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Einrichtung zur Niveauregelung des Farbsumpfes in Filmdruckschablonen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Niveauregelung des Farbsumpfes in Filmdruckschablonen, insbesondere Rundschablonen.
Zur Kontrolle bzw. Regelung des Niveaus der in der Schablone vor bzw. neben der Rakel (Streichrakel, Rollrakel) befindlichen Farbmasse, auch Farbsumpf genannt, wurde bereits vorgeschlagen, das Farbniveau durch Elektroden in Form von Fühlerstiften abzutasten. Tauchen die Fühlerstifte in den Farbsumpf ein, so wird ein Stromkreis über die Farbe geschlossen und dabei ein Schalter betätigt, der die Farbpumpe abschaltet, so dass eine weitere Farbzufuhr unterbleibt. Wird durch das sinkende Farbniveau die Berührung zwischen Farbsumpf und Fühlerstifte wieder aufgehoben, so erfolgt eine Unterbrechung des über die Farbe führenden Stromkreises, wobei die Farbpumpe erneut eingeschaltet wird. Bei dieser Farbniveauregelung muss eine Druckfarbe verwendet werden, welche eine hinreichende elektrische Leitfähigkeit aufweist. Solche Druckfarben stehen aber nicht immer zur Verfügung.
Ferner kann der durch die Farbe wandernde elektrische Strom eine Zerstörung der Farbe verursachen.
Die Erfindung beseitigt diesen Mangel durch eine völlig andere Einrichtung zur Niveauregelung, welche darin besteht, dass in die Schablone mindestens ein Saugstück einer Saugvorrichtung ragt, wobei die Saugöffnung bzw. Öffnungen des Saugstückes im Bereich und wenigstens annähernd auf der Höhe eines zulässigen Sollniveaus des Farbsumpfes liegen und die Förderleistung der Saugvorrichtung wenigstens ebenso gross ist, wie der maximal zu erwartende Farbüberschuss.
Mit der erfindungsgemässen Einrichtung wird also der Farbüberschuss abgesaugt und das Farbniveau wenigstens annähernd auf der Höhe der Saugöffnungen des vorzugsweise als Saugrohr ausgebildeten Saugstückes konstant gehalten.
Vorteilhaft ist es, wenn die Förderleistung der Saugvorrichtung mindestens ebenso gross ist wie die Förderleistung der Farbzuführvorrichtung. Sowohl die Farbzussihrvorrichtung als auch die Saugvorrichtung wird üblicherweise durch Pumpen betrieben (Farbzuführpumpe, Saugpumpe), welche zweckmässig selbstansaugend sein sollen. Als Saugpumpe kann man z. B. eine Injektorpumpe verwenden, welche auch dann bereits Farbe aus dem Farbsumpf fördert, wenn die Saugöffnungen des Saugstückes der Saugvorrichtung gerade die Oberfläche des Farbsumpfes berühren.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann bei allen Rakelsystemen angewendet werden. Ferner ist es gleichgültig, ob die Druckfarbe dickflüssig oder dünnflüssig ist. Auch von der Arbeitsgeschwindigkeit ist die erfindungsgemässe Einrichtung unabhängig. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung ist es, dass die abgesaugte Druckfarbe immer wieder in den Farbbehälter zurückbefördert wird, sich dort mit dem Farbvorrat mischt und dann wieder über die Farbzuführvorrichtung in die Schablone gelangt.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Fig. l bis 3 zeigen im schematischen Querschnitt je eine Schablonenstation einer Rundschablonenmaschine mit jeweils verschiedener Ausführung der Niveauregelung bzw. der Rakelvorrichtung.
Gemäss Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ragt in die Rundschablone-l-das
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die zu bedruckende Warenbahn --6-- mit dem Drucktuch--7-in Pfeilrichtung hindurchgeführt. Dabei rotieren die Rundschablone-l-und die Rollrakel --4-- im Sinne der dargestellten Pfeile.
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--4-- Farbevorgesehen, welches mit einer Reihe von über die ganze Arbeitsbreite verteilten Saugöffnungen - ausgestattet ist. Das Saugrohr --9-- ist an eine Saugpumpe (nicht dargestellt) angeschlossen.
Der Farbüberschuss des Farbsumpfes --8-- wird durch das Saugrohr --9-- abgesaugt und damit das Farbniveau wenigstens annähernd auf der Höhe der Saugöffnungen --10-- konstant gehalten.
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Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich von dem gemäss Fig. 1 lediglich in der Rakelvorrichtung. Während in Fig. 1 eine Rollrakel --4-- vorhanden ist, wird gemäss Fig. 2 in der Rundschablone-l-eine Streichrakel verwendet, wobei das aus magnetisierbarem Material
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senkrechtWarenbahn --6-- und dem Drucktuch --7-- befindlichen Magnetbalken --5-- angezogen.
Die Niveauregelung des Farbsumpfes --8-- wird nach Fig. 2 in gleicher Weise durchgeführt wie beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. l, nämlich durch eine Saugvorrichtung mit einem waagrechten Saugrohr--9-, welches Saugöffnungen --10-- aufweist. Das Saugrohr --9-- ist wie in Fig. 1 höhenverstellbar.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist in der Rundschablone-l-wieder eine Rollrakel - vorhanden, welche aus magnetisierbarem Material besteht und vom Magnetbalken--5--
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--8-- dienenSammelrohr--16--, welches an eine Saugpumpe angeschlossen ist.
Die Ausführung nach Fig. 3 ist insbesondere für dünnflüssige Farben gedacht, während bei dickflüssigen Farben bevorzugt die Ausführungen gemäss Fig. 1 und 2 zum Einsatz gelangen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Niveauregelung des Farbsumpfes in Filmdruckschablonen, insbesondere
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Saugstück (9, 15) einer Saugvorrichtung ragt, wobei die Saugöffnung bzw. öffnung des Saugstückes (9, 15) im Bereich und wenigstens annähernd auf der Höhe eines zulässigen Sollniveaus des Farbsumpfes (8) liegen und die Förderleistung der Saugvorrichtung wenigstens ebenso gross ist, wie der maximal zu erwartende Farbüberschuss.
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