AT286833B - Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens

Info

Publication number
AT286833B
AT286833B AT1155566A AT1155566A AT286833B AT 286833 B AT286833 B AT 286833B AT 1155566 A AT1155566 A AT 1155566A AT 1155566 A AT1155566 A AT 1155566A AT 286833 B AT286833 B AT 286833B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
stranding
machine
sep
axis
frame
Prior art date
Application number
AT1155566A
Other languages
English (en)
Original Assignee
E Vornbaeumen & Co Maschf
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E Vornbaeumen & Co Maschf filed Critical E Vornbaeumen & Co Maschf
Priority to AT1155566A priority Critical patent/AT286833B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT286833B publication Critical patent/AT286833B/de

Links

Landscapes

  • Ropes Or Cables (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von spannungsfreien Seilen oder Litzen und Schnellverseilmaschine zur Durchführung des Verfahrens 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von spannungsfreien Seilen oder Litzen, bei dem die Drähte oder Litzen zu einem Verseilpunkt geführt und an diesem zu einem Strang (Litze bzw. Seil) zusammengedreht werden, welcher Strang anschliessend auf eine Haspel aufgewickelt wird. Es ist dabei im Rahmen der Erfindung die Herstellung von Litzen oder Seilen aus Material verhältnismässig hoher Festigkeit und Elastizität, wie Stahl, hartes Eisen, Bronze   od. dgl.   ins Auge gefasst. 



   Zur Herstellung von Litzen oder Seilen aus Materialien verhältnismässig hoher Festigkeit und Elastizität finden Schnellverseilmaschinen Verwendung, in denen die Vorratsspulen jeweils in einem gesonderten, stillstehenden Spulenträger mit zueinander parallelen Spulendrehachsen hintereinander gelagert sind. Diese Spulenträger werden von einem gemeinsamen Rohr- oder Stangenkörper umkreist, in dem die von den Spulen kommenden Drähte bzw. Litzen einzeln bis zum Verseilpunkt geführt sind, an dem sie in einem als "Legen" bezeichneten Vorgang verseilt werden.

   Für derartige Maschinen ergeben sich der Spulenzahl bzw. den Spulenabständen entsprechend grosse Maschinenlängen, hohe Gewichte, beträchtliche Antriebsleistungen und lange   Spuleneinbau-bzw.   Maschineneinrichtzeiten, während gleichzeitig eine genaue Auswuchtung der grossen rotierenden Massen und zahlreiche Lagerungen von Rohrkörpern und Spulenträgern notwendig sind, die neben hohen Baukosten eine starke Geräuschbildung verursachen und einer ständigen Überwachung, Wartung und Reparatur bedürfen. Die Leistung dieser bekannten Schnellverseilmaschinen ist durch die bei diesen Maschinen erreichbare Drehzahl beschränkt. 



   Zur Herstellung von Litzen oder Seilen aus Materialien mit verhältnismässig niedriger Festigkeit und Elastizität, wie Eisen, Kupfer, Kunststoff u. dgl., finden sogenannte   Verwürgemaschinen   mit einem ortsfesten Spulenträgergestell für die Vorratsspulen Verwendung. Bei diesen Verwürgemaschinen werden die einzeln bis zum Verseilpunkt geführten Drähte durch Verdrehen verseilt, wonach das Verseilgut an einem zweiten Verseilpunkt unter Verkürzung der ursprünglichen Schlaglänge um einen zweiten Schlag   "verwürgt" wird.   Bei derartigen Verwürgmaschinen treten die vorstehend für die Verseilmaschinen genannten Nachteile nicht auf ; sie sind jedoch nicht in der Lage, Materialien mit verhältnismässig hoher Festigkeit und Elastizität einwandfrei zu verseilen. 



