AT28926B - Apparat zum Indizieren von Geschützrohren. - Google Patents

Apparat zum Indizieren von Geschützrohren.

Info

Publication number
AT28926B
AT28926B AT28926DA AT28926B AT 28926 B AT28926 B AT 28926B AT 28926D A AT28926D A AT 28926DA AT 28926 B AT28926 B AT 28926B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gun
projectile
barrel
windings
spark
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Pihera
Original Assignee
Josef Pihera
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Josef Pihera filed Critical Josef Pihera
Application granted granted Critical
Publication of AT28926B publication Critical patent/AT28926B/de

Links

Landscapes

  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Apparat zum Indizieren von Geschützrohren. 



   Der Apparat hat den Zweck, einen Einblick in die inneren Vorgänge eines Geschützrohres während des Schusses zu verschaffen. Dies geschieht in der Weise, dass man die Geschwindigkeit ein und desselben Geschosses in mehreren Punkten seiner Bewegung im Rohre misst. Die gemessenen   Geschossgeschwindigkeiten   werden als Ordinaten in ein rechtwinkliges Koordinatensystem eingetragen, in welchem die zugehörigen   Geschosswege   die Abszissen bilden. Aus der so erhaltenen Geschwindigkeitskurve kann man die Beschleunigungskurve bzw. die Gasdruckkurve ableiten, so dass man tatsächlich einen vollen Einblick in die inneren Vorgänge des Rohres beim Schusse erhält. 



   Der Apparat kann sowohl für Geschütze als auch für Gewehre verwendet werden : bei letzterer Verwendung gestaltet er sich etwas einfacher, es soll daher im folgenden nur von einem für Gewehre bestimmten Apparate die Rede sein und erst später die für ein Geschützapparat sich ergebende unwesentliche Abweichung erwähnt werden. Der Apparat beruht auf Induktionswirkung und setzt sich aus zwei Hauptteilen zusammen :   l.   Jenen Elementen, in welchen durch die Bewegung des Geschosses eine elektromotorische Kraft induziert wird und welche daher als Induktionselemente benannt seien. 



  Diese werden in entsprechender Anzahl an jenen Punkten des Gewehrlaufes befestigt, in welchen die   Geschossgeschwindigkeit   gemessen worden soll. 



   2. Aus dem   Messapparate,   welcher die in den Induktionselementen induzierten elektromotorischen   Kräfte aufzeichnet. Aus   letzteren kann leicht auf die Geschossgeschwindigkeiten zurückgeschlossen werden. 



   1. Die Induktionselemente bestehen, wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, aus einer zwei getrennte Wicklungen a1 und a2 enthaltenden Spule a und zwei schmiedeisernen
Schalen b1 und   b' !,. Die Spule a   wird auf den Gewehrlauf c aufgeschoben und hierauf die beiden Schalen bl und    darübergegeben   und mit ihren Schrauben d am Gewehrlaufe festgeklemmt. Auf diese Weise werden mehrere solcher Elemente am   Gewehrlaufe   befestigt.
Um alle in gleichen Abständen voneinander zu erhalten, wie es für die Messung am zweck- mässigsten ist, wird zwischen je zwei Elemente ein dünnes   Mcssingröhrchcn f gegeben.   



   Alle Induktionselemente sind vollkommen gleich ausgebildet, werden aber so auf den
Gewehrlauf aufgesetzt, dass der Wicklungssinn der gleichartigen Windungen bei benachbarten
Elementen der entgegengesetzte ist. Entsprechend den Windungen al und a2 der Induktions- elemente kommen bei dom Apparate zwei   Stromkreise   in Betracht. Der erste Stromkreis   (Fig0   3) enthält ausser den Windungen a1 der Induktionselemente, welche alle hintereinander 
 EMI1.1 
   des von Bi   gelieferten Stromes auf ein bestimmtes Mass gebracht wird. 



