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Vortriebsschild
Die Erfindung betrifft einen Vortriebsschild, der vornehmlich mit mechanisch arbeitenden Bodengewinnungsmitteln ausgerüstet ist.
Bei den bekannten Vortriebsschilden ist der Schildmantel über seine ganze Länge zylindrisch ausgebildet. Da bei diesen Vortriebsschilden das Lösen des Bodenmaterials überwiegend noch von Hand erfolgt, kann das Auffahren von Krümmungen durch eine möglichst kurze Länge des Schildes erleichtert werden. Ausserdem erhalten die Krümmungen im allgemeinen einen sehr grossen Krümmungsradius, so dass sich die zylindrische Ausbildung des Schildmantels bei kurzer Schildlänge nicht unangenehm bemerkbar macht.
Bei Vortriebsschilden mit mechanischer Bodengewinnung lässt es sich nicht vermeiden, dass infolge der Anordnung der schweren Gewinnung-un Antriebsgeräte im Vortriebsschild die Schildlänge grösser wird, was die Steuerbarkeit des Schildes, insbesondere beim Auffahren von Krümmungen, herabsetzt.
Um diesen sich bei längeren Vortriebsschilden ergebenden Nachteil zu beseitigen, besteht nach der Erfindung der Schildmantel aus einem vorderen, zylindrisch geformten Hauptteil und einem hinteren Schwanzteil, der sich konisch nach rückwärts verjüngt. Durch diese Ausführungsform wird eine Behinderung beim Auffahren von Krümmungen im wesentlichen beseitigt. Durch eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann auch der Nachteil der Kopflastigkeit, der durch die Anordnung der Gewinnung-un Antriebsgeräte im Schildkopf auftritt, weitgehend eliminiert werden.
Bei dieser Ausführungsform wird der konisch ausgebildete Schwanzteil derart an den zylindrischen Hauptteil des Vortriebsschildes angesetzt, dass die Achse, die die Mittelpunkte der beiden Endflächen verbindet, schräg nach oben führt, u. zw. so, dass im Scheitel des Vortriebsschildes der Schwanzteil eine geradlinige Verlängerung des Hauptteiles bildet und die konische Verjüngung an der Sohle ihren grössten Wert erreicht. Bei dieser Ausführungsform bleibt also die volle Scheitellänge des Vortriebsschildes erhalten, so dass bei der Führung des Vortriebsschildes die Anlagelänge im Scheitel ausreichend ist, um den Nachteil der Kopflastigkeit auszugleichen. An der Seite erreicht die konische Verjüngung die Hälfte des Grösstwertes, der in der Sohle erreicht wird.
Diese Hälfte des Grösstwertes ist aber im allgemeinen ausreichend, um das Auffahren in Krümmungen zu erleichtern.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung rein schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Vortriebsschild und Fig. 2 die zugehörige rückwärtige Ansicht des Schildes.
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angeordnet, dass die Achse--31--, die die Mittelpunkte der beiden Endflächen verbindet, eine schräg nach oben führende Gerade darstellt. Die Durchmesser der Querschnittsflächen im Bereich des Schwanz teiles --30-- verkleinern sich also linear von dem Durchmesser-D-bis zum Durchmesser-d-. Auf diese Weise entsteht an der Sohle des Vortriebsschildes eine Verjüngung, die den Wert-b-erreicht, während bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Verjüngung-a-- im Scheitel Null bleibt und die Verjüngung auf den Seiten den Wert--c--erreicht.
Es versteht sich von selbst, dass bei der zeichnerischen Darstellung des Ausführungsbeispieles die
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Verjüngung übertrieben dargestellt werden musste, damit sie zu erkennen ist. Bei einem Ausführungsbeispiel in der Praxis könnte beispielsweise bei einem Wert D = 550 cm die grösste Verjüngung an der Sohle den Wert b = 3 cm erreichen. Der letztgenannte Wert-b-hängt auch von den übrigen Abmessungen des Vortriebsschildes und der Grösse des kleinsten Krümmungsradius ab, die bei dem erwähnten Ausführungsbeispiel 250 m betragen könnte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vortriebsschild, insbesondere mit mechanischer Bodengewinnung, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Schildmantel aus einem vorderen, zylindrisch geformten Hauptteil (1) und einem hinteren, sich konisch nach rückwärts verjüngenden Schwanzteil (30) besteht.
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