   Der Erfindung liegt in erster Linie die Aufgabe zugrunde, eine Lehre anzugeben, die eine Herstellung von Litzen oder Seilen beliebigen Materials unabhängig von dessen Festigkeit und Elastizität mit einer Maschineneinheit gestattet, die ähnlich wie die bekannten Verwürgmaschinen eine geringe Baulänge, niedriges Maschinengewicht und kleine rotierende Massen mit konstruktiv einfacher baulicher Gestaltung in sich vereint und bei geringem Antriebs-und Bedienungsaufwand und störung-un wartungsfreier Funktionsweise mit wesentlich gesteigerter Verseilleistung arbeitet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, dass der Strang nach dem Zusammendrehen in an sich bekannter Weise aus der Verseilachse ausgelenkt, in Form einer Schleife unter Richtungsumkehr nach innen in die Verseilachse zurückgeführt und im Bereich seiner Schleifenführung ausserhalb der Verseilachse zum Umkreisen derselben im Drehsinn des Stranges 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 im Verseilpunkt veranlasst wird, wobei der Seilschleife bei ihrer Bewegung um die Verseilachse eine Drehzahl gegeben wird, die weniger als die halbe Drehzahl des Stranges im Verseilpunkt beträgt. 



   Die Erfindung bezieht sich weiter auf eine Schnellverseilmaschine zur Durchführung des vorerwähnten Verfahrens, mit Vorratsspulen, einer stillstehenden Verteilerscheibe, einem dieser nachgeordneten, um eine mit deren Achse zusammenfallende Maschinen-bzw. Verseilachse in Drehung versetzbaren ersten Rahmenträger, der eine Abzugsscheibe trägt und eine hiezu koaxiale Verseilguteinführung aufweist, sowie mit einem dem ersten Rahmenträger nachgeordneten zweiten Rahmenträger, der koaxial zur Maschinenachse in gleicher Drehrichtung antreibbar ist und eine Aufwickeleinrichtung aufweist, wobei erfindungsgemäss vorgesehen ist, dass der zweite, mit geringerer Drehzahl als der erste Rahmenträger umlaufende Rahmenträger in an sich bekannter Weise einen stillstehenden, die Aufwickeleinrichtung haltenden Träger lagert sowie mit Seilumlenksegmenten versehen ist,

   die den den ersten Rahmenträger in der Maschinenachse in Abzugsrichtung verlassenden Verseilgutstrang unter Umkreisen des stillstehenden Trägers diesem in der Maschinenachse in Gegenabzugsrichtung zuführen, dass vorzugsweise zwischen Verseilpunkt und Aufwickeleinrichtung eine Nachformeinrichtung und/oder eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, dass der erste Rahmenträger unmittelbar mit einer Hauptantriebswelle verbunden ist und dass zum Antrieb des zweiten Rahmenträgers ein mit der Hauptantriebswelle gekuppeltes, stufenlos regelbares Untersetzungsgetriebe mit einer Grunduntersetzung von 2 : 1 vorgesehen ist. 



   Bei erfindungsgemässer Vorgangsweise wird dem Seilgutstrang am Verseilpunkt eine Bewegung vermittelt, die in der Richtung entgegengesetzt zu der am Aufwickelpunkt ist, wobei die Drehzahl am Aufwickelpunkt die am Verseilpunkt um mehr als die Hälfte unterschreitet. Die Strangumlenkung in Gegenrichtung hat zur Folge, dass der Strang, bezogen auf einen ortsfesten Bezugspunkt, am Verseilpunkt eine Eigendrehbewegung mit einer bestimmten Drehzahl ausführt, während er am Aufwickelpunkt keine eigene Drehbewegung mehr hat. Eine vom Untersetzungsverhältnis 2 : 1 abweichende Drehzahl ermöglicht es dem Verseilgutstrang, demgegenüber eine Entspannungsbewegung auszuführen, welche den Verseilgutstrang am Aufwickelpunkt spannungsneutral werden lässt. Sämtliche während des Verseilvorganges im Verseilgutstrang erzeugten Spannungen werden hiedurch bis zum Aufwickelpunkt hin abgebaut.

   Diese Entspannung geht dabei mit einer ungewöhnlich einfachen Strangführung einher, die ihrerseits die aus der Wechselwirkung zwischen Verseilgutstrang und Umlenkungsteilen sich ergebenden Spannungen praktisch Null werden lässt. 



