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Elektrischer Schalter
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schalter mit an einem beweglichen Teil angeordnetem Schaltkontakt, der durch eine äussere Betätigungskraft entgegen der Rückstellkraft eines Kraftspeichers mit gummielastischem Körper in die eine Schaltstellung und bei fehlender äusserer Betätigungskraft durch die Rückstellkraft des Kraftspeichers in die andere Schaltstellung gebracht wird.
Durch die franz. Patentschrift Nr. 352. 724 ist ein elektrischer Dosenschalter mit einem gummielastischen napfförmigen Gehäuse bekannt, an dem ein in Achsrichtung des Napfes beweglicher Druckknopf über einen membranförmigen Gehäuseteil angeformt ist. Dieser Druckknopf trägt im Inneren des Gehäuses einen Kontaktkörper, dem zwei auf einer Platte fest angeordnete Gegenkontakte zugeordnet sind. Wirkt auf den Druckknopf von aussen eine Kraft ein, so wird der Kontaktkörper unter elastischer Verformung des membranförmigen Gehäuseteiles in die Einschaltlage bewegt. Nach dem Loslassen des Druckknopfes bewegt sich dieser mit dem Kontaktkörper wieder in die Ausschaltlage zurück. Um ein Schwinden der Materialelastizität infolge Alterung auszugleichen, ist zwischen dem Gehäuseboden und dem membranförmigen Teil des Gehäuses eine Druckfeder angeordnet.
Weiters ist durch die franz. Patentschrift Nr. 986. 363 ein elektrischer Installationsschalter mit einem dosenförmigen, gummielastischen Gehäuse aus Kautschuk bekannt. Der Schalter hat einen Sockel, an dem eine metallische Wippe als Kontaktbrücke gelagert ist, die in der einen Schaltlage zwei federnde Gegenkontakte überbrückt. Das Schaltergehäuse ist aussen mit einem angeformten axialen Bedienungsknopf und innen mit einem Stift zur Betätigung der Wippe versehen. Drückt man auf den Schalterknopf, so deformiert sich das Gehäuse und die Wippe wird durch den Betätigungsstift in die eine Endlage bewegt, wo sie mit ihrer Kontaktbrücke die Gegenkontakte berührt. Zugleich rasten die federnden Gegenkontakte in Nuten der Wippe ein, so dass die Wippe in ihrer Einschaltstellung festgehalten wird.
Das elastische Gehäuse nimmt dann nach dem Loslassen des Schalterknopfes wieder seine nichtdeformierte Form ein. Durch einen erneuten Druck auf den Knopf des Gehäuses wird die Wippe in die andere Schaltlage bewegt, womit der Schalter in die Ausstellung zurückgeführt wird.
Bei diesen bekannten Schaltern werden Kontakte gegen die elastische Rückstellkraft eines membranförmigen Gehäuseteiles in die Einschaltlage gebracht. Die Rückstellkraft ist daher verhältnismässig klein und nicht im gewünschten Masse vorherbestimmbar.
Bei elektrischen Schützen, bei denen Schaltkontakte an einem Anker eines Elektromagneten angeordnet sind, wird durch Erregen des Elektromagneten auf den Anker eine Kraft ausgeübt, die ihn entgegen der Wirkung einer Feder (Wendelfeder) in die Ruhe-oder Arbeitslage bringt. Nach dem Abschalten der Erregung des Elektromagneten wird der Anker mit den Kontakten durch die Feder wieder in die Ausgangslage zurückgeführt. Auch bei Schaltern, die durch Nockenscheiben, bewegte Maschinenteile, Getriebe u. dgl. betätigt werden, hat man bisher Wendel-oder Blattfedern zur Rückführung von Schaltkontakten in die Ruhe-oder Arbeitslage verwendet. Diese auf Zug oder Druck beanspruchten Federn verursachen meist starke Geräusche und schwingen in unerwünschter Weise nach.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Mängel der bekannten Ausführungen zu vermeiden. Bei dem elektrischen Schalter der eingangs genannten Art wird dies erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der
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Kraftspeicher als Gummigelenk ausgebildet ist und der den beweglichen Schaltkontakt tragende Teil mit einem um das Gummigelenk schwenkbaren Hebel kraftschlüssig verbunden ist. Auf diese Weise wird ein geräuscharmes Arbeiten bei starker Eigendämpfung der Schaltbewegung erreicht und ein Nachschwingen des beweglichen Schaltkontaktes infolge der z. B. nach dem Schliessen des Kontaktes progressiv zunehmenden Rückdruckkraft durch einfache Mittel stark vermindert.
