AT290685B - Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf einer Oberfläche - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf einer Oberfläche

Info

Publication number
AT290685B
AT290685B AT448169A AT448169A AT290685B AT 290685 B AT290685 B AT 290685B AT 448169 A AT448169 A AT 448169A AT 448169 A AT448169 A AT 448169A AT 290685 B AT290685 B AT 290685B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
suspension
coating
cathode
polyamide
Prior art date
Application number
AT448169A
Other languages
English (en)
Inventor
Miklos Zoeldi
Zsuzsa Foeldiak
Original Assignee
Egyesuelt Izzolampa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Egyesuelt Izzolampa filed Critical Egyesuelt Izzolampa
Application granted granted Critical
Publication of AT290685B publication Critical patent/AT290685B/de

Links

Landscapes

  • Paints Or Removers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf einer Oberfläche 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Überzuges aus einer Suspension von Erdalkalimetallcarbonaten in einem organischen   Lösungs- bzw.   Bindemittel auf einer insbesondere metallischen Oberfläche. In erster Linie eignet sich die Erfindung zum Überziehen der Oberflächen von Nickelkathodenröhrchen von indirekt beheizten Elektronenröhren, jedoch sind auch andere Anwendungsgebiete denkbar. Zumeist besteht ein solcher Überzug aus einer Suspension von Salzgemischen, in erster Linie Erdalkalimetallcarbonaten in einem organischen   Lösungs- bzw.   Bindemittel. 



   Die elektronenemittierende Schicht von Elektronenröhren wird bekanntlich zumeist durch eine an Ort und Stelle auf   die Kathodenoberfläche aufgetragene Masse aus Erdalkalimetallcarbonaten   bei gleichzeitigem Evakuieren der Elektronenröhre hergestellt. Solche Verfahren sind   z. B.   in der österr. Patentschrift Nr. 237128 und in der deutschen Patentschrift Nr. 854061 beschrieben. Hiebei werden die Erdalkalimetallcarbonate in einem organischen Bindemittel (z. B. Kollodium, Polymethacrylat usw.) und in einem organischen Lösungsmittel (z. B. Alkohol) suspendiert und dann auf die Kathodenoberfläche, z. B. mittels Streichen, Spritzen usw., aufgetragen.

   Nach dem Trocknen wird die Kathode gleichzeitig mit   dem Evakuieren geglüht, zwecks Zersetzung des organischen Bindemittelsund der Carbonate.   Die gleichmässige Auftragung der Kathodenmasse auf   die Kathodenoberfläche bringt jedoch in der Elektronen-   röhrenindustrie bisher nicht völlig gelöste Schwierigkeiten mit sich. 



   Eines der schwer lösbaren Probleme liegt darin, dass das scheinbare spez. Gewicht der zum Auftragen der elektronenemittierenden Masse verwendeten Suspensionen hoch ist, und dieselben sich daher rasch absetzen. Hiedurch ist die Gleichmässigkeit der auf die Kathodenoberfläche aufgetragenen Überzüge nicht gesichert. Das Auftragen der Masse erfolgte früher durch Aufstreichen bzw. Auftragen mit der Hand oder durch in der Industrie übliche Farbspritzpistolen. Dem durch die rasche Sedimentation hervorgerufenen Nachteil fügte sich noch der grosse Materialverlust und Unwirtschaftlichkeit der Farbspritzpistole hinzu, da ein bedeutender Teil der kostspieligen Alkalierdmetallcarbonate beim Spritzen statt an die Oberfläche der z. B. einige Zentimeter hohen und zylinderförmigen Kathoden voneinigen mm Durchmesser, an die Wand der Spritzkammer gelangte. 
 EMI1.1 
 bekannt.