   Die Schnellverseilmaschine nach der Erfindung vereinigt in sich die Vorteile der bekannten Verwürgmaschinen hinsichtlich Bau-und Betriebsaufwand und Leistungsfähigkeit mit der Möglichkeit, eine exakte Verseilung auch bei Materialien mit verhältnismässig hoher Festigkeit und Elastizität, wie Stahl, hartes Eisen   u. dgl., ausführen   zu können. 



   Es sei erwähnt, dass durch die deutsche Patentschrift Nr. 513652 angeregt ist, die zur Bildung eines Drahtseiles zusammenzudrehenden Einzeldrähte mehreren Verdrehungsvorgängen zu unterwerfen, um die Leistung der Verseilmaschine zu steigern. Es wird dabei der zusammengedrehte Strang der Einzeldrähte aus der Verseilachse ausgelenkt und in Form einer Schleife unter Richtungsumkehr wieder in die Achse zurückgeführt, wonach eine weitere Auslenkung aus der Achse und eine neuerliche Rückführung in dieselbe unter Richtungsumkehr erfolgt, wobei der Strang die gleiche Bewegungsrichtung einnimmt, die er bei der ersten Zusammendrehung des Stranges aufwies. Bei dieser bekannten Vorgangsweise, die sich wesentlich von der erfindungsgemässen Lehre unterscheidet, entstehen jedoch Seile mit bedeutenden inneren Spannungen. 



   Weiter sei erwähnt, dass aus der   franz. Patentschrift Nr. 1. 366. 896   zwei Vorgangsweisen beim Verseilen von Drähten bekannt sind, bei denen Schleifenführungen angewendet werden. Bei der einen Vorgangsweise laufen dabei die Einzeldrähte zu einem gemeinsamen Verseilpunkt, an dem sie zu einem Strang zusammengedreht werden. Dieser Strang führt dann mit Hilfe von Führungen eine Schleifenbewegung aus, nach der er in die Achse zurückkehrt, wobei er die gleiche Bewegungsrichtung wie vor der Schleifenführung besitzt. Es tritt keine   Geschwindigkeitsuntersetzung   auf, die im Sinne einer Entspannung wirksam werden könnte. Bei der andern Vorgangsweise gemäss der genannten franz.

   Patentschrift laufen die Einzeldrähte von Vorratsrollen ab,   u. zw.   in einer Bewegungsrichtung, die der Bewegungsrichtung des Seiles im Verseilkopf entgegengesetzt ist. Daraufhin erfährt jede Einzelmine (Draht oder Litze) eine Schleifenführung und kehrt unter Umkreisen der Vorratsspulen die Laufrichtung um, die nunmehr zu der im Verseilkopf gleichgerichtet ist. Erst nach Ausführung dieser Bewegungen erfolgt eine Verseilung, woraufhin im zweiten Teil der Maschine dann eine erneute Schleifen führung mit Richtungsumkehr erfolgt, ohne dass dabei jedoch eine Geschwindigkeitsdifferenz ausser jener Differenz entsteht, die sich automatisch durch die Schleifen führung mit Richtungsumkehr 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ergibt.

   Im Verseilpunkt wird auf den Strang eine positive, den Strang in eine koaxiale Eigenumlaufbewegung versetzende Kraft ausgeübt, die in Richtung und Grösse festliegt. Während der Schleifenumführung erfährt der Strang keine die Eigendrehrichtung verändernde Krafteinwirkung. 



  Infolge dessen erfährt der Strang bei keiner der Verseilarten nach der franz. Patentschrift eine Entspannung. 



   Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf ein in den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen die Fig. 1 bis 4 vereinfachte Teilansichten einer Schnellverseilmaschine nach der Erfindung, teilweise im Schnitt, die sich, aneinandergereiht, zur Gesamtmaschinenansicht ergänzen. 



   Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Schnellverseilmaschine weist ein   Spulenträgergestell --1--   auf, in dem eine beliebige Anzahl von Vorratsspulen --2-- drehbar gelagert ist. Die Lagereinrichtungen für die   Spulen --2-- umfassen   jeweils eine Bremseinrichtung, die ein Abziehen von Einzeldrähten   bzw.-litzen   sowie des Herzdrahtes unter Spannung ermöglichen. Die Abzugsrichtung ist durch den Pfeil--3--veranschaulicht. 