   Der durch die Batterie      erzeugte Strom verursacht, indem er durch die Windungen al der Induktionselemente fliesst, einen magnetischen Kraftlinienfluss, dessen Verlauf durch die
Schalen b1 und b2 und den von demselben umschlossenen Teil des Gewehrlaufes gegeben ist. In Fig. 1 ist der Verlauf der Kraftlinien durch die Linie f angedeutet. 



   Die Schalen      und b2 dienen, wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, nur dazu, um den ) Kraftlinien einen ganz bestimmten Weg um die Elementwindungen herum vorzuschreiben. 



   Da dies auf einem anderen Wege auch erreicht werden kann, so sind die Schalen   b1   und b2 nicht unbedingt notwendig und können da wo sie unbequem werden (bei   Geschützrohren)   weggelassen werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es wurde früher bemerkt, dass die Windungen al der benachbarten Elemente in entgegengesetzter Richtung gewickelt sind. Wurde das nicht der Fall sein, hätten also alle den gleichen Wicklungssinn, so würden auch die erzeugten Kraftlinien aller Elemente in demselben Sinne verlaufen und es würden Kraftlinien benachbarter Elemente teilweise ineinanderfliessen und dadurch die Messung der induzierten elektromotorischen Kräfte störend beeinflussen. Sind die Windungen benachbarter Elemente hingegen entgegengesetzt gewickelt, so hat jedes Element seinen eigenen, von den anderen unbeeinflussten   Kraftlinienftuss.   Der zweite Stromkreis enthält alle Windungen a2 hintereinander geschaltet. Auch hier ist der Wicklungssinn bei benachbarten Elementen aus später zu erörterndem Grunde entgegengesetzt.

   Ausser den Wicklungen a2 der Induktionselemente enthält dieser Stromkreis noch einen induktionslosen Widerstand R2 und den Messapparat. Der Widerstand R2 ist so zu bemessen, dass der induktive Widerstand dieses Stromkreises gegen ihn vernachlässigt werden kann. Sollte jedoch die Genauigkeit der Messresultate auch die Berücksichtigung der Selbstinduktion notwendig erscheinen lassen, so kann dies, wenn der Selbstinduktionskoeffizient des ganzen Stromkreises bekannt ist, sehr einfach geschehen. Es soll nun im folgenden zuerst die Wirkungsweise der Induktionselemente erklärt werden. 



   Wird aus dem Gewehre ein Schuss abgegeben, so muss das Geschoss nacheinander alle Induktionselemente passieren. Da dasselbe aber einen Stahlmantel besitzt, dessen Querschnitt sich beim Eintreten in ein Induktionselement zu dem von den Schalen b1 und b2 umschlossenen
Eisenquerschnitte dazuaddiert, so entsteht dadurch eine Vermehrung der Kraftlinienzahl innerhalb der   Elementwicklungen.   Beim Austreten des Geschosses aus dem Induktionselemente wird hingegen die vergrösserte Kraftlinienzahl wieder auf das frühere   Mass   verringert. 



   Es muss daher in   beiden Fällen   in den Windungen al und a2 pro Windung eine 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 geschwindigkeit und die in den Windungen a1 bzw. a2 induzierte elektromotorische Kraft gleich dem Produkte aus der Änderung der   Kraftlinienzahl   nach dem   Geschosswege   mal der Geschossgeschwindigkeit. 



   Da in beiden Stromkreisen die Selbstinduktion unterdrückt ist, kann man für den zweiten Stromkreis schreiben : 
 EMI2.3 
   10   = Ohmscher Widerstand des zweiten Stromkreises. 
 EMI2.4 
 tt   == btrom dem t entsprechend.   



  Zur Bestimmung des v muss Zähler und Nenner bekannt sein. Die Produkte   it. 10 werden   
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 eines gleichen Gewehrlaufes ein Geschoss bis in die Mitte   hineingepresst   (Fig. 6) und dann ein Induktionselement auf dasselbe aufgesetzt. Durch Verschieben des Induktionselementos von Teilstrich zu Teilstrich und Messen   des +,   das jeder Stellung desselben entspricht, erhält man eine Schaulinie, welche die Beziehung zwischen und s wiedergibt. Eine solche Linie ist in Fig. 7 schematisch dargestellt. 
 EMI2.7 
 
 EMI2.8 
 
 EMI2.9 
 
 EMI2.10 
 
 EMI2.11 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 
 EMI3.6 
 wird. Die Produkte it.w werden, wie bereits erwähnt, vom Messapparate aufgenommen. 



