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Vorrichtung zur Herstellung von Baukörpern im Gleitbauverfahren
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50Diese Ausbildung gibt die Möglichkeit, in das Gleitschalungssystem je nach den gewünschten Gegebenheiten Schalungsplatten entweder senkrecht oder waagrecht einzusetzen. Diese Schalungsplatten würden zunächst einen Sichtbeton bilden, wie er bei Verwendung einer normalen Standschalung entsteht. Die Oberfläche der Schalungsplatten könnte aber auch eine Reliefoberfläche erhalten, die sich in der Betonoberfläche abdrücken würde. Die Verwendung von Rollenträgern gibt hiebei die Möglichkeit, die Gleitschalung ohne grosse Reibungskräfte über die eingesetzte Schalung zu ziehen, so dass beispielsweise auf der einen Seite des Baukörpers ein Relief und auf der andern Seite eine glatte Betonoberfläche entsteht.
Die umsetzbare Schalung kann aus einzelnen Schalungsbrettern bestehen, die durch Laschen miteinander verbunden sind. Die Schalungsbretter können horizontal oder vertikal angeordnet sein. Bei Horizontalanordnung können ihre Enden in Aussparungen der Bühne geführt sein. Für die Ausbildung der Schalung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Schalung kann beispielsweise einlagig oder zweilagig ausgeführt werden. In diesem Fall sind die Bohlen in der einen Lage vertikal und in der andern Lage horizontal angeordnet. Die umsetzbare Schalung kann auch aus zwei Lagen mit Zwischenraum bestehen, wobei die Verbindungslaschen zwischen den beiden Lagen im Zwischenraum angeordnet sind. Die Schalungsbretter können praktisch mit jeder beliebigen Profilierung versehen sein.
Es wäre auch möglich, die Schalungsbretter mit einem Kunststoffüberzug zu versehen, der selbst eine Profilierung aufweist.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Gleitschalungssystems, entsprechend der Schnittlinie I-I in Fig. 2 ; Fig. 2 zeigt eine schematische Teilaufsicht auf das in Fig. 1 dargestellte Gleitschalungssystem ; Fig. 3 zeigt die Ansicht einer aus mehreren Brettern bestehenden umsetzbaren Schalung mit Verbindungslaschen ; Fig. 4 zeigt die schematische Darstellung eines Rollenträgers im Schnitt ; Fig. 5 zeigt die schematische Schnittdarstellung eines Gleitschalungssystems mit einer zweiten Ausführungsform einer umsetzbaren Schalung, entsprechend der Schnittlinie V-V in Fig. 6 ; Fig. 6 zeigt in der Aufsicht die schematische Darstellung eines Baukörpers mit unregelmässiger Grundrissfläche ; Fig. 7 zeigt die Darstellung einer Profilierung für die umsetzbare Schalung ;
Fig. 8 zeigt eine Schnittdarstellung, entsprechend der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 7.
Fig. 1 zeigt die an einem Joch-9-angeordneten Führungsschenkel-la und lb-zur Führung der Gleitschalung. Auf der linken Seite der Zeichnung ist eine normale Schalungsplatte - angeordnet. Diese Schalungsplatte --3-- reicht über die obere Arbeitsbühne --2--. Auf der rechten Seite der Zeichnung befindet sich ein Lau & ollenträger-4-mit Laufrollen-5--. Die genauere Ausbildung dieses Laufrollenträgers ergibt sich aus der Darstellung in Fig. 4, bei der der Träger --4-- aus zwei Winkelprofilen besteht, in deren parallel laufenden Schenkeln --4'-- eine Laufrolle - mittels des Zapfens --8-- befestigt ist.
Die Laufrollen --5-- ragen über die parallel angeordneten Schenkel --4'-- hinaus und stützen in Fig. 1 die einzelnen Bretter --6-- einer umsetzbaren Schalung ab. Es ist ohne weiteres verständlich, dass beim Hochziehen der Führungsschenkel - la und lb-die einzelnen Schalungsbretter --6-- ortsfest bleiben und dass das Gleitschalungssystem mittels der Laufrollen --5-- an den Brettern --6-- vorbeibewegt werden kann. Die Darstellung in Fig. 2 zeigt überdies die Führung der Schalungsbretter --6-- in Aussparungen --7-- des Arbeitsgerüstes.
Fig. 3 zeigt die Ansicht einer umsetzbaren Schalung, bestehend aus einzelnen Brettern oder Bohlen - -6--, die durch aufgesetzte Laschen --17-- miteinander verbunden sind. Es wäre aber auch möglich, die Bretter an den Stosskanten als Nut-Feder-Verbindung auszubilden oder die Bretter mit lotrecht geführten Löchern zu versehen, um Stäbe hindurchzustecken.
Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung die eine Seite eines Gleitschalungssystems, das in bezug
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arbeitet dieses Gleitschalungssystem im Prinzip genauso wie das in Fig. l und 2 dargestellte System. Der in Fig. 5 dargestellte Schnitt entspricht der Schnittlinie V-V in Fig. 6. Die Darstellung zeigt einen Baukörper von sehr individueller unregelmässiger Querschnittsfläche. Mittels der Erfindung ist es möglich, einen solchen Baukörper an bestimmten Ansichtsflächen mit einer individuellen Profilierung zu versehen und trotzdem den Baukörper in Gleitbauweise herzustellen, so dass also trotz einer rationellen Bauweise ein bestimmter Baustil durchführbar ist.
Die Darstellung in Fig. 7 zeigt die Ansichtsflächen von profilierten Schalungsbohlen-16"--, u. zw. in Anlehnung an das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5. Die Schnittdarstellung in Fig. 8 zeigt, dass
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mit der Vorrichtung nach der Erfindung eine sehr wirkungsvolle Oberflächenprofilierung des Betons erreichbar'ist, u. zw. bei gleichzeitiger Anwendung einer sehr wirtschaftlichen Baumethode.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Baukörpern im Gleitbauverfahren, bei der zwischen den Führungsschenkeln und der Schalung des Gleitschalungssystems Laufrollen vorgesehen sind, um die Führungsschenkel und die Schalung relativ gegeneinander verschieben zu können, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Laufrollen (5) an den Führungsschenkeln (la, lb) des Gleitschalungssystems angeordnet sind und dass die Schalung als eine umsetzbare Schalung (6, 16)
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