   In Abzugsrichtung (Pfeil 3) schliesst sich an das   Gestell --1-- mit   den   Spulen --2-- eine   feststehende Verteilerscheibe--4--an, die koaxial zur Maschinenachse--5-- (Hauptachse) angeordnet und zur Schlaglängenverstellung in und gegen Abzugsrichtung (Pfeil 3) parallel zu sich selbst verstellbar ist. Die   Verteilerscheibe--4--weist   eine Anzahl von Lochkreisen sowie eine Mittelbohrung zur Führung des Herzdrahtes auf. Bei der in Fig. 1 dargestellten Verteilerscheibe--4-sind zwei konzentrisch zur Maschinenachse --5-- verlaufende Lochkreise zur Herstellung von zweilagigem Verseilgut vorgesehen. Jedem Lochkreis ist eine Pressbacke zugeordnet, wobei die Pressbacken für jeweils innere Lagen ortsfest der   Verteilerscheibe--4--koaxial   zur Maschinenachse 
 EMI3.1 
 befestigt. 



   In Abzugsrichtung schliesst sich an die   Verteilerscheibe --4-- mit   den   Pressbacken --6-- die   in Fig. 2 veranschaulichte, eigentliche Verseileinheit an, die im wesentlichen aus einem in zwei Stehlagern --8-- gelagerten ersten Rahmenträger --9-- besteht. Dieser   Rahmenträger --9--   besteht im wesentlichen aus einem in Fig. 2 in die Zeichenebene geschwenkt dargestellten Bügel, dessen Lagerzapfen als Hohlzapfen zur Bildung von axialen Durchführungen ausgebildet sind. In dem der Verteilerscheibe --4-- zugewendeten Lagerhohlzapfen --10-- ist die mit dem Lagerzapfen - umlaufende Pressbacke-11--für die jeweils äusserste Lage koaxial angeordnet.

   Am   Rahmenträger --9-- sind   in Abzugsrichtung aufeinanderfolgend eine Nachform-bzw. 
 EMI3.2 
 --14-- sowiediese Teile laufen mit dem   Rahmenträger --9-- um   die Maschinenachse--5--um. 



   Diese umlaufende Verseileinheit wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von einem Motor   --15-- über   eine Hauptantriebswelle --16-- und über einen Zahnriementrieb--17angetrieben. Der Antrieb der abzugsscheibe --14-- ist über einen Zahnriementrieb   Kegelräder--19--,   einen Zahnriementrieb-20--, eine Nebenantriebswelle --21--, ein stufenlos regelbares   Getriebe--22--und   einen   Zahntrieb--23--ebenfalls   von der Hauptantriebswelle --16--abgeleitet. Das   Regelgetriebe--22--dient   zur stufenlosen Einstellung der Schlaglänge. 



   An die Verseileinheit schliesst sich in Abzugsrichtung koaxial zur Maschinenachse --5-- ein allgemein als Aufwickeleinheit zu bezeichnender Maschinenabschnitt an, der im rechten Teil der   Fig. 2,   im wesentlichen in Fig. 3 und mit seinem in Abzugsrichtung rückwärtigen Ende in Fig. 4 dargestellt ist. 



   Die Aufwickeleinheit besteht im wesentlichen aus einem zweiten, in zwei   Stehlagern--24--   gelagerten   Rahmenträger --25--,   dessen in Abzugsrichtung der Verseileinheit zugekehrter   Lagerzapfen--26--im   Bereich des vorderen Stehlagers --24-- als Hohlzapfen ausgebildet ist und eine radiale   Durchführung --27-- für   das Verseilgut aufweist.

   Der   Rahmenträger-25-trigt   im Bereich der radialen Durchführung --27-- des Lagerzapfens --26-- ein mit seiner Führungsfläche tangential zur   Maschinenachse-5-gelegenes,   feststehendes, d. h. lediglich mit dem Lagerzapfen   --26-- um   die   Maschinenachse --5-- als   Ganzes umlaufendes   Umlenksegment-28--sowie   ein weiteres   Umlenksegment--29--am   vorderen äusseren Rahmenträgerende, welche Segmente zur Ausund Umlenkung des zunächst in den   Lagerzapfen --26-- koaxial   einlaufenden Verseilgutes aus der maschinenachse --5-- dienen.

