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Unterirdische Stromzuführungeanlage für elektrische Eisenbahnen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf unterirdische Stromzuführungsanlagen für elektrische Eisenbahnen, bei welchen die Leitungs8chiene in einem oben vollständig ge- schlossenen Schlitzkanal verlegt ist, der nach Massgabe der Bewegung des Wagens geöffnet wird. Der Schlitzkanal ist aus kurzen Teilstrecken aus nichtleitendem Materiale wie Beton zusammengestellt, deren jede aus einem auf dem Boden eines in der Gleismitte angebrachten Grabens aufruhenden Unterteile, welcher die Stutzen der Leitschiene trägt, und aus einem Oberteile besteht, der seinerseits wieder aus zwei gleichen Teilen zusammengesetzt ist, deren jeder in den Unterteil eingezapft ist, um Verschiebungen desselben gegenüber dem Unterteile hintanzuhalten.
Zwischen den beiden Oberteilhälften ist oben ein Schlitz frei gelassen, durch welchen der Stromabnehmer in den Kanal eintritt. Innen sind an den beiden Schlitzwänden einander. gegenüberliegende Längsnuten zur Aufnahme isolierender Deckplatten (zweckmässig aus Buchsbaumholz) angebracht, die durch Federn gegeneinander gedrückt werden, so dass für gewölinlich der Schlitzkanal vollständig geschlossen und die Leitungsschiene isoliert ist.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt eines aus mehreren kurzen 'eilstrecken zusammengesetzten Stückes des Schlitzkanales nebst dem Stromabnehmer und den zugehörigen am Untergestell des Wagens angebrachten Teilen. Fig. 2 ist ein Querschnitt, welcher auch die Unterstützung einer der Fahrschiene veranschaulicht. Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt des Schlitzkanales nach verschiedenen Ebenen zwecks Ver- anschaulichung verschiedener Teile des Kanales. Fig. 4,5 und 6 sind ein Längsschnitt bzw. ein Querschnitt und eine Draufsicht zur Veranschaulichung des Ineinandergreifens der Deckplatten.
Jede Teilstrecke des Stromzuführungskanales besteht aus einem bei b rinnenartig ausgehöhlten Unterteile a, der zu beiden Seiten der Rinne je ein Zapfenloch c zur Aufnahme des Zapfens d an der Unterseite der auf den Unterteil einfach aufzusetzenden Oherteilhälften e besitzt. Zwischen den letzteren bleibt ein Schlitz I für den Durchgang des Stromabnehmers, der Öffner und der Reinigungsvorrichtungen frei. In der Rinne des
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Stütze besteht aus zwei durch Fischleim zusammengehaltenen den Fuss und den Steg der Loitungsschiene umfassenden Hälften.
Die Stützen 9 sind am Unterteile mit Ausschnitten i ausgestattet, um Wasser aus einer Teilstrecke des ltnales in die folgende ablaufen zu lassen ; schliesslich läuft das Wasser durch in geeigneten Abständen voneinander angebrachte Kanäle j im Boden einer der Teilstrecken in einen geeigneten Ablauf. Die Oberteilhälften weisen seitliche Ausschnitte zur Aufnahme des Pflasters auf und die oberen Ränder des Schlitzes sind durch Winkeleisen k geschützt, die im Betone durch Haken Mt verankert sind, welche auch die Oberteilhälften verstärken.
An der Innenseite jeder Oberteithälfte ist eine Längsnut zur Aufnahme einer Deckplatte n vorgesehen. Jede Teilstrecke des Stromzufübrungslianales weist somit zwei einander gegenüberliegende Deckplatten auf, von denen eine mit einer Rippe versehen ist, die in eine Längsnut am Rande der gegenüberliegenden eingreift. Die in einer Reihe liegenden benachbarten Deckplatten M sind an den einander zugekehrten Enden durch Zapfen o verbunden, die in Ausnehmungen au den Enden der Deckplatten frei eingesetzt sind, wie Fig. 4, 5 und 6 zeigen.
