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Dosiergerät zum Auflösen eines festen Stoffes in einer Flüssigkeit
Die Erfindung betrifft ein Dosiergerät zum Auflösen eines festen Stoffes in einer durch diesen Behälter hindurchströmenden Flüssigkeit, dessen Boden und Deckel mit Hilfe von Stehbolzen gegen den vorzugsweise zylindrischen Behältermantel angezogen sind.
Man kennt bisher Dosierschleusen zur Impfung von Flüssigkeiten, bei denen die Behälterwandung aus einem durchsichtigen Kunststoff, z. B. Acrylglas, besteht. Bei diesen wirkt sich nachteilig aus, dass der Kunststoff gegenüber den im Behälter befindlichen Chemikalien, z. B. Phosphaten, nicht unempfindlich ist, sondern im Laufe der Zeit die Innenwandung von den Chemikalien angegriffen wird, so dass die Sicht getrübt wird. Auch hat sich gezeigt, dass derartige Kunststoffbehälter gegenüber starken Temperaturschwankungen, z. B. in der Nähe von Heizkesselanlagen, nicht beständig sind und infolgedessen hohe Spannungen im Glas auftreten, die zum Zerbersten des Behälters führen können.
Auch bei plötzlichem starkem innerem überdruck zeigen sich derartige durchsichtige Kunststoffe nicht genügend stoss-und drucksicher.
Es sind auch Behälter für Dosierschleusen bekannt, die aus einem undurchsichtigen hochdruckfesten Stahlmantel bestehen. Diese sind zwar druckbeständig, haben aber den Nachteil, dass sie keinen Einblick in das Innere des Behältnisses gestatten, so dass nicht festzustellen ist, ob der Chemikalienspiegel so stark gesunken ist, dass er dringend einer Nachfüllung bedarf. Der Einbau von Schaugläsern in derartige undurchsichtige zylindrische Behälter hat den Nachteil, dass infolge der relativ starken Rundung bei derartigen, einen geringen Radius aufweisenden Dosiergeräten erhebliche Dichtungsprobleme auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dosiergerät zu schaffen, das die Vorteile beider bekannter Dosiergeräte in sich vereinigt, ohne dass deren Nachteile auftreten. Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass der Behältermantel aus mehreren übereinander angeordneten Ringteilen besteht, von denen mindestens einer aus durchsichtigem Material, vorzugsweise aus Kunststoff, besteht und die andern Ringteile aus hochdruck-und temperaturbeständigem, undurchsichtigem Material, z. B. aus Stahl, vorgesehen sind, und dass die Teile unter Zwischenschaltung von Dichtungen mit Hilfe des Stehbolzens gegeneinander verspannt sind.
Die Konstruktion ist so gewählt, dass sie die durch die unterschiedlichen Dehnungskoeffizienten der Materialien entstehenden unterschiedlichen Ausdehnungen zulässt, ohne dass die Festigkeit beeinträchtigt und der Behältermantel undicht wird.
Gemäss einer zweckmässigen Ausführungsform weist der durchsichtige Ringteil an seiner Innenseite Stützschulter auf, die hinter die Innenseite der hochdruckfesten Ringteile greifen. Diese Stützschultern haben die Aufgabe einer Sicherung.
Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform ist der durchsichtige Teil der Behälterwandung zwischen zwei undurchsichtigen Teilen der Behälterwandung angeordnet, so dass beide Vorteile, nämlich der Festigkeit des Behälters und der Möglichkeit, einen Einblick in das Innere des Behältnisses zu werfen, in harmonischer Weise erfüllt sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Darin
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zeigen : Fig. l eine schaubildliche Darstellung des Dosiergerätes gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. l und Fig. 3 zeigt eine Abwandlung zu Fig. 1.
Die dargestellte Dosiervorrichtung besteht aus einem zylindrischen insgesamt mit--11-- bezeichneten Behälter, der einen Bodenteil--12--mit einer Wassereinlassöffnung --13-- sowie
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--14-- aufweist. Boden- und- angezogen und verspannt. Hiezu dient eine Mutter --17-- am Deckelteil, deren Innengewinde mit dem am Ende des Stehbolzens-16-versehenen Aussengewinde-16a- verschraubt wird.