  Eine solche Aufnahme sei durch Fig. 8 schematisch dargestellt. 
 EMI3.7 
 
 EMI3.8 
 
 EMI3.9 
 
 EMI3.10 
 wird jedoch keinen grossen Fehler begehen, wenn man annimmt, dass auf dem kleinen Geschosswege, auf welchem das Ansteigen bzw. Abfallen des      erfolgt, das v konstant bleibt. 
 EMI3.11 
 
 EMI3.12 
 
 EMI3.13 
 



   Die gemachte Annahme bezüglich v wird noch durch die Tatsache gerechtfertigt, dass selbst bei vollkommen gleichen Pulverladungen die   Geschossgeschwindigkeiten,   als Anfangsgeschwindigkeiten gemessen, immer etwas verschieden sind, so dass ein kleiner Fehler zu-   lässig   wird. 



   Zu erwähnen ist noch, dass bei der Festlegung   der #-Linie   die relative Lage eines bestimmten Punktes des Geschosses gegenüber dem Induktionselemente in Betracht zu 
 EMI3.14 
 
 EMI3.15 
 
 EMI3.16 
 
 EMI3.17 
 
 EMI3.18 
 
 EMI3.19 
 
Induktionselement massgebend. 



   Hat man also eine Anzahl   lnduktionse ! cmento   am Gewehrlaufe befestigt, so kann man mit ziemlicher Genauigkeit angeben, in welchen Punkten die Geschossgeschwindigkeiten gemessen werden. Hiebei entsprechen, da in jedem Induktionselemente zwei elektromotorische
Kräfte induziert werden, jedem Induktionselemente zwei   Messpunkte,   so dass man die doppelte
Anzahl von Geschossgeschwindigkeiten misst als Induktionselemente vorhanden sind. 



   Die in der besprochenen Weise induzierten elektromotorischen Kräfte sind, da durch den dünnen Stahlnantel dos Geschosses nur eine kleine Kraftlinienvermehrung stattfindet. sehr klein, so dass es sich vielleicht empfehlen wird für die Messungen eigene Geschosse herzustellen, die einen grösseren Eisenquerschnitt haben. Das kann man dadurch erreichen, dass man in den   Stahhuantel   des Geschosses ein Bündel dünner   Eisendrähte   hineinsteckt und die   Zwischenräume   mit Blei ausgiesst. Auf diese Weise kann man die induzierten   @ elektromotorischen Kräfte verzehnfachen.   



   2.   Messapparat. Weiden   die freien Enden zweier gerader, gleich starker Drähte d1 und d2 (Fig.   10), welche aus   ein und demselben Materiale gefertigt sind und welche auf 
 EMI3.20 
 geschlossen, so werden auf der ganzen Strecke   &alpha;ss   zwischen den Drähten Funken überspringen. Werden aber beide Drähte nach einem Kreisbogen gekrümmt, so dass die Ebene, 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 welche durch beide gelegt werden kann, jetzt ein Teil einer Kreiszylinderfläche wird, und worden die Funken zwischen den Drähten der Einwirkung eines magnetischen Kraftfeldes      (Fig.   11) ausgesetzt,   so werden zufolge der Ablenkungswirkung des Magnetfeldes alle Funken zu einem einzigen im Punkte A vereinigt.