Darüber hinaus wird die Betriebssicherheit der Schalter gegenüber den mit Federn arbeitenden Schaltern erhöht, da eine plötzliche Zerstörung des federnden Gelenkes nicht auftritt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Zeichnung zeigt einen Schalter in Ruhelage, bei dem die Schaltkontakte--50, 51-einander berühren. Der an einem beweglichen Teil angeordnete Schaltkontakt --50-- ist mit einem um ein Gummigelenk-26-schwenkbaren Hebel-29-kraftschlüssig verbunden. Das Gummigelenk-26-ist derart vorgespannt, dass der bewegliche Schaltkontakt in die Schliessstellung gedrückt wird. Durch eine äussere Krafteinwirkung auf den Hebel-29--, die z. B. bei einem Nockenschalter durch Bewegung einer Nockenscheibe und bei einem Schütz durch Erregen eines Elektromagneten hervorgerufen sein kann, wird der Schaltkontakt --50-- entgegen der Schliesskraft
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Kontakt-51-wegwieder.
Das Gummigelenk kann im wesentlichen auf zwei konzentrisch angeordneten Teilen gebildet sein, von denen der äussere mit-27--und der innere mit --28-- bezeichnet ist. Diese Teile sind unter Zwischenschaltung von Gummikörpern federnd um ihre gemeinsame Achse schwenkbar. Dabei kann das Gummigelenk mit einer in dieser Achse liegenden Schraube versehen sein, die an einem Grundkörper angeordnet ist. Der etwa eine quadratische Grundform besitzende ringförmige äussere Metallteil - 27-des Gummigelenkes-26-ist z. B. mit einem das Schaltstück --50-- tragenden Nockenhebel--29-verbunden, während der innere Teil--28--, der ebenfalls einen quadratischen Querschnitt haben kann, mit einem Verstellhebel --30-- fest verbunden ist.
Die zwischen den zwei konzentrisch angeordneten quadratischen Teilen unter Pressung eingesetzten Gummikörper werden bei einer gegenseitigen Verdrehung der beiden Hebel--29, 30- elastisch deformiert. Das Ende des Verstellhebels--30-kann mit einer Schraube od. dgl. an dem Grundkörper des Schalters befestigt werden. Hiezu werden am Grundkörper und/oder am Ende des Verstellhebel 30 Öffnungen für die Schraube vorgesehen. Der durch das Gummigelenk bewirkte Kontaktdruck kann dann durch Umstecken der Schraube je nach Kontaktausbildung und zu übertragender Leistung entsprechend eingestellt werden, so dass auch ein Kontaktaustausch und eine neuerliche Justierung in einfachster Weise vorgenommen werden kann.
Beispielsweise können die Öffnungen so angeordnet werden, dass ein Verschwenken und Fixieren des Hebels --30-- um die Achse des Gummigelenkes von 5 zu 50 möglich ist.
Die Gummigelenke können z. B. aus einem auf Zug und/oder Druck oder aus einem auf Torsion beanspruchten elastischen Werkstoff bestehen und beispielsweise auch die Form eines Gummipuffers oder eines Torsionsstabes besitzen. Aus Sicherheitsgründen ist die Verwendung eines mehrteiligen elastischen Torsionsstabes oder eines Gelenkes von Vorteil, da es im wesentlichen aus einem metallischen polygonalen äusseren Teil und einem ähnlich geformten inneren Teil besteht, der durch eine entsprechende Anzahl von Gummikörpern od. dgl. konzentrisch zu dem äusseren Teil gehalten ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Schalter mit an einem beweglichen Teil angeordnetem Schaltkontakt, der durch eine äussere Betätigungskraft entgegen der Rückstellkraft eines Kraftspeichers mit gummielastischcm Körper in die eine Schaltstellung und bei fehlender äusserer Betätigungskraft durch die Rückstellkraft
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dass der Kraftspeicher als Gummigelenk ausgebildet ist und der den beweglichen Schaltkontakt (50) tragende Teil mit einem um das Gummigelenk (26) schwenkbaren Hebel (29) kraftschlüssig verbunden ist.
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