   Bei dieser Methode kommt die Oberfläche der sich um ihre Längsachse senkrecht oder waagrecht drehenden Kathode mit der Suspension in Berührung und ein gewisser Anteil der Suspension haftet an der Kathodenoberfläche an. Bei dieser bekannten Oberflächenbehandlung treten zufolge der physikalisch-chemischen Eigenschaften der betreffenden Suspension folgende Schwierigkeiten auf :
Zufolge des bereits erwähnten raschen Absetzens kann bei den dünnen indirekt beheizten Kathoden eine Schicht von etwa 20   p   Dicke nur durch das Wiederholen der   Eintauch- bzw.   Aufstreichmethode ge- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sichert werden. Dieser Umstand ruft nebst Herabsetzung der Produktivität des Verfahrens und der Ein- richtung auch das Entstehen eines ungleichmässigen und inhomogenen Überzuges hervor. 



   Ein vermindertes Absetzen der Suspension konnte durch die Verminderung der Korngrösse der Alka- lierdmetallüberzüge allein nicht erreicht werden, obzwar bei diesen Suspensionen die Erreichung eines höheren Dispersionsgrades sowieso erwünscht ist. Zur Erzielung eines hohen Dispersionsgrades sind jedoch die kolloidchemischen Gesetzmässigkeiten in Betracht zu ziehen. 



   Zusammenfassend sind daher zahlreiche Eigenschaften der zum Aufstreichen geeigneten Suspension miteinander in Übereinstimmung zu bringen, wie die Oberflächenspannung, die Viskosität, die Konzen- tration, die Adsorption des Lösungsmittels an den Carbonatkörnchen, die Körnchenverteilung der Carbo-   natkörnchen,   die Temperatur der Suspension, usw. 



   Es ist selbstverständlich, dass in Anbetracht von so vielen Faktoren die Herstellung einer Suspen- sion vorteilhaften Gesamteffektes nur durch zweckmässige und annehmbare Kompromisse   möglich ist.   



   Ein wichtiger Faktor ist z. B. die Oberflächenspannung, ferner die zweckmässige Wahl der Adsorp- tion von zur Verhinderung bzw. Bremsung des Absetzens vonCarbonatteilchen dienenden Triäthanolamin an die Carbonatkörnchen. Aber selbst bei Abstimmung der erwähnten und andern Faktoren bedeutet die
Aufstreichbarkeit der Suspension bzw. ihr Mangel an Haftfähigkeit an der glatten Oberfläche der Nickel- kathodenröhrchenoberfläche ein grosses Problem. 



   Alle bisher vorgeschlagenen organischen und anorganischen Stoffe, die eine gute Haftung sicherten und gleichzeitig die   erwünschten physikalisch-chemischen Charakteristiken (Viskosität usw.) der Sus-   pension nicht stark beeinflussten, erwiesen sich vom Gesichtpunkt der Funktion der Kathode bzw. Elek- tronenröhre als schädlich   (z. B.   Nitrocellulose, Isohexamethylcellulose, Polybutylmethacrylat). 



   Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die geschilderten Schwierigkeiten hinsichtlich der gleichmässigen Aufbringung und der Haftung des Überzuges zu vermeiden. Die Erfindung besteht hiebei darin, dass die Suspension auch Polyamid enthält und dass dieses Polyamid von dem auf der Oberfläche erzeugten Überzug mittels eines Lösungsmittels entfernt wird. Es hat sich durch Versuche erwiesen, dass bei Zusatz von Polyamid oder Polyamiden zur Suspension die Hafteigenschaften des Überzuges wesentlich verbessert werden. Diese Polyamide werden dann beim Waschen der überzogenen Kathode durch das Lösungsmittel, welches zweckmässig aus einem Gemisch von Wasser und Alkohol besteht, auf dem Überzug zum grössten Teil entfernt bzw. ausgelöst. Geringe Rückstände können von der Kathode durch Zersetzung bei der Evakuierung der Röhre entfernt werden. 