   Punkt A ist hiebei jener Punkt der sich als Kreisbogen projizierenden Drähte dl und   , in   welchen die Tangente an denselben parallel zur Kraftlinienrichtung dos   Feldes'/'1   ist. Wird nun der Funken, bei welchem eine konstante Richtung vorausgesetzt wird, noch der Einwirkung eines zweiten Magnetfeldes h2 ausgesetzt, dessen Richtung auf der des ersteren senkrecht steht, so muss der Funken der Einwirkung beider Felder Folge leisten. Trägt man die Ablenkungskräfte p1 und p2 in ihren Richtungen als ihren Grössen proportionale Strecken auf und setzt dieselben zu einer Resultierenden r zusammen, so wird der Funken der Einwirkungen von r folgend nach einem Punkte Al abgelenkt, den man dadurch erhält, dass man durch den Mittelpunkt des   Krümmungskreises   der Drähte eine Parallele zu r zieht.

   Der Schnittpunkt mit der Kreislinie ist   A. Hier   ist die Tangente an den Kreisbogen senkrecht zur resultierenden Ablenkungskraft r. Aus Fig. 11 ist deutlich zu entnehmen, dass, je   grösser   ist, desto grösser die Ablenkung des Funkens aus der Mittellage A resultiert ; und da   P2   positiv oder negativ sein kann, so muss dementsprechend der Funken nach der einen oder der anderen Seite von   A   ausschlagen. Dieses soeben besprochene Prinzip soll bei dem Messapparate zur Anwendung kommen. Und zwar soll das Magnetfeld   r11   durch einen Stahlmagnet oder durch einen von einer eigenen Batterie B2 (Fig. 3) gespeisten Elektromagnet   J   erzeugt und für die Messung auf ein bestimmtes konstantes Mass gebracht werden.

   Das Magnetfeld   ftz   soll hingegen durch ein in den Stromkreis der Windungen a2 eingeschaltetes Solenoid oder einen in diesen Stromkreis eingeschalteten Elektromagnet M2 erzeugt werden. Die Anordnung mit zwei   Elektromagneten   und M2 ist in Fig.   5 im Auf-und   Grundrisse herausgezeichnet. 



     Magnet, welcher im   Aufrisse, im Schnitte und ohne Magnetwicklung dargestellt ist, hat in dem einen Magnetpole einen dünnen Schlitz   er,   dessen Zweck später besprochen wird. 



   Entsprechend dem Anwachsen und Abnehmen der in den Induktionselementen induzierten elektromotorischen   Kräfte muss   nach dem Gesagten der Funken von   A   bis zu einem Punkte maximaler Ablenkung wandern und wieder nach A   zurückkehren. IIiebei   entspricht selbst- verständlich jeder elektromotorischen Kraft eine andere maximale Ablenkung. 



   Da jede zweite induzierte elektromotorische Kraft die entgegengesetzte Richtung hat, 
 EMI4.1 
 erfolgen. Damit dies aber in Wirklichkeit stattfindet, müssen bei dem früher besprochenen entgegengesetzten Wicklungssinne je zweier benachbarter Windungen al auch die benachbarten Windungen   a,   entgegengesetzt gewickelt sein. 



   Die abwechselnde Ablenkung des Funkens nach beiden Seiten von A ist für die Deutlichkeit der Aufnahme von Vorteil und soll deshalb zur Anwendung   kommen.   



   In Fig. 8 ist eine Aufnahme mit dem Apparate schematisch dargestellt. Es sind 
 EMI4.2 
 



   Für die praktische Verwendung des Apparates soll zur Funkenerzeugung zwischen   den Drähten dl und d2 (Fig. 11) ein Funkeninduktor J (Fig. 3) verwendet werden, dessen primäre Spule von einer eigenen Batterie, den Strom erhält.   



   Es werden daher die auftretenden Funkenentladungen oszillierende sein und man hat zwei entgegengesetzte Funkenrichtungen zu unterscheiden. Die Funken der   ursprünglich   angenommenen Richtung werden nach A abgelenkt, jene aber von der entgegengesetzten Richtung nach der entgegengesetzten Seite   des Magnetfeldes 111'Damit   aber letztere die Aufnahme nicht stören, müssen sie unschädlich gemacht werden. Das soll durch folgende Anordung geschehen :
Es wird der   droht du   U-förmig gebogen (Fig. 4) und in die Mitte zwischen seine beiden Enden. parallel zu denselben der   Draht d', !. gegeben.   In Fig. 4 sind die Drähte d1 und d2 im Aufrisse im gebogenen, im Grundrisse im gestreckten Zustande dargestellt. d1 und d2 sind hier ebenfalls gleich stark und aus dem gleichen Materiale gedacht.

