AT280192B - Vorrichtung zum Strangwalzen von Blechmaterial od.dgl. aus einer Metallschmelze - Google Patents
Vorrichtung zum Strangwalzen von Blechmaterial od.dgl. aus einer MetallschmelzeInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zum Strangwalzen von Blechmaterial od. dgl. aus einer Metallschmelze Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Strangwalzen von Blechmaterial od. dgl. aus einer Metallschmelze, mit einer Wanne zur Aufnahme der Schmelze und einem in diese eingetauchten Paar von gegensinnig rotierenden, wassergekühlten Walzen, die gemeinsam mit an ihren Stirnflächen angeordneten Dichtungen einen Walzspalt begrenzen, durch welchen an ihren Mantelflächen kristallisiertes Metall geformt und aus der Schmelze herausgeführt wird. Zur Herstellung von aus Metallpulver gewalzten Flachprofile oder Blechen mit scharfen Randkanten können geschlossene Kaliber verwendet werden, zu deren seitlicher Begrenzung auf jeder Seite einer der Walzen je ein Flansch federnd angebracht ist. Die Sauberkeit der Randkanten von mit solchen Vorrichtungen gewalzten Blechen od. dgl. lässt jedoch zu wünschen übrig, so dass vorgeschlagen wurde, an jeder Seite des Walzenspaltes ein endloses Stahlband anzuordnen. Alle diese Massnahmen sind jedoch für das Strangwalzen aus einer Schmelze nicht anwendbar. Bei für diese Zwecke brauchbaren bekanntgewordenen Vorrichtungen (s. z. B das Fachbuch von Herman "Strangguss", Moskau 1961, S. 117) ist der von zwei in die Schmelze eingetauchten Walzen gebildete Walzspalt seitlich von den Wannenwänden begrenzt, die mit einer feuerfesten Auskleidung versehen sind. Bei solchen Walzgeräten entstehen infolge Abnutzung beim Walzenumlauf zwischen den Walzenstirnseiten und den Wannenwänden Spalte, in welche das flüssige Metall hineinfliesst, was den Betrieb und die Qualität des Walzproduktes beeinträchtigt. Ausserdem bleibt eine Schwierigkeit bestehen, die nur beim Strangwalzen aus Schmelzen auftritt und die auf die dabei auftretenden Temperaturen und Temperaturverteilungen zurückgeht. Die Temperaturgefälle und damit der Wärmeübergang zwischen den Arbeitsflächen der wassergekühlten Walten und der Metallschmelze bzw. zwischen dieser und der Oberfläche der Wannenwandung sind sehr verschieden. Die Menge des auskristallisierenden Metalls ist aber von der an diesen Grenzflächen entzogenen Wärme abhängig, so dass ein ungleichmässiger Metallansatz entsteht, was die Güte der Kanten des erzeugten Bleches od. dgl. verschlechtert. Ziel der ERfindung ist die Behebung der erwähnten Nachteile. Dieses Ziel lässt sich mit einer Vorrichtung des eingangs umrissenen Aufbaues erreichen, bei welcher erfindungsgemäss zwei einander gegenüberliegende Wandungen der Wanne mit öffnungen versehen sind und in diesen je eine vorzugsweise gekühlte Scheibe angeordnet ist, diese Scheiben mit Hilfe von Andrückvorrichtungen, z. B. Federn, dauernd an die Stirnflächen der Walzen angedrückt sind und die Arbeitsflächen der Scheiben über die Arbeitsflächen der Walzen derart vorstehen, dass die Metallkristallisation an den Walzenoberflächen zwischen den Scheibenarbeitsflächen erfolgt. Mit in dieser Weise ausgestatteten Walzvorrichtungen, die sehr einfach und betriebssicher sind, lassen sich Bleche herstellen, deren Kanten einwandfrei sind. Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, das in den Zeichnungen veranschaulicht ist. In den Zeichnungen zeigen in schematisierter Darstellung Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung im Schnitt und Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1. <Desc/Clms Page number 2> Die in den Zeichnungen wiedergegebene Vorrichtung weist eine Wanne-l-auf, die mit einer Auskleidung--9--versehen und zur Aufnahme einer Metallschmelze --2-- bestimmt ist. In der Wanne ist ein Paar von Walzen-3 und 4-untergebracht, die um parallele und horizontale Achsen drehbar gelagert sind und zum Teil unterhalb des Spiegels der Schmelze liegen. Die Walzen sind zur Kühlung mit Wasser eingerichtet