   Mit dem erfindungsgemässen Verfahren ergibt sich aus den Erdalkalimetallcarbonaten eine gut aufstreichbare Suspension, welche eine zusammenhängende Schicht bildet, die nicht zerreisst. Diese Schicht haftet an der zu beschichtenden Oberfläche gut und vor allem in gleichmässiger Dicke an, auch dann, wenn die Kathodenoberfläche sehr glatt ist. Die Entfernung des nach Trocknung der Schichtnicht mehr erforderlichen, das Anhaften fördernden Polyamids auf der Emissionsschicht durch das Lösungsmittel bereitet keine Schwierigkeiten. 



   Die Erfindung wird an Hand des Ausführungsbeispieles untenstehend näher erörtert :   Beispiel : In eine Kugelmühle von 5 l werden 200 g Porzellankugeln und 2500 g eines Ca-Sr-Ba    Carbonatgemisches (Verhältnis der Carbonate 1 : 7 : 5) sowie 300 ml einer   0, 1' igen Saccharoselösung   eingemessen. Die Mühle wird geschlossen, und mit einer Umdrehungszahl von 60/min in Bewegunggesetzt. Nach 24 h wird das Material durch ein Vakuumfilter gefiltert. Das Filtrat wird in 2000 ml Isobutylalkohol suspendiert und wiederholt gefiltert. Diese Vorgänge, also die Suspendierungund Filtration werden drei oder viermal wiederholt. Sodann wird das Material mit   Infrarotbestrahlung getrocknet. wozu   ungefähr 4 h notwendig sind. In dieser Weise wird der Feuchtigkeitsgehalt des Materials auf weniger als 0, 8% eingestellt. 



   Die Körnchenverteilung des so erhaltenen Materials ist wie folgt : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Kömchendurchmesser
<tb> m <SEP> Quantität <SEP> in <SEP> % <SEP> 
<tb> bis <SEP> 2 <SEP> 7, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> bis <SEP> 3 <SEP> 24
<tb> bis <SEP> 4 <SEP> 46
<tb> bis <SEP> 5 <SEP> 62 <SEP> 
<tb> bis <SEP> 6 <SEP> 67
<tb> bis <SEP> 7 <SEP> 86
<tb> bis <SEP> 8 <SEP> 88
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Körnchendurchmesser
<tb> p <SEP> Quantität <SEP> in <SEP> 0/0
<tb> bis <SEP> 9 <SEP> 93 <SEP> 
<tb> bis <SEP> 10 <SEP> 94
<tb> bis <SEP> 12 <SEP> 95
<tb> bis <SEP> 15 <SEP> 97
<tb> bis <SEP> 20 <SEP> 98 <SEP> 
<tb> bis <SEP> 25 <SEP> 99
<tb> 
 
Die eigentliche Streichmassesuspension der Kathode wird mit Anwendung dieses Ausgangsmaterials zubereitet.

   Zur Erzielung der erwünschten Eigenschaften der Suspension wird Amylacetat, Aceton usw. in der untenstehenden Weise zugefügt :
In eine Trommeltopfmühle von 5   l   werden 2000 g Porzellankugeln, 1300 g eines in der oben be- schriebenen Weise hergestellten Salzgemisches, 100 ml Butanol, 675 ml Amylacetat, 200 ml Aceton, 450 ml einer   15'ogen   Kollodiumlösung, 50 ml   3% ige Polyamid-Athylalkohollösung   und 30 ml Triäthanolamin eingemessen. Als Polyamid wird z. B. ein unter dem Namen Ultramid I. C. am Markt erhält- liches Produkt verwendet. 



   Dieses Gemisch wird 12 h lang gemahlen und die Suspension sodann durch ein Seidensieb    N   17 gefiltert. 



   Mit dieser Suspension kann bereits die   Eintauch- bzw. Aufstreichmaschine gefüllt   werden. Die mit der Maschine hergestellten Kathoden werden getrocknet ; sodann wird das Polyamid mit einem Lösungsmittel, z. B. mit   70'1obigem   Äthanol, ausgelöst und die Kathoden wiederholt getrocknet. 