Diese Zapfen bewirken die Öffnung des Schlitzkanales,
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der Vorwärtsbewegung des Stromabnehmers ; sie haben jedoch hinreichenden Spielraum in ihren Ausnehmungen, um den Deckplatten eine gewisse Bewegungsfreiheit zu lassen, so dass der Schlitz stets nur auf eine gewisse Länge offen ist, indem die vor und hinter jenen Teilen des Wagens, welche den Schlitz für den Durchgang des Stromabnehmers vollständig offen halten, liegenden Deckplatten fortschreitend immer näher aneinanderrücken. Federn p zwischen den Deckplatten und dem Boden der Nuten q drücken die einander gegenüberliegenden Platten aneinander, um den Schlitz vollständig zu schliessen.
Die Fahrschienen r ruhen mit ihrem Fusse in einer Reihe von in gleichmässigen Abständen zu beiden Seiten des Schlitzkana ! es in den Boden eingelassenen Betonblöcken s und worden durch Winkel festgehalten, die einerseits an den Fahrschiene festgeschraubt und andererseits in die Beton-
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gebracht.
Die Stromentnahme und das Öffnen und Schliessen des Kanales durch Auseinanderrücken bzw. Zusammenrücken der Deckplatten ? geschieht durch an einer Stange am Wagengestelle befestigte Organe. Der Stromabnehmer besteht aus einem Schleifschuh u von geeigneter Grösse, der von zwei Armen v, welche am unteren Ende in Isolationsmasse x eingebettet sind, und zwei übergreifenden Haken an den Enden des Schuhes getragen wird. welche der ganzen Verbindung grosse Festigkeit erteilen. Die gleichfalls mit Isoliermittel überzogenen Arme v sind oben ausserhalb des Sclllitzkanales wagarecht abgebogen, um Federn y aufzunehmen und weiterhin senkrecht aufgebogen, um in eine Ausfütterung z (zweckmässig aus Buchsbaumbolz) einer Führung 1 an der Stange 2 einzutreten.
Die Federn y stemmen sich gegen Schuhe 3 an der Führung 1 und geben dem Stromabnehmer hinreichendes Spiel in vertikaler Richtung. Der vom Schleifschuhe ausgehende Leiter ist in einer isolierenden Hülse 4 eingeschlossen, die zwischen den oberen Enden der Arme v durch die Mitte der Führung z hindurchgeht.
In der Längsrichtung des Wagens ist zu beiden Seiten des Stromabnehmers je PI 11 Öffner angebracht, welcher die Deckplatten n auseinander zu halten hat, während del Stromabnehmer zwischen ihnen hindurchgebt. Jeder Öffner besteht aus einer Platte zweckmässig aus Buchsbaumholz, die von einem bei 7 an der Führung 1 angelenkten kleinen Rahmen 6 getragen wird, der auf einem Bügel 8 aufruht und von einer Feder niedergehalten wird. Der Rahmen hat in vertikaler und horizontaler Richtung einen gewissen Spielraum, also die für den Betrieb erforderliche Biegsamkeit. Die beiden öffner treten zwischen die Deckplatten zu beiden Seiten des Stromabnehmers und halten sie an diese t Stelle auseinander, so dass der Schlitz nach Massgabe des Fortschreitens des Stromabnehmers geöffnet wird.
Die auseinander gerückten Deckplatten wirken auf die vor bzw. hinter ihnen liegenden Deckplatten mittels der Zapfen o und öffnen sie teilweise, wodurch die N (III- ständige Öffnung derselben während der Fahrt erleichtert wird. Ausserdem ist vor und hinter der eben beschriebenen Einrichtung eine Bürste 10 zur Reinigung der frei legenden
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wodurch ein Verklemmen vermieden wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Unterirdische Stromzuführungsanlage für elektrische Eisenbahnen mit aus aneinandergereihten Blöcken gebildetem und durch federnd bewegliche Platten verschliessbarem Schlit/- kanatc, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schlitz begrenzenden Blockteile (e) unterhalb
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beweglichen Abschlussplatten (n), die an ihren einander zugekehrten Flächen mit Rippe und Nut ineinandergreifen, verschieben können, zu dem Zwecke, diese Platten dem Drucke und den Stössen schwerer die Strasse befahrender Fahrzeuge zu entziehen und sie so zu schonen und um den vollkommen dichten Abschluss derselben zu sichern.