In dem zylindrischen Behälter ist ein Raum für die Aufnahme von Chemikalien vorgesehen. Diese lagern auf einem Siebboden --21-- und werden beim Einströmen vom Wasser durchflutet, wenn dieses durch die gegeneinander versetzten Öffnungen --22-- des den Stehbolzen konzentrisch umgebenden Rohres --23-- hineinströmt. Das durch den Bodenteil --12-- abfliessende Wasser nimmt dabei geringe Mengen der gelösten Substanz mit. Der Behälter besteht aus einem Zylindermantel und ist aus mehreren übereinander angeordneten Teilen-25, 35, 45- gebildet.
Der Bodenteil - -25-- liegt in einer Ringnut-27--, die einen Dichtungsring --28-- enthält. Auf der Anlagefläche--25a-des Behälterteiles-25-liegt ein als Schauglas ausgebildeter Ring-35-
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weist eine verhältnismässig dicke Wandstärke (vgl. Fig. 2) auf. Die Auflagefläche ist abgesetzt, so dass Innenschultern --35a-- gebildet sind, die in den Zylinderraum der angrenzenden Behälterwandungen hineinragen.
Die Dichtungsringe --31-- sind so bemessen, dass sie einen vorstehenden Dichtungswulst besitzen, so dass genügend Spiel bei einer temperaturbedingten Ausdehnung vorhanden ist. über dem Schauglas --35-- ist ein weiterer undurchsichtiger Zylinderteil --45-- angeordnet, Die Teile-25 und 45-können aus Stahl, einem äusserst temperatur-und druckbeständigen Kunststoff, wie Polypropylen, oder glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen, so dass eine genügende Sicherheit bei plötzlichem überdruck gegeben ist.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen wie bei den vorhergehenden Zeichnungen. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform lediglich dadurch, dass an der Innenseite des Bodens des Teiles-25-ein Bund-30-zur Auflage des Siebes --21-- angebracht ist. Dieser Bund kann einstückig angeformt oder beispielsweise angeklebt sein. Beim öffnen der Dosiervorrichtung, was durch Lösen der Mutter --17-- erfolgt, ergibt sich ein durch den Zylinderteil --25-- und den Siebteil - gebildeter Tragbehälter, in welchem die Chemikalien zusammengehalten werden.
Hiedurch kann im Gegensatz zu den bisherigen Dosierschleusen verhindert werden, dass beim öffnen des Behälters die gesamte chemische Substanz auseinanderfällt und dabei den Dichtring-28- beschädigt.
Das zylindrische Schauglas --35-- ist zweckmässig in etwa zwei Drittel der Höhe des Behälters angeordnet, so dass die kritische Höhe des Chemikalienspiegels gut beobachtet werden kann. Nach dem Einfüllen der chemischen Substanz ist eine Belüfterschraube --29-- am Deckelteil zu betätigen. Die Dosiervorrichtung ist auch an den Anlageflächen zwischen dem Zylinderteil--45--und der Deckplatte --14-- mit einem Dichtmittel versehen, so dass insgesamt vier nachgiebige Bereiche in der Dosiervorrichtung vorhanden sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dosiergerät zum Auflösen eines festen Stoffes in einer durch diesen Behälter hindurchströmenden Flüssigkeit, dessen Boden und Deckel mit Hilfe von Stehbolzen gegen den
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der Behältermantel aus mehreren übereinander angeordneten Ringteilen besteht, von denen mindestens einer (35) aus durchsichtigem Material, vorzugsweise aus Kunststoff, besteht und die andern Ringteile (24, 25) aus hochdruck-und temperaturbeständigem, undurchsichtigem Material, z. B. aus Stahl, vorgesehen sind, und dass die Teile unter Zwischenschaltung von Dichtungen (31) mit Hilfe des Stehbolzens (16) gegeneinander verspannt sind.
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