   Der zweite   Rahmen träger --25-- trägt   weiter an seinem rückwärtigen Ende ein halbkreisförmiges   Umlenksegment-30--,   das dazu bestimmt ist, das Verseilgut aus seinem vom   Umlenksegment-29-kommenden,   zur Maschinenachse-5- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 parallelen Verlauf in Gegenabzugsrichtung wieder in die Maschinenachse --5-- zurückzuführen. Der   Rahmenträger --25-- lagert   seinerseits einen   Träger --31--,   der, selbst stillstehend, vom zweiten Rahmenträger --25-- umkreist wird. Der Antrieb für den zweiten   Rahmenträger --25-- ist   von der Hau8ptantriebswelle --16-- über ein stufenlos regelbares   Untersetzungsgetriebe --32-- und   einen Zahnriementrieb --3-- abgeleitet.

   Der   Rahmenträger --25-- läuft   mit einer zum 
 EMI4.1 
 wodurch eine weitestgehende Aufhebung des beim Verseilvorgang entstandenen Dralles möglich ist. In dem raumfesten   Träger --31--,   der in Fig. 3 in einer um 900 verschwenkten Stellung dargestellt ist, ist eine angetriebene Aufwickeleinrichtung--34--mit vorgeschalteter Drahtführung gelagert. Der Antrieb der Aufwickeleinrichtung--34--ist von der Nebenantriebswelle --21-- über einen Zahnriementrieb-35--, ein Zahnradplanetengetriebe-36, 37-- eine   Hohlwelle --38--,   einen 
 EMI4.2 
 



   Um den Litzen-bzw. Seilzug zwischen   Abzugsscheibe --14-- und   Aufwickeleinrichtung   --34-- möglichst   klein zu halten, kann der   Aufwickeleinrichtung --34-- eine   Bremsvorrichtung   - -43--,   die auf eine Bremsscheibe --4-- einwirkt, in Drahtlaufrichtung vorgeschaltet sein. Die Bremswirkung ist vorteilhaft von Hand einstellbar und bewirkt, dass ein möglichst geringer Auflagedruck durch das Verseilgut auf die   Umlenksegmente 28,29,30 ausgeübt   wird und sich das Verseilgut dadurch im wesentlichen ungehindert verdrehen kann. Bei der von Hand einstellbaren Bremsvorrichtung --43-- ist die Bremsscheibe --44-- frei auf einer festen Achse drehbar gelagert und wird durch eine ortsfest auf der Achse angeordnete, verstellbare Bremse beeinflusst. 



   Eine Verminderung des vom Verseilgut auf die Umlenksegmente --28,29,30-- ausgeübten Auflagedruckes kann auch unter Fortfall der   Bremsvorrichtung --43-- dadurch erzielt   werden, dass in die Nebenantriebswelle--21--ein von einer Grundübersetzung stufenlos nach oben und unten einstellbares Zwischengetriebe--45--eingeschaltet ist, das von einem   Stellmotor --46-- verstellbar   ist. Zugleich damit ist das Umlenksegment --30-- gemäss dem   Doppelpfeil --47-- in   der Abzugsrichtung (Pfeil 3) und gegen dieselbe aus einer Mittelstellung ein kleines Stück federnd verschieblich am Rahmenträger --25-- aufgehängt und betätigt über einen   Mitnehmer --48-- eine   Kontaktstange-49--, die auf zwei einen Steuerschalter bildende   Kontakte --50-- einwirkt.

   Je   
 EMI4.3 
 in Tätigkeit versetzt und die Antriebsdrehzahl für die Aufwickeleinrichtung --34-- wird durch Verstellen des Getriebes --45-- verändert. In diesem Fall ist, wie strichliert dargestellt, eine angetriebene   Bremsscheibe --44-- erforderlich,   deren Antrieb vom Kegeltrieb --39-- über einen Zahnriementrieb--51--hergeleitet wird. 