   Damit die Funken nur auf der   Strecke'1. ss zwischen   den Drähten überspringen, wird der Abstand   &alpha;&gamma; etwas grösser   gehalten als der Abstand einer der Äste   d1   von d2. 



   Ein Funken, welcher der in Fig. 4 eingezeichneten Stromrichtung entspricht, würde sich in   A   derart teilen, dass der eine Teil 1 hinauf-, der andere Teil 2 heruntergerichtet wäre. In   dem Magnetfelde @1 können   aber beide nicht bestehen, denn nur der Teil 2 würde nach dem Punkte. 1, der Teil 1 aber nach der anderen Seite des Magnetfeldes abgelenkt werden. Es   ist ihm   daher auf der ganzen Strecke   &alpha;ss keine Möglichkeit geboten   zu entstehen, daher   beschränkt   sich der Funken dieser eingezeichneten Stromrichtung nur auf den Tell   dz   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 funken 1 und 2 in die entgegengesetzten. Jetzt hat aber der Teil 1 jene Richtung, vermöge welcher er nach A abgelenkt wird, und Teil 2 muss verschwinden.

   Entsprechend der oszillierenden Entladung wird also einmal der untere (1), das andere Mal der obere Funkenteil 2 bestehen bleiben. 



   Um die Funkenbildung zu erleichtern, werden die   Drähte d1   und   dg   in eine Geisslersche Röhre eingebaut, von welcher der untere Teil entsprechend dem Funkenteile 1 geschwärzt wird (in Fig. 4 durch Schraffierung angedeutet), so dass nur der Teil 2 zur photographischenAufnahmebenütztwird. 



   Um die photographische Aufnahme der Bewegung des Funkens bzw. seiner Amplituden zu ermöglichen und dieselbe in möglichst grossem   Massstabe   zu erhalten, ist auf der Aussenseite der Röhre ein Spiegel   81   angebracht, der die Lichtstrahlen radial durch den engen Schlitz a des Magnetes M2 reflektiert. Hier treffen die Lichtstrahlen auf den kleinen Metallspiegel   82   (Fig. 3), von welchem sie auf die photographische Platte geworfen werden. 



   Es ist aber noch notwendig, die einzelnen Aufnahmen der elektromotorischen Kräfte voneinander zu trennen. Würde man   nämlich   mit dem eben besprochenen Apparate die induzierten elektromotorischen Kräfte aufnehmen, so würden alle Aufnahmen in ein und dieselbe Linie fallen, so dass man aus denselben nichts ersehen könnte. 



   Die Trennung der Aufnahmen geschieht mit Hilfe des Spiegels    < S,   indem dieser in rasche Rotation versetzt wird. Die Umdrehungszahl desselben bestimmt sich folgender Erwägung. Nimmt man an, dass das Geschoss die sehr kurze Zeit von einer sechshundertstel Sekunde braucht, um bis zur Laufmündung zu gelangen, so müssen in dieser Zeit etwa zehn oder noch mehr elektro- motorische Kräfte aufgenommen werden. Nimmt man ferner an, dass bei entsprechender Ent-   fernung der photographischen Platte vom Spiegel 82 eine Drehung des letzteren um 100 genügt, um alle Aufnahmen deutlich getrennt voneinander zu erhalten, so bestimmt sich die Um-   drehungszahl des Spiegels   82   mit 1000 pro Minute. Sollte sich eine deutlichere Trennung der Aufnahmen als notwendig erweisen, so kann die Tourenzahl des Spiegels erhöht werden. 