und an beiden Seiten mit je einem Zapfen versehen, der eine Öffnung in der Wannenseitenwandung durchsetzt und in einem Lagerbock gelagert ist, der in einem Abstand von der Wannenwand auf ein Fundament od. dgl. aufgesetzt ist. In jede der Wandöffnungen ist eine EMI2.1 am Widerlager abstützenden Schraubenfeder --12-- besteht. Das andere Ende der Feder liegt gegen die äussere Seitenfläche der Scheibe --10-- an und drückt diese dauernd gegen die mit ihr in Kontakt stehenden Walzenstirnflächen, so dass das Entstehen eines Spaltes zwischen Scheibe und EMI2.2 voneinander, der mindestens der Dicke der Kristallisationsschicht entspricht, die sich an den Arbeitsflächen --5 bzw. 6-der Walzen-3 bzw. 4-ausbildet. Der Abstand a muss nicht entlang des gesamten Walzenumfanges gleich gross sein. Die Dicke der an den Walzenarbeitsflächen kristallisierenden Metallschicht ist in Nähe des Walzspaltes am grössten und nimmt mit der Entfernung von diesem ab. Da es für die angestrebte gute Ausbildung der Blechkanten nur darauf ankommt, dass die Kristallisation aus der Schmelze ausschliesslich in einem seitlich von den Scheiben begrenzten Bereich stattfindet, genügt es, den Abstand a an jeder Stelle entlang des Scheibenumfanges mindestens gleich der Dicke der jeweils dort befindlichen Kristallisationsschicht zu machen. Die Achsen der Scheiben --10-- brauchen also nicht mit den Drehachsen der Walzen zusammenzufallen, sondern können, wie dargestellt, gegenüber diesen in Richtung gegen den Walzenspalt versetzt sein, so dass die Arbeitsflächen-14-der Scheiben von zwei exzentrischen Kreisen, nämlich der Walzenkante und der äusseren Scheibenkante begrenzt sind. Erfindungsgemässe Vorrichtungen arbeiten in folgender Weise : An den gekühlten Arbeitsflächen - -5, 6-- der gegensinnig rotierenden Walzen--3, 4-- sowie an den Arbeitsflächen-14-der Scheiben --10-- kristallisiert Metall aus der Schmelze an. Die auskristallisierten Metallschichten werden von den Walzen gegen den Walzspalt mitgenommen und zusammengeführt, aus dem das EMI2.3 eintreten könnte. Da die Temperaturgefälle zwischen der Schmelze und den Walzenarbeitsflächen bzw. der Scheibenarbeitsflächen wesentlich weniger unterschiedlich als bei den bekannten Vorrichtungen sind, herrschen an den Walzenenden und entlang der Walzen nur geringe Unterschiede in den für den Metallansatz massgebenden Verhältnisse. Sind die Scheiben wassergekühlt, so lassen sich die erwähnten Temperaturgefälle durch Einstellen des Kühlwasserumlaufes überdies aneinander vollständig oder wenigstens weitgehend angleichen. Die Erfahrung zeigt, dass mit erfindungsgemässen Vorrichtungen hergestellte Bleche od. dgl. sehr gut ausgebildete Kanten aufweisen und auch die Materialstruktur in den Randzonen besser als bei nach den üblichen stranggewalzten Blechen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zum Strangwalzen von Blechmaterial od. dgl. aus einer Metallschmelze, mit einer Wanne zur Aufnahme der Schmelze und einem in diese eingetauchten Paar von gegensinnig rotierenden, wassergekühlten Walzen, die gemeinsam mit an ihren Stirnflächen angeordneten Dichtungen einen Walzspalt begrenzen, durch welchen an ihren Mantelflächen kristallisiertes Metall geformt und aus der EMI2.4 liegende Wandungen der Wanne (1) mit Öffnungen versehen sind und in diesen je eine vorzugsweise gekühlte Scheibe (10) angeordnet ist, diese Scheiben mit Hilfe von Andrückvorrichtungen (11), z.B. <Desc/Clms Page number 3> Federn (12), dauernd an die Stirnflächen (7, 8) der Walzen (3, 4) angedrückt sind und die Arbeitsflächen (14) der Scheiben über die Arbeitsflächen (5, 6) der Walzen (3, 4) derart vorstehen, dass die Metallkristallisadon an den Walzenoberflächen (5, 6) zwischen den Scheibenarbeitsflächen (14) erfolgt.
Priority Applications (1)
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| AT280192B true AT280192B (de) | 1970-04-10 |
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1968
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