   Der Verseilvorgang verläuft in folgender Weise : Von den Vorratsspulen --2-- im Gestell - 1-- werden die Drähte bzw. Litzen abgezogen und zunächst durch die Verteilerscheibe --4-geführt. Von der Verteilerscheibe --4-- aus laufen die nachfolgend einfachheitshalber stets nur als "Drähte" bezeichneten Drähte oder Litzen durch die nachgeordneten Pressbacken hindurch, wobei die Verseilung durch ein Verdrehen der bis dahin unverdrillten Drähte um eine gemeinsame Achse (Maschinenachse 5) erfolgt. Da die Verteilerscheibe zumindest einen Lochkreis hat, jedoch beliebig viele Lochkreise haben kann und da je nach Verseilungsart auch eine entsprechende Zahl zugehörige Pressbacken vorgesehen sind, kann eine Herstellung einer 1-plus-6-drähtigen Litze und ebenso in Parallelschlag einer solchen mit mehreren Lagen mit beliebig vielen Drähten in einem einzigen Arbeitsgang erfolgen.

   Die nach dem Passieren der Pressbacken --6,11-- vorhandene. bei dem dargestellten Beispiel zweilagige Litze rotiert mit der Drehzahl des ersten Rahmenträgers --9-- und läuft durch die Nachform- und Entspannungsvorrichtung --12-- hindurch, die nicht unbedingt 
 EMI4.4 
    --14-- undRahmenträger --9-- verlässt   und in den zweiten Rahmenträger --25-- einläuft. Über die mit etwa halber Drehzahl gegenüber der Drehzahl des   Rahmenträgers --9-- um   die Maschinenachse --5-umlaufenden festen   Umlenksegmente--28, 29, 30-- wird   die Litze unter Umkreisen des raumfesten   Trägers --31-- in   Gegenabzugsrichtung in die Maschinenachse --5-- zurückgeführt. Über die Bremsscheibe --44-- gelangt sie schliesslich auf die Aufwickeleinrichtung-34-.

   Durch das 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 Umlenken der Litze aus der Abzugsrichtung in die Gegenabzugsrichtung und die Drehzahluntersetzung zwischen erstem und zweitem Rahmenträger von im wesentlichen 2 : 1 wird die der Litze vom ersten Rahmenträger --9-- erteilte Eigendrehung weitestgehend aufgehoben, so dass die Litze ohne Eigendrehung vom Verlassen des   Umlenksegments--30--bis   zur Aufwickeleinrichtung--34-läuft. Über das   Regelgetriebe--32-kann   das Untersetzungsverhältnis geringfügig verändert werden, so dass der beim Verseilen entstandene Drall praktisch völlig beseitigt wird. 



   Wie ohne weiteres ersichtlich wird, ist das Bauprinzip der Schnellverseilmaschine nicht an eine bestimmte Spulenzahl gebunden, so dass beliebig viele und beliebig grosse Spulen vorgesehen werden können, ohne dass dadurch die Maschine in ihrer Gesamtbauweise beeinflusst wird. Die ausserordentlich geringen bewegten Massen lassen hohe Drehzahlen zu, wie sie bei den bisherigen Verseilmaschinen aus Gründen der dynamischen Festigkeit der verwendeten Materialien nicht erreichbar war. Das Aufstecken der Spulen ist dabei ausserordentlich einfach und schnell zu bewerkstelligen, während gleichzeitig ein Auswechseln von Vorratsspulen und das Einbinden des Drahtes der neuen Vorratsspule wesentlich erleichtert ist und sich die Möglichkeit ergibt, eine kontinuierliche Arbeitsweise vorzusehen. Die Drahtlänge sind dabei stets gleich. 



