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Verfahren zur Überführung von Fetten und Ölen bzw. deren Mischungen in trockenes, feinkristallines Fettpulver und Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens
Das STamm patent Nr. 263515 betrifft ein Verfahren zur Überführung von Fetten und ölen bzw. deren Mischungen, wie beispielsweise Rinderspeisetalg, Schweineschmalz, Seetierfett, Cocosfett, Palmkernfett, Babassufett, Palmöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Erdnussöl, welche naturbelassen, raffiniert oder auch gehärtet und gegebenenfalls mit einem fettfremden pulverförmigen Medium, wie beispielsweise Sprühmagermilchpulver, Sprühmolkenpulver, Stärkepuder und/oder Leichtphosphat vermischt sein können, in ein trockenes, feinkristallines Fettpulver mit einer Teilchengrösse unter 100 ju,
vorzugsweise 50 bis ze wobei die flüssige Fettphase mit einer Kühlvorrichtung in Kontakt gebracht wird, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Fettmischungen einem Druckzylinder zugeführt, sodann in flüssiger Phase, gegebenenfalls mit vorkristallinem Gefüge, mittels Druck durch Düsen in einem Trockenkanal mit einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 0 und 20% fein zerstäubt und in Kontakt mit einem Kältemedium oder einem gekühlten Körper gebracht werden.
Es wird hiebei vorteilhaft die flüssige Fettphase auf einen tiefgekühlten, gegebenenfalls mit Stickstoff angereicherten, bandförmigen und in seinem Anfang horizontal verlaufenden Kaltluftstrahl aufgesprüht. Beim erfindungsgemäss erhaltenen, feinkristallinen Fettpulver muss es sich nicht immer um ein Speisefett handeln.
Es wurde nunmehr gefunden, dass, insbesondere bei sehr schwer kristallisierenden Mischungen, es vorteilhaft ist, wenn die Fettpartikel mit mehreren gegebenenfalls mit Stickstoff angereicherten Kaltluftstrahlen nacheinander in Berührung gebracht werden. Dadurch kann der Kristallisationseffekt wesentlich verstärkt werden. Die Strömungsgeschwindigkeit der Kaltluft ist dabei durch Variieren von Druck und Kaltluftmenge einerseits und des Querschnitts der Düsen, aus denen der Luftstrahl austritt, anderseits leicht regulierbar. Dadurch kann die Verweilzeit des Fettes bzw. Öles in den einzelnen Kaltluftstrahlen variiert werden.
Die notwendige Zerstäubung des flüssigen Fettes bzw. Öles erfolgt erfindungsgemäss vorteilhaft über eine Reihe von Steigrohren, denen das flüssige Fett kontinuierlich zugeführt wird, mittels Druckluftstrahlen.
Zur Durchführung des Verfahrens werden vorteilhaft nachstehende Vorrichtungen verwendet :
Ein beheizter, gut isolierter Druckzylinder nimmt das Fett auf und ist mit einer linear strahlenden regulierbaren Düsenreihe versehen und derart schwenkbar angeordnet, dass die Düsen auf einen bandförmigen, der Sprühbreite entsprechenden, tiefgekühlten Luftstrahl gerichtet sind. Dieser Luftstrahl ist in seiner Stärke variabel und tritt aus Schlitzdüsen aus. Erfindungsgemäss sind nunmehr bandförmige Luftstrahlen bildende Schlitzdüsen stufenweise hintereinander angeordnet.
Eine ebenfalls vorteilhafte Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht im wesentlichen aus einem Druckzylinder, auf dem eine Reihe von Steigrohren angebracht ist, und - J. S stufenweise angeordneten Schlitzdüsen für die Kaltluft, wobei die das oberste Kälteband bildenden Düsen so
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angebracht sind, dass auf jede Steigrohrmündung jeweils ein Kaltluftstrahl gerichtet ist.
