Abdeckgitter für die vertikale Wanne bildet, wobei die Speisen dann auf dem Spiess durch Strahlungswärme von der seitlichen Wanne her und gegebenenfalls auch von der horizontal liegenden Wanne her gegrillt werden können. Vor allem wird die Standfestigkeit des Gerätes in keiner Weise beeinträchtigt, da der Rost nur unwesentlich zum Gesamtgewicht des Gerätes beiträgt und daher bei seiner Verschwenkung die Schwerpunktslage des Gerätes kaum verändert. Ausladende Füsse können daher entfallen, ohne dass die
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Standfestigkeit des Gerätes leidet.
Dies ist insbesondere beim Grillen im Freien von Vorteil, wo einerseits nicht immer völlig ebener Boden für das Aufstellen des Gerätes zur Verfügung steht und ausserdem damit gerechnet werden muss, dass durch Windkräfte, die auf die vertikale Wanne einwirken, ein Kippmoment ausgeübt wird. Die vertikale Wanne hat sogar den Vorteil, in bekannter Weise einen Windschutz für das Gerät zu bilden.
Ferner wird der Vorteil erzielt, dass der Rost nicht an den Wannen starr befestigt ist und daher die Reinigung des Rostes erleichtert ist.
Vorzugsweise ist erfindungsgemäss der Rost um eine im Bereich der Schnittlinie der beiden Wannen angeordnete Achse schwenkbar, so dass lediglich durch Verschwenken des Rostes um diese Achse eine wahlweise Verlagerung dieses Rostes möglich ist. Dadurch wird dieser sicher in seine beiden Gebrauchslagen geführt.
Um in der vertikalen Lage des Rostes eine Fixierung desselben zu erreichen und um eine ungewollte Schwenkbewegung des Rostes in die horizontale Lage zu verhindern, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung an der der Schwenkachse gegenüberliegenden Seite wenigstens einer Wanne eine Arretiervorrichtung für den Rost vorgesehen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die quer zur Schnittlinie verlaufenden Seitenwände der beiden Wannen in an sich bekannter Weise durch schräge Streben miteinander verbunden, auf welchen Ansätze für die Lagerung des Drehspiesses vorgesehen sind. Durch diese Streben wird nicht nur eine wesentliche Verbesserung der Stabilität des erfindungsgemässen Holzkohlengrills erzielt, sondern es werden auch auf diesen Streben vorgesehenen Ansätze für die Lagerung des Drehspiesses ausgenutzt, was an sich aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 248. 016 bekannt ist.
Diese Ansätze ermöglichen eine Veränderung des Abstandes des Drehspiesses von der Rostebene, wodurch die auf die zu grillenden Speisen einwirkende Strahlungswärme entsprechend der Beschaffenheit dieser Speisen verändert werden kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Holzkohlengrill in perspektivischer Darstellung, während Fig. 2 einen Drehspiess für den Grill zeigt.
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Lage bildet er eine Auflagefläche für Fleischstücke, in seiner vertikalen Lage bildet er das Abdeckgitter für die senkrecht stehende Wanne--4--.
In der Wanne --3-- sind Fortsätze --7-- vorgesehen, die die Schwenkbewegung des Rostes --5--begrenzen.
Die Wanne --4-- trägt an der der Schwenkachse --6-- gegenüberliegenden Seite Riegel - 8-, die eine Verriegelung des Rostes-5-in der hochgeklappten Stellung bewirken. Die Wand - der vertikalen Wanne--4--ist hochklappbar ausgebildet, so dass die Nachfüllung von Holzkohlen ermöglicht wird.
Die quer zur Schwenkachse --6-- verlaufenden Seitenwände der beiden Wannen-3, 4- sind durch schräge Streben --10-- miteinander verbunden, welche eine Abstützung der Wanne
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eingestellt werden.
Der Drehspiess --12-- ist mit schraubenlinienförmig angeordneten Verstellrasten --13-versehen, die mit den Ansätzen-11-einer der beiden Streben --10-- zusammenwirken. Wird der Drehspiess --12-- mittels der Kurbel--14--verdreht, so erfolgt durch die Anordnung dieser Verstellrasten --13-- zugleich eine Bewegung des Drehspiesses-12-in axialer Richtung, wodurch eine gleichmässige Einwirkung der Strahlungswärme auf die auf dem Drehspiess befindlichen zu grillenden Speisen sichergestellt ist.
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