   Es ist noch vorteilhaft, wenn der Spiegel   82   gleichmässig rotiert, wenn er also durch ein reguliertes Uhrwerk angetrieben wird. Der Vorteil ist darin gelegen, dass dann die   Entez   
 EMI5.2 
 elektromotorischen Kräfte (Fig. 8), von der hiebei noch in Betracht kommenden Winkelfunktion abgesehen, umgekehrt proportional sind den mittleren Geschossgeschwindigkeiten zwischen den entsprechenden Messpunkten. Sie bieten daher eine gute Kontrolle für die erhaltenen Aufnahmen. 
 EMI5.3 
 bestimmten Stellung befinden muss, damit die Lichtstrahlen wirklich auf die photographischePlatte geworfen werden. Das kann auf einfache Weise erreicht werden, wenn, wie das bei vielen   Gesclützen der Fall ist, eine elektrische Abfeuerungsvorrichtung vorgesehen wird.

   Es wird dann in den Abfeuerungsstromkreis eine einfache Kontaktvorrichtung eingeschaltet, welche denselben   nur im Momente, als der Spiegel   82   sich in geeigneter Stellung befindet, schliesst. 



   . Eine   solche Abfeuerungsvorrichtung, welche   an jener Welle des den   Spiegel °S2   drehenden Uhrwerkes angebracht wird, welche die kleinste Umdrehungszahl besitzt, ist folgende : Es wird auf das freie Ende der Welle eine offene Metallbüchse   tl   aufgesetzt (Fig.   n),   in welche ein niedriges zylindrisches Glasgefäss   G unverdrehbar   eingesetzt wird. 



    Im Inneren dieses Glasgefässes befinden sich radial an seine Böden angeschmolzen zwei Platinstifte Z und Z2@ die mit dem einen Ende durch die Glaswand hindurchgeführt sind   und an je einen Metallknopf Pi bzw.   P2   angeschmolzen sind. Die Metallbüchse, an welcher P1 anliegt, ist mit dem einen Pole der Abfeuerungsbatterie, eine Blattfeder   , die gegen/   drückt, ist mit dem zweiten Pole derselben verbunden. Werden die beiden Stifte Zt und   X   metallisch miteinander verbunden, so wird dadurch bei niedergedrücktem Taster l'der   Abfeuerungsstrom kreis geschlossen.   
 EMI5.4 
 zu ersehen ist, einen Winkel von etwa 900 ein.

   Sind beide Stifte nach abwärts geneigt, so dass sie mit der Vertikalen denselben Winkel einschliessen, so sollen ihre Spitzen gerade in das   Hg   tauchen ; Wird die Welle aber nur wenig gedreht, so soll der eine Stift ans dem Quecksilber heraustreten, damit der Kontakt wieder geöffnet wird. Der genaue Zeit- 
 EMI5.5 
 



   Zum Löschen der Unterbrechungsfunken befindet sich über dem Quecksilber eine Schichte Alkohol. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 während das   11g   stets unten bleibt. Im Momente als      und   Z2   in die früher besprochen Lage kommen, erfolgt der Kontaktschluss, der bei der weiteren Drehung sofort unterbrochen wird. 



   Zweite Ausführung des Messapparates. Hiebei kommt dasselbe Prinzip in anderer Form zur Durchführung. 



   Die beiden früher besprochenen Drähte d, und d2 sollen nun ganz kreisförmig gekrümmt werden und, in einer   luftvordünnten   Röhre eingebaut, in der in Fig. 12 dargestellten Weise in die Felder    und   der Magnete Mt und M2 gelegt werden. Zufolge der oszillierenden Entladung und zufolge der Ablenkungswirkung von At wird jetzt auf jeder Seite von   A,   ein Entladungsfunken   A   und B entstehen. Beide Funken stehen einander diametral gegenüber und werden auch durch   42 immer   so aus den Mittellagen   A   bzw. B abgelenkt, so dass sie stets diametral bleiben. Da man nur einen Funken für die Aufnahme benötigt, so wird jene Hälfte der Röhre, in welcher sich der Funken B bewegt, geschwärzt. 