Um möglichst kleine Dimensionen für die Anlage zu erhalten, und da die Kaltluftbänder nicht nur die Kristallisations- und Transportfunktion übernehmen, sondern gleichzeitig als Leitorgane für die feinkristallinen Fettpartikel dienen können, ist es möglich, die Bewegungsrichtung der Fettpartikel zu verändern und auch die Fliessgeschwindigkeit zu verringern. Es können somit Kaltluftbänder als Leitoder Bremsstrahlen wirken.
Zur Erläuterung der Vorrichtungen dienen die Zeichnungsfiguren 1 und 2.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung mit Düsen zur Zerstäubung des Fettes schematisch dargestellt. In einem Trockenraum--5--befindet sich ein Druckzylinder--l--mit einer linear strahlenden
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Schlitzdüsen-12-angeordnet,--12-- stufenweise hintereinander angeordnet. Der aus dem Druckzylinder--l--austretende Fettsprühstrahl trifft auf das oberste Kaltluftband und wird von der Kaltluft mitgetragen und dabei total oder partiell kristallisiert, worauf das zerstäubte Fett allmählich in die Zone des darunter liegenden Kaltluftbandes der zweiten Stufe fällt, wo eine weitere Kristallisation vor sich geht. Ist zu bestimmten Zwecken, auf Grund einer besonderen Fettkomposition eine sehr starke Auskristallisation erforderlich, so wird die bereits kristalline Fettphase noch über weitere Kaltluftbänder (3. und 4.
Stufe usw. ) geführt, wodurch eine ausgesprochene Beständigkeit des kristallinen Gefüges erreicht wird.
Diese Anlage kann gegebenenfalls einem Durchlaufmischer vorgeschaltet sein.
Fig. 2 stellt eine Einrichtung dar, bei der die Zerstäubung dadurch erreicht wird, dass Kaltluftstrahlen auf die Öffnungen von Steigrohren für das Fett gerichtet sind und das austretende
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Kaltluftband bildenden Düsen-12-sind so angeordnet, dass auf jede Steigrohrmündung jeweils ein Kaltluftstrahl ausgerichtet ist. Der Zylinder--l--ist mit der Fettversorgungsleitung--13-verbunden. Die Höhe des verwendeten Luftdruckes und der Querschnitt der Steigrohre bestimmen Menge und Feinheit des Kristallates und damit die Länge der ersten Stufe und die Ausmasse der Kristallisationsanlage. Die weiteren Kaltluftbänder --11--, aus Schlitzdüsen --12-- austretend, übernehmen stufenweise angeordnet die vorkristallisierten Fettpartikel.
Die angegebenen Bezugszeichen sollen die Funktion der Vorrichtungen erläutern, nicht jedoch das Schutzbegehren einschränken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Überführung von Fetten und ölen bzw. deren Mischungen, wie beispielsweise Rinderspeisetalg, Schweineschmalz, Seetierfett, Cocosfett, Palmkernfett, Babassufett, Palmöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Erdnussöl, welche naturbelassen, raffiniert oder auch gehärtet und gegebenenfalls mit einem fettfremden, pulverförmigen Medium, wie beispielsweise Sprühmagermilchpulver, Sprühmolkenpulver, Stärkepuder und/oder Leichtphosphat vermischt sein können, in ein trockenes, feinkristallines Fettpulver mit einer Teilchengrösse unter 100 J. l., vorzugsweise 50 bis lobe, nach Patent Nr.
263515, gemäss dem die flüssige Fettphase mit einer Kühlvorrichtung in Kontakt gebracht wird, wobei die Fettmischungen einem Druckzylinder zugeführt, sodann in flüssiger Phase, gegebenenfalls mit kristallinem Gefüge, mittels Druck aus Düsen in einem Trockenkanal mit einerrelativen Luftfeuchtigkeit zwischen 0 und 20% fein zerstäubt und in Kontakt mit einem gegebenenfalls mit Stickstoff
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dass die Fettpartikel mit mehreren gegebenenfalls mit Stickstoff angereicherten Kaltluftstrahlen nacheinander in Berührung gebracht werden.
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