AT2942U1 - Verfahren zur abdichtung einer zwischen zwei baukörpern eines bauwerkes befindlichen fuge sowie dichtungsschiene zur durchführung dieses verfahrens - Google Patents

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Verfahren zur Abdichtung einer zwischen zwei mittels metallischen Bewehrungen verstärkten Baukörpern eines Bauwerkes befindlichen Fuge unter Verwendung einer Dichtungsschiene (1), welche mit zumindest einem Kanal ausgebildet ist, in welchem sich mindestens eine Dichtungsleiste (10a) aus einem gegenüber dem Eintritt von Flüssigkeit bzw. Feuchtigkeit aufquellenden Material befindet. Dabei wird die Dichtungsschiene (1) in dem an die Außenseite des Bauwerkes (2, 3) anliegenden Bereich der Fuge angeordnet und befinden sich die im Bauwerk (2, 3) angeordneten Armierungen (4) innerhalb der Dichtungsschiene (1).

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die gegenständliche Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abdichtung einer zwischen zwei mittels metallischer Bewehrungen verstärkten Baukörpern eines Bauwerkes befindlichen Fuge unter Verwendung einer Dichtungsschiene, welche mit zumindest einem Kanal ausgebildet ist, in welchem sich mindestens eine Dichtungsleiste aus einem gegenüber dem Eintritt von Flüssigkeit bzw. Feuchtigkeit aufquellenden Material befindet. 



  Die gegenständliche Erfindung betrifft weiters eine Dichtungsschiene zur Durchführung dieses Verfahrens. 



  Es ist bekannt, zwischen Baukörpern eines Bauwerkes befindliche Fugen dadurch gegenüber dem Durchtritt von Wasser abzudichten, dass in den Fugen mit mindestens einem Kanal ausgebildete Schienen angeordnet werden und dass in den mindestens einen Kanal ein unter dem Einwirken von Feuchtigkeit oder Flüssigkeit sich ausdehnendes Dichtungsmaterial, z. B. Bentonit, eingebracht wird. Sobald in das Dichtungsmaterial Feuchtigkeit bzw. Flüssigkeit eindringt, dehnt es sich aus, wodurch die Fuge gegenüber dem Durchtritt von Feuchtigkeit oder Flüssigkeit vollständig abgedichtet wird.

   Der Zweck der Dichtungsschiene besteht darin, einerseits das Dichtungsmaterial mechanisch zu schützen und andererseits die Möglichkeit zu schaffen, vorerst in der Fuge nur die mit einer Dichtungsleiste versehene Dichtungsschiene anzuordnen und in den zweiten Kanal erst nach Errichtung des Bauwerkes ebenfalls Dichtungsmaterial einzubringen. 



    Soferne   die Baukörper aus mittels Eisenstäben armiertem Beton hergestellt sind, besteht dabei das Erfordernis, das Dichtungsmaterial so anzuordnen, dass die Armierungen gegenüber dem Zutritt von Feuchtigkeit bzw. Flüssigkeit, durch welche sie korrodiert werden, mit Sicherheit geschützt werden.

   Diesem Erfordernis wird erfindungsgemäss dadurch entsprochen, dass die Dichtungsschiene in dem an die Aussenseite des Bauwerkes anliegenden Bereich der Fuge angeordnet wird und dass sich die im Bauwerk angeordneten Armierungen innerhalb der Dichtungsschiene befinden. 

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 Vorzugsweise wird in der Fuge eine mit zwei Kammern ausgebildete Dichtungsschiene angeordnet, wobei sich in einer Kammer eine Dichtungsleiste befindet und wird in die andere Kammer nach der Errichtung des Bauwerkes ein unter Einwirken von Feuchtigkeit oder Flüssigkeit aufquellendes Material eingebracht. Dabei befindet sich die Dichtungsleiste insbesondere in derjenigen Kammer der Dichtungsschiene, welche der Aussenseite des Bauwerkes zugewandt ist.

   Nach einem bevorzugten Verfahrensschritt wird das Dichtungsmaterial in die zweite Kammer der Dichtungsschiene durch einen von der Innenseite des Bauwerkes hergestellten Kanal hindurch eingebracht. 



  Eine Dichtungsschiene zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens weist vorzugsweise im Querschnitt ein U-förmiges Profil auf, wobei deren Innenraum mittels einer zwischen zwei Längswänden angeordneten weiteren Längswand in zwei Kanäle unterteilt ist. Dabei kann die der Aussenseite des Bauwerkes zugeordnete Längswand über die die drei Wände verbindende Deckwand hinaus mit einer Verlängerung ausgebildet sein, wobei diese Verlängerung an ihrem freien Ende mit einer zum Bauwerk hin ragenden Abwinkelung ausgebildet ist. 



  Das   erfindungsgemässe   Verfahren und eine erfindungsgemässe Dichtungsschiene sind nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. 



  Es zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Dichtungsschiene, in axonometrischer
Darstellung, und Fig. 2 die Dichtungsschiene gemäss Fig. 1, welche in einer zwischen zwei
Baukörpern befindlichen Fuge angeordnet ist, im Schnitt. 



  Wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist eine erfindungsgemässe Schiene 1 ein nach unten hin offenes, angenähert U-förmiges Profil auf. Sie besteht aus einer Deckwand 11, von welcher drei Längswände 12,13 und 14 nach unten abragen. Hierdurch sind zwei Kanäle 10 und 20 gebildet. Die linke Längswand 12 ist über die Deckwand 11 hinaus mit einer Verlängerung 15 ausgebildet, welche mit zwei quer abragenden und an ihren freien Enden abgewinkelt ausgebildeten Leisten 16 und 17 versehen ist. Zudem ist der rechten Längswand 14 ein Rohrstück 18 zugeordnet, durch welches eine zum Kanal 20 führende Leitung gebildet wird. 

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  Wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird eine derartige Dichtungsschiene 1 in einer zwischen zwei Baukörpern 2 und 3 befindlichen Fuge angeordnet. In den beiden Baukörpern 2 und 3 sind durch Baueisen gebildete Armierungen 4 angeordnet. 



  Der obere Baukörper 3 befindet sich seitlich innerhalb einer Schalung 5. 



  Zur Befestigung der Dichtungsschiene   1,   welche über die Länge des Baukörpers 2 aus einer Mehrzahl von aneinandergefügten Teilen besteht, dienen im Abstand voneinander angeordnete, abgewinkelte Bauelemente 6, welche an ihrem linken Ende in die Leiste 16 eingesetzt sind und sich mit ihrem abgewinkelten rechten Ende an der Oberseite des unteren Baukörpers 2 abstützen und welche mittels im Baukörper 2 verankerten Bolzen 61 befestigt sind. 



  Die erforderliche Abdichtung der zwischen den beiden Baukörpern 2 und 3 befindlichen Fuge wird wie folgt bewirkt : Nachdem der erste Baukörper 2 mit den Bewehrungen 4 hergestellt worden ist, wird auf dessen Oberseite die Dichtungsschiene 1 aufgelegt, wel- 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 Flüssigkeit aufquellendem Material angeordnet. Zudem wird an das Rohrstück 18 ein Schlauch 30 angesetzt, welcher seitlich nach aussen führt. 



  Nachdem hierauf die Schalung 5 angeordnet worden ist, wird der zweite Baukörper 3 hergestellt. Soferne durch die Dichtungsleiste 10a die erforderliche Abdichtung nicht bewirkt wird, wird durch den im zweiten Betonkörper 3 befindlichen Schlauch 30 hindurch, welcher sich bis in den rechten Kanal 20 der Dichtungsschiene 1 erstreckt, auch in diesen Kanal 20 ein Dichtungsmaterial 20a, welches durch Einwirken von Feuchtigkeit oder Flüssigkeit aufquillt, eingebracht. 



  Hierdurch wird eine sichere Abdichtung der zwischen den beiden Baukörpern 2 und 3 befindlichen Fuge bewirkt. Da sich die Bewehrungen 4 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 innerhalb der Dichtungsschiene 1 mit den Dichtungsleisten 10a und 20a befindet, sind diese mit Sicherheit gegenüber einer Korrosion geschützt. 



  Die an der Längswand 15 angeordnete obere Leiste 17 dient dazu, die Strecke von längs der Dichtungsschiene   l   strömender Flüssigkeit so zu vergrössern, dass sie auch längs der Dichtungsschiene 1 nicht zur Bewehrung 4 gelangen kann.

Claims (1)

  1. ANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Abdichtung einer zwischen zwei mittels metallischen Bewehrungen verstärkten Baukörpern eines Bauwerkes befindlichen Fuge unter Verwendung einer Dichtungsschiene, welche mit zumindest einem Kanal ausgebildet ist, in welchem sich mindestens eine Dichtungsleiste aus einem gegenüber dem Eintritt von Flüssigkeit bzw. Feuchtigkeit aufquellenden Material befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsschiene (1) in dem an die Aussenseite des Bauwerkes (2, 3) anliegenden Bereich der Fuge angeordnet wird und sich die im Bauwerk (2, 3) angeordneten Armierungen (4) innerhalb der Dichtungsschiene (1) befinden (Fig. 2). EMI5.1 EMI5.2 EMI5.3 Bauwerkes (2,3) ein unter Einwirken von Feuchtigkeit oder Flüssigkeit aufquellendes Material (20a) eingebracht wird (Fig. 1,2).
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die EMI5.4 EMI5.5 EMI5.6 <Desc/Clms Page number 6> 5. Dichtungsschiene zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Querschnitt ein Uförmiges Profil aufweist, wobei deren Innenraum mittels einer zwischen zwei äusseren Längswänden (12, 14) angeordneten weiteren Längswand (13) in zwei Kanäle (10, 20) unterteilt ist (Fig. 1).
    6. Dichtungsschiene nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die der Aussenseite des Bauwerkes (2, 3) zugeordnete Längswand (12) über die die drei Längswände (12, 13, 14) verbindende Deckwand (11) hinaus mit einer Verlängerung (15) ausgebildet ist und diese Verlängerung (15) an ihrem freien Ende mit einer zum Bauwerk (2, 3) hin ragenden Abwinkelung [17) ausgebildet ist (Fig. l, 2).
AT0804298U 1996-12-19 1998-05-27 Verfahren zur abdichtung einer zwischen zwei baukörpern eines bauwerkes befindlichen fuge sowie dichtungsschiene zur durchführung dieses verfahrens AT2942U1 (de)

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