   Wird in den Mittelpunkt der kreisförmig gekrümmten Röhre ein kleiner Metallspiegel S3 gebracht, welcher die spiegelnde Fläche der Seite   A   schräg zukehrt (Fig. 12) und wird die Aussenseite der Röhre auf der Hälfte   A   mit dem Metallspiegel   81   belegt, so worden die von diesem radial nach innen reflektierten Lichtstrahlen auf den Spiegel S3 fallen und durch diesen auf den rotierenden, früher besprochenen Spiegel S2 geworfen, durch dessen Vermittlung sie auf die photographische Platte P gelangen. 



   Die Änderungen, welche sich beim Apparate als notwendig erweisen, wenn derselbe für Geschütze verwendet werden soll, betreffen nur die Induktionselemente. Diese sind jetzt nicht mehr alle gleich ausgebildet, sondern sie müssen dem sich nach vorne zu verjüngenden Rohrquerschnitte angepasst werden. Jedes Induktionselement erhält entsprechend der Stelle, an welcher es angebracht werden soll, andere Durchmesser-und Längendimensionen. Die Schalen b1 und b2 würden hier zu schwer ausfallen und wird man daher den Kraftlinienfluss der Induktionselemente in anderer Weise fixieren. 



   Die Bestimmung, der Linie      muss hier für jedes Induktionselement einzeln geschehen, indem man alle Induktionselemente an ihren entsprechenden Stellen auf das Rohr aufsetzt und dann das Geschoss (ohne Führungsband) im Rohre von 5 zu 5 oder 10 zu 10   mm   verschiebt und in jeder Stellung in dem entsprechenden Induktionsolemente die Messung   des' besorgt.   
 EMI6.2 
 
 EMI6.3 
 
Die Geschosse haben hier an und für sich einen grossen Eisenquerschnitt, so dass es nicht notwendig ist, denselben zu vergrössern. 



   Verwendung des Apparates. Hat man mit Hilfe des Apparates die Geschossgeschwindigkeiten an mehreren Punkten des Rohres gemessen und die erhaltenen Werte in ein rechtwinkliges   Achsensystem   als Ordinaten eingetragen, in welchem die zugehörigen   Geschosswoge   die Abszissen bilden, so kann man aus dieser   Geschossgeschwindigkeitskurve   die Be- 
 EMI6.4 
 irgendeinem Punkte der Geschwindigkeitskurve mit der Abszisse einschliesst. Für diesen 
 EMI6.5 
 
 EMI6.6 
 punktes gibt daher die Beschleunigung in dem betreffcnden Punkte. 