   Danach erfolgt das Einbauen der Kathoden in die Elektronenröhren in der üblichen Weise, wobei während dieser Verfahrensschritte in erster Linie beim Glühen während der Evakuierung, welches z. B. mit Hochfrequenz erfolgen kann, sich auch die eventuellen Polyamidrückstände zersetzen und somit der emittierende Überzug der Kathode kein Polyamid mehr enthält. 



   Es ist selbstverständlich, dass zur Sicherung einer guten Haftung auch andere Polyamide oder ein Gemisch derselben verwendet werden kann. 



   Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass erfindungsgemäss das die Haftung in erster Linie an glatten Metallflächen fördernde Polyamid von der an der Oberfläche in ausreichendem Masse haftenden Suspension ohne Beschädigung derselben entfernt werden kann und somit die Widmung der Oberfläche in keiner Weise vom Polyamid beeinflusst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Überzuges aus einer Suspension von Erdalkalimetallcarbonaten in einem organischen Lösungs- bzw. Bindemittel auf einer, insbesondere metallischen Oberfläche, vorzugsweise eines Kathodenmasseüberzuges, durch Auftragen der Suspension auf die Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension auch Polyamid enthält und dass dieses Polyamid von dem auf der Oberfläche erzeugten Überzug mittels eines Lösungsmittels entfernt wird.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT-PS 854 061 OE-PS 237 128
AT448169A 1968-09-11 1969-05-09 Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf einer Oberfläche AT290685B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HUEE001563 1968-09-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT290685B true AT290685B (de) 1971-06-11

Family

ID=10995269

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT448169A AT290685B (de) 1968-09-11 1969-05-09 Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf einer Oberfläche

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT290685B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1596579B2 (de) Verfahren zum ueberziehen von glasfaeden mittels eines applikators und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
AT290685B (de) Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf einer Oberfläche
DE1183716B (de) Verfahren zur Herstellung einer Trennsaeule fuer die Gaschromatographie
DE2535585A1 (de) Verfahren zum glasieren von porzellan sowie spritzkopf zur durchfuehrung des verfahrens
DE521050C (de) Suspension zur Herstellung eines UEberzuges auf den Kathoden von Entladungsroehren
DE1767073A1 (de) Zigarettenfilter
DE2738972A1 (de) Zum rauchen bestimmtes material und verfahren zu seiner herstellung
DE702925C (de) Verfahren zur Herstellung von Leuchtschirmen
DE818984C (de) Verfahren zur Herstellung von Leuchtschirmen
DE705412C (de) Verfahren zur Herstellung von Leuchtschirmen
DE2200273A1 (de) Verfahren zum Inchromieren von Eisenmetallsubstraten
DE300967C (de)
DE919305C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektronenstrahlroehren mit einem Leuchtschirm
DE896592C (de) Verfahren zur Herstellung von Leuchtschirmen
DE703255C (de) Herstellung von Metallfolien auf Leuchtschirmen
AT242258B (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Leuchtpulvern
DE692394C (de) Verfahren zum Anbringen von Luminophoren auf den Glaswaenden elektrischer Entladungsgefaesse, insbesondere elektrischer Entladungslampen
DE2520496C2 (de) Tabakrauchfilter
DE1950136C3 (de) Verfahren zum Aufbringen einer Leuchtstoffschicht auf einem Träger
DE891002C (de) Verfahren zum Einbringen von Leuchtschirmen in Kathodenstrahlroehren
DE962096C (de) Elektrische Gluehlampe mit einem auf der Innenwandung mit einer Schicht aus pulverfoermigem, lichtstreuendem Material versehenen Kolben
DE891427C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektronen emittierenden Elektroden fuer elektrische Entladungsvorrichtungen
DE716606C (de) Verfahren zur Herstellung von Leuchtschirmen
DE392334C (de) Herstellung einer blattartigen Schicht aus Faserstoffen
DE1764781C (de) Verfahren zur Herstellung von HaIophosphat-Leuchtstoff für Leuchtstofflampen