   Während die bisher üblichen Schnellverseilmaschinen bis zu 36 Vorratsspulen enthielten und dabei eine Gesamtlänge bis 50 m aufwiesen, kommt die erfindungsgemässe Schnellverseilmaschine in der oben beschriebenen Ausführung mit einer Gesamtlänge von etwa 4 bis 5 m aus, wobei es   z. B.   auch möglich ist, Litzen aus 42 Drähten, die von ebensovielen Vorratsspulen abgezogen werden, im Parallelschlag in einem Arbeitsgang herzustellen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von spannungsfreien Seilen oder Litzen, bei dem die Drähte oder Litzen zu einem Verseilpunkt geführt und an diesem zu einem Strang (Litze bzw. Seil) zusammengedreht werden, welcher Strang anschliessend auf eine Haspel aufgewickelt wird,   d     a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass   der Strang nach dem Zusammendrehen in an sich bekannter Weise aus der Verseilachse ausgelenkt, in Form einer Schleife unter Richtungsumkehr nach innen in die Verseilachse zurückgeführt und im Bereich seiner Schleifenführung ausserhalb der Verseilachse zum Umkreisen derselben im Drehsinn des Stranges im Verseilpunkt veranlasst wird, wobei der Seilschleife bei ihrer Bewegung um die Verseilachse eine Drehzahl gegeben wird, die weniger als die halbe Drehzahl des Stranges im Verseilpunkt beträgt.

Claims (1)

  1. 2. Schnellverseilmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit Vorratsspulen, einer stillstehenden Verteilerscheibe, einem dieser nachgeordneten, um eine mit deren Achse zusammenfallende Maschinen- bzw. Verseilachse in Drehung versetzbaren ersten Rahmenträger, der eine Abzugsscheibe trägt und eine hiezu koaxiale Verseilguteinführung aufweist, sowie mit einem dem ersten Rahmenträger nachgeordneten zweiten Rahmenträger, der koaxial zur Maschinenachse in gleicher Drehrichtung antreibbar ist und eine Aufwickeleinrichtung aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h - n e t, dass der zweite, mit geringerer Drehzahl als der erste Rahmenträger (9) umlaufende Rahmenträger (25) in an sich bekannter Weise einen stillstehenden, die Aufwickeleinrichtung (34) haltenden Träger (31) lagert sowie mit Seilumlenksegmenten (28, 29,
    30) versehen ist, die den ersten Rahmenträger (9) in der Maschinenachse (5) in Abzugsrichtung verlassenden Verseilgutstrang unter Umkreisen des stillstehenden Trägers (31) diesem in der Maschinenachse in Gegenabzugsrichtung zuführen, dass vorzugsweise zwischen Verseilpunkt und Aufwickeleinrichtung eine Nachformeinrichtung und/oder eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, dass der erste Rahmenträger (9) unmittelbar mit einer Hauptantriebswelle (16) verbunden ist und dass zum Antrieb des zweiten Rahmenträgers (25) ein mit der Hauptantriebswelle (16) gekuppeltes, stufenlos regelbares Untersetzungsgetriebe (32) mit einer Grunduntersetzung von 2 : 1 vorgesehen ist. EMI5.1 einrichtung (34) eine am stillstehenden Träger (31) angeordnete, in ihrer Wirkung gegebenenfalls veränderbare Bremsvorrichtung (43), die auf eine Bremsscheibe (44) einwirkt, vorgeordnet ist.
    4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufwickeleinrichtung (34) eine am stillstehenden Träger (31) angeordnete Bremsvorrichtung mit einer Bremsscheibe (44) vorgeordnet ist, wobei für die Bremsscheibe (44) ein von einer Nebenantriebswelle (21), die ihrerseits über ein Getriebe (22, 23) mit der Hauptantriebswelle (16) in Verbindung steht, abgeleiteter Antrieb (51) vorgesehen ist. <Desc/Clms Page number 6>
    5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenksegment (30), welches das Verseilgut aus seinem Verlauf ausserhalb der Maschinenachse (5) in die Maschinenachse (5) zurückführt, in Achsrichtung aus einer Mittellage gegen Federwirkung in zueinander entgegengesetzt liegende Endlagen verschiebbar ist und dass ein mit dem Umführungssegment gekuppelter Steuerschalter (49, 50) vorgesehen ist, der in den Speisekreis eines Stellmotors (46) für ein stufenlos veränderbares Zwischengetriebe (45), das im Zuge des von der Nebenantriebswelle (21) hergeleiteten Antriebes der Bremsscheibe (44) liegt, eingefügt ist und der den Stellmotor bei Erreichen der Endlagen des Umführungssegments betätigt.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : EMI6.1 <tb> <tb> DT-PS <SEP> 513652 <SEP> OE-PS <SEP> 46265 <SEP> <tb> FR-PS <SEP> 1 <SEP> 366 <SEP> 896 <tb>
AT1155566A 1966-02-15 1966-02-15 Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens AT286833B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1155566A AT286833B (de) 1966-02-15 1966-02-15 Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1155566A AT286833B (de) 1966-02-15 1966-02-15 Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT286833B true AT286833B (de) 1970-12-28