   Für die Rohrkonstruktion und für die Beurteilung von Pulversorten ist die Gasdruckkurve von Wichtigkeit. Man wird daher mit Benützung der festgelegten Geschwindigkeitsund   Beschteunigungskurve   die   Gasdrücke   in einzelnen Punkten rechnen und zu einer Kurve verbinden. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Ein Apparat zum Indizieren von Geschützrohren und Gewehrläufen, gekennzeichnet durch die. Anordnung von Drahtwindungen (al und o am Geschützrohre bzw. Gewehrlaufe, von weichen die einen, von einem konstanten Strome durchflossenen (1) zur Er- zeugung von Induktionslinien in der Rohrwand dienen, während die anderen (o) den <Desc/Clms Page number 7> Zweck haben, dass in denselben durch das voruberniegende und die Induktions1inienzahl der Rohrwand ändernde Geschoss eine elektromotorische Kraft geweckt wird, welche, da sie stets der Goschossgeschwindigkeit proportional ist, als Mass derselben dienen kann und in einem vom Geschütze getrennten Messapparate gemessen werden kann.
    2. Bei einem Apparate nach Anspruch 1 ein Messapparat, der den Zweck hat, die durch das bewegte Geschoss in den Windungen (a2) induzierten elektromotorischen Kräfte zu messen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei gebogenen Drähten (dl und d2) überspringende elektrische Funken der Einwirkung zweier miteinander einen rechten Winkel einschliessender Kraftlinienfelder (r, und A2) ausgesetzt werden, von welchen das eine (r11) ein konstantes ist, während das zweite (f') durch den in "den Windungen (a2) auf dem Gewehrlaufe induzierten Strom erzeugt wird,
    wobei die aus den Ablenkungswirkungen beider Felder resultierenden Lagen der Funken durch eine photographische Platte festgehalten werden und als Mass der induzierten elektromotorischen Kräfte bzw. der Geschossgeschwindigkeiten dienen.
    3. Bei einem Apparate nach Anspruch 1 eine Kontaktvorrichtung, welche den Zweck hat, den Stromkreis der elektrischen Abfeuerungsvorrichtung eines Geschützes in bestimmten, für die photographische Aufnahme der Funkenablenkungen im Messapparate geeigneten, periodisch wiederkehrenden Zeitpunkten zu schliessen und welche dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem zylindrischen Glasgefässe zwei Stifte (Zl und Z2) radial an den einander gegenüber befindlichen Böden so befestigt sind, dass sie in der Achsenrichtung gesehen ungefähr einen rechten Winkel miteinander einschliessen und dass der Kontakt zwischen beiden Stiften dadurch erfolgt, dass bei der Rotation des Glasgefässes um seine horizontal liegende Achse die Stifte für einen Augenblick gleichzeitig in das in bestimmter Menge in das Gefäss eingefüllte,
    vermöge seiner Schwere stets den unteren Teil des Gefässes aus- füllende Quecksilber tauchen.
AT28926D 1906-02-07 1906-02-07 Apparat zum Indizieren von Geschützrohren. AT28926B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT28926T 1906-02-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT28926B true AT28926B (de) 1907-06-25

Family

ID=3541943

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT28926D AT28926B (de) 1906-02-07 1906-02-07 Apparat zum Indizieren von Geschützrohren.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT28926B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2612553A1 (de) Linearbeschleunigungsmesser
AT28926B (de) Apparat zum Indizieren von Geschützrohren.
DE3408478C1 (de) Vorrichtung zur inkrementalen Drehwinkel- oder Längenmessung
DE4335594C2 (de) Drehwinkelsensor zur Ermittlung eines Drehwinkels
DE3340600C1 (de) Lesekopf zum magnetischen Abtasten von Wiegand-Draehten
DE3112709C2 (de) Induktiver Drehgeber
DE2748070A1 (de) Elektromagnetischer messwertgeber mit mehreren wicklungen fuer die drehzahlmessung
DE1295205B (de) Magnetischer Messumformer
DE2345932C2 (de) Füllstandsmeßgerät zur kontinuierlichen Messung für elektrisch leitende Flüssigkeiten
DE3637320A1 (de) Magnetisches lesegeraet fuer einen plattenfoermigen traeger mit wiegand-draehten
EP0080055A2 (de) Elektromagnetischer Wegsensor
DE3302084C2 (de) Induktiver Drehgeber
DE3223924C2 (de) Zündgeber
DE318163C (de)
DE2653943C3 (de) Induktiver Meßwertwandler für Längen- oder WinkelmeBwerte
DE2621989C3 (de) Identitätskarten-Prüfvorrichtung
EP0080056A2 (de) Elektromagnetischer Wegsensor mit Mehrfachabtastung
DE712149C (de) Vorrichtung zur Ermittlung von Geschwindigkeiten geradlinig bewegter Koerper
DE2252867C2 (de) Meßgerät zur Messung der Bewegung eines Körpers und/oder mit der Bewegung zusammenhängender Größen
DE3133744A1 (de) Einrichtung zur bestimmung der durchgangscharakteristik eines partikelschwarms
DE3940280A1 (de) Vorrichtung zur ermittlung der durchflussmenge eines stroemungsmediums
AT375211B (de) Haltemagnetausloeser hoher empfindlichkeit
DE1514614A1 (de) Elektromagnetsystem zur gradlinigen Bewegung von Bauteilen eines Atomreaktors
DE3006585A1 (de) Impulsgeber
DE147981C (de)