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Verfahren zum Einsetzen von Lagerspitzen
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ter Ausbildung einer Düse in dieses Durchgangsloch eingedrückt wird.
In weiterer Ausbildung des erfindungsgemässen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Lagerspitze mit ihrem nicht der Lagerung dienenden und mit einer Facette versehenen Ende gegen eine an der Oberfläche des die Lagerspitze aufnehmenden Messgeräteteiles anliegenden Anschlag, der im Bereich des Durchgangsloches eine tellerartige Senkung mit einer geringeren Tiefe als die Länge der sich bei ungehinderter Verformung ausbildenden Düse aufweist, eingedrückt wird.
Eine andere Möglichkeit, das erfindungsgemässe Verfahren weiterzubilden, besteht auch noch darin, dass konzentrisch zum Durchgangsloch noch eine tellerartige Vertiefung, deren Tiefe geringer als
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ihrem nicht der Lagerung dienenden und mit einer Facette versehenen Ende zuerst in das Durchgangs- loch eingedrückt wird, bis sie an einen gegen die Oberfläche des Messgeräteteiles anliegenden Anschlag stösst.
Der bedeutende Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass der bisher erforderliche Spitzenhalter in den meisten Fällen ganz entfallen und in den noch in geringer Zahl auftretenden notwendigen Fällen so verkleinert werden kann, dass eine spürbare Gewichtserleichterung eintritt, die, insbesondere auf das bewegliche Organ bezogen, eine erhöhte Messempfindlichkeit des Messwerkes zur Folgehat. Untersuchungen haben ergeben, dass die erfindungsgemäss hergestellte Spitzenhalterung axial wirkende Kräfte aufnehmen kann, die bis zum 5-fachen Wert des im Stand der Technik genannten Spitzenhalters betragen können, so dass mechanisch eine grössere Stabilität erreicht wird.
An Hand einiger Ausführungsbeispiele soll das erfindungsgemässe Verfahren näher erläutert werden.
Es zeigen : Fig. 1 Messgeräteteil und Lagerspitze vor dem Einsetzen, Fig. 2 Lagerspitze vorwärts eingesetzt, Fig.3 Lagerspitzerückwärts eingesetzt und Fig.4 Lagerspitze rückwärts eingesetzt.
In einem vorzugsweise aus einem Leichtmetall bzw. einer Leichtmetallegierung bestehenden Messgeräteteil-2-, vorgesehen als Lagerspitzenhalterung, ist gemäss Fig. 1 ein Durchgangsloch -3- ge- stanzt, dessen Durchmesser die Hälfte des Schaftdurchmessers --d-- der einzusetzenden Lagerspitze --1-beträgt.
Die Dicke-l-des Messgeräteteiles-2-entspricht dem Schaftdurchmesser --d-- der Lagerspit- ze-l-und ist damit mindestens um die Hälfte geringer, als es bei den bekannten Ausführungen erforderlich war. Mittels einer Vorrichtung wird nun die Lagerspitze-l-mit der tragenden Spitze zuerst in das Durchgangsloch --3-- des Messgeräteteiles --2-- unter entsprechendem Druck eingesetzt.
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eine Düse heraus und vergrössert die Dicke-l-an dieser Stelle auf das etwa 11/2-fache des Aus- gangsmaterials, wie versuchsweise ermittelt wurde, wenn die eingangs genannten Werte eingehalten werden. Die Lagerspitze verbleibt, im Gegensatz zu dem geläufigen Verfahren des Düsenziehens, in der gezogenen Düse.
Damit ist eine in Fig. 2 dargestellte einwandfreie Spitzenhalterung erzielt, ohne dass der eigentlichen Spitze ein Schaden entstanden ist. Mit solchen Spitzenhalterungen werden Haftkräfte erreicht, die über den 2-fachen Wert der Haftkräfte der im Stand der Technik genannten Spitzenhalterung ansteigen können. Als Messgeräteteil-2-sind z. B. die spitzengelagerten Teile der Geradführung und die Halterungen des beweglichen Organs bei elektrischen Messgeräten gemeint, die meistenteils aus Flach- oder Profilmaterial bestehen. Bei Verwendung von Hohlprofilen ist es angeraten, vor dem Einbringendes Durchgangsloches-3-- das Hohlprofil an der zur Spitzenhalterung vorgesehenen Stelle flach zu drücken.
Die Haftfähigkeit der Spitzenhalterung vermindert sich durch das bildlich nun zwei Schichten aufweisende Material des Messgeräteteiles nicht. Durch die erreichte Verringerung der Materialdicke -1- verkürzt sich aber auch die zu bohrende Länge gegenüber den bekannten Ausfüh- rungen der Spitzenträger, so dass die Gefahr des Verlaufens des Bohrers wesentlich geringer geworden ist.
Bei Herstellung des die Lagerspitze aufnehmenden Messgeräteteiles im Fliesspressverfahren bzw. aus nicht rotationssymmetrischen Teilen können die Werkstücke gelocht und bei entsprechender Ausbildung der Werkzeuge die Lagerspitzen in weiterer Arbeitsfolge in bekannter Weise eingesetzt werden, ohne dass die Werkstücke in andere Vorrichtungen umgespannt werden müssten.
Eine bedeutende Steigerung der Haftfähigkeit ist zu erreichen, wenn die Lagerspitze rückwärts gegen einen Anschlag eingesetzt wird, so wie in Fig. 3 dargestellt. Im wesentlichen bleiben die Verfahrensschritte die gleichen wie vorher beschrieben, lediglich das Einsetzen der Lagerspitze erfolgt mit
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einen grösseren Durchmesser als das Durchgangsloch --3-- und eine geringere Tiefe als die Länge der sich bei ungehinderter Verformung ausbildenden Düse aufweist. Durch den Anschlag --5-- wird bewirkt,
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ge bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ab. Hier kann jedoch auf die tellerartige Senkung-6- im Anschlag-5-verzichtet werden, da der Messgeräteteil-2-an der Stelle der Spitzenhalterung bereits mit einer gleichartigen tellerartigen Vertiefung --7-- ausgerüstet ist.
Bei nach diesem Verfahren hergestellten Spitzenhalterungen können axial wirkende Kräfte aufgenommen werden, die bis zum 5-fachen Wert der Belastbarkeit der herkömmlichen Spitzenhalter betragen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Einsetzen von nur durch Haftreibung auf einem Teil ihrer Schaftlänge gehaltenen Lagerspitzen in Teile von Messgeräten, insbesondere von elektrischen Messgeräten, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Aufnahme der Lagerspitze (l) vorgesehenes aus ziehfähigem Ma- terial bestehender Messgeräteteil (2), dessen Dicke (1) ungefähr dem Schaftdurchmesser (d) der Lagerspitze (1) entspricht, mit einem Durchgangsloch (3), dessen Kaliber vorzugsweise etwa die Hälfte des Schaftdurchmessers (d) der Lagerspitze (1) beträgt, versehen wird und dann die Lagerspitze (1) unter Ausbildung einer Düse in dieses Durchgangsloch (3) eingedrückt wird.