Family

ID=3629387

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1155566A AT286833B (de) 1966-02-15 1966-02-15 Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT286833B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3209169A1 (de) * 1982-03-13 1983-09-15 Theodor 3004 Isernhagen Preussner Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugeinrichtung
EP0088993A1 (de) * 1982-03-13 1983-09-21 Theodor Preussner Verseileinrichtung für Verseilmaschinen, insbesondere Vorverdrall- und Abzugeinrichtung

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3209169A1 (de) * 1982-03-13 1983-09-15 Theodor 3004 Isernhagen Preussner Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugeinrichtung
EP0088993A1 (de) * 1982-03-13 1983-09-21 Theodor Preussner Verseileinrichtung für Verseilmaschinen, insbesondere Vorverdrall- und Abzugeinrichtung
WO1983003268A1 (fr) * 1982-03-13 1983-09-29 Theodor Preussner Dispositif de cablage pour cableuse, en particulier dispositif de pretoronnage et cabestan tireur
US4549394A (en) * 1982-03-13 1985-10-29 Theodor Preussner Stranding device for stranding machines, particularly a pre-twist and drafting device

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3320250C2 (de)
EP0851949B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum gleichzeitigen bewickeln einer mehrdrahtspule mit mehreren drähten und/oder gleichzeitigem abwickeln der drähte von einer derart bewickelten mehrdrahtspule für eine nachfolgende verseilung derselben
DE3404638C2 (de)
DE3004375A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von metallschnueren, insbesondere von schnueren zum verstaerken von gegenstaenden aus elastomerem material
EP0563586A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hochfester Stahldrahtlitzen
AT286833B (de) Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens
DE1105015B (de) Maschine zum Herstellen von Verseilelementen fuer den Aufbau elektrischer Kabel
WO1995012023A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von stahlcord
DE488867C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung drallarmer Drahtrundseile
DE2447659A1 (de) Verseilmaschine, insbesondere zur herstellung elektrischer kabel und leitungen
DE2510643C2 (de) Verfahren zur SZ-Verseilung von Verseilelementen
DE2450649A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verdrehen oder verseilen von einem oder mehreren fadenfoermigen elementen
DE2526107A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung gezwirnten garns sowie nach dem verfahren hergestelltes garn
DE2538819A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schraubenwendelfoermigen reissverschlusskuppelgliedern
DE1685857A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Seilen oder Litzen und Schnellverseilmaschine zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE10012718C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hochfester und spannungsarmer Stahldrahtlitzen auf Verseilmaschinen
DD260533A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung ein- und mehrlagiger stahldrahtlitzen
DE2530508C3 (de) Verfahren zur fortlaufenden Herstellung eines Garnkörpers
DE1293063B (de) Schnellverseilmaschine
CH468518A (de) Verfahren zur Herstellung von Litzen oder Seilen und Schnellverseilmaschine zur Durchführung des Verfahrens
EP0007472B1 (de) Vorrichtung zum SZ-Verseilen von Verseilelementen elektrischer oder optischer Kabel und Leitungen
DE26782C (de) Maschine zur Herstellung gedrehter und umsponnener Schnüre
DE693479C (de) Umspinnmaschine zum Herstellen von Schlingengarnen
DE1510062C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Her stellen von drehspannungsfreien Draht seilen
DE1274935B (de) Verfahren zur Herstellung von Litzen oder Seilen und Schnellverseilmaschine zur Durchfuehrung des Verfahrens

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee